Beiträge von Micha M.

    Apropos kleine Anpassungen:

    Ich hab jetzt beim Böker "302" die hintere Schneidenkante zum Zeigefinger hin auch ein klein wenig entschärft.

    Mein Kumpel hat sich zweimal zwischen erstem und zweitem Zeigefingerglied ein wenig geschnitten.

    Ich kenn das schon vom Spartan Enyo, bei dem ich diesem Risiko auch so abgeholfen habe.

    Ich lerne diese Wharncliffe-Klingenformen seit einiger Zeit auch immer mehr zu schätzen.

    Habe letztens für eine kleine Spitzfindigkeit sehr präzise und erfolgreich dieses hier zur Hand genommen, das bezüglich Bauart und Preis für den Fall von einschlägig Einschneidendem überall noch gut dazu passt...


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    Wenn Du mal neben ner Abfüllanlage gestanden hast und miterlebt, wie aus demselben Silo Ware erst in die Tüten einer Premiummarke gefüllt wird und dann nach Hebelumlegen in die einer Budget-Vertriebsmarke eines Discounters, wirst Du vielleicht auch ein wenig skeptischer.... 8)

    Ich halte das auch für die Spitze des Eisbergs.

    Seit langen Jahren immer wieder Beispiele, die einen grübeln lassen.

    Hocherfahrene Anwender mit großem Vergleichsbestand, die verpönte Blender nobler US-Marken neben ihre Originale gelegt haben und fetstellen mußten, daß man bis zum letzten Schräubchen alles austauschen konnte...Es wäre VIEL zu mühsam und teuer, sowas in dieser Präzision einfach nur nachzubauen mit komplett neuen Maschinen usw....

    Heute dann einige Designer und Marken,die schon ausdrücklich mit China-Produktion sogar offen werben, weil längst klar ist, daß man dort sehr anspruchsvoll produzieren kann, wenn ein Messer eben nicht nen Zehner kosten muß, sondern nen Hunni kosten darf.....Das könnte eine große Verschung für das heimliche Vergeben von Produktionsaufträgen sein, wenn Kevin John und Fleunde sowas auch nicht auffällig schlechter hinkriegen al die ganzen Proudly-Dengler in den USA.....von denen ich auch schon teure Originale mit Schlampigkeiten hatte, über die sich gute Chinesen frühlingsrollen würden vor Lachen...

    Und in anderen Industriezweigen ist es ja nicht anders. Da lassen noble Textilhersteller meinetwegen in der Türkei nähen oder in Indien, und viele Fakes kommen nicht aus ganz anderen Fabriken, sondern aus der geheimen zweiten Schicht in derselben Fabrik für den Niedrigpreisbereich.

    Ich kann mir gut vorstellen, daß auch noch genug weitere Messerhersteller diese Möglichkeiten genuzt haben und nutzen, schon seit Jahren.

    Und ein wenig Schadenfreude verspüre ich dann durchaus, wenn da auch Fälle dabei sind, in denen sich die einschlägigen Spec-alists lange salbungsvoll über ihre Superstahlmesser ausgeschwärmt haben, sie nach ein paar Jahren jungfräulich weitergeben und nie drauf kommn konnten, daß die auch nur aus was Irdischem waren. Wer 440C disst, hats manchmal auch nicht besser verdient :)

    Jens, das ist ein Gerlach OSA-C-Fixed von einem polnischen Hersteller.

    Das Messer war über Jahrzehnte im Gebrauch osteuropäischer miliärischer SEen, u.a. auch bei GROM.

    Hab Bilder aus AFG gesehen mit GROM-Kräften mit dem Messer auf der Weste :)

    Ursprünglich stammt das Modell aber aus Russland und war dort angeblich u.a. lange Jahre in SE-Gebrauch und Bestandteil dortiger Überlebens-Packs.

    Einfacher kann man sowas kaum bauen, sozusagen "Striderski" :)

    Jan hat mir eins umgebaut und meint, auch wenns vielleicht nicht aus S-Trallala ist sondern eben aus Sprotten-Blech habe es sich beim Umschleifen als harter Gegner erwiesen...

    Man kriegt es für ca. 25 Euro mit Glück bei dem einen oder anderen polnischen Ausrüster.

    Ich mag meine beiden wirklich :)