Beiträge von Micha M.

    Marc "Beagleboy" als Profi hat das schon im Juni so klargestellt:


    Messer im Urlaub – Rechtslage in Europa und Empfehlungen


    Und "Legal Reason" ohne einen verbindlichen Katalog entsprechender Tatbestände ist in der praktischen Umsetzung leider Willkür in Reinkultur. Anfragen, welche Gegenstände in welchen Situationen mitgeführt werden können, konnten mir z.B. für GB nicht einmal von Behörden-Profis und der Botschaft mit hinreichender Verbindlichkeit beantwortet werden, was ich zur Einschätzung eines zulässigen Mitführgrundes in Italien erlebt habe, war grotesk.
    Wenn man sich hier in D mit Vollzugskräften unterhält, bekommt man Auffassungen zu "Messerrecht" in z.T. abenteuerlichen Variationen, und die Einstellung zu toleranter oder restriktiver Auslegung der Vorschriften (bzw. des jeweils "bekannten" Teils davon) variiert von Person zu Person, je nach Tagesform und Sympathie / Vertrauen fürs Gegenüber. Ich sehe keine Veranlassung, das für Vollzugskräfte anderer Länder grundlegend anders zu prognostizieren.
    In meinem Fall - ich bin ja so außerdienstlich nicht unbedingt Wachtmeister Dimpflmosers Lieblingsonkel vom Erscheinungsbild her - ist also eine mißtrauische und damit restriktive Auslegung der Vorschriften zumindest bei den Erstmaßnahmen eh absehbar.


    Sowohl z.B. in London als auch konkret in Kopenhagen hat es - zuminest nach medialer Darstellung, die ich aber nicht für abwegig halte - schon ein Vorgehen gegen Touristen gegeben, das ich persönlich nur als hysterisch bewerten kann. Wir reden hier nicht über eine einer deutschen OWi vergleichbaren Vorgehensweise, sondern - wenns dumm läuft - von vorläufiger Festnahme und hohen Geldstrafen.


    Und ich hab auch keine Lust, mich erst mal auf bieder zu bürsten, mir ne Hose mit Bügelfalte zu kaufen und mir nen ordentlichen Mittelscheitel in die Glatze zu prägen, um dann Gnade zum Mitführen eines SAK in den Augen eines Ordnungshüters zu finden. Man redet ja schließlich über besuchsweises Einreisen und keine Einweisung oder Einlieferung....


    Für mich war das in einem konkreten Fall Grund genug, auf eine Reise nach GB zu verzichten.
    Ich reise privat auch nicht mehr in hiesige Städte, deren Justiz einerseits in Kreisen der echten Kriminalität (und offen gesagt auch in Vollzugskreisen anderer Bundesländer oft genug...)mit Davorstellen des jeweiligen Städtenamens als Synonym für Ineffizenz firmiert, Tummelplätze für Chaoten und OK-Kriminalität seit vielen Jahren darstellt und mir dann als wohlbeleumundetem Besucher im Zweifel beim Zugang zu "Waffenverbotszonen" zu böse Kugelschreiber oder auch mal eine neugekaufte Klobürste "gefahrenabwehrend" wegnimmt.

    Leute, das ist doch ein solides Ding zum Rannehmen.
    Warum muß es denn dann zum Nachteil von Missbrauchstoleranz unbedingt ein Maximum an Dünnschliff sein? Säbelt Ihr den ganzen Tag draußen Sashimi?


    Meine persönliche Meinung: Bei einem Messer dieses Stils sollte es eben KEIN langes Nachdenken erfordern, ob man auch mal ne Dose aufschneidet, man sollte sich NCHT bei astigem Holz Gedanken machen müssen oder sich kaputtärgern, wenn man irgendwo im Schneidgut mal nen Stift oder ne Klammer übersehen hat und dann Ausbrüche auftreten.


    Ich mag ja nun klingenstarke Messer, auch welche, die dann nicht auf Null oder sehr fein ausgeschliffen sind. Selbst die alten CS-Spikes schneiden, mein 8 mm starkes Juchten M1 schneidet sogar prima, auch mit meinen viertelzölligen ERs hab ich bislang noch alles ab- und durchbekommen, was ab und durch sollte....


    Ihr kriegt mit sowas keine foliendünnen Scheiben vom Schinken? Schneidet dickere Scheiben! :)


    In dem Rahmen, in dem der Macher eine adäquate Schneidleistung sieht und eine für ihn vernünftige Gestaltung, würde ich es ihn dann stabil und unempfindlich machen lassen bei einem Messer dieser Art....

    Dienstlich wäre so etwas hier nicht zulässig, weil die Behörden-Zulassung als Einsatzmittel damit sozusagen "erlöschen" würde. Und privat wäre der Ärger vorprogrammiert im Anwendungsfall, weil man unterstellen würde, aus dem nicht verbotenen Telestick habe so etas wie ein Totschläger gebaut werden sollen, auch wenn es rechtlich vielleicht nicht genau einer ist.
    Der Bonowi unterscheidet sich übrigens gerade in diesem Punkt von den Mitbewerbern von ASP, Monadnock usw.: Beim Bonowi ist das vordere Element dicker und schwerer als bei den schlanken Amis.
    Damit hat man ordentlich Impact, der sich aber gleichzeitig auf eine etwas breitere Auftreff-Fläche verteilt und so die Gefahr reduziert, z.B. Arm- oder Beinknochen des Targets glatt durchzuschlagen, angestrebt wird ja kein Bruch, sondern eine starke Prellung.
    Nicht nur wegen der Zuverlässigkeit ist Bonowi daher weit vorne, sondern auch noch wegen einer guten Wirkung....

    Ich hab diverse Modelle getestet, sowohl Telesticks mit Friction Lock als auch verschiedene Modelle mit Auto-Lock.
    Geblieben ist der Bonowi EKA, den es in verschiedenen Längen-Ausführungen gibt.
    Stabil gebaut und mit sehr zuverlässigem Lock.
    Ein anderes Modell würde ich allenfalls wählen, wenn bezüglich Gewicht oder Größe der EKA nicht in Betracht käme.

    Dann mal gute Besserung, ebenfalls von hier aus dem Krankenstand...


    Lobenswert, die bekannte Lebensregel über Messermitführung auch im Jogging-Anzug nicht zu vernachlässigen! :thumbup:


    Heutiges EDC von vorhin, beim Untersuchungstermin dann sorgfältig abgerüstet, sonst hätts im MRT wohl Funken gesprüht und nicht nur geknattert :)



    Die Vostok und das 20-20 von Böker hab ich ja erst kürzlich mal namentlich benannt....das zierliche niedliche Bowie mit dem Pakkaholz-Griff und den Stahl-Bolstern ist ein Fox Forest 577 PW, das mir mal Basti netterweise besorgt hat. Hat etwa die Größe eines ER MPC, ist aber deutlich schwerer, so 330 g netto.... :)

    Während des letzten Wanderurlaubs hatte ich Gelegenheit, bei einem ebenfalls primär als Schneidwerkzeug ausgelegten Messer einmal im Direktvergleich und Praxisgebrauch zu ergründen, ob die zum Cub vorgebrachten Vorschläge zu einer moderaten Klingen-Verlängerung sowie zu einem Verzicht auf den Choil zugunsten einer normalen Schleifkerbe wohl wirklich einen Leistungsgewinn erbringen würden.


    Verglichen wurde das bekannte Spyderco Moran Droppoint in einer dem Cub sehr vergleichbaren Größe mit dem von Hatamoto gefertigten sehr gelungenen Hatamo-Ran, bei dem genau diese beiden Punkte vergleichbar umgesetzt wurden.



    Das Messer schneidet sehr gut, für mich eindeutig besser als das Vorbild von Spyderco.
    Dabei macht sich auch die durch das Hochzoomen der Maße ebenfalls gewachsene Schneidenlänge positiv bemerkbar. Hinzu kommt die durch das Weglassen des langen Choils gewonnene Schneidenlänge. Den Choil habe ich – bei einem Messer dieser Größe sicher für uns nicht verwunderlich – dabei bei keiner Gelegenheit vermisst.
    Die Spitze läßt sich z.B. bei einem seitlichen Umgreifen des Handschutzes, der dafür sehr geeignet gestaltet ist, bestens kontrollieren, da brauche ich keinen Choil. Zudem ist - wie beim Cub - bedarfsweise auch ein Übergreifen über den Handschutz und Auflagen des Daumens oder Zeigefinges auf den Messerrücken problemlos möglich.
    Und es ist sehr angenehm, direkt vor der Hand Schneide zur Verfügung zu haben.
    Das bekräftigt neben dem gewonnenen Einzelergebnis übrigens auch meine Einschätzung beim Böker / Burnley Cub, dass man dort vielleicht besser ebenfalls auf einen Choil zugunsten einer Lösung wie der von Hatamoto gewählten kleinen Schleifkerbe verzichten sollte!



    Im Unterschied zum Hatamo-Ran würde ich es beim Cub aber nicht über ein "Hochzoomen" der Gesamtkontur geregelt sehen wollen, sondern über eine reine Klingen-Verlängerung.


    Bin schon gespannt, wie die Teilnehmer des momentanen Passarounds diesen Punkt bewerten und ob sich welche dieser Idee anschließen....

    Für Concealed Carry ist es halt nichts....und IWB kann man vielleicht noch Messer/Kurzwaffe tragen, aber Sachen wie RSG, Funke, Handfesseln dann auch schon nicht.
    Ich seh solche Probleme mit diesen kurzen Wind- und Lederjacken zuweilen bei unseren jungen Leuten: Ausrüstung an den Gürtel, ab ins Auto....dann lagebedingt Absitzen zur Fuß-Obs, Jacke drüber...und STOP! "Dann kannste Dir auch gleich das Blaulicht auf den Kopf stellen, Kumpel :) "


    Ich hatte für den Lerneffekt solcher Gelegenheiten auch schon mal ne Reserve - M65 im Kofferraum und hab sie das zunächst selbst erleben lassen....


    Und bei dem Schnitt wäre selbst eine Geräteweste / ein Schulterholster keine wirklich glückliche Lösung: Würde wohl kaum passen und sich im Zweifel bei diesem Schnitt dann auch abzeichnen.


    Und selbst privat würde mich stören, dann mit jeder Gürteltasche (muß ja keine Knarre sein, Brillenetui, Handytasche usw. sind ja auch bei vielen am Gürtel) nicht nur ein Sichtbarkeits-Problem zu haben, sondern auch eines der Bequemlichkeit: denn der enge untere Abschluß kommt dann ja auch solchen Taschen in die Quere, dann rutscht der Saum darüber, und alles sitzt nicht mehr richtig....


    ich hab eine ähnlich kurz geschnittene Chopper-Jacke, aber die ist wenigstens im Brust-/Achselbereich dann oben weit genug, um z.B. ein Schulterholster drunterzukriegen.

    Gibs zu: Du wolltest diesmal was Flotteres! :)
    Übrigens kleidet Dich die Jacke ausgezeichnet.


    Für mich eher nicht einsetzbar:
    So kurz, daß am Gürtel getragenes Gear vermutlich doch sehr schnell das Näschen unten unterm Saum herauslugen läßt. Und so körperbetont, dass es ausschaut, als würde ich da allenfalls noch ein Nealy drunterbekommen.

    Ähnliche Geschichte: Bin vor geraumer Zeit dann auch mal "endlich" für eine Computer- und Lesebrille für den Kindergarten zu Fielmann gegangen, hatte aber auch gemerkt, daß auch beim Schießen eine kleine optische Unterstützung hilfreich wäre.


    Also zu Fielmann...und die haben sich echt Zeit genommen, weitere Tests gemacht usw. für die Computerbrille. Daher dann auch mal das andere "Problem" angesprochen...Es empfiehlt sich dann Klartext, also keine theoretische Umschreibung wie "Schärfebereich 80 cm bis möglichst weit hinten....", sondern konkret. Also "Hm, ich möchte gern trennschärfer Kimme und Korn meiner Pistole sehen können, aber natürlich wäre auch praktisch, wenn ich schärfer sehen könnte, was ich denn umschießen muß..., ach sorry, hier ist mein Dienstausweis, Sie müssen nicht fortlaufen :)"


    Die Beratung zog sich insgesamt bestimmt 1,5 h hin, mindestens ne Stunde bei der Erstberatung.
    Ergebnis waren dann bei mir drei bestens funktionierende Brillen: die für PC und Papierkram, eine absolut schießtaugliche Alltags-Brille ohne die für manche Anwender ja nicht unproblematischen Gleitsicht-Effekte und so etwas dann gleich auch noch als Sonnenbrille.


    Sowohl von den Preisen als auch insbesondere vom Service bin ich bei dem Unternehmen voll überzeugt, das galt dann später auc hnoch mal fürs "Nachrüsten" mit meiner aktuellen Sonnenbrille, der Round Metal, die ebenfalls voll schieß- und autotauglich ist und mir nach Vorlage anderer Angebote dort zum geringsten Preis offeriert wurde.


    Ich krieg auch keine Prozente :)

    Ob das daran liegt, dass das FRN von Spyderco irgendwie IMMER wie aus dem Kaugummi-Automaten gezogen ausschaut? :)
    Hab ich nie verstanden....Mein Matriarch schaut auch aus wie für nen Fünfer vom schnellen Ali geordert - da wirkt jedes "Pala-Militelli", und sei es mit Pseudo-G10-beschalt, irgendwie "originaler" weil wertiger :)

    Danke, Kid! :)


    In meinen Workshops für (beamtete) Profis werbe ich durchaus dafür, nich in jedem Messerträger sofort einen Bösewicht zu vermuten und nicht das Bewußtsein dafür zu verlieren, daß es Messer ein ganz normaler Alltagsgegenstand und ein universelles Werkzeug ist.
    Natürlich werbe ich auch dafür, es in der Arbeitssituation eben auch als mögliche Gefahrenquelle wahrzunehmen und darauf zu achten - das gilt aber auch für eine Vielzahl anderer "waffentauglicher" Alltagsgegenstände...


    Und selbst bin ich sowohl Beamter als auch hoffentlich zumindest manchmal fast sowas wie ein Mensch :)

    Ich seh das ja grundsätzlich konsumentenorientiert und bin mit keinem Händler "verheiratet"...aber so ein Vorgehen weckt bei mir jedenfalls Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit, und das schlägt ja auch für mich als Kunden z.B. bei Gewährleistung oder eigenen Bestellungen direkt durch.


    Und überlange Wartezeiten haben mir selbst auch schon mehr als einmal die Lust auf bestimmte Messer genommen, dann wurde zuweilen zwischenzeitlich eben ein Mitbewerber angeschafft.

    Das macht auf mich einen schlechten Eindruck....


    Produzierte Ware erst mal im einträglicheren Direktverkauf verticken und Großabnehmer hängen lassen, mag sich kurzfristig betriebswirtschaftlich rechnen, "richtig" finde ich es aber nicht.

    Heute urbanes EDC für Freiburg...




    Böker Cub und 20-20


    Seiko Military


    JetBeam BC-20


    ...von -11 vorgestern hier oben zu + 11 heute in FR wurden also also Plünnen und Gear etwas leichter, dafür der Micha hoffentlich nicht viel schwerer nach leckerer Münsterwurst und unverschämt leckeren Törtchen von Gmeiner :)