Beiträge von Micha M.

    Boonies trag ich auch gern, neben Piratentuch (grün) und Watch Cap (grün, schwarz) sind das meine regelmäßigsten Kopfbedeckungen geworden (grün, schwarz).


    Am liebsten sind mir da allerdings Modelle, deren Krempe ich wahlweise auch seitlich anknöpfen kann, außerdem muß ne Fangschnur dran sein :)


    Ah, natürlich gibt es unsere Version der Suche nach dem "Heiligen Gral" der Messerwelt, der vielbeschworenen "eierlegenden Wollmilchsau" immer wieder :)


    Was Du da zeigst, ist eine gerade, mittelspitze Form, wie man sie insbesondere bei den momentan sehr beliebten "Bushcraftern" gerade auch in der angepeilten Größe sehr häufig findet.


    Schau mal bei Kumpel "Beisser" auf seiner Seite "Razorbacknives" (siehe Banner) bei den Messern von Blind Horse und NWA nach....


    http://www.razorbackknives.de/index.php?action=bh


    http://www.razorbackknives.de/index.php?action=nwa1




    Du wirst auch - in sehr stabiler Ausführung - bei Entrek fündig, z.B. mit dem Javalina,


    http://www.ennis-entrekusa.com/index2.htm



    außerdem bei TOPS.


    http://www.topsknives.com/prod…q0aj1u3t193nuqaqg2pjg1580




    Auch ein Anza Boddington ist ein seit vielen Jahren bewährter Vertreter dieser Messergattung:


    http://www.outdoormesser.de/ep…ops/62013711/Products/405



    Messer von Bark River gibt es ebenfalls mit dieser Kontur, z.B. das Aurora


    http://www.knivesshipfree.com/index.php?cPath=465_11



    Soll es etwas vom hiesigen Markt sein, schau Dir doch vielleicht einmal das "Nordic Bushcraft" von unserem Ehrenmitglied Tony Lennartz an:


    http://www.eickhorn-solingen.d…25200a/SubProducts/825200


    Ich habe das noch mehr auf jagdliche Zwecke ausgelegte Vorgängermodell getestet und war schon bei diesem sehr angetan und überzeugt vom umfassenden Praxisnutzen....

    Für mich klingt dieser Thread nicht mehr nach "Kaufberatung" oder Beratung, WAS man ggf. in diesem Preisbereich als Survivalmesser empfehlen kann - sondern als gewünschte Bestätigung für eine längst gefallene Kaufentscheidung.


    Der Starter will ein KM 2000 haben und "holt" sich mittlerweile eben die Bestätigung für den Nutzen dieses Messers im bezeichneten Anwendungsbereich. Anderslautende Erfahrungen sowohl messer- als auch outdoorerfahrener Anwender werden abgetan, die Argumentation ist dabei uneinheitlich.


    Alles kein Problem, ich hab bislang auch IMMER Gründe gefunden, warum ich ein bestimmtes Messer und gerade dieses "unbedingt" brauche :)


    Natürlich kann der Starter mit dem Messer allerlei grobe Arbeiten erledigen - wie mit jedem anderen stabilen Messer. Und wenn er sich mit dem Messer wohl fühlt und gut damit klarkommt, ist ja schon mal die beste Voraussetzung erfüllt. Wie schreibt Meister Musashi? "Nie ahme man andere im Gebrauch der Waffen nach, sondern wähle diejenigen, die zu handhaben einem leichtfällt...." Nur ist das auch die Grenze der Beratungsmöglichkeiten....


    Die Beratung ist eindeutig: Outdoorerfahrene schlagen diverse andere Messer vor, darunter auch einige Full-Tang-Modelle, die hinsichtlich Stabilität und Verwendungsfähigkeit bei Griffbeschädigung eindeutig eher den Anforderungen des Starters entsprechen, die dieser aber dann doch auch durch das KM 2000 erfüllt sieht.
    Tantoerfahrene weisen auf Unterschiede in der Alltagsanwendung für die meisten Anwender hin, Eickhorn selbst bewirbt das Nachfolgemodell KM 3000 im Hinblick auf die Klingengeometrie (Spearpoint mit entsprechend rundem vorderen Schneidenbogen) ausdrücklich damit, diese neue Form (im Vergleich zu den Tanto-Spitzen von KM 1000 und 2000) habe besseren Werkzeugnutzen:


    "Seit Einführung des KM2000 bei der Bundeswehr wird zum Teil heftig darüber diskutiert, ob die rein waffenorientierte Tanto-Klinge die optimale Wahl für den militärischen Alltag sei. Der Gebrauch in den Einsatzgebieten hat immer wieder gezeigt, dass das Kampfmesser fast ausschließlich als Werkzeug genutzt wird. Auf Anregung einsatzerfahrener Soldaten hat Designer Dietmar Pohl das Modell KM3000 mit Spear Point-Klingenspitze entwickelt, das dem Soldaten ein wesentlich höheres Anwendungsspektrum bietet."


    Das stimmt auch mit meiner Bewertung überein, obwohl ich kleinere Tanto seit Jahrzehnten selbst auch im Alltag benutze und keine generellen Vorbehalte gegen diese Klingenform habe.


    Ich hab so ein Ding, dieses KM 2000, hier herumliegen, benutze es nie, weil ich in allen Anwendungsbereichen bessere Messer gefunden habe und besitze, sowohl als Waffe als auch als Tool...


    Soly, kauf Dir Dein 2000er, Du möchtest es sooo gern haben. Das ist doch entscheidend! Draußen wirst Du damit ebenso oder ebensowenig eingehen wie mit nem anderen stabilen Messer, selbst Profis überleben da mit dem ganzen Spektrum zwischen kleinem Mora und Hoodlum-Zehnzöller und schwören jeweils auf ihre Wahl.


    Wir würden eben was anderes nehmen, aber das ist nicht schlimm.....

    Die Frage ist doch erst einmal, welche Messergröße Du für den Zweck favorisierst. Ein kleines Messer für feine Schneidarbeiten führst Du ja ohnehin mit. Ein "Bushcrafter" soll es nach Deinem Anforderungsprofil auch nicht sein, Du peilst ja mindestens 6 Zoll Klingenlänge an.


    Dann muß man zunächst darüber nachdenken, ob ein Sechszöller die bessere Ergänzung zu einem kleinen Messer ist oder man ggf. größer ansetzen sollte, um grobere Werkzeugarbeiten leichter erledigen zu können. Es gibt da ja ganz verschiedene Konzepte, meinetwegen das Glock Feldmesser als Survivalmesser nach Nehberg oder das GEK nach Tony Lennartz. Bei diesen Messern werden gröbere Spaltarbeiten, Zurichten usw. meist mit Schlagholzeinsatz durchgeführt. Ist DAS rundum Dein Ding, sollte man evtl. auch einmal einen Blick auf ein Sissipuukko M95 werfen, leicht, schneidfreudig und vielseitig und bei allen Witterungen sehr sicher in der Hand. In eine ähnliche Richtung geht auch das "Voron", das Sushi momentan hier im Marktplatz putzigerweise als "Bopoh" anbietet :)


    Aber es gibt ja auch die "Linie", die als Ergänzung für ein kleines schneidfreudiges Messer ein deutlich größeres favorisiert, z.B. Messer wie das Ranger Knives RD 7 oder RD 9 oder auch das Becker BK 7 oder BK 9. Das sind etwas größere, äußerst robuste Full-Tang-Messer, mit denen man nicht nur mit dem Schlagholz arbeiten, sondern auch freihändig sehr gut hacken kann - und schneiden...Auch eine handliche zwölfzöllige Machete ist eine durchaus vernünftige Erwägung als Ergänzung zu einem kleinen Messer (und das Ausprobieren, ob das etwas für einen ist, ist sehr günstig).


    Das von Dir favorisierte KM 2000 besteht mittlerweile tatsächlich aus Böhler N695 - was aber nichts anderes ist als 440C, nur eben von Böhler :)
    Auch dieses Modell ist allerdings kein Full-Tang-Messer, während Du andererseits den Nachteil der KA-BARs (durchaus im Einklang mit anderen Kritikern) gerade daran festmachst.


    Ich selbst gehe seit vielen Jahren mit Tanto um, auch für diverse Alltagsarbeiten, weiß aber auch, daß das nicht jedermanns Sache ist. Die Klingengeometrie des KM 2000 ist nicht primär auf Allround- und Werkzeuganwendung ausgerichtet, es ist eben ein KM, ein Kampfmesser, kein Allround-Einsatz- oder Survivalmesser. Mit der Klingengeometrie eines modifizierten Wolverine kannst Du draußen vermutlich mehr anfangen.

    Ich hab einige Messer aus 440C seit gut 20 Jahren. Das ist in der Kombination seiner Eigenschaften Schnitthaltigkeit, Nachschärfbarkeit, geringer Pflegebedarf aufgrund hoher Korrosionsfestigkeit, hinreichende Elastizität usw. für ein Gebrauchsmesser gar keine schlechte Wahl.


    Für ein Messer dieser Größe und Klingengeometrie und Anwendungsbereich ist es mir persönlich sogar lieber als D2. Mit ner guten WB, wie z.B. in Solingen für Linder oder Eickhorn, kann man daraus wirklich praxistaugliche Klingen machen.


    Bevor man alles Nicht-Pulvermetallurgische unter Messerfreunden abschätzig mit Dosenblech gleichgesetzt hat, galt in Solingen 440C als DER Top-Messerstahl :)

    Bei MEINEM stimmt das sicher, aber wir haben hier ja auch hoffnungsvolle Nachwuchstrinker, bei denen auch bei Hopfen & Malz und ihren Erzeugnissen selbiges, also Hopfen & Malz, noch nicht gänzlich verloren ist :)


    Und denen kann ich überzeugten Herzens (oder war es die Leber...?) nur dazu raten, den Tausender lieber in guten Schnaps als "gute" Pullen zu investieren ;)

    Taktisch ist es, lieber richtig guten Schnaps zu trinken als hippe Etiketten....


    Und das Ding sieht aus wie eine mißglückte Kreuzung aus nem Sturmfeuerzeug und nem Kanister...


    Wer bereit ist, 900 Ocken für sein Trinkvergnügen zu investieren (...dazu sei jedem, der es aufbrinen kann, ausdrücklich geraten :)....sollte die Kohle lieber in eine Auswahl guter Malts stecken und seinen Horizont erweitern, statt sich zwischen Statussymbol-Protzern zu profilieren...


    Meine Taschenflasche ist mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt, so ein Jagdmotiv-Dings für nen vernünftigen Kurs, und hat schon so allerlei gute Tropfen beherbergt.

    Lichtschalter: Der Griff ist SEHR ähnlich, stimmt. Mir persönlich mit meiner sehr kleinen Hand sagt der des R.E.D. mehr zu und würde auch bei einem relativ kleinen Messer wie diesem vielleicht proportionaler ausschauen. Vorteil des volleren Griffs ist aber vermutlich eine bessere Abstimmung auf das Reverse-Potential des Messers. Bei "Trapping" mit dem oberen Bogen kommt ja einiger Druck auf den Messergriff, der gegen die Finger drückt. Da ist der handfüllendere Griff von Assaulyte und GT6 vermutlich dem des R.E.D. überlegen.

    Grenni, ich hab grad mal geschaut, was so für das November aufgerufen wird. Man kann es ja - von der Machart und Grundkonzeption her - einigermaßen mit dem Bastinelli R.E.D. vergleichen, das ich bei Tourangelle für 130 Ocken bekommen habe.


    Ist ja unglaublich, wie sehr so eine Zipper Pouch und ne hüpche Urkunde so ein Messer aufwerten! :)

    Zuallererst ist dieser Thread DAS, was ihn hier in dieser Beitrags-Systematik an dieser Stelle auftauchen läßt: eine Produktvorstellung eines Messers mit entsprechender Kaufempfehlung.


    Das ist ein sehr preisgünstiges und praktisches Messer mit guter Ergonomie und sehr guter Schneidleistung und - aus den angesprochenen Gründen - eine gute Alternative für Hawkbill-Interessierte zu anderen Hawkbill-Messern, deren Führen aus dem einen oder anderen Grund beschränkt sein könnte.


    Im "Nebeneffekt" sieht man natürlich im Direktvergleich zwischen Karambit, Matriarch und 175P, wie sinnentleert eine rechtliche Differenzierung nach bestimmten technischen Gestaltungsmerkmalen zwischen diesen Messern im Ergebnis ist. Dem Karambit wegen seiner Hawkbill-Klinge angesichts jahrhundertealter europäischer Tradition in der landwirtschaftlichen und handwerklichen Benutzung solcher Hippen sozusagen "per Definition" böse Eigenschaften anzudichten ist ebenso sinnreich wie eine Differenzierung nach vorliegenden Gestaltungselementen, die die Bediensicherheit oder den Bedienkomfort positiv beeinflussen, da diese Eigenschaften grundsätzlich JEDE Anwendung fördern und von Straftätern zuweilen nur aus dem Grund ausgewählt werden, daß man auf ein allgemein praktisches Werkzeug eben zu ALLEN Zwecken prioritär zugreift.


    Es gibt "klassische" Täterfahrzeuge, z.B. den legendären schwarzen 3er oder 5er BMW - man sollte bei dieser Betrachtungsweise dazu raten, diese Fahrzeuge als "von Straftätern präferenziert und offensichtlich besonders gut zur Begehung von Straftaten geeignet" zu verbieten....die Lobbyarbeit der Automobilhersteller wäre für uns sicher leuchtendes Vorbild. Nach der bisherigen "Logik" müßten dann die entsprechenden Taten rapide zurückgehen, weil die Täter NICHT einfach auf irgendwelche anderen Modelle ausweichen würden...


    Dabei fällt mir ein, daß derzeit gegen mehrere Personen wegen des Verdachts ermittelt wird, ein Opfer in einen Hinterhalt gelockt und mit Ziegelsteinen zu Tode geprügelt, ein zweites schwerstverletzt zu haben. Ich erinnere mich auch noch an einen Ehrenmordfall, bei dem das Opfer schrecklicherweise mit Stichen und Hieben mit einem Ast in Hals und Gesicht sowie durch Erdrosseln ermordet wurde...und an diverse Fälle von "Körperverletzung mit Todesfolge", weil ja Täter, die mit ihren Stiefeln ein niedergeschlagenes Opfer tottrampeln, natürlich nicht billigend in Kauf genommen haben, daß man an solchen Petitessen gleich sterben könne...


    Zuweilen erlangen Gegenstände übrigens ausschließlich wegen ihres "Hypes" in Medien eine größere Beliebtheit in Täterkreisen, die dann umgedeutet wird in eine besonders hohe "Eignung" zur Begehung von Straftaten. Klassisches Beispiel ist das Balisong, das nach meiner jahrzehntelangen Erfahrung außer in den Händen weniger wirklicher Spezialisten in einer Konfrontationsstituation jedem klug getragenen Fixed unterlegen ist. Falls ich es nicht vermeiden kann, in so eine Situation zu geraten, wäre mein inniger Wunsch, dann wenigstens an so einen eitlen Wedel-Poser zu geraten, der mir mit seinem Gefuchtel noch Zeit läßt, Abstand und Schußwaffenbedrohung zwischen ihn und mich zu bringen, statt an jemanden zu geraten, der ein bereits einsatzbereites Messer sofort in Fortsetzung einer Ziehbewegung gegen mich einsetzen kann....


    Dieses Messer wird hier in der Überzeugung vorgestellt, daß in unserem Kreis JEDES Messer zu ehrenwerten, gesetzestreuen Zwecken eingesetzt wird, im Falle mangelnder Rechtstreue aber auch soviel technisches Verständnis vorliegt, ohnehin jeden verbotenen Gegenstand entweder zu substituieren oder das Verbot zu ignorieren, wenn man schon auch die Strafvorschriften für KV oder Raub ignoriert. Sei es drum....Jedenfalls ist DAS HIER ein Werkzeug, nach meiner privaten, unverbindlichen Einschätzung also in keiner Hinsicht beschränkt.


    Legt man dann MORA und Karambit mal nebeneinander, fragt man sich natürlich, WAS das Karambit da so "böse" machen soll...


    Der rechtstreue Bürger wird auch mit dem Karambit nichts Böses anstellen, der Straftäter wird das Verbot ignorieren oder etwas anderes "Geeignetes" zur Tatbegehung finden, vom Werkzeug bis zum Alltagsgegenstand.


    Also noch mehr verbieten? Jedes Messer und jeden "gefährlichen Gegenstand" führungsverbieten? Der Bürger zu seinem eigenen Schutz als Staats-"Insasse" wie in einer JVA oder einer Klapsmühle? Nur zu seinem Besten, natürlich...


    Man ist momentan dabei - entsetzlicherweise mit guten Erfolgsaussichten - uns zu vermitteln, die nun häppchenweise öffentlich aufgedeckte Bürger- und Firmenbespitzelung à la Prism, Tempora & Co. werde ausschließlich zum Wohle der Bürger durchgeführt. Politiker und Journalisten sind peinlich berührt, das ist was gaaaaanz Neues, und von Echelon hat natürlich keiner was gehört. Dass die Bürgerbespitzelung ohne jeglichen Gerichtsbeschluß und individuellen Anfangsverdacht offenbar Ausmaße erreicht hat, die man sich öffentlich lieber nur für stalinistische Militärdiktaturen vorstellen wollte, während man andererseits in Deutschland Mautdaten noch immer auch nicht bei Mordermittlungen gegen bereits konkret und individuell Tatverdächtige auswerten darf, soll mir mal einer erklären....


    Aber vor diesem Hintergrund bin ich - leider - auch ziemlich sicher, daß sie uns ebenso "erklären" werden, die moderne "Schwertjagd" zur Eliminierung höchstkrimineller Taschenmesser werde nur zu unserer Sicherheit und unserem Besten mit so merkwürdigen Ergebnissen durchgeführt....

    Besten Dank für das sehr informative Review! Das Messer finde ich mittlerweile interessanter als das Chiroptera von Derespina. Besonders die Kombi von Flipper, Wave und IKBS finde ich sehr reizvoll.


    Dem Wunsch von bagheera schließe ich mich an, der Ring hat tatsächlich eine andere, sichernde Funktion.....


    Vielen der "Stammgäste" hier ist ja meine primäre Interessenlage hinlänglich bekannt...ebenso wie das Mitlesen bestimmter Herrschaften, die sich brennend für allerlei Rezepte interessieren...


    Natürlich ist es das Kulinarische, in dem ich mich - natürlich neben dem Beseitigen :) - vor allem durch auftragsweise schneidende Arbeiten für meine "Großmeisterin" im heimischen Koch-Dojo betätige.


    Und zu diesem "Kernbereich meiner privaten Interessen" (Datenüberwacher: Ab hier also bitte weghören...) möchte ich Euch heute ein interessantes Werkzeug vorstellen, ein Geschenk von "Rumpeltroll": das MORA 175 P


    Das 18 cm lange und 88 g leichte Werkzeug mit der 63 mm langen und 2 mm starken Klinge ist ursprünglich für Handwerker und zum Schneiden von Leder, Dachpappe oder Linoleumfußboden gemacht - hat mich aber schon lange interessiert, weil es sich sicher auch für viele andere nützliche Tätigkeiten verwenden läßt, z.B. das Kräuterernten...



    Daten finden sich hier


    http://www.moraofsweden.se/con…ng-felt-leatherknife-175p


    Leider gibt es derzeit wohl keinen inländischen Anbieter, aber die Gebrüder Tjarks bieten zumindest den "älteren", jedoch auch ein wenig kleineren Bruder an, das Modell 175 mit einer 5 mm kürzeren Klinge...


    http://www.hkgt.de/shop/messer…lassic-handwerker-_c.html


    Warum stelle ich Euch heute dieses nützliche Gerät vor? Nun, viele ähnlich Interessierte verwenden ja derzeit zu Sammel- und Erntezwecken sehr gern ein Karambit mit einer Hawkbillklinge, die ganz ähnlich gestaltet ist wie bei diesem Werkzeug. Zunehmend scheint man jedoch in Wiesbaden zu der Auffassung zu gelangen, etwas mit einem verlustsichernden Ring am Hinterende müsse ja (weil es sicherer und bequemer zu handhaben ist) dann zwangsläufig eine böööööse Waffe sein. Ich möchte nicht gern in der Nähe dieser Herrschaften sein, wenn sie autofahren, denn wenn sie sich anschnallen, müßten sie ja nach dieser Logik sofort wild darauf werden, mit der Mörderkarre ihre Mitmenschen umzukacheln....



    Nun, sei es drum. Jedenfalls gibt es ja auch zum Kräutleinmähen die altbewährte Hippe, diesmal eben nicht die alte Hippe, sondern die nette, altmodische :) Viele dieser Werkzeuge sind klappbar und wären hier also falsch unter den Feststehenden eingruppiert, eben weil feststeht, daß sie genau dies nicht tun....Ihr versteht...So gibt es klappbare Hippen von vielen traditionellen deutschen Herstellern, aber z.B. auch SEHR schneidig und preisgünstig von Opinel.


    Alle diese Werkzeuge schneiden mächtig-gewaltig, häufig besser als viele bööööse Karambits. Nachteil des Opinel ist allerdings, daß das Öffnen ein wenig langsam und mühselig ist, Ihr kennt das Problem. Zu einfach wär ja auch wieder schlecht, weil es ja dann wieder automatisch ein Meuchelwerkzeug sein muß....(elektrische Fensterheber machen aus einem Pkw einen Panzer??).
    Jedenfalls sei den schnöden Einhand-Hassern beim nächsten Pilzesammeln von Herzen gegönnt, sich nicht mit einer freien Hand am Hang festhalten zu können und - begleitet von schrillen Schreien, zunehmend in Stöhnen und Jammern übergehend - durch Disteln, Geröll und Nesseln waldige Hänge hinabzupurzeln, ihre Steinpilze nehme ich dann gern....


    Realität ist aber leider eben, daß eifrige Hüter der öffentlichen Sicherheit und Ordnung selbige zu verbessern trachten, indem sie dem rechtstreuen Bürger einhändig bedienbare Taschenmesser oder irgendwie besonders praktisch gestaltete Gegenstände (...die ja dann automatisch Waffen sind, siehe oben...) mit großem Eifer abnehmen, während sie sich mit 8 Mio. illegaler Schußwaffen ein wenig schwerer tun oder schwarz bejackte uniformierte Banden putzig-euphemistisch als "sowas wie einen Motorradclub" bezeichnen...


    Das schränkt die Wahl der NOCH nicht beanstandeten Erntewerkzeuge natürlich ein, denn wir möchten ja nicht pilz- und kräutleinsammelnd durch den Wald hüpfen und dann behandelt werden, als hätten wir das Rotkäppchen massakrieren wollen...



    Fassen wir noch einmal zusammen: Ein Karambit-Ring muß nicht unbedingt sein, Spinning ist nicht das Geeignete für jeden Kräuterfreund, gerade bei ruppigerem Grün. Außerdem hat ja Spyderco mit Civilian und Matriarch gezeigt, daß Hawkbill auch ohne Ring gut funktioniert. Nur geht sowas einhändig auf und ist deshalb böse...Eine Opinel-Hippe schneidet mindestens so gut wie ein Matriarch, die Klingenspitze ist auch fast exakt am gleichen Punkt oder sogar noch ein wenig weiter unten-vorn, hat aber Defizite im Bedienungskomfort. Und - TATTAA! - schon wissen wir, warum wir diesen Thread hier bei den Fixed finden :)


    Hier einmal ein paar Vergleichsbilder zur Position der Klingenspitze im Vergleich der MORA-Hippe mit einem Matriarch, bei einem Karambit sieht es, siehe oben, nicht viel anders aus:






    Im Direktvergleich gefällt mir die Handlage beim MORA sogar aufgrund des fülligeren Griffs gerade für dynamischere und ruppigere Anwendungen (natürlich also z.B. den gaaanz dicken, fiesen Rosmarin) besser als die des Matriarch, die Schneidleistung steht dem des Spydie auch nicht nach....


    Damit man es zum Sammeln schön kulinarisch-pazifistisch und ohne Harmoniestörungen bei den ängstlichen Mitmenschen mitführen kann, hat MORA eine Sicherungshülle mitgeliefert, die nicht den Anspruch einer "richtigen" Scheide erhebt, sich jedoch mit ein wenig Bastelei sogar mit einem TekLok versehen läßt...allerdings verdient das Messer definitiv auch den Aufwand für eine hübsche Kydex oder eine Lederscheide!



    Das sitzt dann hoch am Gürtel, läßt sich erstaunlich flüssig nach vorn/oben ziehen und verschwindet dezent unter dem Feld-und Waldblüschen...



    Von mir eine dicke Kaufempfehlung, vielleicht lassen sich ja auch die Tjarks-Brüder bei genügend Anfragen zur Aufnahme ins Sortiment bewegen! Und holt es Euch, solange man nicht im neuen Wiesbadener Stil dazu schreibt:


    "Besorgniserregend ist die Verbreitung besonders heimtückischer Messer von MORA, die sich besonders bei skandinavischen Jugendbanden besonderer Beliebtheit erfreuen, beispielsweise der berüchtigten Bullerbü-Gang oder dem jugendlichen Intensivtäter "M." aus Lönneberga, ebenso der Ikone weiblicher Teen-Delinquenz, der Pippi L."

    Das ist allerdings zuviel der Ehre...die ersten Posts zu Bastinelli kamen "ausgerechnet" von Dir, wenn ich nicht irre, "Holzkuh" hat auch schon früh darauf aufmerksam gemacht, ebenso Szenekenner "torbenz"....Aber so langsam hat sich das vom Geheimtip gemausert - und das freut mich!

    Würde Dir dringend raten, noch ein Medizin-Kreuz oder sowas einzufräsen und auf die Vorteile so eines Werkzeugs zur Trigger-Behandlung bei Muskelverspannungen oder der ebenso hilfreichen Reflexzonen-Massage hinweisen zu können. Die Zeiten werden nicht besser....


    Wir werden ja alle älter und verspannter :)