Beiträge von Micha M.

    Ja, das halte ich auch für einen Fehler.
    Passiert aber bei Linder nicht erstmals.
    Man kann das ja auch sehen wie Idox: Nicht jedes Messer MUSS dem 42a entsprechen, und es wär ja auch ganz in Ordnung, ein speziell auf Jäger abgestelltes Modell aufzulegen und dann so zu argumentieren...nur ist das hier ja kein Jagd- sondern ein Bushcraftmesser.


    Ich glaube, Matthias und Linder haben einfach die Chance (zunächst) verpasst, auch die zivile Zielgruppe mitzunehmen, die sich da auf keine Diskussionen einlassen will.
    Und Jäger hätten auch das Modell mit 12 cm Klinge gekauft :)


    Die Inspiration durch FK ist ja in der Klingenform schon sichtbar - es sieht ein wenig so aus, als habe unser Geronimo sozusagen einen verbesserten Mitbewerber des S1 zu kleinerem Preis vorweisen wollen - was ja ehrenvoll und ambitioniert ist.....Trotzdem hätte man dann auf 12 cm kürzen können :)

    Was mir übrigens in der Diskussion über den "überflüssigen" Zentimeter bislang ein wenig untergeht:


    Unser Heide-Apache hat es geschafft, diesen Entwurf bei einem renommierten und traditionsreichen deutschen Hersteller als Serienmodell unterzubringen.
    Und kürzlich hat er ein von ihm entworfenes Eickhorn-Modell vorgestellt, das es bald in Serie geben wird.


    Wir als Anwender oder selbst auch als handwerkliche Macher von Einzelstücken machen uns gar keine Vorstellung, was dann neben rein funktionalen Erwägungen so alles noch reingrätscht in so eine Etablierung: eigene Stilvorstellungen der Firma, kaufmännische Überlegungen zur absehbaren Nachfrage, technische / kalkulatorische Hindernisse (so ein Werkzeug für einen aufgespritzten Griff dürfte so bei 30.000 Euro liegen...) und, und....


    Ich habe in den Jahren mehrere solcher Etablierungen von Modellen ein wenig begleiten und einen gewissen Einblick gewinnen können. Das nötigt mir jedenfalls schon mal Respekt ab, wenn so etwas dann gelingt, ob das nun bei Tony war/ist oder beim "chemischen" Chris - oder eben jetzt bei Matthias :thumbup:


    Ich hab jetzt auch mal in den einen oder anderen YT-"Diskussions"-Verlauf geschaut und weiß mittlerweile, was Idox wohl gemeint hat. Woher da manche Leute im Verriß ihren eigenen globalen Alleinvertretungsanspruch der ultimativen Messer- oder Schlafsackwahrheiten nehmen, weiß ich nicht.
    Ich geh jetzt über 40 Jahre mit Messern um und hab immer noch nicht DAS für alle Situationen und alle Anwender gleichermaßen perfekte Messer gefunden. Bin sicher zu blöd.


    Natürlich kann man mit Geronimo zanken, sogar prima. Mach ich saugern :)
    Aber der Ton, der da von manchen Leuten angeschlagen wird, die wohl meinen, seine lockere und oft genug sehr pointierte und durchaus in der Sache auch mal provokante Argumentationsform sei sozusagen ne Freifahrkarte für eigene Fäkalsprache und "Argumentation" wie ne offne Hose, ist unter aller Kanone.


    Übrigens glaub ich immer noch, er und Linder hätten besser getan, den 13. Zentimeter wegzulassen und zusätzlich zur offenbar auch so guten Nachfrage auch noch DIE Leute mitzunehmen, die jetzt zurückschrecken (ohne dass Linder, denke ich, andererseits auch nur einen Kunden wegen eines "fehlenden" dreizehnten Zentimeters verloren hätte :) ).


    Das diskutier ich dann auch gern weiter mit ihm, gern auch mit Spitzen (NEIN, keine stählernen, keep calm :) ) - aber halt immer in dem gegenseitigen Bewußtsein, daß da bei allen Meinungsabweichunen im Detail zwei Leute mit einer gewissen Sachkunde miteinander um die Sache streiten :)

    Waren heute schon - bevor es ordentlich warm wird :) - ein gutes Stündchen im Wald unterwegs und haben Holunder "geerntet" :)


    Heute dann dabei am Micha (Romans Hasel-Stock liegt unten im Auto, ich war zu faul...):



    Irgendwo in der Beintasche steckten da natürlich noch die obligatorischen Halbfinger-Handschuhe und, man weiß ja nie, die praktischen Textilhandfesseln, die da immer drin sind :)

    Also, mir würde EINE "erklärungsfreie" Version schon reichen. Der Unterschied von einem cm Klingenlänge würde am Gesamt-Look und -Konzept nichts ändern. Anders wäre das bei den (ich denke: scherzhaft) von Dir eingebrachten weiteren Varianten.


    Übrigens hätte ein Angebot in zwei Längen bei Linder durchaus Tradition: Viele traditionelle Messer werden dort in unterschiedlichen Klingenlängen je Modell angeboten - und decken damit ein breites Spektrum im Anforderungsprofil ab. Das wäre also beileibe kein Novum :)


    Auch andere Hersteller machen das so und fahren wohl nicht schlecht damit, denk mal an die A-Reihe bei FK oder das Fulcrum in diversen Längen bei ER. Und - wie angesprochen - beim GEK war die Idee mit dem EDC hier geboren und hat sehr gute Ergebnisse erbracht und ein kompaktes Messer mit hohem Allrounder-Nutzen.

    Idox, ich streite zuweilen mit unserem Heide-Apachen - und ich schätze ihn ausgesprochen dafür, daß man mit ihm noch wunderbar über Dinge streiten kann.
    Seine Sachkunde zum Thema Messer habe ich dabei stets respektiert.
    Die Kritik war durchaus sachlich.


    Und sie wurde geäußert, weil Matthias' Entwurf eben NICHT irgendein Messer ist, sondern ausgesprochen "was hat". Ein kompaktes Messer aus ATS-34 mit einer Spitze, die an die A-Reihe von FK erinnert, ordentliche Klingenstärke aufweist....
    Wenn das irgendein Murks wäre, würden alle die Schultern zucken und eben genau das tun, was Du vorschlägst, nämlich einfach nach nem etwas kürzeren Mitbewerber schauen.


    Aber dieses Messer in dieser sonstigen Formgebung, ausschließlich nen Zentimeter kürzer, um den diskussionsträchtigen Pseudoschutzparagraphen vom A....zu haben - DAS ist es halt, was einen großen Reiz darstellen würde.


    Wir haben hier vor Jahren eine ganz ähnliche Diskussion über ein GEK EDC ausgetragen, herausgekommen ist ein für mich noch immer ausgezeichnetes Messer, das mich noch häufig begleitet.


    So etwas wünsche ich mir auch auf der Grundlage des SE 5.
    Denn die Argumente GEGEN mögliche Notwendigkeit des "Ausdiskutierens" sind ja nicht von der Hand zu weisen, und es ist doch kein Zufall, wenn zwei langjährige Messerinteressierte (denen man sicher nicht nachsagen kann, Freunde unsinniger Einschränkungen zu sein :) ), sozusagen zeitgleich den Finger auf diese Wunde legen - und zwar nicht mit einem Verriß ("Ach nöööö, schaut mal nach was anderem, Bros...."), sondern im Gegenteil aus Wertschätzung vor dem Entwurf mit dem Wunsch, so etwas auch "erklärungsfrei" bereitgestellt zu bekomen.


    Du weißt, was ich mache und daß ich mir über gewisse Vollzugsrealitäten da schon eine einigermaßen realistische Einschätzung bilden kann...

    ....und wenn wir schon dabei sind, hier eine "Wunschliste" aufzumachen, wie das gerade hier und im parallelen Thread von xplicit86 anläuft, hier mal Michas Wunsch-SE 5-42:


    Griff oliv wie bei Hill


    Klingenlänge max. 12 cm an der "ungünstigsten" Seite


    optional farbgleiche Kydex
    (dann könnte man zwischen der Cordura und dem Bushcraft-"Köfferchen" des leicht größeren Modells und dieser speziellen Scheide wählen...)


    optional "Neverlost"-Zubehör: eine kleine anschraubbare Platte für die Kydex und ein Tüddelband fürs Messer in wiederfindefreundlichem "Müllmann". Ich LIEBE Camo und Oliv, FG usw., aber mir ist bewußt, daß man dann auch schon mal fluchend über den Waldboden krabbelt. Andererseits ist ein ohne Wahlmöglichkeit in "Müllmann" gestaltetes Messer für mich keine Option....


    DEM Ding in Oliv mit passendem Kleidchen und 42a-konformer Länge könnte ich definitiv nicht widerstehen :)

    Die Entscheidung zum "dreizehnten Zentimeter" ist für mich völlig unverständlich.


    Das ist ein ausgezeichnetes Messer: Material, Formgebung, Klingenstärke, Form der Spitze, Preisleistung von Messer und Scheide - finde ich alles top.


    Aber die Notwendigkeit,im Antreffensfall erst mal eine Diskussion über Feinheiten des 42a führen zu müssen mit einem Ordnungshüter, dem die Regelung nur rudimentär als "Trageverbot von allem über 12 cm" bekannt ist (....und DAS ist die Vollzugsrealität....) möchte sich nicht jeder antun.


    Natürlich tut man sich als Jäger leicht, das wird selbst den unkundigsten Hüter der öffentlichen Ordnung überzeugen, dass einer auch nen etwas größeren Zachel mitführen kann, wenn legal auf der anderen Schulter die Flinte baumelt....aber das trifft auf das Gros der hier Interessierten eben NICHT als Voraussetzung zu.


    Die gehen raus und werden dann erst mal mit Halbwissen, Dogmen und Anzeigenquote konfrontiert.
    Nun hat nicht jeder Lust, erst mal mit Schriftsätzen, Auszügen aus polizeieigenen Fachaufsätzen (die die meisten Streifendienstler nicht kennen) oder teuerstenfalls mit nem Anwalt den Bushcrafter wieder "auszulösen" - obwohl man genau das viel öfter tun sollte wohlgemerkt, um sich nicht durch die Untiefen dieser unsinnig gestalteten Norm immer mehr Freiheiten schon in der Bedeutungs-Grauzone abhysterieren zu lassen!


    Das Messer hätte im Bushcraftbereich durch Verlust EINES Zentimeters keine nennenswerte Wirkung verloren - wir sprechen hier ja nicht über Unterschiede zwischen Vier- und Sechszöllern meinetwegen.
    So vergrault "Zentimeter 13" ohne adäquaten Ausgleich gewonnener Möglichkeiten nach meiner Schätzung die Hälfte der ansonsten hier in D Kaufinteressierten.
    Eben NICHT die Jäger, sondern DIE zivilen Nutzer, die in dem tollen Messer das suchen, was als Name draufsteht: einen Bushcrafter.


    Ich selbst werde es konkret aus diesem Grund NICHT in meinen "Wandermesser"-Bestand aufnehmen, obwohl es das absolut verdient hätte.
    Und wenn ich andererseits davon ausgehe, auch beim Wandern den 42a auch mit Größerem einzuhalten, würde ich persönlich dann doch eh mein GB 5.5 oder mein Hill oder ein Sissipuukko oder das Wilson 25 oder das Strider Mawhinney oder....umschnallen. Soll vorkommen :)

    Wohl wahr!


    Hab hier selbst auch eine an einem Messer von Hatamoto, exakt nach Vorgaben und ausgezeichnet passend - und die am neuen Messer vom Troll ist bezüglich Sitz, Ziehwiderstand usw. perfekt.


    Wir müssen ihn mal fragen, ob das für die ballig-rundgelutschten Amis schwieriger war als bei normalen Messern :)

    Nachdem ich im taktischen Bereich einen gewissen Overkill kaum noch bestreiten konnte, hab ich in letzter Zeit ja gezielt den "Wandermesser"-Bestand ausgeweitet mit Modellen verschiedenster Art, vom NOKS "Bootsmann" über das Buck 110 Pro oder ein Mercator bis hin zu so traditionellen Geschichten wie dem Maserin 155 Caccia mit Hornschalen...Auch ein 20-20 hat ja schon vor einiger Zeit seinen Weg zu mir gefunden und überzeugt mich voll...


    JAAA, ich bin ein alter Sack geworden und stehe jetzt auch dazu, daß mir solche Oppa-Messer mittlerweile eben auch gefallen, auch wenn sich mein ER Nemesis noch immer ebenfalls wunderbar und passend in der Hand anfühlt :)
    Aber Tacticals füllen hier eben mittlerweile doch den Bestand und drängeln sich um den Einsatz im "Kindergarten" :)


    Unter den "Klassikern" ist mir seit einiger Zeit das Case "Cheetah" aufgefallen, schon rassig mit seiner Clip-Point-Kinge und dem Swing-Guard...


    https://www.wolfster.de/index.…p=shop&show=650/0/CA33982


    Hier auch noch mal bewegt mit anderen Schalen (es gibt da einige Varianten!)


    https://www.youtube.com/watch?v=MMIMmIoBgG8


    Nun habe ich allerdings gehört, es gebe da eine gewisse "Streuung" in der Qualität (wie etwa auch bei Buck oder den Serien-Emersons....), ein Kumpel erzählte mir da auch von Klingenspiel in ärgerlichem Ausmaß....


    Habt Ihr Erfahrungen mit dem Cheetah? Bewährt es sich bei Euch oder leiert es herum? Und ist es in akzeptablem Zustand angekommen?

    Habe beim letzten Schwarzwald-Aufenthalt bei Ramsperger in Freiburg diesen Folder von Nieto im Fenster liegen sehen:


    https://www.wolfster.de/index.…shop&show=271/0/HB-270211


    Hier mal bewegt, wobei ich auf die Feststellung wert lege, daß mich da jetzt das Messer interessiert :)


    https://www.youtube.com/watch?v=NIX4v2BeEZI


    Das Messer würde mich interessieren, weil es mit Stil und Beschalung ein gutes Set mit meinem Böker Vollintegral Amboina abgeben würde - also so im Bereich "Wandermesser" / urbanes EDC im Old-Fashioned-Look und guter Sozialakzeptanz....


    Gibt es hier schon Erfahrungen mit dem Modell?


    Alternative wäre natürlich immer noch ein Optima Amboina :)

    ist halt praktisch, so etwas bei nem Einsatz mit absehbarer Durchsuchung gleich am Mann mitführen zu können. Da gibts kein Gerenne zum Werkzeug, wenn mal vor Ort was "auf muß". Bei uns ist deliktisches Gut ja häufiger irendwo drin versteckt, verbaut usw. Ich hab aber mit meinem auch schon mal bei normalen Durchsuchungen z.B. mal festsitzende Riegel weggeklopft, Deckel hochgedrückt usw.


    In der Tasche ist dann der Platz für größeres Werkzeug, bei mir z.B. ein Stanley Fubar.
    Wenn es da was mit Beitelspitze sein soll, wär in der Tasche auch Platz für ein Becker TacTool, aber das wär Overkill, weil an dem Fubar auch ne Hebel-Spitze dran ist....


    Das Schöne ist, daß man sich mit so einem separaten Tool nicht die Spitze vom Einsatzmesser beim Hebeln versaut oder bei weicherem Material da einfach nur ne Furche mit der Spitze durch hebelt :)

    Lichtschalter, so unpraktisch sind Tools mit Beitelspitze gar nicht.
    Ich hab ein Eickhorn ABW 1 am Koppel und habs schon oft genug gut gebrauchen können.


    Und fürs Team hab ich ja auch ein paar von diesen Beitel-Tools von M-Tech beschaffen lassen, auch die kommen regelmäßig mit, wenn wir durchsuchen gehen.


    Und wenn Du es GAR nicht selbst gebrauchen kannst, legs beiseite und warte drauf, wenn Dir mal ein Kamerad nen tollen Gefallen tut oder einer aus Deinem Team richtig tollen Einsatz zeigt.
    So mach ich das und hab meine "Kinderchen" schon mit allerlei praktischen Dingen ausgestattet :)


    Meine sehr schlanke Stellvertreterin hat sich durch besonderen Einsatz letztens noch ein sehr schön flaches Fox "Hector" verdient, das sie tragen kann, ohne dass es aufträgt.