Beiträge von Micha M.

    Insgesamt ein sehr interessantes Projekt, alle Achtung!!


    Ich seh den Vorteil auch weniger in der Gewichtsersparnis als im geringeren Auftragen, das die Tragemöglichkeiten noch erweitert, z.B. Neck mit Abzieh-Clip oder flach mit einem Clip auf nem Gürtel, außerdem mit geringerem Auftragen in Taschen usw.

    Major, Dirk hat doch derzeit Rabattaktionen bei Bestellungen mehrerer Artikel.
    Du hättest gleich 33.000 Stück bestellen sollen, die wären Dir dann geliefert worden, sobald die Union Pacific Dir einen Gleisanschluß bis nach Hause gebaut hätte. Ach, da hätte ich zur Verpflegung der 333.000 chinesischen Bahnarbeiter haufenweise Tofu-Büffel abschießen können....

    Ruf mal bei Messer Pisek in Essen an, ob Robert Pisek dort wieder anwesend ist.
    Robert hat für mich jahrelang Messer geschliffen in einer Güte, deren Überlegenheit z.B. die Extrema-Ratio-Leute bei einem anschließenden Firmenbesuch sofort von sich aus angemerkt und eingestanden haben :)

    Sei getröstet: Die Suche nach DEM Allrounder ist sozusagen unsere Version der Gralssuche...und keinem von uns unvertraut.


    Du bist aber schon ein deutliches Stück weiter, wenn Du erkennst, daß das Einpegeln auf bestimmten Skalenenden - z.B. zwischen tragefreundlicher Kompaktheit und spaltwirksamer Länge und Masse, oder zwischen schneidfreundlich dünner und mißbrauchstoleranter starker Klinge - zwangsläufig keine Maximalwerte ergibt, sondern Kompromisse.


    Bestimmte Faktoren schließen einander allerdings aus: Du wirst kein extrem schnitthaltiges Messer finden, das sich dann auch spielend nachschärfen läßt - wovon das Schneidgut nichts abträgt, davon trägt eben auch ein feldmäßiges Schärfmittel nicht so ruckzuck was ab.....


    Um Dein Preislimit gut zu nutzen und ein paar zusätzliche Vergleichsmöglichkeiten zu erlangen, solltest Du vielleicht mal eine US-Händlerseite anschauen, dort finden sich erfahrungsgemäß innerhalb dieses Limits weitere Kandidaten, die in Dein bisher aufgezeigtes "Beuteschema" passen, z.B. andere Entrek-Modelle wie das Companion, aber auch Messer wie das Anza Boddington, insbesondere aber auch mittelgroße Messer von TOPS. Bei einigen Händlern, wie z.B. bei knifesupply.com, sind außerdem selbst Messer wie das Bark River Bravo 1 noch einigermaßen im Preislimit zu bekommen.


    Bei der weiteren Auswahl hilft vielleicht zumindest eine Überlegung: Wenn Du auch grobere Arbeiten machen willst, insbesondere auch mal Holz spalten usw., solltest Du die 12cm-Grenze einigermaßen ausschöpfen. Freihändiges Hacken mit derart kleinen Messern ist ohnehin eher Murks, der Schlagholzeinsatz wird aber erleichtert, wenn ein gutes Stück der Klinge noch aus dem Spaltgut ragt, sonst muß man dauernd auf den Griff schlagen.


    Das spricht eindeutig eher für Messer wie das Prodigy, das Entrek oder das TAK 1


    Falls auch Kraton-Griffe für Dich in Betracht kommen, lohnt sich allemal ein Blick auf ein Linder Super Edge oder ein Fällkniven F1. Das sind stabile Messer, die trotzdem gut schneiden - sie gehören dabei zur schnitthaltigen Gattung. Eine Alternative könnte außerdem ein Eickhorn GEK-EDC sein, das man bei einigen Händlern ein Stück unter dem Eickhorn-Preis bekommen kann. Frag doch mal Bastian von Xpedition, zu welchem Preis Du es bei ihm bekommen kannst. Dort solltest Du vielleicht auch mal nach einem Fox Pro Hunter Fixed schauen, dessen hohe Klinge trotz stabiler Klingenstärke einen schneidfreudigen Anschliffwinkel zuläßt.


    Ein robustes und dabei gut schneidendes Messer kompakter Abmessungen ist z.B. auch das ZT 0121, innerhalb Deines Preisrahmens werden derzeit hier im Verkaufsbereich 2 oder 3 angeboten. Auch das gehört zur schnitthaltigen Sorte :)


    Wenn Dich die Kompromisse überhaupt nicht glücklich machen, nimm einen halbwegs preisgünstigen möglichst stabilen "Klopper" fürs Grobe plus ein Mora 2010 für die Lebensmittelzubereitung und feine Schneidarbeiten :)


    Wenn es ausschließlich eine Auswahl zwischen den genannten Kandidaten sein soll, tendiere ich zum TAK1, das Du im Direktimport schon für ca. 80 Euro bekommen kannst, zuweilen auch hier in Angebotsaktionen, Die Klinge ist ausreichend groß, das Messer insgesamt ziemlich stabil, einschließlich des robusten Griffs, die Scheide ist tauglicher als der dünne Kram bei Entrek. Der Kohlenstoffstahl läßt sich gut scharf bekommen und ist schneidfreudig, wenn auch nicht extrem schnitthaltig.

    Na, dafür hat sich das Suchen und Warten doch allemal gelohnt :thumbup:!
    Schöne Lösung übrigens mit dem Koppelschuh für die Lederscheide, so kann man sie sozusagen klassisch hinter den Gurt schieben, aber auch anhängen.
    Auch der Schliff sieht wirklich sehr gut aus.


    Richtig schönes Messer, Kompliment!

    Die Liegequalität hat sich jedenfalls beim Treffen wieder mal bestätigt.
    Ein Manko gibt es allerdings: Die Liege verursacht unter Belastung von mir als relativ gewichtigem Schläfer nach Auskunft meiner leidenden Nachbarn offensichtlich durchdringende sägende Geräusche, die die ganze Nacht anhalten :)

    Die "Nachforderung" von Versandkosten finde ich nicht in Ordnung. Ich weiß auch, daß einzelne Empfänger das unterschiedlich sehen, teils "um des lieben Friedens willen" zahlen, teils aber auch darauf bestehen, das Messer zum angebotenen Preis dann auch zu erhalten.


    Bislang hat Jason Brous geschrieben, er habe UNBEACHTLICH einer Nachzahlung erst mal versandt, die Messer sind also angeblich auf dem Weg. Daher finde ich es irritierend zu hören, wenn jetzt sogar Fälle auftauchen, in denen die Nachzahlung nach vorherigem ordnungsgemäßem Geschäftsabschluß dann zur Bedingung für die Auslieferung gemacht wird.


    Als Betroffener würde ich wohl in diesem Fall bei Zahlung mit PayPal meine Kohle zurückfordern, denke ich.


    Irgendwo lag bei vielen Bestellern sicher auch ein "Limit" für das kleine Ding. Bei der bisherigen Kalkulation war das ein runder Hunni, wenn sich das mittlerweile "auswächst", kann ich die Verärgerung wirklich verstehen.


    Bislang kann ich die Abläufe auch noch nicht sicher genug nachvollziehen. Fakt ist, daß einige der "Frühbesteller", auch ohne Nachzahlung", bereits ihre Messer erhalten haben, andere aber noch nicht. Wenn tatsächlich alle bestellten Messer relativ zeitgleich nach Deutschland auf den Weg gebracht wurden, sollte sich das spätestens bis zur jetzigen Monatsmitte klären....

    Ja, Thomas, die Detailfotos vom integralen Parierelement machen wirklich heftig Appetit :)
    Das ganze Messer macht einen ausgezeichneten Eindruck.


    Ist doch keine Pulver-Epoxy-Beschichtung, sondern nur Gun-Kote. Abgesehen davon - wenn es unbeschichteter C-Stahl sein soll, wird sich das doch sicher machen lassen. Poliert oder satiniert müßte das wirklich auch allerliebst aussehen :)

    Unterscheiden sich die Modelle S und L eigentlich nur durch die Klingenlänge?
    Auf manchen Bildern sieht es aus, als ob der Griff beim L auch mehr geneigt ist als beim S.


    Übrigens gefallen mir beide Modelle sehr gut :)

    Ja, bin ebenso gespannt wie Ama-Ebi.....Für ein schönes Foto sind wir sogar so nett, die hier aufgeworfene Frage NICHT zu beantworten, nachdem ja das Bemühen von Google bei allen gute Ergebnisse brachte, nur nicht bei Dir....zur Erinnerung: "Spinnt Google, oder bin ich zu blöd?".....

    Bei allem Kundenfrust - man WILL das Messer schließlich haben, was ja nicht zuletzt auch für dessen Attraktivität spricht :) - vergesse ich bei der ganzen Geschichte mit dem Lieferverzug für bestimmte Kombis von Farbe und Version des Griffs auch nicht, daß so etwas schließlich nicht nur Eickhorn passiert.


    Schließlich hat die Firma deutlich weniger Marktanteil im Privatmarkt und eine weniger leistungsfähige Logistik als z.B. Böker - und auf das Bob warte ich auch schon seit OKTOBER. Unglaublicherweise scheitert das ja wohl daran, daß Tom Krein in USA mit dem Beistellen der Scheiden nicht nachkommt, und das seit einem halben Jahr...


    Der Fairness halber darf man das im Vergleich der hiesigen Anbieter eben auch nicht ganz vergessen :)

    Ja, da ist wirklich jede Menge sehr brauchbares Zeug dabei, oft in sehr guter Verarbeitungsqualität, praxistauglich und durchdacht. Alles nicht auf weites Schleppen ausgelegt - aber unschlagbar bei Transportmöglichkeit mit dem Fahrzeug bis (fast) zum Aufbauort.


    Meine Liege ist eine Empfehlung eines Kollegen, wir hatten die auch schon bei mehrtägigen Einsätzen dabei.


    Überhaupt lohnt sich oft ein Blick "über den Zaun" zu den Angeboten anderer Sparten. Ich schlendere z.B. auch oft sehr interessiert durch die Handwerkzeug-Abteilungen guter Baumärkte. Die bieten z.B. häufig mit so praktischen Dingen wie Latthämmern, Gipserbeilen oder Dreikantschabern Werkzeuge mit einem SEHR breiten möglichen Anwendungsspektrum :).....und rechtlich völlig unangreifbar.


    War gestern in so einem Laden und hab über den ganzen rechtlichen Eiertanz zu Gegenständen wie dem Travel Wrench oder zickigen Besorgnissen über mögliche Waffeneigenschaften von Kugelschreibern wieder mal zynisch lachen müssen - bei der ganzen Auswahl kleiner Meißel und z.B. sog. "Durchschläger" mit Auswahlmöglichkeiten vom Spitz- bis zum Flachkopf.


    Besser und wirksamer könnte man keine Kubotan-Theke bestücken :)


    Wer mir da noch erzählen will, das ganze Theater mit 42a mache irgendwelchen realen Sinn, wird es nicht einfach haben.....


    Und bei den richtigen "Schwergewichten" geht der Trend wohl ohnehin in genau diese Richtung. Schau ich mir Bilder von angeblichen "Waffenbeschlagnahmen" nach ansonsten wohl ziemlich erfolglosen Durchsuchungen in der Rockerszene an, wimmelt die "Ausbeute" mittlerweile von Werkzeugen und Alltagsgegenständen, die man den Herren in Kutte später zähneknirschend und heimlich, still und leise wieder zurückerstatten darf :)

    Das Messer hat mich ja von Beginn an interessiert, und ich habe den Thread entsprechend begleitet.
    Mittlerweile habe ich von verschiedenen "frühen Bestellern" Mitteilungen über die Ankunft ihrer Messer bekommen, das scheint also nun wirklich zu funktionieren.


    Vor allem aber hatte ich in den letzten Tagen Gelegenheit, das Messer selbst auszuprobieren und mir eine Meinung darüber zu machen:


    Trotz der geringen Gesamtlänge von 11 cm bietet das Messer immerhin 5,5 cm Klingenlänge, das reicht auch einigermaßen für ein Brötchen oder einen Apfel.


    Der kurze Griff bietet durch die alternativ nutzbaren beiden Löcher und die untere Fingermulde diverse Haltungsoptionen und liegt durch die Nutzung jeweils eines Fingerlochs trotz der geringen Länge immer fest in der Hand.


    Natürlich erinnert das an Fred Perrin oder das Raidops Operator, jedenfalls funktioniert es in verschiedenen Haltungen sehr zuverlässig.


    Dabei ist eigentlich nicht vorgesehen - und auch nicht wirklich bequem - beide Fingerlöcher gleichzeitig zu benutzen, es geht dabei eher um alternative Nutzung und natürlich auch um Gewichtsersparnis.


    Deutlich sagen muß man allerdings, daß die Fingerlöcher in Eurogröße so gerade mal für meine Finger passen, und ich habe Handschuhgröße 8, was unterdurchschnittlich ist - dabei allerdings laut Kumpel Jörn "Vigabrand" zum Ausgleich "Wurstfinger" :) Jedenfalls dürften Anwender mit richtig großen Händen und nicht gerade schlanken Fingern so ihre Probleme mit dem Messer haben...


    Rechtliche Probleme befürchte ich nicht, da das Messer kein Widerlager in der Hand bildet, um bei einer unzulässigen Schlagringanwendung das Messer in der Innenhand abzustützen. Zudem werden ähnliche Messer mit mehreren Fingerlöchern (Miltner-Adams, Raidops) schon länger problemlos angeboten, das Miltner-Adams über Böker ja auch in größeren Stückzahlen und nach Händlerangabe rechtlich abgesichert.


    Das Silent Soldier läßt sich vor allem als Neckknife wirklich angenehm tragen. Viele Neckies haben deutlich mehr Gesamtlänge und zeichnen sich bei vielen Körperhaltungen oft mit dem oberen oder unteren Ende unter dem Hemd oder insbesondere T-Shirt ab. Manche sehr kleine Neckies lassen sich hingegen nicht sicher genug erfassen.


    Beim Silent Soldier habe ich bisher das Tragen selbst unter einem T-Shirt als sehr angenehm und diskret empfunden, das Messer zeichnet sich kaum ab, kippelt nicht mit dem oberen oder unteren Ende gegen das Shirt und läßt sich durch die Fingermulde und insbesondere auch eines der Grifflöcher sehr gut erfassen und ziehen. Die Scheide hält das Messer dabei auch kopfüber zuverlässig. Die mitgelieferte Kugelkette sollte man aber bei enger Oberkleidung vielleicht durch ein flacheres Band ersetzen.


    Insgesamt finde ich das Messer wirklich gelungen, einen Unterschied zu den Einzelfertigungen von Brous vermag ich bei dem Serienmodell zudem nicht wirklich festzustellen.


    Im Direktvergleich mit Ama-Ebis "Loro" gewinnt das Loro, bei großen Händen sollte man mal direkt mit einem Perrin vergleichen und das besser passende Messer wählen - jedenfalls ist das Silent Soldier m.E. aber ein ordentliches kleines Ding :)