Beiträge von Micha M.

    100 Euro müssen kein "Low Budget" sein.


    Es gibt schon einige sehr robuste und zuverlässige Messer in dieser Preisklasse - und zwar auch von Herstellern, die bei ihren Materialangaben zuverlässiger sind als das "chinesische Roulette" einiger derzeit so beliebter Fernost-Online-Nethändler, bei denen man vorher nie so recht weiß, ob man belastbaren Stahl oder optisch in die Form eines "desingnorientierenden" bekannteren Modells gefaltetes Dosenblech bekommt...


    Hier mal ein paar Beispiele für robuste Messer aus dem Tactical-Bereich, die in etwa Deinen Vorgaben entsprechen:


    http://tomarskabars.com/BK-17_INFO.html


    http://www.knifesupply.com/esh…sp?ProductCode=BU690BKSTP


    http://www.knifesupply.com/esh…nd.asp?ProductCode=STK006


    http://www.knifesupply.com/esh…pand.asp?ProductCode=BKR2


    http://www.outdoormesser.de/ep…ops/62013711/Products/405


    http://www.outdoormesser.de/ep…ops/62013711/Products/901


    Ein wenig über Deinem Limit wirst Du auch Anbieter finden,die z.B. ein TOPS Sky Marshall oder ein ER Fulcrum C halbwegs erschwinglich anbieten.


    Das alles sind Messer, die man über viele Jahre hinweg verwenden kann, einer der Hersteller wirbt sogar mit "One life, one knife" :) ....Nur muß man dann halt auch lange mit dem Messer zufrieden bleiben.
    Sehr viele von uns haben mit sehr günstigen Messern angefangen, aber fast zwangsläufig steigen mit längerer Beschäftigung die Anforderungen und die Begehrlichkeiten - und dann wird eben "nachgelegt".
    Daher kann es auf die Dauer durchaus billiger sein, statt der 100 Euro Limit z.B. 150 zu investieren und ein Messer zu bekommen, mit dem man sehr lange zufrieden bleibt :)

    Vor einigen Jahren hat mir "Kydex-Werner" für mein heißgeliebtes Becker BK-9 eine Kydexscheide gebaut, auf der zwei schmale Kydex-Streifen aufgeschraubt sind. Sie können, einzeln oder paarweise, senkrecht oder waagrecht befestigt werden, das wurde bei den Abständen der Hohlnieten berücksichtigt.


    So können, ohne jeden Umbau an den zu befestigenden Lampenholstern, Magazintaschen, Scheiden von Piggy-Backs, Zubehörtaschen usw., diverse Anbauten ebenfall schnell befestigt werden.


    Befestigt sind die Streifen natürlich mit Schlitzschrauben mit relativ breitem Schlitz, so daß sich auch immer was Passendes für das Montieren findet.




    Die Streifen können übrigens natürlich auch auf der Rückseite angebracht werden, um die Messerscheide sehr flach auf anderer Ausrüstung zu befestigen....

    Schönes Ding, Matthias :thumbup:


    Und Buchsbaum als Geburtstagsgeschenk ist doch eindeutig dem Buchsbaum vorzuziehen, den viele von uns irgendwann mal auf den Bauch geplanzt kriegen :)


    Dem Stil nach denke ich, ich hab den Kumpel auch schon gesehen, für den das Messer ist?

    Ööööööh, Nr. 3 ist doch das Rasierdings.....rasierst Du Dich mit einem Dolch? Cool...


    Das 39-09 finde ich interessant, die anderen beiden Artikel sprechen mich allerdings auch nicht an.

    Matthias verfolgt, sehr praxiserfahren, m.E. die "nordische" Linie, ein Messer ganz primär als Schneidwerkzeug zu sehen und abzuwägen, wann denn tatsächlich mißbräuchliche Verwendungen eine Rolle spielen - und ob es nicht klüger ist, dann ein spezielles anderes Werkzeug zu verwenden.


    Und selbst bei Diskussionen mit so hartnäckigen Freunden großer Zachel wie mir argumentiert er sehr konzentriert mit der Zielrichtung eines handlichen, praxistauglichen und gut zu dirigierenden Messers. Sehr sympathisch finde ich allerdings, daß er sich nicht so "abgeklärt" gibt, nicht auch zuzugeben, daß ihn dann trotzdem das eine oder andere "fette" Messer anspricht :)


    Ein GW wird es für mich eher nicht werden, obwohl ich das Modell sehr tauglich und praktisch finde - dafür habe ich mir allerdings vorgenommen, in der "Schnittmenge" unserer Interessenlagen demnächst einmal ein Projekt mit ihm umzusetzen (also eher etwas in der Größenklasse einer 11cm-Klinge) - und freue mich schon jetzt auf die Fachsimpelei :)

    Bruno, ich glaube, wir würden im Ergebnis alle besser fahren, wenn Lampen schlichtweg als Werkzeuge - wie eben Handwerkzeug, Taschenrechner oder Kugelschreiber - angesehen bleiben.


    Sie zum "Hilfsmittel der körperlichen Gewalt" hochzustilisieren, hätte einen Sack voll Plagen im Gefolge:
    Man würde SEHR schnell darauf festgelegt, nur noch dienstlich gelieferte / zugelassene Lampen zu verwenden. Die würden dann vom Dienstherrn mit der im Ausrüstungssektor ja immer wieder bejubelten Rasanz ausgewählt, nachdem man erst mal fünf Jahre auf ministerialer Ebene über die Notwendigkeit der Ausstattung sinniert hat.


    Was dann - unter reger Mitwirkung der "Haushälter" und der Majorität entsprechender Ausschußmitglieder mit Abkunft aus dem administrativen Bereich, die eine Handlampe allenfalls benötigen, wenn ihre Schreibtischlampe mal ausfällt - beschafft wird, ist zuweilen schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung vom Entwicklungsstand und der technischen Ausführung nicht mehr so richtig am Puls der Zeit, zum Zeitpunkt der Beschaffung nur noch schwer zu kriegen (...und daher doppelt so teuer wie dann aktuell modernes Equipment...) und zum Zeitpunkt der Auslieferung schon so rar und nostalgisch, daß man ständig aufpassen muß, das kostbare Teil nicht in die Sammlung des Technischen Museums in München entführt zu sehen......
    Die Tatsache, daß "Praktiker" an der Auswahl teilnehmen, kann im Einzelfall auf entsprechendes Baumarktniveau hindeuten....


    Ob die dienstliche Lampe dann einen Strobe hätte für die normale Vollzugskraft? Arbeitskreise, die für kevlargepanzerte und nomextragende SE'ler ein spitzes Einsatzmesser ja als "zu martialisch" wirkend erst mal lange Zeit bedenklich abwägen, lassen mich da nicht hoffen.


    Und vermutlich dürfte man dann auch erst nach Absolvierung einer einwöchigen Intensivschulung den Lichtschalter überhaupt erst mal betätigen...


    Und wenn man dann mal jemanden anleuchtet, der sich darin in seiner Menschenwürde verletzt fühlt (...häufig genug, nachdem er vorher auf der seiner Mitmenschen nach Herzenslust herumgetrampelt ist...), müßte ohnehin die Anwendung der dienstlichen Lampe mit derselben Sorgfalt gerechtfertigt werden wie die eines verfügbaren Werkzeugs in anwendungsbereichsüblicher Ausstattung.


    Nee, lass mal. Die Leute, die jetzt - wie in so vielen Ausrüstungsbereichen - mit privater Kohle auf professionelles Arbeitsniveau kommen, wären sicher nicht glücklich darüber, wenn man ihnen nun das Mitführen ihrer favorisierten Lampfe "zugunsten" einer irgendwann mal einzuführenden "Verwaltungsleuchte" auch noch untersagen würde......

    Wunderbar :thumbup:! Den hätte ich mir auch nicht verkniffen :)


    Sollte "NoPen" für die Sache mit den nicht penetrierenden Nadeln stehen, wäre das natürlich insbesondere bei ballistischen Schutzwesten ein taktisch unverzichtbarer Hinweis. Vermutlich werden wir das dann alle aus Fürsorge- und Regressgründen bald tragen müssen...


    Allerdings sehe ich dann natürlich riesige Absatzmöglichkeiten für so einen Patch - sozusagen als plakatives Vertreten der amerikanischen "Keuschheit vor der Ehe"-Bewegung.


    Als medizinisch im Einstz zu Versorgender würde ich so langsam Bedenken kriegen, ob es meiner Erstversorgung nicht Abbruch tut, erst mal von verzweifelt deutenden Sanis gedreht und gewendet zu werden wie beim Anbraten und dabei "gelesen" zu werden wie eine Litfasssäule.....(Anspielungen auf meine Figur sind jetzt hier unwillkommen :) ).


    Für mich unverzichtbar im Gefecht:
    der Flaschenkarton-Patch auf dem Gefechtshelm: "This side up!"
    hinten auf dem Helm der nostalgische "KHAE!" ("Keine heiße Asche einfüllen!")
    und natürlich auf Brusthöhe "IWRL-SS" "If water rises to this level, start to swim"


    Zur Motivation wäre auch der Patch auf der Brustseite sehr förderlich "TSTE"
    "This side to enemy" :)

    Stimme Knüppel uneingeschränkt zu.


    Lampen sind weder Dienstwaffen noch Hilfsmittel körperlicher Gewalt.
    Insofern sind weder Mitführen noch Anwendung im Rahmen ordnungsgemäßer Dienstausübung beschränkt.
    Mir ist auf Bundesebene keinerlei Einschränkung hinsichtlich einer Festlegung auf "dienstlich gelieferte" Lampen bekannt.


    Außer Waffen sind wir lediglich bei Holstern und Schutzwesten festgelegt.


    Das Anleuchten einer Person ist kein "Waffeneinsatz".
    Zum Schlagen dürfte so eine Lampe nicht im Rahmen der Erzwingung einer Festnahme verwendet werden - das dürfte man wieder nur mit einem "zugelassenen" Hilfsmittel bzw. einer entsprechend dienstlich gelieferten Waffe. Allerdings dürfte z.B. zur Abwehr eines Angriffs auf die Einsatzkraft nach vorherrschender Auslegung die Lampe wieder als - nicht beschränktes - Notwehrinstrument verwendet werden.


    Hier geht es aber um das Anleuchten - und da ist mir NICHTS bekannt, das das als "Waffenanwendung" bzw. Anwendung unmittelbaren Zwangs klassifizieren würde und entsprechend zur Anwendung nur dienstlich gelieferte oder zugelassene Gegenstände zulassen würde...


    Das ist wieder so eine typische verwaltungsinterne Diskussion, ich kenn sowas zu den verschiedensten Themen im Vollzugsdienst von hochdotierten "Vorturnern"....

    Ausgezeichnetes Review! :thumbup: :clap:


    Man wäre geneigt, es als "professionelles Niveau" zu loben, wenn ich nicht schon von Professionellen viel weniger Informatives und viel weniger sorgfältig Gestaltetes gesehen hätte ;)

    Diese Gattermesser werden von verschiedenen Herstellern angeboten, u.a. auch in diversen China-Billigversionen...
    Aber auch in der Perrin-Version "Quattro", die z.B. über Böker vertrieben wird.


    Allerdings baut z.B. auch der russische Hersteller NOKS solche diskreten kleinen Piekser:
    http://www.klyk.ru/index.php?productID=2962


    Das Modell gibt es auch von einer NOKS-Tochter:
    http://www.klyk.ru/index.php?productID=1624


    Momentan kursiert auch eine Version von Fury Tactical, das "Shiver"
    http://www.youtube.com/watch?v=oUgKdfNKvYM

    Bootsmann: Stimmt absolut, für den Kurs gibt es was Handliches UND Stabiles absolut nach Wunsch....


    Rolf: Kalista hat ein sehr interessantes Konzept - kurze Klinge, normal langer Griff. Allerdings ist die Spitze relativ dünn ausgeschliffen. Schneidet wie ein Skalpell - ist aber imo eher nix als "Messer fürs Grobe als Ergänzung zum Folder"....es sei denn, man meint mit "groben Arbeiten" etwas gaaaanz anderes :)

    Für die Trageweise in der Tasche wäre natürlich auch etwas wie das Kizlyar Supreme Amigo eine Überlegung wert. Da hast Du bei sehr geringer Gesamtlänge eine sichere Handlage, die Klinge hat ordentlich Klingenstärke, bis auf exzessives Hebeln (wegen der relativ schmalen Stege am Ring) kann man da schon ne Menge mit anstellen.


    Außerdem natürlich die "Dauerbrenner" der Neckknife-Threads: Izula und die Necker von Blackjack und Bark River. Ohne Schalen trägt sich sowas in der Tasche sehr bequem....

    Welche Handschuhgröße hast Du, Peter?
    Für große Hände ist das wunderschöne Enyo nicht immer so gut geeignet...
    Ansonsten - wenn man mit der geringen Größe klarkommt - tolles Messer zum Tragen in der Hosentasche!


    Wenn Du gezielt etwas suchst, das man auch mal "mißbrauchen" oder für Gröberes hernehmen kann, sollte das Ding nicht ZU teuer sein und vor allem gut in der Hand liegen.


    Da würde ich auch eher etwas mit etwas kürzerer, stabiler Klinge wählen, längenmäßig zugunsten ordentlicher Handlage.


    Gebrauchtes Raidops?
    BökerPlus PSK?

    Schon die geschlossenen Seriengriffschalen verändern die Haptik sehr. Ich komme ja mit dem Rahmengriff auch nicht klar, habe jetzt leicht kantengerundete geschlossene Serienschalen drauf, für weiteres Runden wäre noch Platz auf den Schalen....


    Das Messer selbst ist prima, nutzt die "erklärungsfreie" Klingenlänge, ist handlich, robust und gefällt auch.


    Auch die Bandbreite ist klasse....."Geronimo" hat es ja mal sehr zufrieden im jagdlichen Bereich erprobt, ich hab verschiedene Werkzeuganwendungen durchgeführt.


    Und die WB des verwendeten Klingenstahls ist tadellos......

    Benchmade Rant Bowie


    CS Master Hunter


    GEK-EDC mit geschlossenen Schalen ausprobieren


    BR Trail Buddy


    Böker Bob


    Entrek Companion oder 11Bravo


    ..wenn es statt Horn oder Holz dann doch ein taktisch-traditioneller :) Lederscheibengriff sein darf, ist unbedingt auch das Linder Mark 1 einen Blick wert!

    Ich will hier auch gar nicht behaupten, das Mora sei das PERFEKTE Messer für härtesten Schlagholzeinsatz.
    Stimme Balinzwerg hinsichtlich der diesbezüglichen Vorteile von Full Tang absolut zu, eine schlagfeste Griff- und Klingenrückengestaltung gestattet dann z.B. bei Spaltgut mit größerem Durchmesser auch mal Schlagholzschläge auf das vordere Griffende usw.


    Man muß halt immer schauen, was in welchem Umfang und welcher Intensität realistisch anfällt....


    Wer für die gehobene Outdoor-Übernachtung unterwegs schnell SO etwas errichten will


    http://www.fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/p525174


    ist eindeutig mit einem Beil auch viel besser bedient :)


    Übrigens ist etwas wie das Mora natürlich vor diesem Hintergrund insbesondere auch für DIE Outdoorfraktion eine interessante Sache, die auf die Messer-Beil-Kombi setzt....


    Für Nahrungszubereitung, alle normalen Schneidarbeiten usw. ist das Mora jedenfalls eine sehr interessante Wahl: preisgünstig (Verlust...), schneidfreudig, gut nachschärfbar, ergonomisch bei einigen Modellen überdurchschnittlich gut, hohe Sozialakzeptanz......


    Das alles ist weit ab davon, den Anwendern die Verwendung höherpreisiger Messer "auszureden", ich nutze ja selbst auch sehr gern Messer in diesem Bereich wie Fällkniven F1 oder Eickhorn GEK-EDC...aber nach den Anwendungs- und Erprobungserfahrungen mit Lindbloms und Moras fände ich es auch unfair, diesen Messern einen hohen Praxisnutzen abzusprechen...