Beiträge von Micha M.

    Für voluminöseres Schneidgut ist so etwas wohl wirklich nicht gemacht - dafür schneidet es aber sehr gut flaches, flächiges.
    Nicht umsonst wird diese Anordnung der Schneide als Diagonale an der Frontseite der Klinge (also wie bei der "Vorderschneide" eines American/Modern Tanto) ja auch von Cutter-Messern wie eben dem OLFA aufgegriffen, insbesondere aber auch bei Werkzeugen für präzises, feinmechanisches Schneiden, z.B. Papier- und Folienschneidemesser usw.


    Setzt man die Spitze an (wie bei einem Skalpell) und drückt sie ein wenig ins Schneidgut, bewegt sich beim anschließenden Aufschneiden z.B. eines Pakets oder Zerteilen eines liegenden Papierblatts usw. die Schneide in einem diagonalen Winkel durchs Schneidgut.
    Dass das gut funktioniert, wenn man keine lange Schneide über einen weiten Weg durchs Schneidgut führen will/kann, sondern es eben eher um das Zerteilen durch schneidenden Andruck geht, hat also nicht nur den guten Dr. Guillotin überzeugt, sondern auch feinmechanisch Begabtere als den alten Micha...
    Bereits beim Einstechen ergibt sich bei so einer diagonalen Schneide auch ein eindring-freundliches Verhältnis zwischen Klingenvortrieb und Aufweitung des Schnittkanals, und zwar sehr gleichmäßig, auch das vorteilhaft für präzises Arbeiten.
    Zudem ist so ein Messerchen ursprünglich - so wirds zumindest tradiert - nicht zuletzt zum Anspitzen von Stiften gedacht und gemacht gewesen.
    Mit einem Stift, nach vorn in der einen Hand gehalten, und so einem Messerchen in der anderen Hand ergibt sich ein sowohl ergonomisch sinnvoller Arbeitswinkel der Schneide zum Schneidgut als wiederum die Möglichkeit zu sehr präzisem Arbeiten.


    Was die Farbe angeht: Das Rot ist nicht so meins, gäbe es das Ding in Oliv oder in Schwarz, hätte ich sicher schon ein halbes Dutzend bestellt und die kleinen Schlitzer überall verteilt :) Aber es wirkt eben denkbar "untaktisch", und das kann ja durchaus nützlich sein.....mal abgesehen vom Wiederfindewert :)
    Tatsächlich kriegt man sie wohl aber auch in einem Grünton, leider auch nicht Oliv, sondern eher heller, wie beim leidigen Eldris.
    Wobei das Kiridashi eben für mich den Charme hat, durch seine schlanke Bauart so ziemlich überall hinzupassen und nicht aufzutragen, im Gegensatz zum schwedischen Pummelzwerg....


    Vor einem Monat hat mir Wolfgang von "Wolfster" probeweise ein praktisches Kiridashi überlassen, hier habe ich den Eingang "vermeldet":


    Was habt ihr heute bekommen, was morgen? Nr. 11


    Specs und Infos zum Messer finden sich hier:


    https://www.wolfster.de/index.php?disp=shop&show=327/0/KB614


    Es handelt sich offenbar tatsächlich um ein Produkt der renommierten Firma Kanetsune, auch wenn es im "Plaste-Look" daherkommt....daher die Überschrift "Kanetsune goes Mora" :)


    Mittlerweile habe ich es einen guten Monat im Gebrauch, es hat sich als Brieföffner, Boxcutter usw. wirklich gut bewährt.
    Persönlich gefällt mir gut, daß der Griff mit seinem leichten Handschutz im Gebrauch mehr Sicherheit gibt als viele traditionelle glatte gerade Kiridashi-Griffe....



    Das Messerchen ist ein nützlicher Büro- und Haushaltshelfer ( Brieföffner, Stiftanspitzer, Pakete öffnen etc. ).
    Der Kunststoffgriff mit seiner Ausformung gibt dabei ergonomisch einiges her, das Messer liegt gut in der Hand, wegen der spezifischen Position der Schneide kann man natürlich besonders beim Feinschneiden mit der Spitze bedarfsweise auch noch weiter nach vorne greifen.
    Aufgrund der geringen Gesamtgröße, dazu noch federleicht und ziemlich dünn, ein Messer also auch ggf. für das Tragen in der Hosentasche und als urbanes EDC, soweit man kein voluminöseres Schneidgut damit teilen will.
    Passt auch gut in kleine Bauchtaschen, Organizer, Schreibmäppchen usw. und kommt dann in Farb- und Formgebung sheeplefreundlich-untaktisch daher :)


    Als reines Werkzeug ist es dabei 42a-konform. Für mich also eine interessante Alternative zum OLFA-Cutter, den ich ebenfalls schätze.


    Aufgrund der farblichen Gestaltung für mich selbst aber eher etwas für den Innenraum-Bereich:


    Taktischer "Nebennutzen", mittlerweile schon häufiger ausprobiert :) :
    Das Messer eignet sich sehr gut zum taktischen, unauffälligen Deponieren, um es dann bedarfsweise schnell zur Hand zu haben.
    Ich habe es wiederholt an verschiedenen Stellen befestigt, aufgrund der flachen Bauweise läßt es sich z.B. sehr gut irgendwo ankleben. Da es in die KS-Hülle wie in einer Steckscheide einfach eingeschoben ist, kann es dann problemlos ohne komplizierte Vorgänge gezogen werden.


    Wie bei den schwedischen Companions kommt also auch hier ein durchaus nützliches Tool für kleines Geld im Plaste-Look daher. Auch hier eindeutig ein Tool ohne "böse" Zweckbestimmung, dabei aber praktisch genug, um auch Leute mit meinem "Beuteschema" zu interessieren...Meins klebte heute unter einer Tischkante :)

    Du könntest auch eins aus S10V oder jedem anderen "Superstahl" kaputtkriegen, offenbar braucht man dazu nur eine Eishockey-Maske und den Willen zu genug Unfug....

    Wenn die Verletzung uns diese köstliche "Sendung mit dem Roman" beschert hat, war sie schon so ein wenig göttliche Fügung :thumbup:


    Nüchtern, sachlich, wirksam....wie der Stahl, von dem gesprochen wird, wird über ihn gesprochen.
    Sachliches über "Edelstahl" von einem aus der Generation der "guten Butter".


    Irrtümer auch hier, aber nur kleine: "so klein, daß man es sich nicht vorstellen kann", können die Gefüge-Lücken gar nicht sein, wenn ich mir vorstellen kann, Verstand zu haben.
    Und keine Esotherik im Stahl? Doch, natürlich....im Stahl, im Schmieden, in einigen der Produkte dieser Prozesse....ganz sicher. Nicht im Sinne von Härtung in Jungfernurin, auch nicht im mantraartigen Herunterbeten abstrakter Tabellenwerte. Trotzdem Zauber genug für viele von uns, auch dank Dir :)


    Jedenfalls auch kein verzweifeltes Kopfschütteln und Schulterzucken mehr, weil das datenblattmäßig dosenblechgleich-verschriene 420HC "irgendwie" trotzdem prima funktioniert - nur noch ein Lächeln :)

    Sehr rassige Form - und ein Griff, der einfach in die Hand will.


    Die Spitzenform der Klinge schätze ich als ausgesprochen penetrationsstark ein.


    Viele Deiner Arbeiten gefallen mir ausgesprochen gut! :thumbup:

    Sattel oder seitlich am Gepäckträger?
    Für letztere Variante findet man diverse Angebote unterschiedlich großer Taschen so in Richtung Brotbeutel/kleine Kampftasche, zu Preisen zwischen 15 und 30 Euro...

    Ist man nicht selbst Anwohner, sollte man aus den entsprechenden Umgebungen wegbleiben.
    Gefahrenvermeidung erspart Gefahrenbewältigung.


    Als Anwohner:
    Autos woanders unterstellen
    Alles Bewegliche vor dem Objekt vorher hereinholen
    Fenster durch Rolläden schützen vor Eindringen von Wurfgeschossen usw.
    Ansonsten innen mit Decken verhängen, um Wurfgeschosse usw. abzuhalten/abzubremsen
    Löschmittel bereithalten
    Evakuierung gemeinsam in der Hausgemeinschaft planen (z.B. falls kein Hinterausgang, Verlassen über rückwärtige Terrassen / Fenster der EG-Wohnungen der Nachbarn, Offenhalten von Fluchtwegen durch Verfügbarkeit von Schlüsseln für rückwärtige Türen, HIlfestellung für Alte/Kranke usw. organisieren usw.)
    Ggf. Sicherung des straßenseitigen Eingangs (Verschließen, ggf. zusätzliches Sichern), jedoch mit Möglichkeit für schnelles Wiederzugänglichmachen für Lösch- / Rettungskräfte)
    Wichtige Unterlagen zusammenfassen und Bug-out-bag vorbereiten, falls evakuiert werden muß (z.B. nach Brand, Bombendrohung im Umfeld, Teilbesetzung durch Störer usw.).

    Eigentlich ist mir das Ding natürlich zu modern. Aber zugegeben: Der Look gefällt mir ausgezeichnet, und er passt eben auch zu meinen Klamotten :)


    Die ganzen Funktionen werde ich eh nie verstehen oder verwenden und auch nicht brauchen...
    Für mich wichtiger: Die Casios sind bei noch vernünftigem Preis (oder sogar auch zum Spottpreis wie bei meinem "Terrorwecker" FW-91) wirklich robust und damit "micha-tauglich".
    Eine alte F-91W hab ich mal in einer Schublade wiedergefunden, das Ding hatte auch schon mal ne Hauptwäsche mit-überlebt und lief danach mit immer noch der ersten Batterie mindestens 8 Jahre!



    Sehr gut bewährt hat sich auch die


    Casio MRW 200HB-1BVEF




    Auch die für vergleichsweise sehr kleines Geld. Da wäre eben auch ein Zerschroten notfalls zu verschmerzen, bislang wehren sich die toughen Casios aber durchaus erfolgreich :)

    Mal hochgeholt für den heutigen Neuzugang:


    Casio GD-120CM-5ER






    Aufgrund meiner jahrelangen "Zerschrotungs-Quote" hab ich ja über zig Jahre gar keine Armbanduhr getragen und erst in den letzten Jahren wieder zurück dazu gefunden. Selbst gekauft hab ich aber weiterhin nur sehr günstige Modelle, so daß eine Fortsetzung der Zeitanzeige-Ausrottung nicht allzu schmerzlich gewesen wäre....Da war die Seiko Military mit Absicht schon das teuerste Modell im Bestand, sonst nur Uhren wie der Casio-"Terroristenwecker" oder was aus dem Supermarkt...


    Jetzt meinte meine Süße aber, ich müsse - passend zu den A-TACS- und Kongo-Tarnklamotten - sowas auch als Uhr haben, und hat mir die G-Shock geschenkt :)

    Die schreiben da auch - soweit ich sehe - nix von Friction Folder, sondern von Razor Opening.
    Das Messer wird sich am Taschenfutter an diesem Sporn aufziehen lassen wie ein Browning Vanquish, dann wird es verriegeln. Der Sporn wäre somit nur eine Öffnungshilfe, kein Halt für verriegelungslosen Klingenhalt durch "Daumenauflegen"....


    Geschlossen macht sich so etwas übrigens auch gut als Schlagdorn, beim Vanquish, das ich sehr schätze, ist das ebenso :)