Beiträge von Micha M.

    Wieder so eine Sache, die mit den Jahren nicht besser geworden ist.
    Mir gefällt weder die neue Farbkombi noch die neuen Schalen - die alten waren haptisch wirklich perfekt.


    Ist ohnehin ein Witz bei vielen Herstellern taktischer Messer, Griffe und Klingen kunstvoll farblich zu gestalten - und dann schlimmstenfalls völlig unpassende schwarze Kydexe oder Corduras beizustellen...

    z.B. den optional zu tragenden Metallgewebestichschutz in SK 1 - Westen von Mehler...


    Dünn, flexibel, auch verdeckt gut zu tragen.


    Alle Plattenlösungen sind unbequemer und beim verdeckten Tragen auffälliger.

    Ich kann Bagheera und T!!! leider nur beipflichten.


    Meinen Kollegen zeige ich so etwas in Workshops.
    Mit geeigneten Messern, durchaus vielen handelsüblichen Modellen, bedarf es nicht einmal der zusätzlichen Kinetik eines einhändigen Ausholschwungs, die lassen sich einfach durchdrücken.


    Der Unterschied in der Schutzwirkung liegt darin, daß die verwobenen Aramidfasern zwar einen großen Widerstand gegen ein Zerreißen liefern, mit dem ein eindringendes Projektil sie zerstören und durchdringen will - sie lassen sich aber schneiden. Das ist eine völlig andere Belastung.


    Dabei möchte ich es hier im offenen Bereich belassen.


    Ich habe hier im internen Polizeibereich einige Bilder gezeigt, die das dokumentieren.


    Es gibt heute ausgezeichneten Stichschutz, der die Beweglichkeit nicht mehr hemmt und sich gewichtsmäßig nicht mehr zu schlimm bemerkbar macht.


    Um jemandem die Grabinschrift "Leichtsinn" durch die Weste in den Bauch zu gravieren, brauch ich jedenfalls weder Mordsschwung noch ein Bajonett...

    Robert, vielen Dank, das ist sehr aussagekräftig und erklärt vor allem den Unterschied zur zuerst aufgetauchten Viertelzoll-Angabe und den 5/32 bei ER.


    Grenni, Du hast doch noch andere C-Modelle :)
    So kann man doch je nach absehbarem Anforderungsprofil variieren.
    Dieses Messer ist - wenn ich seine Konzeption richtig verstehe - weniger als ultrarobustes Allroundwerkzeug ausgelegt wie etwa das Fulcrum C, sondern mehr auf maximale Schneidleistung sowie gute Penetration, also eher in "Richtung" Col Moschin C.


    Ich finde durchaus positiv, daß ER innerhalb der C-Klasse mittlerweile ein ziemlich differenziertes Angebot hat.


    Und bei dieser Klingengeometrie sollte das Messer insbesondere bei dynamischer Anwendung gut schneiden, und zwar auch im Spitzenbereich - und die Durchstichleistung schätze ich höher ein als die des T3000.


    Spannend und "sexy" :)

    Beim Spritverbrauch kann man nicht mehr alle SUVs über einen Kamm scheren.
    Das ist imo mittlerweile eher eine "Keule" für die Leute, die diese Fahrzeuge aus ideologischen Gründen ablehnen.


    Mein Mazda CX 5, den ich hier mangels hoher Geländetauglichkeit nicht unbedingt ins Rennen schicken will (...ist schon eher ein primär auf Straßeneinsatz ausgerichtetes Fahrzeug...), verbraucht nach einem mittlerweile wirklich repräsentativen Einsatz gerade mal 5,9 l Diesel. Da hat sich mein Fiesta mehr gegönnt.

    Eines der schönsten und interessantesten Messer, die ich in den letzten Jahren überhaupt gesehen habe.


    Kannst Du noch ein paar Daten nachliefern?

    Ein Meisterstück! Glückwunsch Dir und Kompliment an Hosch! :thumbup:


    Meiner Meinung nach durch das deutlich reduzierte Gewicht bei "voller" Klingenlänge näher am Grundgedanken von Taylor / Echanis als Al Mar und Rekat - und "nebenbei" die schönste Umsetzung des Warrior-Konzeptes, die ich bisher gesehen habe.


    Sowohl optisch als auch funktional meisterlich!

    Hier einmal ein paar Bilder, die zeigen sollen, daß Romans Messer auch bei Old-School-Look alles andere sind als "alte Zöpfe" und daß sie auch im Direktvergleich mit High-Tech im modernen Tactical-Design jedem Vergleich standhalten:


    So ist man das gewöhnt, und es schaut wunderbar aus :)




    Gewandet man so ein Messer klassisch - hier in der unverwüstlichen Steckscheide, die Roman dazu gefertigt hat - und gewandet man den Träger dann gleich "passend" ebenso Old School, dreht man sozusagen an den Stellschrauben der Zeitmaschine. Warum sollte man sich dieses Vergnügen denn nicht auch machen? Manche Trappergeschichte hat uns als "Blagen" in die Wälder getrieben und uns eine Liebe dazu und allerlei nützlichen Werkzeugen eingepflanzt, die bei manchen ein Leben lang anhält :)





    Und - trotz der Schönheit mal nicht nur romantisch - diese Rückbesinnung ist auch eine Erinnerung daran, daß solche Gestaltungen und Herstellungsmethoden sich letztlich über viele Generationen bewährt und die Anwender draußen unter widrigsten Umständen unterstützt haben.


    Spätestens seit dem Kennenlernen von Romans Arbeiten sehe ich auch, daß "Old School" auch den Vergleich mit modernen Formen, Materialien und einem Design nicht scheuen muß, das oftmals wissenschaftlich unterstützt ist. Die Faszination an Old-School-Gestaltungen muß keineswegs mit einer Einbuße an Leistungsfähigkeit verbunden sein, so sehr der moderne Tactical-Markt auch mit "Superstahl", unzerstörbaren Griffmaterialien und unilabor-ausgetüftelter Ergonomie wirbt. Alles richtig, und es gibt wirklich ausgezeichnete modern designte Messer - ich habe selbst großes Vergnügen daran, mit zumindest populärwissenschaftlicher Akribie am Austüfteln solcher modernen Gestaltungen mitzuwirken. Aber manche Messer, die in "klassicher" Gestaltung daherkommen, müssen sich wirklich nicht verstecken, weder bezüglich der Leistungsdaten ihrer Klingen noch der Ergonomie / Haptik ihrer Griffe. Und Romans Arbeiten sind diesbezüglich Musterbeispiele für mich.


    Hier einmal ein Direktvergleich mit einem hochgeschätzten modernen Messer, das wirklich ein besonders exponierter Vertreter insbesondere für beste Ergonomie ist: dem Reeve Green Beret 5.5 nach einem Design von Bill Harsey, der sozusagen Garant für eine derartige Spitzenposition ist...



    Die sehr vergleichbaren Maße laden zu so einem Nebeneinanderlegen ein.


    In Balance und - das sehe ich als großes, jedoch sehr verdientes Kompliment - auch in der Ergonomie steht Romans Arbeit dem GB nicht nach.




    Das Messer paßt nicht nur in die moderne Scheide, es paßt ebenso gut in die moderne professionelle Anwendung und macht erstaunlicherweise sozusagen im modernen Cordura-"Einsatzanzug" eine ebenso gute Figur wie in der Trapper-Leder"jacke" :thumbup:

    Ralf, ab Werk kommt es in der gleichen Scheide wie das 4er?
    Deine Bilder bestätigen jedenfalls, daß viel von dem "übermodernen" Eindruck an der Plastikscheide liegt und nicht am Messer...

    liamarie: Ich hab Messer der C-Größenklasse von ER seit zig Jahren am Einsatzkoppel, bislang hatte ich nie Schäden an den Gummigriffen - und sie lassen sich mit bloßer Hand wie in Einsatzhandschuhen immer gut und sicher greifen, auch bei Kälte, Nässe usw.


    Guuut, hübsch ist anders :)...aber die Griffe sind auf Praxisnutzen getrimmt und bringen den auch mit.


    Mir gings übrigens auch gar nicht um die konkrete Bezugsquelle, zu der ich auch nichts sagen kann - sondern nur um das zumindest mal vorgestellte neue Modell.

    Habe bislang keine Werbung oder Vorankündigung dazu gesehen und war heute erstaunt, auf einer Händlerseite das hier zu finden:


    http://www.polizeibedarf.ch/pi/Extrema-Ratio-T4000C.html


    Mir war beim T3000 immer der Anstieg der Vorderschneide zu steil, mit einer modifizierten Version mit geringerem Anstiegswinkel habe ich deutlich bessere Penetrationsergebnisse erzielt. Etwa diesen Winkel hat jetzt das neue Modell, das ich sehr begrüße.


    Der Look gefällt mir sehr, die Hohlkehle trägt dazu bei - und die Klinge wirkt gewohnt stabil und auch im Hieb leistungsfähig.


    Mal schauen, ob die gewohnte Scheide der C-Modelle kompatibel ist, das wäre fürs Tipup-Tragen günstiger als die jetzt beigestellte Cordura-Scheide.


    Für mich nach dem Col Moschin C die interessanteste Neuerscheinung von ER.....und ein heißer Kandidat für den Wunschzettel :)

    Der Tracker hat als Konzeption in der "Gemeinde" immer geteilte Meinungen hervorgerufen - tatsächlich nähert man sich dem Ergebnis aber fast zwangsläufig immer irgendwie an, wenn man sich die Frage stellt, w i e ein Werkzeug beschaffen sein sollte


    - das die umfassenden Anwendungsmöglichkeiten eines kompakten Khukris eher westlichen Vorstellungen von Haltung und Anwendung passend liefert


    - das in der unendlichen Diskussion Messer / Axt im Outdoorbereich ein Tool entgegenstellt, das wesentliche Eigenschaften b e i d e r Tools "einfach" vereint - und noch Anwendungsmöglichkeiten einer Hippe als einem der wichtigsten leichten Waldarbeitsgeräte hinzufügt


    - das bei einer handlichen und gut mitführbaren Gesamtlänge trotzdem genug Impact liefert, etwa wie besonders bauchige Bowies oder Bolo-Macheten oder sonstige Konzepte, die Impact über Klingenhöhe und dadurch Masse im vorderen Drittel liefern


    Nun kann man, wie zu den allermeisten Themen in unserer Runde, bei allen Details überlegen, ob es nicht auch ganz anders ginge - und beispielsweise weiter im Geiste mit dem zähen kleinen Sears rechten, ob es denn nicht dann doch ein langes Camp Knife sein soll oder eben doch kleines Messer und Beil....oder ob man bestimmte Teile einer Tracker-Klinge denn nun besser flach oder ballig schleifen sollte, wie bei einem recht interessanten Vergleich verschiedener Tracker vor ein paar Jahren im Messermagazin.


    Aber es bleibt spannend, und so ein Tracker bietet für sehr viele Anwendungen zumindest e i n e Lösung und bringt viele Leute immer wieder in lächelndes Nachdenken, die über die Wechselwirkung von speziellen Gestaltungsdetails und sich ergebenden Leistungsmerkmalen nachsinnen, während sich andere Menschen mit den unwichtigen Aspekten des Lebens verlustieren :)


    Und Romans Version finde ich sowohl vom sehr coolen optischen Erscheinungsbild (...das Ding sieht einfach so aus, als hätte es sich im Wortsinn schon seit Jahren durch allerlei Widriges durchgeschlagen...) als auch den Gestaltungsdetails sehr spannend und aus meiner Sicht auch sehr gelungen.
    Übrigens viel gelungener als den zitierten Film, den ich - endlich muß ich es gestehen, Schande auf mich in der Runde der Messer-Aficionados! - insgesamt nie wirklich gut fand.


    Da ist Romans Messer für mich viel spannender - und das Review gelungener.


    Fehlt da was? JA, sicher! Ein Troll-Zeichen-Selfie mit dem Tracker und einem brachialgerodeten Schweden im Hintergrund.....Weg mit den ganzen Elchverstecken, freie Sicht aufs Nordkap!


    Gelungen, Roman und Troll! :)