Beiträge von Micha M.

    Nachdem Uffpasser & Co. mich ja im Chat dann mit unermüdlicher Verführung mit der Zeit doch noch ein wenig bezüglich Uhren angefixt haben (ich hab 20 Jahre keine Armbanduhr getragen, nicht mal als Einsatzleiter....), hab ich mir ja mit der Zeit jetzt doch wieder mehrere zugelegt, glücklicherweise alles im rustikal-erschwinglichen Bereich.


    Zuletzt wars dann eine schwarze Vostok Komandirskie K-35, die mir ausgesprochen gut gefällt und oft getragen wird....


    Da ichs aber bekanntlich Ton in Ton mag und doch häufiger Grünzeug oder grünbunte Camo-Plünnen anhab, sollte auch ne grüne Vostok her :)....Die kam heute an, mit leicht anderer Lünette und ner separaten Sekundenanzeige statt Zentralsekunde....
    Ist ne schöne Alternative zur schlankeren Seiko Military :)



    Ein Klassiker, der überall mit darf, ist natürlich auch der Lamy CP1.
    Nix mit "Tactical Pen" - aber ebenso brauchbar wie alles Aufgebrezelte.
    Ich hatte zwei, einen hat ein Lkw überfahren, der war danach nicht zermatscht, sondern nur etwas unrund geworden und ließ sich leider nicht mehr öffnen.
    Und einen haben mir nette Mitmenschen mitten in einem Büro geklaut....


    Den gab es zwischendurch mal nicht, jetzt bekommt man ihn wieder, und ich werde mir die Tage mal wieder einen zulegen :)

    Sorry....
    Lieber mal alle (v. l. )


    Strider MT Mod. 10 Mawhinney
    Wilson Mod. 25
    Reeve GB 5.5 in der alten Version
    A&R Zlatoust "Oprichnik" mit geschärftem Rücken (wie FSB-Messer "Karatel")
    SOG Bowie 2.0 (also das klassische "Vietnam-Bowie" in der der kleineren der beiden SOG-Ausführungen)

    Mittlerweile wirklich ein Klassiker, gefällt das GB auch den reiferen Semestern, zweifellos :)


    Aber ich finde, es ist trotzdem auf der Höhe der Zeit: Hoher Praxisnutzen, ergonomisch wirklich ausentwickelt, hochwertiges Material.
    Daran ändert für mich auch die zuweilen bemängelte "geringe" Härte nichts, obwohl dar moderne PM-Stahl da mehr hergeben würde.
    Dahinter steht wohl einfach eine Philosophie maximaler Belastbarkeit und feldmäßiger Nachschärfbarkeit...und diese Messer sind zum Benutzen gemacht und nicht für Datenblatt-Diskussionen - diese Lust zum Umgehen damit geht einem jedesmal durch die Hand, wenn man eins erfaßt :)


    Hier mal mein GB 5.5, seit Jahren im Bestand, im Kreise weiterer noch relativ kompakter Fullsize-Fixed im Größenbereich von 5.5 bis etwas über 6 Zoll....


    Ich hab zwei handgemachte "Stifte für die ganz bösen Briefe". Die mag ich, sie sind nostalgisch...aber eben auch unersetzbar, zumal der Kumpel, der sie mir gemacht hat, in diesem Bereich nicht mehr aktiv ist.
    Und ich bin den Dingern schon stundenlang in unseren Einsatzkarren hinterhergekrochen, hab sie verzweifelt gesucht...einen hatte ich mal "verloren" und war sehr traurig, bis ich ihn nach Wochen unten im Futter einer Rangerweste wiederfand....


    Danach hab ich mir ein gutes halbes Dutzend verschiedener Tactical Pens vom "schnellen Ali" besorgt, im Preisbereich zwischen 3 und 10 Euro, Serienprodukte, nachbestellbar....und damit wird ein Verlust tolerabel, wenn natürlich auch immer noch ärgerlich.


    Ich hab im Laufe meiner "Karriere" ganze Legionen von Kulis verloren / ohne Rückgabe verliehen / zerschrotet....Der Klassiker ist der Kuli als Lesezeichen in einer Akte, der dann irgendwo untergeht. In unserem Aktenkeller müssen davon ganze Kompanien schlummern....


    Die preisgünstigen Stifte, die ich jetzt habe, sind so stabil wie hiesige Markenprodukte - bei einem Bruchteil des Preises derselben.
    Meine "Kinderchen" haben, wie auch bei Michas berüchtigten "2 Euro-Lämpchen" alle einen davon als Geschenk bekommen, als kleines Dankeschön bei Gelegenheit und für den Preis eines ausgegebenen Kaffees...


    Mein Rat daher: Für den Seelenfrieden ist was mit begrenztem Preis und guter Ersatzmöglichkeit vorzuziehen :)


    Auswahl: Man sollte vorher wissen, was man damit anstellen will.
    Schaue ich auf SV-Aspekte, sollte ich wissen, ob ich so einen Stift maximal als Kubotan verwenden will oder schlimmstenfalls weitergehend....
    Soll es in Richtung Kubotan gehen, muß einer mit einer sicher nicht penetrierenden "Spitze" her.
    Soll es in Richtung "Last Ditch" gehen, sind spitzere Modelle vorzuiehen, z.B. eben was mit Glasbrecherspitze. So etwas funktioniert dann im Ultima Ratio durchaus als Behelfs-Stich-Tool.
    Auch so etwas gibt es natürlich mit einem nicht penetrierenden Ende auf der anderen Seite, dann hat man bedarfsweise was mit einem bösen und einem ganz bösen Ende :)


    Alles mit Kappen usw. sollte eine Vorrichtung haben, an der man die bedarfsweise aufstecken oder anschrauben kann, wenn man die Schreibspitze davon befreit hat. Lose Kappen gehen verloren, weiß der weise Murphy....


    Es gibt z.B. beim "schnellen Ali" auch Tactical Pens mit Klinge. Da muß man UNBEDINGT darauf achten, daß sie Gebrauchsmesser-Charakter hat also eine einschneidige, nicht allzu "wild " ausschauende Klinge, auf KEINEN Fall etwas Zweischneidiges. Sonst ist das nämlich kein Schreibgerät mit Brieföffner, sondern eine "Verbotene Waffe" mit straftatbewehrtem Besitzverbot.


    Und in einige Nachbarländer sollte man die Dinger auch ohne Klinge nicht mitnehmen. Selbst in Ländern, in denen man Messer kaufen kann, die hier verboten sind,reagiert man ziemlich hysterisch auf betont taktische Stifte. Da ist dann bedarfsweise was Ziviles in Ganzstahl, also meinetwegen ein normaler Lamy, die bessere Wahl....


    Ähnliches gilt auch beim Fliegen, da ist Martins Rat oben schon klug....:)

    Kosta(s), klasse, daß Du das Messer auch benutzt! :thumbup:


    Handy: Ja, aber fürs Arbeiten müßte ich heute eigentlich schon etwas vernünftig Internetfähiges haben, mit dem man auch sichere Messenger nutzen, Bilddateien austauschen kann usw.
    Wenn ich da so sehe, womit die "Gegenseite" ganz selbstverständlich arbeitet....


    Robustheit: Privat bin ich da ganz auf Deiner Seite - und nutze privat vor allem das Sonim, das mir Kumpel "Stinkeputz" zur Verfügung gestellt hat. Idio....äääääh......Michasicher, einfach zu bedienen, mordsrobust, kein überflüssiger Schnickschnack (Net, Kamera). Genau richtig :)

    Privat-EDC für heutigen Stadtbummel...



    JetBeam E40R, ein Neuzugang...erweist sich wirklich für mich trotz 18650er-Akku und entsprechender Mindest-Größe als Zivil-EDC-tauglich


    Das Telefon sieht nicht wegen meiner bekannten modernen Aufgeschlossenheit gegenüber "neumodischer" Kommunikationselektronik ein wenig "antik" aus - es ist mein Arbeits-Handy :)


    Der PS-Klon ist hinter der Tasche für Lampe und Handy angeschlauft und passt da prima hin :)


    Der Griff des Ontario RAT 3 ist schon vor langer Zeit Edding-gefärbt...das hält bis heute und färbt nicht ab.
    Zieht offenbar prima in das rauhe Micarta ein.


    Brille: Fielmann :)

    Da bin ich "ganz bei Dir" :)


    Das ist ein Klassiker....Und der Klingengang ist dank der langen und schweren Klinge auch ohne Flipper wirklich flott genug.
    Ich ärgere mir noch heute den A....ab, daß ich nicht noch die Jubiläums-Version mit grünem Micarta auch noch genommen habe, das würde prima in die Kongo-Joppe passen :)


    Sonstige Vorschläge: Denkt dran, daß bei vielen Modellen die Klingenrücken aus dem Griff ragen. Da kann man allenfalls wie bei meinen Beispielen die vorderste Spitze oben schärfen. Es gibt wirklich nur wenige wertige Messer in dieser Größe mit zumindest auf halber Länge scharfem Rücken.

    Der Gerber AF läuft sehr gut auch ohne Flipper.


    Und der Böker EFD hat gleich 2 :)


    Die sind beide sehr ordentlich, wenn es auch dem EFD an einem auf Tipup-Carry umsetzbaren Clip mangelt.
    Das ist ein Manko, weil man sonst am Doppelflipper das Messer beim Ziehen am Taschensaum öffnen könnte wie ein M16-14 SF...




    Bei einigen anderen Foldern mit Dagger-Klinge kannst Du nur die vorderste Spitze schärfen, weil die Klingenrücken nicht komplett im Griff liegen, z.B. beim BM Pardue, beim SOG Pentagon Elite und beim CS Ti-Lite.
    Schärfen kann man auch die obere Spitze des Viper Maga oder auch des Böker Kalashnikov....
    Das gilt übrigens auch für das oben verlinkte M16
    Ein Hinderer Maximus ist zu teuer, der billigere Kershaw-Bruder Decimus ein wenig zu klein, aber einen Blick wert.


    Eine Idee wäre es, eines der momentan im Ausverkauf angebotenen Modelle des Blackhawk MOD Dieter CQD - Folders umschleifen zu lassen - die Klinge ist groß und hoch und liegt vorn relativ weit im Griff....

    Das sehe ich auch so. Ist so wie die Frage nach dem "idealen Auto", ohne zu präzisieren, ob man damit im Wald Holz rücken oder auf der Bahn Werners Horex abfangen will :)


    SV-Messer können und sollen je nach Mitführbarkeit, vor allem aber auch den persönlichen Stärken und Vorlieben des Anwenders und seinem Stil ganz unterschiedlich beschaffen sein, sozusagen vom Marine Raider bis zum Sharpfinger.
    Und ein in Zivilkleidung agierender Personenschützer wäre mit einem Nealy Kwaiken bestens bedient, mit dem meinetwegen ein Fernspäher mit einem Anforderungsspektrum voll mißbräuchicher Werkzeuganwendungen nicht optimal ausgestattet wäre.
    Und dann hängt das natürlich auch noch von vielen anderen Umständen ab, z.B. der ansonsten mitgeführten Ausrüstung, taktischen und rechtlcihen Rahmenbedingungen usw....


    Und Medium Size? Was ist denn mit kompakten Messern wie denen für verdecktes Führen wie meinetwgen dem Strazh....und was mit C-Klasse von ER....Sind Shrapnel und Fulcrum C etwa nicht "taktisch"?

    Steht doch unter meinem Avatar :)


    Kabelbinder vs. Textilfesseln:
    Vorgeschlaufte Kabelbinder (2 ineinander) lassen sich einfacher anlegen als Textilhandfesseln, weil sie formstabil sind. Das mit den fluffigen Textilfesseln kann auch schon mal fummelig werden.


    Aber sie lassen sich eben deutlich besser konspirativ mitführen - vor allem auch viel bequemer.


    Für ein EDC reicht sowas allemal hin.


    Man sollte auch schauen, womit man sie abbekommt....da "am Mann" mit einem Messer zu hantieren, ist keine gute Lösung.
    Während sich Kabelbinder gut mit kleinen Seitenschneidern trennen lassen, taugt das nichts für Textilfesseln. Die benötigen etwas mit schärferer Schneide, also z.B. eine kleine Schere oder insbesondere eines der kleinen Spezialwerkzeuge, die es für relativ kleines Geld dafür gibt und die auch als Gurtschneider taugen.


    Was auch gut funktioniert, ist z.B. ein ASEK Strap Cutter - der schneidet sowohl die Plastik-Kabelbinder als auch insbesondere die Textilhandfesseln und bedarfsweise eben auch Klamotten oder einen Sicherheitsgurt....