Beiträge von Micha M.

    Wo denkst Du hin, Judge??


    Natürlich ist das Messermachen und -benutzen eine absolut ernsthafte und dogmatische Angelegenheit, die eine liederliche Orientierungslosigkeit in der Tarnung der Tolerierung alternativer Meinungen oder Erfahrungen gar nicht zulassen kann! Wer auch etwas anderes für möglicherweise "ebenso richtig" halten kann, hat selbstverständlich einfach noch nicht genug Erfahrung gesammelt für ein entschiedenes Vertreten der eigenen allgemeingültigen und allein- und allseligmachenden Erkenntnisse!


    Wer beispielsweise frecherdings und in unverschämter Ignoration der ex cathedra verkündeten und in unzähligen heiligen Schriften metallurgischer Datenblätter spätestens seit dem Berg Sinai dargelegten Lehrsätze eine Messerklinge aus D2 fertigt, gehört sicherlich eigentlich verbrannt oder zumindest auf eine Insel deportiert, auf der alle Gebrauchsgegenstände sicherheitshalber metallfrei aus Bambus herzustellen sind. Wer andererseits genau diesen Lehrsätzen folgt, muß selbstverständlich von den Jüngern empirischer Erkenntnis angesichts solcher Beispiele wie Schanz WSK, Lennartz GEK oder DuStar Arad eingefangen, mit D2-Klingen gefoltert und dazu verurteilt werden, an Solingens Hauswände 100x in 2m hohen Buchstaben "Gerfin weiß nix!" zu pinseln....


    Ohne jeden Zweifel sind auch die C-Stahl-Befürworter einfach auf dem evolutionären Stand von Cro-Magnon-Menschen stehengeblieben und fügen sich sicherlich ständig Schnittverletzungen der Nase und Zunge zu, weil sie an ihren atavistischen Klingen noch schnuppern und lecken - während die jugendlich-unverständigen PM-Befürworter eben noch gar nicht wissen, wie man ein Messer überhaupt hält und benutzt und bestimmt mit einer S90V-Rassel und einem Beißring deutlich besser bedient wären....


    Und wer beschichtete Klingen zur Nahrungsverarbeitung nutzt, ist natürlich so verroht und eklig, daß er sicher mit dem Messer vor allem festgetretenen Kaugummi vom Boden kratzt und auskaut, jagdlich sicher auch befüllte Wildschweineingeweide nicht verschmäht - während die verzärtelten Befürworter unbeschichteten Fleisch- und Brotschneidens sicher die sind, denen die Mami ständig mit Sagrotan-Feuchttüchern und Muttis Spucke hinterhergewischt hat und die draußen eh schon nach wenigen Stunden dank ihres unterfordert-eingegangenen Immunsystems schnöde verrecken werden....


    Freunde des großen Camp Knifes hingegen kann man ohnehin nicht ernstnehmen, ihre Motivation ist tiefenpsychologisch begründet und mit der Sehnsucht nach einem großen Phallus zu erklären, nicht mit Effizenz bei der Anwendung eines Werkezugs für alle draußen anfallenden Aufgaben - hingegen sind die Freunde der Messer / Axt - Kombination selbstverständlich nur zu schwächlich zum Schwingen eines Juchten-Haumessers und aufgrund unterentwickelter motorischer Fähigkeiten auch gar nicht in der Lage, mit etwas Längerem als einem Böker Gent noch halbwegs zielgerichtet zu hantieren....


    Schweigen wir ganz von den Auseinandersetzungen um mythische Karbidzertrümmerung mit feinmechanischen Geräten oder die Frage um das ideale Abkühlmedium für eine Messerklinge (....die Wahl bestimmter Stoffwechselprodukte wird ja durchaus auch kontrovers diskutiert...). Auch hier muß man natürlich die eine, einzig wahre und allgemeingültige Erkenntnis mit Vehemenz verteidigen und mit Gottes Segen die Ketzer auslöschen :)


    Also los, Fred, Messer gewetzt! .......Neee, lieber offenen Auges geschaut, ausgetauscht, immer wieder mal was Neues oder Anderes gesehen und auch zugelassen, daß verschiedene Leute - auch bei gleicher Erfahrung - mit verschiedenen Lösungen klarkommen. Geht mir wie Dir, ich finde das auch sehr angenehm, und das TF ist nicht zuletzt gerade für diese Atmosphäre bekannt und beliebt!!

    Na ja, zur Ehrenrettung der Sisal-Schneider kann man natürlich anmerken, daß das Material ein sehr geeignetes und daher auch verbreitetes Test-Schneidgut für die Schnitthaltigkeit von Messerschneiden ist :)


    Kommt also nicht nur vor, wenn man endlich mal wieder neuen Platz am Galgen braucht oder der Kerl mit der liegengebliebenen Karre dann doch lästig wird und abzukoppeln ist :) - sondern ist eigentlich sogar geeigneter als das mittlerweile auch ziemlich übliche 8mm-Polyseil für Schnitthaltigkeitstests....

    Ah, okay, so wird es nachvollziehbarer für mich :)


    Die Schalen liegen beim Umfassen nicht unter Daumen und Zeigefinger, stimmt, sie füllen "nur" die Innenhand. Der Zeigefinger liegt vor den Schalen lediglich um den Erl herum in der Zeigefingermulde. Für hartes Arbeiten, hohen Andruck ist das sicher die schlechtere Lösung - allerdings finde ich das für sehr feines, präzises Arbeiten gar nicht uninteressant. Man kann dann den Zeigefinger sehr eng ums Messer schließen, den Daumen nur ein wenig darüber...Das gibt mir subjektiv bei dieser Lösung das Gefühl, sehr fein die Klinge führen zu können - ähnlich wie der Effekt der sehr tiefen Zeigefingermulde bei Perrin....


    Und man kann auch den Daumen vorn gegen den Vorderrand der einen Schale legen (linke bei einem Rechtshänder) - das gibt sehr sicheren Halt und eine gute Position für ziehende Schnitte. Habe mir schon Griffschalen gezielt für dieses Daumenanlegen an der Griff-Vorderkante gestalten lassen, das funktioniert sehr gut.


    Ist aber auf jeden Fall eine interessante Sache, sich selbst über solche "kleinen Details" auszutauschen und zu sehen, welche Meinungen und Alternativen es da gibt :thumbup:

    Kann Deinen Einwand auch nicht ganz nachvollziehen, Fred...Mit den Griffen, so wie es jetzt da liegt, könnte es doch fast von Dir sein...


    Und bei diesen Ganzstahlmessern machen wir uns doch in sehr vielen Fällen einen volleren Griff: durch Wickeln.
    Hier ist das eben mit etwas mehr Aufwand und Kosten, dafür aber auch mit mehr Wirkung betrieben durch das Anbringen "richtiger" Griffschalen....


    Die Mehrzahl meiner flachen Ganzstahl- oder Skelettmesser hab ich auch gewickelt, z.B. das Eskabar, das Enyo, meine beiden CRKT Stiff KISS, jetzt auch diese kleine Kralle mit dem ovalen Ring. Das neue Raidops CQB F4D bleibt wegen seiner sehr guten Handlage und immerhin ja auch Viertelzoll Stärke ungewickelt.


    Dünne Ganzstahl-Griffe liegen doch meist erst entweder ab einer gewissen Größe, mit deutlicher Konturierung oder solchen Gestaltungen wie Fingerlöchern wirklich gut, sicher und belastbar in der Hand. Auch dann bleibt aber - je nach Anwendungsbereich - noch immer der Druck des schmalen Griffrückens in die Innenhand.


    Ist doch gut gelöst hier, das Messer bleibt allemal diskret tragbar, sieht immer noch stimmig aus in der Relation zwischen Griff und Klinge und ist sicher auch bequemer in der Anwendung.


    Übrigens wird sich durch den Andruck der gefütterten Scheide das Messer dort vermutlich ebenso definiert auch unbeschalt tragen lassen, wenn es wirklich mal maximal flach und/oder leicht sein soll.
    Und so GANZ unpassend scheint die Schalenoption doch für dieses Messermodell auch aus dem Blickwinkel des Machers selbst nicht zu sein - er bietet ja selbst optional Schalen dafür an....

    Unbegreiflicherweise hat Rich Derespina für sein ausgezeichnetes Mod. 10 nach komplettem Abverkauf der Serienmesser-Charge ja noch immer keinen neuen Serienproduzenten gefunden....Bedauerlich, das Messer ist für mich noch immer das beste fixe Serien-Karambit, das ich bislang in der Hand hatte, für mich einem Tarani, ob von 5.11 oder von Strider, deutlich vorzuziehen....


    Nun ist vielleicht ein ähnlich konfiguriertes Messer - diesmal als Folder - im Anflug: der "Chiroptera"-Folder


    http://www.derespinaknives.com…olding_karambit_pre_order


    http://www.youtube.com/watch?v=NnUKpTfpFYk


    http://www.youtube.com/watch?v=LG39sq62Nsc


    Die bissige Fledermaus hat ähnliche Griffmaße und einen vergleichbaren Klingenwinkel und auch eine ähnliche Klingengröße wie das Mod. 10 und unterscheidet sich insbesondere im Klingenwinkel deutlich von den bisher erhältlichen Derespina-Serienfoldern von Fox, dem Mod. 479 und dem Mod. FX 599


    http://www.coltelleriacollini.…40106a3/Product/View/3350


    http://www.coltelleriacollini.…0106a3/Product/View/3350M


    Beide bisherigen Folder haben ja die Klingenform und den Winkel weitgehend vom "Kuku Hanuman" von Derespina übernommen, das Fox auch als Fix gebaut, aufgrund eines Übertragungsfehlers zur Grifflänge aber entweder für Leute mit Vigabrands oder Bagheeras Handgröße (wozu brauchen die noch ein Messer??) gebaut hat oder einem mit meinen "Mädchenhänden" immer die Wahl läßt, den Griff ohne Nutzung des Grifflochs komplett zu umfassen oder die Karambit-Klinge vorn weit aus der Hand ragen zu lassen....(Hier mal ein Bild, vermutlich mit Davide von Collini, der ebenso kleine Griffel hat....)


    http://www.coltelleriacollini.…40106a3/Product/View/5792


    Ich bin gespannt auf das neue "Chiroptera", das vermutlich in der nächsten Saison an den Start kommen wird. Angesichts der aktuellen Befindlichkeiten in Wiesbaden, wo man ja in jedem winkligen Griff sofort den grausen Stoßdolch wittert, könnte natürlich Ärger vorprogrammiert sein....
    Man weiß ja nie, wo wir doch ohnehin in einem furchtbar gefährlichen Land leben, das von Millionen greiser oder versehrter Stoßdolch-Schwinger bevölkert wird...


    http://www.seniorenland.com/al…-ergonomisch-geformt.html


    Die Obrigkeit schütze uns vor dem Rollator-Reaper und dem Senior Slicer ;)

    Genau wegen dieser Fragen hab ich das Ding beschafft :)


    Und gehofft, mit Dir die begonnene Fachsimpelei fortsetzen zu können....


    War "von der Stange", ich sehe das mit der "Ringgröße" genau so wie Du.
    Wenn die Innenmaße richtig passen, langt es für die einschlägigen ziehenden Schnitte, auch ohne Widerlager - aber befriedigend eben nur, wenn die Griffhöhe paßt (unter Berücksichtigung einer Wicklung ggf.) und auch die Länge des Langloches eben genau richtig für entweder 2 oder auch 3 Finger ist.
    Bei diesem hier liegt das irgendwo dazwischen.....


    Wenn Du wegen einer möglichen eigenen Planung mal vergleichsweise damit umgehen willst, schick ich es Dir jederzeit rüber!

    Ach komm, Ebbes, so ganz stimmt die Analogie ja nicht...


    Ich erinnere mich an andere Videos, in denen so ein Schwachkopf das Ding auf seinen Hund gehalten hat. Später wurde damit wild in der Gegend herumgeleuchtet. Immer wieder bei "Vorführungen" wird dann so ein Ding munter einfach in ein unaufgeklärtes Gelände gehalten oder auf Gebäude....die Frage, ob sich da jemand befindet, stellt sich meist keiner. Von den Vollidioten, die diese Teile mit Absicht zum Blenden von Autofahrern oder Piloten einsetzen - oder zum Blenden von Polizisten, was auch schon mit schwerwiegenden Folgen vorgekommen ist - rede ich hier gar nicht, sondern "nur" von den "Fun-Usern".


    Die wedeln dann eben auch mal mit dem Laser wie mit dem Lichtschwert...Feinfein, WER könnte hier noch kontrollieren, wem er dann damit in einiger Entfernung immer noch stark schädigend ins Gesicht leuchtet??


    Die Dinger haben für mich viel eher das Potential einer Knarre als einer Lampe, werden aber fatalerweise von den "Fun-Usern" nicht so wahrgenommen. Würde man auf nem Stand so mit einer Schußwaffe hantieren, wie ich das mittlerweile zur Genüge auf Videos mit diesen Teilen gesehen habe, würde man nach alter Väter Sitte nen ordentlichen Arschtritt kriegen, und richtig ist das....


    Ich teile ChriBos Ansicht zu diesen "Geräten" und möchte meine Kollegen nicht bei ner Demo geplant damit blindgemacht sehen...oder ähnlichen Unfug....
    Das Bewußtsein für das Schädigungspotential ist einfach bei den Leuten nicht da - und das zeigt sich immer wieder im Handling. Schmankerl: Bei der letzten Low-Light-Schießübung hat mir ein unerfahrener älterer Kollege ganz stolz mit seiner sauhellen geschenkten neuen Lampe erst mal ins Gesicht geleuchtet....."Guck mal, ich hab jetzt auch so ne tolle Lampe...." War glücklicherweise kein Pointer, reichte aber sicherlich für ne weitere nette kleine Narbe auf der Netzhaut...

    "Second Service" von Böker, dann aber auch ein As....Nach Rücksendung des ersten Exemplars ist nun auch ein sehr schönes Brend Combat Companion aus der Böker-Edition bei mir gelandet. Nummer 1 saß lausig in der Kydex. Eine Überraschung bei einem Hersteller wie ProTech, der ja ansonsten für eine wirklich gute Verarbeitungsqualität bekannt ist (...auch die Springer von ProTech laufen ja wegen der präzisen Fertigung normalerweise sehr gut und sicher....). Nun, Ende gut, alles gut, Marc Götzmann hat es mal wieder für Böker aus dem Feuer gerissen :)



    http://www.boker.de/fahrtenmesser/pro-tech/02PT001.html


    Dem Freund, der mir ermöglicht hat, das Messer für einen Kurs ähnlich dem US-Onlinepreis zu "schießen", danke ich ganz herzlich für seine Großzügigkeit, die Katalog-Preisbildung des Böker-Exemplars finde ich "mutig"....


    Aber Brend weckt Begehrlichkeiten.....Und ganz sicher ist er auch inspirierend für seine Kollegen - nicht so allgemein-stilbildend wie Loveless oder Scagel natürlich, aber insbesondere mit den Recurve-Klingen und der sehr harmonischen Gesamt-Linienführung seiner großen Fixed sicher ebenso anregend für andere Macher wie meinetwegen Sibert mit seinen relativ kantigen, grob gerillten Griffen und großen Hohlnieten....
    Faszinierend fand ich das brend-inspirierte Messer von Toni Oostendorp, ein wunderbares Ding, das seinem Vorbild mit Sicherheit nicht nachsteht :) - aber das zeigte mir eben auch, daß Brend selbst so kreativen und professionellen Leuten wie unseren holländischen Messermacher- Forumskumpels etwas zu bieten hat.


    Nun hat ein großes, echtes Brend einmal den Nachteil, daß es schwer zu bekommen und wegen gewisser alberner Regeln hier auch nicht so leicht ständig mitzuführen ist - außerdem liegen die großen Brend-Recurve-Fixed mittlerweile häufig bei etwa dreieinhalb Riesen....Über DIE Hürde spring ich nicht :)


    Umso interessierter war ich, als ich vom bei ProTech gefertigten Production Knife in EDC-tauglicher Größe gelesen hab, dem Combat Companion. Auch dieses mit Recurve, die Schneide zum Ricasso hin dann noch mal rassig abfallend....Sehr schöne Linienführung.



    Ich gestehe übrigens: Dieser große Choil, nicht groß genug für das Einlegen des Zeigefingers, für eine normale Schleifkerbe aber drastisch überdimensioniert, ist auch für mich jenseits aller Vernunft und für die praktische Anwendung vermutlich durch die Gefahr des Verhakens eher kontraproduktiv - ich sehe ihn schlichtweg als rein ästhetisches Gestaltungsdetail, weil er das Abfallen der Schneide zum Hinterende hin bei harmonischer Gesamtkontur sehr gut ermöglicht. Sieht also einfach nur gut aus, ist aber ansonsten ziemlich sinnfrei, denke ich.


    Insgesamt gestehe ich, daß ich das Messer nicht "brauchte", sondern wegen des Reizes des prominenten Designers, aber natürlich auch wegen seiner rassigen Linienführung, einfach haben wollte....


    Dabei schneidet das Messer, schlank wie es ist, wie der Teufel, durch die leichte Upswept-Form steigt auch die Schneide hoch an und bildet einen sehr wirksamen Winkel zum Schneidgut. Die Handlage ist für einen "zweidimensional" gestalteten Griff wegen der beinahe subhilt-artigen Zeigefingermulde, des "Bauches" im mittleren Griffteil und des nach unten ausgezogenen Knaufs wirklich ausgezeichnet. Das Messer führt sich sowohl forward als auch reverse sehr leicht, schnell und dabei definiert und sicher. Nummer 2 sitzt nun auch sehr definiert in der Scheide und läßt sich in allen Positionen sicher tragen...



    Hier mal das Brend im Kreise anderer kompakter, schneller und schneidfreudiger Messer: Spyderco Perrin Street Beat, Böker Mosier Small Trigonaut und Schrade Sharpfinger....


    Das kleine Tek-Lok, das serienmäßig beigestellt ist, habe ich mangels Brauchbarkeit für meine gewohnte Koppelbreite abmontiert und durch ein BHB-Paddle ersetzt, mit dem ich es auf den Hosenbund meiner geliebten Kongo-Tarn-Hosen (ohne Gürtelschlaufen) aufschieben kann....

    Weiter ging es mit einem offenbar vom HAK inspirierten Messer - nur nicht mit winklig angesetzter, sondern mit gerade an den Griff angesetzter Hawkbill-Klinge:



    Ein tückisches, zänkisches und nachtragendes kleines Ding, das mich sofort gebissen hat, als ich - über die ungewickelt mäßige Handlage fluchend, den Rahmengriff umwickelt und dabei mal nen Moment nicht auf den aufgebauten Zug genügend aufgepaßt habe....


    Mit einem sehr geschickten Kumpel hier habe ich vor einiger Zeit mal über einen Rahmengriff gesprochen, in den man mit zwei oder besser drei Fingern entweder hineinfassen oder den Griff außen umfassen kann, der Kauf dieses Messers hier diente mir vor allem für Vergleichswerte....Jetzt hoffe ich, daß der Kumpel es ergonomisch geschickter hinbekommt, es wäre nicht das erste mal, daß er ein Vorbild bei so etwas überholt....


    Durch die kompakte Bauweise und den Rahmengriff, in den man hineinfassen kann, läßt sich das Messerchen jedenfalls als Neckie ziemlich brauchbar tragen und gut erfassen und ziehen.....



    Geradezu ironisch ist dabei die Sache mit der Kydex....
    Das Messer sitzt völlig wackelfrei, rastet sehr sauber, sitzt beispielhaft definiert in der Scheide und läßt sich trotzdem ohne Gehampel ziehen, die Hohlnieten in der Scheide gestatten diverse Befestigungen....Das ganze Messerchen mit Scheide und Kugelkette hat etwa 28 Euro gekostet. Wenn ich mir das klappernde Boltaron-Ärgernis anschaue, das Spyderco mutigerweise bei einem hier für 250 Euro gehandelten Messer "Scheide" zu nennen pflegt, oder an andere Beispiele namhafter Hersteller bei Messern des 200 Euro-Preissegments denke, ist das vergleichsweise spottbillige, aber saugute Plastikding sozusagen eine Ohrfeige für ein Verhalten, das dann eigentlich nur Gleichgültigkeit oder Unfähigkeit sein kann....


    Ansonsten, wie gesagt: Man könnte so ein Messer ergonomisch ausgefuchster bauen, die Grundidee wäre das durchaus wert...
    So wie es ist, kommt es in die Zweitmesser-Rotation, vermutlich immer mal an den Stiefel im Wechsel mit dem Enyo oder dem Raidops CQB..


    Am Stiefel macht es sich übrigens gut, aus den gleichen Gründen wie bei der Neckie-Eignung: Kompakte Größe, geringe Länge, gut zu fassen. Wegen der zweireihigen Anbringung der Hohlnieten auch gut einzuschlaufen...



    Der Stahl? Es SOLL D2 sein, Materialangaben des Herkunftslandes sind für mich aber so verbindlich wie Werbesprüche hiesiger Lebensmittelhersteller.....Da ich aber mit so einem Ding sicher niemals reihenweise Wildschweine abschwarten oder Bauholz für Fort McMicha zurichten , sondern allenfalls das Ding mal passend für einen kurzen schnellen Schnitt, hoffentlich nur durch Verpackungsmaterial oder eine Wurst, verwenden werde, sehe ich das hier gelassen. Schärft sich eher wie 420, wird aber gut scharf...