Bei Messern isses sonst immer der Troll ![]()
Beiträge von Micha M.
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Hallo, Dirk!
Schau mal hier:
http://up.picr.de/33830027wh.jpg
Oder such bei Tante Google nach Nextorch FR-1 und Thyrm Switchback

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Wundert mich auch, das "Ledernacken-Mora" (höhöhö) nicht häufiger auftauchen zu sehen.
Auch warte ich da noch immer auf verfügbare Messer mit der Camo-Scheide....
Schreckhupfal klingt pfiffig
Hilf mir mal auf die Sprünge, bitte! -
Spartanisch sozusagen

Top!

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Ja, man muß so etwas keineswegs unmittelbar vom Hersteller kaufen.
Wäre eine eher naive Vorstellung, einen reinen Messerhersteller irgendwelche Brammen kaufen zu sehen.Ist es - schaut man z.B. mal auf den Embargo-Bereich - schon extrem schwierig, Dreiecksgeschäfte festzustellen oder gar zu unterbinden, ist das mit Normal-Waren schier unmöglich, auch wenn man versucht, das vertraglich zu beschränken. Ich kenne Beispiele, in denen Hersteller da schlichtweg aufgeben mussten, rechtliche - außer vertragsrechtliche - Ansatzpunkte gibt es da übrigens auch gar nicht.
Und ganz unmöglich wird es eben, wenn ein Käufer meinetwegen der ersten Verarbeitungsstufe irgendwo das Material erwirbt und ein Zwischenprodukt daraus fertigt und das dann weiterverkauft.
Wenn Crucible also erklärt, nicht unmittelbar als eigene Firma direkt nach China zu liefern, hat das keinerlei Aussagewert dafür, ob die chinesischen Messerhersteller nicht trotzdem jede benötigte Menge ECHTEN Crucible-Stahl zur Verfügung zu haben....
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Du machst wirklich immer wieder spannende Sachen!

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Jaaaa, es war na-tür-lich wieder mal ein Jahr mit viel zu vielen Neuanschaffungen.
Ich weiß.
Hoffentlich bei Euch auch
Allein im Messerbereich waren es - am Ende zieht man verblüfft ganz weit unten den Strich drunter, zählt noch mal nach und gesteht dann, daß man richtig gezählt hat - zwei Dutzend Neuerwerbungen. Aber es blieb halbwegs bezahlbar....guten Wein zu trinken, häufiger mal zu Konzerten oder in Kneipen zu gehen oder bei moderner Kommunikationselektronik mitzuhalten (...was bei mir heißt: aktueller als mein Sonim
), dürfte mindestens den gleichen Betrag verschlungen haben, in Kombination eher mehr.
Also bleibt es bei Kopfschütteln, aber lächelndem. Es blieb erträglich, und komplette Fehlkäufe waren nicht dabei.Zur Bezahlbarkeit hat beigetragen, daß ich in 2018 mehrere Russen-Messer gekauft habe, sieben nicht auf einen Streich aber in der Summe, und die entweder wohlfeil direkt von dort bekam oder zu Schnäppchenpreisen von anderen Messerfreunden. Für Iwan-Zachel erwärmt sich derzeit mein Herzelein, und tatsächlich machen die sich bei mir im Gebrauch gut, machen mir Freude und haben sozusagen trotz Mangel an Hightech oder Superstahl für mich eine interessante Kombination an praktischem UND ideell-romantischem Wert...
NOKS Bootsmann macht sich sehr gut, die Melita-K Modelle Sapsan und Murena dürsten nach Taten und machen mir Freude, ebenso das DV-2 von Kizlyar....und zwei weitere haben es dann - ganz subjektiv - in die Top-Liste geschafft, dazu gleich mehr
Und auch die fünf Messer aus China, üblicherweise "unb. chin. Hersteller" trugen zur erträglichen Etat-Belastung bei.
U.a. Messer wie das "Light Cavalry", über das ich hier schon berichtet habe und das bezüglich Preis-Leistung eigentlich auch ein Top-Schlager ist. Jaaa, darunter auch ....sagen wir....design-inspirierte Messer, und ich werde mir sicher Verärgerung einhandeln, aber eins davon setze ich wegen seiner unschlagbaren Preis-Leistung und des erwiesenen Praxis-Nutzens auch auf die Top-Liste und lade jeden Interessierten ein, sich dann eben je nach individueller Einstellung stattdessen das Original zu kaufen!Daneben ein bunter Strauß sehr interessanter und überwiegend höchst praktischer Messer.
Vom blanken Mercator, das hier ständig "Stubendienst" hat und gemeinsam mit dem NOKS OSA-C Brödel und Bändsel kappt, Mett streicht und Briefe öffnet; über die praktischen SAK-Varianten in grünem Camo von Swiza und in "schwarzbuntem" von Victorinox; hübsch-praktische Wander-Folder wie das Maserin Caccia 155 oder das CS Lone Star Hunter oder den Manly Peak - Zweihänder; über Romantisch-Historisches wie das Nowill Israeli Commando Knife bis hin zu ergonomisch-messerhistorisch Interessantem wie dem Timberline Aviator, es war eine bunte und sehr spannende und freudenspendende Auswahl.Aber wenns dann darum ging, zu Foldern und Fixed mal zu schauen, was den meisten Nutzen brachte oder ansonsten technisch-historisch-messerkundlich bei Foldern und Fixed vorn lag, hab ich heute nach Tageslaune die folgende Auswahl getroffen:

Hier übrigens "angerichtet" auf der Helikon Patriot, die im Plünnen-Bereich diesjähriges Highlight für mich war, sowohl wegen des Looks als auch wegen ihrer ausgezeichneten Bewährung jetzt in der kalten Wander-Woche im Schwarzwald...
"Objektiv" beste Fixed: Kizlyar Phoenix Combat U-8
Da zeigt sich, dass auch unter uns eben jeder Jeck anders ist. Hier im MP von nem Kumpel zu nem sehr generösen Preis bekommen, dessen Sachkunde und Vergleichsmöglichkeiten ich kenne und sehr schätze. Für ihn ein Messer, mit dem er nicht warm wurde - für mich eines, das mich sofort zum Strahlen brachte...Qualitativ steht das DV-2 ihm nicht nach, aber wenns um den Lächel-Faktor geht, liegt der spitze Pieker vorn.

Fixed mit bestem Alltagsnutzen und Preis-Leistung: PS-Klon
Kreuzigt mich. Für 160 hätt ichs nie gekauft, sorry - für den Klon-Preis schon....und sehr ansprechend bekommen, einschließlich brauchbarer Scheide. Im Urlaub dabei, privat dabei...ein kleines, wohl unterschätztes "Messerchen" mit hohem Gebrauchswert.
Wie gesagt, wers so nicht selbst machen möchte, dem kann man nur den Kauf eines Originals empfehlen.
"Objektiv" beste Folder: Buck 110 Pro
Viel muß man da wohl nicht mehr sagen.
Ein Klassiker, hier mit modernen Materialien neu aufgelegt und als Gebrauchsmesser für mich rundherum überzeugend.
Ich hätts auch in 440C gekauft
Micha und Buck 110...dann bin ich eben ein alter Sack. Na und?? Don't try to kid the old sheriff!
Hatte auch das Glück, eins mit absolut tolerablem Spiel und im offenbar weit oberen Qualitätsbereich der zuweilen berüchtigten Buck-Streuung zu erwischen. Rundum zufrieden...
Folder mit bestem Alltagsnutzen und Preis-Leistung....ach, ich weiß nicht...vielleicht einfach Folder, der dem alten Micha am meisten Spaß gemacht hat: NOKS Aviator
Im Urlaub dabei als Wander- und Jausenmesser, privat oft dabei, wenn Grünzeug oder Kongoplünnen angesagt sind, immer angenehm in der Hand, immer nützlich. Kein Superstahl, irgendein 440, angeblich C....Mag sein, hinreichend die Schärfe hält es jedenfalls.
Ich glaube, die Russen haben für das Ding, das jahrzehntelang sozusagen der Survial-Klapper der Ostblock-Flieger war, ein altes deutsches Jagdtaschenmesser-Design so pragmatisch abgekupfert wie Meister Skrilev die Aufzieh-Haken von Emerson & Co. für seine praktischen, wenn auch zuweilen ein wenig "unelegant" wirkenden Entwürfe, die ich so liebe


Und wenn wir schon mal dabei sind:
An Lampen ist dieses Jahr einiges eingetrudelt, die Lampen-Fraktion um Uffpasser, Lichtschalter und Idox hat mich erfolgreicher bekehrt als ein Trupp Missionare die Südsee-Heiden (...und ich werd sie auch nicht fressen :)...).
Qualitatives Highlight war sicherlich die Nextorch TA-30 mit dem FR-1, über die ich ausführlich berichtet habe.
Sie ist im "Kindergarten" am Einsatzkoppel, sonst wär sie hier auf dem Bild.Auch die kleine NiteCore-Winkellampe macht sich RICHTIG gut und mir viel Spaß...
Fürs Herzelein fein und auch sehr praktisch und dann auch noch zu meinen Camo-Plünnen wunderbar passend ist die Fenix PD-35TAC, die erst kurze Zeit im Bestand ist, mich jetzt zum Wandern begleitet hat und sich mit Voll-Licht auf Heckschalter-Druck sowie feiner Auswahl über einen Seitenschalter für mich besonders privat prima bewährt.

Und wenn wir schon beim "Bekehren" und der Macht der Verführung sind (der zu taktischen Spielwaren...)....NEIN, es geht ausnahmsweise nicht um den Troll, den Herrn der Armeen der Lussekatter und Semlor, mit seinem hypnotisch-verführerischen Song à la Kaa aus dem Dschungelbuch "Hör auf miiiich, kauf es Diiiir....."
Es geht um den Uffpasser, der mit seiner trocken-beiläufigen Berichtsweise über "vernünftige" Uhren tückisch-schleichend geschafft, daß ich nach 20 Jahren kompletter Armbanduhren-Abstinenz mittlerweile ein halbes Dutzend verschiedene besitze...unglaublich und letztens im Chat DIE Lachnummer

Aber auch hier glücklicherweise mit einer gewissen Vorliebe fürs Einfach-Rustikale, vorzugsweise ebenfalls vom Iwan.
So hat in 2018 meine zweite Vostok K-35 Komandirskie zu mir gefunden, nach der ersten schwarzen nun eine grüne, und ich trag keine Uhr derzeit häufiger als das rustikale, aber glücklicherweise eben erträglich bezahlbare Russen-Panzer-Ding....
Tja, und was waren EURE Highlights bei den Neuerwerbungen dieses Jahres??
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War sicher abgelenkt, weil er "Acht Schätze" genascht hat

Kann aber auch passieren, wenn man in der WB zwischendurh zu oft vom Burger abbeißt

https://www.bladeforums.com/th…-processing-wood.1441395/
https://www.bladeforums.com/threads/broken-bk7.1539887/
https://bushcraftusa.com/forum…s/broken-knife-mod.76531/
https://zt.kaiusaltd.com/blog/…your-zt-blade-we-can-help
Und bei aller Liebe zu Iwans Schneidwaren - auch ein Schluck zuviel aus der Wodka-Flasche kann da wohl fatale Ergebnisse bringen:
http://ns2.tacticalforum.de/in…&postID=133997#post133997

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So würd ich das auch "unterschreiben"

Vermutlich bin ich da auch nur so "eingestiegen", weil ich diesen ganzen Stahl-High-End-Hype auch so nervig finde, diese reine Konzentration auf immer phantastischere Datenblatt-Werte wie so eine Art "Hype-Stahl-Quartett"....
Leute, die angewidert alles unter CPM-irgendwas in den Bereich von Büchsenöffnern und Wandspachteln verbannen wollen....Leute, die z.B. 440B kaum angewidert mit spitzen Fingern anfassen würden, dann aber merken, daß sie ein Glaubensproblem bekommen, wenn sie daran erinnert werden, daß Randall jahrzehntelang phantastische Messer daraus hergestellt hat....Leute, die AUS-8 für praktisch unbrauchbar erklären, während ich auf mein fast 20 Jahre altes M16-14 schaue, das mir immer ausgezeichnete Dienste geleistet hat....
So gar kein Blick mehr darauf, daß ein Messer ein Ding ist, das schneidet, wie Musashi sagen würde, sondern eben NUR noch einer auf Etiketten.Wenn für Dich nun wirklich ausschlaggebend ist, auch bei der Bezeichnung EXAKT das zu bekommen, was draufsteht, finde ich das durchaus in Ordnung, ob man Unterschiede nun real feststellen kann oder nicht.
Ich sag ja, ich nehme Deinen Ansatz durchaus ernst, auch wenn ich das für mich für diese Gebrauchsgegenstände selbst eben pragmatischer entscheide. -
Nein, ich nehme sowohl Dich als auch die Herangehensweise ernst.
Meine ist nur anders.Ich hab mir mehrere ganz ausgezeichnete Messer von Roman machen lassen, er hat - mit seiner metallurgischen Expertise - immer sehr sorgfältig entschieden, woraus er sie herstellen wollte, je nach Art und Zweck des Messers, und er hat mir das auch immer mitgeteilt.
Ich weiß, wie sich diese Messer im Gebrauch verhalten, und würde meinen dicken Hintern darauf verwetten, daß sie ihren jeweiligen Zweck ganz wunderbar erfüllen. Soweit ich sie schon herannnehmen mußte, haben sie dieses Vertrauen auch ausnahmslos gerechtfertigt.
Aber, ganz ehrlich, wenn Du mich jetzt fragen würdest, wie die Materialbezeichnung nun jeweils lautet, ob nun "Silberstahl" oder "C-irgendwas", wüßte ich es nicht dem einzelnen Messer zuzuordnen, es steht praktischerweise auch nicht drauf.
Es würde mich interessieren, wie Du beim praktischen Umgang mit einem Messer differenziert feststellst, ob das nun dem M390 eher gleichkommt oder dem CPM-20V oder eben dem CTS 204P, jetzt mal nicht durch Spektralanalyse, sondern so "am Schneidgut"....
Unterschiede wie etwa zwischen AUS-6 und 440C erschließen sich mir da freilich auch sehr schnell, geht es aber so in die Datenblatt-Feinheiten, wie von Dir ausgeführt, fände ich spannend, wie man das herausbekommt außerhalb des Prüflabors....Und nochmal: Es geht nicht um "irgendwie benutzen" oder "schneidet irgendwie", sondern schon konkret um ein Anwendungs- und Schneidverhalten, wie es mir - im Rahmen des im Gebrauch Feststellbaren freilich - eben auch nach der Materialangabe vertraut ist.
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Bastian:
"Andrerseits muss man auch bedenken, dass viele Chinesische Firmen nicht wirklich Profitabel sind (Zombie Firmen) und noch von Chinesischen Staat am leben gehalten werden, wie das weitergeht wird man sehen. "
Du meinst, so wie Italien oder Griechenland oder unsere hochnotwendigen Balkan-EU-Osterweiterungen?

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Ach, Du fühlst Dich betrogen, wenn der angebliche 154CM dann doch nur ATS-34 ist?
Und es ist falsch, wenn auf ner deutschen Klinge dann 440C draufsteht und nicht 1.4125?
Wie gesagt, mir geht es hier um den technischen Aspekt, Moral- und Rechtsdiskussionen hatten wir hier ja schon immer wieder...und angesichts der von mir zum Vergleich herangeführten anderen Produkte lach ich mich da nur noch schlapp, wenn mir die West-Industrie mit Ethik-Diskussionen kommen will.
Ich seh das pragmatisch als Verbraucher: Ich weiß nicht hinreichend sicher, ob es sich tatsächlich um exakt diesen Stahl genau dieses Herstellers handelt, aber ich erwarte etwas in vergleichbarer Real-Leistung. Und da wurde ich bislang noch nicht enttäuscht...meist für viel weniger Geld als aus West-Produktion.
Das ist deutlich mehr an Lauterkeit, als es mir beim Kauf meines Autos begegnet ist aus Politik und Wirtschaft, auch deutlich mehr als bezüglich der Sicherheit meiner Geldanlage in den gerade zur Finanzierung von Pleitestaaten kaputtgemachten Sparkonten und Lebensversicherungen, von denen mir auch sehr viele Ehrenmänner generationenlang vorgeschwafelt haben, das wäre der richtige und notwendige und anständige Weg für uns kleinen Leute.
Geht hier auch nicht um ein "tut ja doch irgendwie", sondern konkret darum, daß ich bei vielen dieser User im Realgebrauch keinerlei spürbare Unterschiede verzeichnen konnte. Die zeigten sich allenfalls auf dem Datenblatt oder unter dem gnadenlosen Lupenblick, nicht aber in der Anwendung - und das schon bei vielen Produkten im Budget-Bereich. Dass die Chinesen im Oberklasse-Bereich ohnehin mittlerweile Beachtliches hinbekommen, wenn man auch ihnen Ü200 in die Hand drückt, ist sicher kein Diskussionspunkt mehr...
Was die Stahlnamen angeht noch mal: Ich hab nie im Detail ergründen wollen, welcher hier gängigen Sorte - ob nun AUS-8 oder 440B oder gar -C - der Stahl meiner geliebten Russen-Zachel denn nun wirklich entspricht, ob er ihnen nun gleichkommt oder nur am meisten ähnelt.
Ich hab mittlerweile ein Bild, was so eine Klinge an Schnitthaltigkeit und Belastbarkeit bringt, wenn das und das draufsteht, das reicht mir hin, darüber hinaus sind dann Namen Schall und Rauch.Wenn auf nem China-Folder dann meinetwegen D2 draufsteht, weiß ich, daß es vielleicht auch irgendein "Xifuxiaoping" oder sonstwas sein könnte, erwarte aber zumindest, daß sich das Material analog D2 verhält, darüber hinaus sagen mir die China-Worte eh nur was, wenn man das Produkt essen kann.
Ist das so, fühl ich mich nicht verarscht - ist es nicht so, haben sie mich allerdings reingelegt.
Das merke ich, wenn z.B. die Klinge dann bricht...was allerdings auch schon bei stolzen US-Produkten meinetwegen von Camillus passiert sein soll (da dann z.B. durch schludrige WB) l, auch wenn da dann ganz aufrichtig 0170-6C draufgestanden hat....oder doch "Carbon V"...oder doch "1095 Cro Van"....oder doch AISI 50-100 B.... -
Die West-Hersteller müssen sich ja jetzt auch was einfallen lassen und dann eben eine Material-Front aufmachen; denn in puncto Fertigungsqualität fällt ihnen da wohl nicht mehr viel ein....
Im Budget-Bereich lassen sie heute längst auch fast alle in China fertigen, da können sie die Produkte also schlecht als "Murks" verteufeln...
Und im Oberklasse-Bereich ziehen immer mehr China-Firmen nicht nur nach, sondern zuweilen auch vorbei.Längst haben sich da auch Hersteller von qualitativ hochwertigen Messern etabliert.
Mittlerweile wirbt z.B. Andre de Villiers bei seinem "Hybrid Ronin"-Modell damit, er habe sich für die Fertigung der High-Tech der Edel-Schmiede Ruike bedient.
Gibt man denen genug Geld in die Hand (dann immer noch deutlich weniger als für ein US-Produkt), liefern sie auch Beachtliches.Insofern wundert es mich überhaupt nicht, daß man jetzt wieder mal damit kommt, dann wärs also "zumindest kein S35V".
Mal ganz davon abgesehen, daß die Chinesen wohl auch in der Lage sein werden, einen entsprechenden Stahl herzustellen, der dann eben nicht von Crucible stammt...
Die haben schon Hochleistungs-Stahl hergestellt, als bei den "Proudly-"Leuten noch die Büffel auf dem Hof grasten... -
Tjaaa, es kann durchaus sein, daß das kein S35V ist....
Allerdings weiß ich bei den China-Angeboten, daß ich mich da auf gewisse "Unschärfen" bei den Aussagen einlasse...Spätestens ein Blick auf manche Produktbilder, bei denen der Verschluß des Folders oder gewisse Beschriftungen wegretuschiert sind, um Ungemach mit gewissen anderen Herstellern zu vermeiden, sollte einen da ja zuweilen ein wenig nachdenklich machen.Wir wissen längst alle, dass Photoshop nicht nur Pos und Busen präsentabler macht, sondern auch China-Folder, die dann doch zuweilen ein wenig anders ankommen

Aber sie kommen meist gut an, das Ergebnis - mal nur technisch und ganz abseits moralischer oder rechtlicher Diskussionen - ist in Relation zu den aufgerufenen Preisen dann doch meist überzeugend, wenn man nicht gerade ZU billig einkaufen will. Gut, ein Fünfeurozachel wird immer noch kein "William Henry" - aber was da ansonsten zu sehr moderaten Preisen herüberkommt, überzeugt als User und insbesondere in der Relation Preis/Leistung mittlerweile in sehr vielen Fällen....offen gesagt mehr als das eine oder andere "proudly made in...."-Produkt zum Sechsfachen des Preises.
Und jaaa, möglicherweise ist es dann doch kein S35V, wie es auch bei den China-Funzeln für 2 Euro keine 1000 Lumen sind, obwohl die so beworben werden. Auch da bin ich beim Kauf von Beginn an bei dem Preis nicht wirklich davon ausgegangen - muß aber sagen, daß ich von den unzähligen kleinen Funzeln, mit denen ich die Kollegen beglückt habe, die ansonsten sicher keine 50-Euro-Lampe gekauft hätten und nun froh sind, so ein praktisches kleines Ding zu haben, noch von keiner weiß, die den Geist aufgegeben hätte...und praktisch genug sind die Dinger auch mit realer Leuchtkraft.
Das gilt für mich so auch für die Messer. Die kauf ich als User, mit Datenblättern kann ich eh nicht schneiden. Und im Praxisgebrauch machen sie sich dann meist viel besser als viele Edel-Vitrinenmesser von Nobelmarken, die dann aus der Vitrine nach einigen Jahren weiterverkauft werden mit dem Hinweis "...hat nie was geschnitten....".
Meine schneiden alle, zerfallen ist noch keins - und Finish-Mängel, wenn überhaupt, tun bei einem 20-Euro-Zachel (oder leicht mehr) auch nicht so weh wie bei einem der Ü200-Proudlydengeltin-Stars, bei denen ich sowas auch schon hatte.
Darüber hinaus gibts eh bei manchen Spezialformen Fälle, bei denen mir herzlich egal ist, ob die Klinge aus 440A ist oder S90V, weil das Messer für eine sehr kurze Einsatzdauer und ein nicht allzu anspruchsvolles Schneidgut sind....aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.Wie gesagt, ich weiß eigentlich, worauf ich mich da einlasse - und bin damit bislang noch nicht wirklich hereingefallen, wenn man vorher vernünftig schaut, was ebenso vernünftig bei gewissen Preisen maximal drin sein kann...
Wo ich das NICHT wußte, war beim Kauf meines Diesel-Pkw, von dem man mir noch vor ein paar Jahren wunderbare Dinge über Umweltvorteile erzählt hat. Die Benziner waren nicht besser dran, denen hat man phantastische Geschichten über Verbrauchswerte vorgeschwätzt....beides wundersamerweise in D vermutlich nicht kriminell, während die betreffenden honorigen deutschen Firmen für die Strafverfahren und Vergleiche in anderen Ländern Milliarden-Rückstellungen bilden.
Hiesige Banken scheinen ähnliche Probleme zu haben...Da werde ich von Herrn Xi und Frau Wu wohl kaum mehr lautere Aufrichtigkeit erwarten können als von hiesigen Konzernen mit Aufsichtsräten voller Spitzenpolitiker und Verdienstkreuzträger....
Wenn man jetzt solche Videos lanciert, ist das für mich real etwa soviel "Verbraucherschutz" wie das Zurückschicken einzelner Taschenlampen wegen Nicht-Beiliegens einer schriftlichen Bedienungsanleitung ("hintenrummig Schalter klicken fest, dann vorne viel hell").
Da gehts wohl eher um den Schutz von Marktanteilen für westliche Hersteller, die mir dann für so einen Flachstahl gern auch mal 170 Euro abnehmen wollen, der dafür auch garantiert aus S35V ist, während ich das "Konkurrenzprodukt" für nen schlanken Zwanni kriege....und das Ding sehr ordentlich schneidet und die Klinge sich sehr gut schlägt, woraus auch immer sie tatsächlich sein mag..... -
Mal den alten Thread hochgeholt mit der Info, daß es jetzt die Mini-Modelle als Mini-Skrama und Mini-Puukko auch mit angespritztem Griff gibt wie das "Jägermesser". Dazu die ebenfalls passend "kleingezoomte" Lederscheide, die wir auch schon von den Jägermessern kennen.
85 mm Klinge, 185 mm Gesamtlänge, also ne Nummer kompakter als das 11er-Jägermesser und damit auch im urbaneren Umfeld imo durchaus EDC-geeignet, aber wohl wie die größeren Geschwister robust genug auch für ordentliches Herannehmen draußen unterwegs....
https://www.varusteleka.com/en/category/terava/2259
Mal schauen, ob ich dem widerstehen kann, wenn der Weihnachtstrubel vorbei ist und man wieder mit weniger Risiko Pakete auf den Weg schicken lassen kann...:)
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Ja, eben...ich ja daher auch. Das ist immer wieder spannend!

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Dagegen ist ein MPC ein schlanker Piekser

Klasse, viel Spaß mit dem Gentleman-Folder für stattlichere Herren!

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Kannst Du evtl. mal was Konventionelles mit gängigen Maßen danebenlegen oder das Messer in die Hand nehmen, bitte?
Sieht jedenfalls schon mal stark aus, tolle Idee!

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Das hab ich schon verstanden. "Irgendwie durch" bekommt man ein Bändsel ja auch mit ner Nagelfeile oder nem Messer mit Griff in Form eines Tennisballs

Aber ich finds im Alltagsgebrauch eben auch nicht unpraktisch oder unbequem - DAS meinte ich damit.Als Steakmesser hab ich zugegeben lieber eins mit konventionellem Griff, aber selbst zum Brödelschneiden nutze ich das Yurco eben derzeit häufig und ohne "Krampf".
Ob ich da den Daumen auflege oder auch den Zeigefinger oder es seitlich dann zwischen Daumen und Zeigefinger führe - ich finde da irgendwie für MEINE Hand immer eine nicht nur mögliche, sondern auch bequeme und sinnvolle Haltung.
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Auch da kommts - denke ich - darauf an, ob man mit dem Messer meinetwegen nur die dort vorkommenden Alltags-Schneidarbeiten machen will oder auch mal Hühner schlachten

Klar ist da z.B. so ein "Täterätä"-Jägermesser viel besser geeignet, wenn es um härtere Arbeiten geht.
Andererseits hat da auch nicht jeder ein Fixed in der Joppe, und ein Messer wie meinetwegen ein Buck 110 würde man da ja auch nicht für ungeeignet halten, normele Schneidarbeiten auch auf dem Land zu machen. Das Yurco hat aber eine fast gleich große Klinge.
Zum Öffnen von Plastiksäcken, Zerschneiden von Leinen oder Bändern oder ähnliche normale Schneidarbeiten taugt das Yurco aber auch nicht schlechter.
Was mir dann übrigens noch jetzt im Outdoor-Gebrauch in der Kälte aufgefallen ist:
Zweihand-Folder lassen sich ja zuweilen in dickeren Handschuhen nur schlecht öffnen, an arbeitende Menschen haben Körting & Co. wohl auch hier nicht gedacht....
Arbeits- oder eben auch Winterhandschuhe sind aber fürs Yurco kein Hemmnis.Ich glaube nicht wirklich, daß das Yurco eine Alternative zu Messern wie dem Terävä-Jägermesser, einem RAT 4 oder einem FK F1 sein soll - sondern eben eher zum Folder oder bestenfalls zum Neckie...