Beiträge von Micha M.

    Es ging bei meinem eigenen Eindruck nicht um ein "vollwertiges" Review.
    Geronimo hatte mir nach der sehr kontroversen Diskussion zu seinem Video-Review von sich aus die Gelegenheit geboten, mir einen eigenen Eindruck zu machen und hier vorzustellen, von ihm nicht beeinflussbar und auf die Gefahr hin, hier bei einer gänzlich anderen Bewertung bloßgestellt zu werden.


    Kontrovers war die Diskussion u.a. wegen "unpassender" Vergleiche mit Reeve und ER - nur waren die streng genommen nicht seine Aussage, sondern eine auch gänzlich ohne sein Review verbreitete und in der Szene eh bekannte Aussage von CS, bekannt provokant und sicher auch immer für Diskussionen gut, aber jedenfalls nicht Geronimos "Erfindung"....


    Was ihn anging, gings auch eher um einen Vergleich der Maximalbelastungs-Möglichkeiten von Lock-Typen, und dessen Ergebnisse werden hier geteilt.
    Was den ER-Vergleich angeht, ist auch das Lynns Part, dass man über Maximallastgrenzen von Vollalu-Rahmen ohne Stahlplatinen nachdenken k a n n , hat aber schon Jahre vorher z.B. auch das Video von BFG zum RAO 1 aufgeworfen....


    Was Geronimos eigene gezeigte Arbeiten und seine Schlußfolgerungen anging, hab ich hier das Messer mit einigen Mitbewerbern zunächst bezüglich Gestaltung und Daten mal am Tisch verglichen, gestern und heute dann auch im Gebrauch....


    Im Ergebnis hat ich bezüglich seiner Review-Darstellung kein Haar in der Suppe gefunden, das hat alles Substanz in den objektiven Eigenschaften, soweit ich sie hier feststellen konnte.


    WIE man das nun bewertet, ob man das zum eigenen Kaufentschluß heranzieht und teilt oder für sich selbst zu anderen Bewertungen kommt, ist z.T. auch ein subjektives Ding. Nun kenn ich den Heide-Indianer allerdings auch dafür, daß er - wie ich - bei aller kontroversen Diskussion und durchaus auch der Freude daran auch bequem damit leben kann, nicht jeden zu überzeugen. Auch wir teilen nicht alle Auffassungen.


    Nun kann man ihn mögen oder auch nicht, auch mich kann man mögen, muß dies aber ebenso ausdrücklich ebenfalls nicht - aber ich hab ihn jedenfalls ganz konkret bei seinem Review jetzt nirgends beim Übertreiben oder Schummeln erwischt.


    Diese ganze Diskussion findet dann übrigens - weil er das Review eben auch hier verlinkt und den Diskussionsthread dann ja auch hier führen lässt - eben NICHT mit weiteren Klicks auf seinem eigenen Kanal statt. Andere früher hier aktive Mitglieder mit hoher Messer- und Video-Kompetenz haben das ganz anders gemacht und tummeln sich jetzt nur noch auf YT, über die schimpft aber keiner.


    Und was Video-Reviews angeht und die Kritik, daß er ja hier "sonst nix" macht:
    Ich hab gestern im Chat mal angesichts einer entsprechenden Diskussion recherchiert, daß in den letzten 2 Jahren (!!) alle entsprechenden Messer-Video-Reviews in diesem UF von ihm eingestellt wurden, aus der zuweilen dann folgenden Diskussion klinkt er sich auch nicht aus. Angesichts vieler anderer Teilnehmer hier, die ihre Aktivitäten wesentlich im MP fokussieren, ist das zumindest kein unterdurchschnittlich-tadelnswertes Engagement, oder?


    Ich selbst bin heilfroh über sein Engagement, ich kann episch Tinte p....en, aber das bewegte Bild hab ich noch nicht gemeistert. Für mich ist das eine prima Ergänzung, und wenn sich künftig zuweilen ergibt, dann da hier noch mal mit eigener Bewertung, Standbildern und dem üblich-unendlichen Textschwall da bei lebhafter Diskussion noch mal nachzukarten und mitzuspielen, freu ich mich darauf.


    Matthias: Vielen Dank für die lehrreiche Gelegenheit, mal vom Vertrauen der Überlassung eines 500-Euro-Zachels für allerlei kongogewandeten Unfug ganz zu schweigen. Das 4-Max hats erwartet unbeschadet überstanden, ist jetzt wieder sauber und geht morgen auf die Rückreise! :thumbup:

    Gestern und heute hatte ich nun endlich Gelegenheit, mal mit dem 4-Max und "Mitbewerbern" ein wenig draußen zu spielen....



    Natürlich im üblich-nasskalt-grau-bedrückenden Klötenkötter-Wetter....also Nase voll, Bronchien zu, aber voll der Neugier :)




    Ab ins Wäldchen, so regionstypisch niederdrückend, daß man meint, hinter irgendwelchem verrottenden Holz vielleicht noch ein paar westfälische Druiden vorzufinden, die gerade ein Menschenopfer darbringen und dazu gemütlich Töttchen essen - und am Baum über dem aufgehängten Rucksack pendelte fast sicher irgendein vergessener Suizidant gammelnd im Niesel, die Szenerie wenigstens mit dem rhytmischen Quietschen seines Stricks ein wenig aufheiternd....Aber all das ist wieder eine gaaanz andere Geschichte :)



    Also gehackt, erst mal freihändig wie beim Entasten z.B., das fällt ja wirklich mal an, wenn man ein gerades Stöckchen benötigt....und geschnitten, angespitzt usw. Der Niesel verleidete trotz Panzerrahmen ein wenig das Knipsen, nehmt also die kleinen Beispiele fürs Ganze, bitte.




    Ich hatte schon erwähnt, daß ich das 4-Max für besonders handschuhgeeignet halte, das hat sich auch unter Belastung absolut bestätigt.



    Und zum Schluß dann auch mal oben drauf und das Messer moderat durch ein Palettenbrett geklopft.
    JA, ich weiß, das "muß" man mit einem Folder nicht machen, nehmen wir es hier mal als Darstellungsmittel, wie sicher und belastbar Lock und Achslagerung sind und auch nach einigen - vernünftig moderaten! - Impacts auch bleiben.



    Das hat es ausgehalten und hinterher nicht und nirgends gewackelt, so fest ich das Ruckeln auch versucht hab.


    Und es hat auch alles andere ausgehalten und wirklich gut gemacht und lag dabei gut in der Hand.


    Aber eines hat sich dabei - eben im Rahmen dessen, was ich so bei normalen Aufgaben und mit meiner begrenzten Körperkraft und der manuell aufzubringenden kinetischen Energie so "anrichten" kann - für mich auch erwiesen:


    Auch die beiden Mitbewerber, darunter auch das mit rund 100 Euro drastisch billigere Rawles, waren da nicht spürbar "schlechter" oder hätten versagt oder nach dem Gebrauch Schäden oder Schwächen gezeigt.
    Das Rawles schneidet m.E. so gut wie das 4-Max, es hackt freihändig trotz leichterer Klinge nicht spürbar schlechter die kleinen Äste, die es bei mir im Realgebrauch kappen müßte - die niedrigere, leichtere Klinge ist dafür länger, der Griff ebenso, das gleicht bei der Wirkung dann diese Nachteile durch größere Kinetik durch den längeren Schwung-Bogen und die entsprechende Kinetik aus.
    Und das fette RAO 2 schneidet gröberes Schneidgut auch nicht schlecht - und hackt in Bereichen, die den Lock nicht so an seine Grenzen bringen, wie BFG das in seinem Review mit dem RAO 1 getan und dessen Maximalbelastungs-Schwächen schon vor Lynn aufgezeigt hat, m.E. sogar besser als das 4-Max.


    Muß man allerdings auch nach vorn arbeiten, die Klinge präzise umlenken, wie das draußen bei tüfteligeren Arbeiten oder insbesondere im jagdlichen Bereich beim Versorgen des Stücks ja notwendig ist, liegt das 4-Max vorn.


    Über all diese Fragen im Zusammenhang mit rüdem Missbrauch, mit Maximalbelastung und Hebeln und Schlagholz usw. müßte ich mir natürlich bei einem vernünftigen Fixed erst gar keine Gedanken machen. Und ich denke weiterhin, wenn man wirklich ausschließen will, daß ein Messer auch bei rüdestem Missbrauch ausfällt, wäre ein Fixed die klügere Wahl. Aber darüber kann man diskutieren, es ist eine Frage des jeweiligen Ausrüstungs-Konzepts und der persönlichen Gegebenheiten und Vorlieben. Und vor allem gilt diese Frage für ALLE Mitbewerber, wie angesprochen. Wer sich also ÜBERHAUPT in diese Richtung orientiert, für den ist das 4-Max dann auch schon interessant.
    Würde ich es für "sinnlos" oder verfehlt halten, wären das auch mein RAO 2 oder das Rawles Voyager....


    Meine eigene, subjektiv-persönliche Kaufentscheidung würde trotz der festgestellten ausgezeichneten Merkmale des 4-Max allerdings jetzt NICHT für das 4-Max ausfallen:
    Ich besitze bereits ein RAO 2, das mir auch optisch mehr zusagt, besser in mein Ausstattungs-Konzept passt und dessen objektiv im Rahmenbereich begrenzteren Nehmerqualitäten (im Vergleich zu den dicken Stahl- oder Titanplatinen, die da möglich sind...) ich in meinem absehbaren Anwendungs-Portfolio nicht ausreizen werde.
    Das gilt ebenso für das Rawles Voyager, das viel günstiger ist und das bei allem, was ich absehbar anstellen werde, auch nicht ausfällt.
    Zudem bin ich fast immer in einer anderen Situation als so ein Fernspäher, habe es näher zu neuer Ausrüstung und bin auch meist mit mehr als einem Messer / Tool unterwegs; im Einsatzbereich habe ich darüber hinaus eh die Ausrüstung zwischen "Pieken und Schlitzen" und "Prockeln und Hebeln" differenziert....
    Insgesamt sehe ich im Outdoorbereich zumindest für mich selbst nichts, das ich nicht schon im "normalen" CS-Preisbereich, meinetwegen dem für Messer wie SR-1, bekommen könnte und andererseits "brauchen" würde.


    Und als Einsatzmesser sehe ich das 4-Max nicht. Da würde ich mir mehr Öffnungsmöglichkeiten wünschen, z.B. eben diese Demko-Platte, und das Messer macht sich geschlossen auch nicht wirklich sinnvoll in der Hand. Da bleibts also überzeugt bei Nemesis, Mangust-M & Co....


    Aber jeder Jeck ist anders, und wenn ich sehe, welches Interesse hier manche geschätzten Interessenkumpels eben z.B. auch an maximalen Datenblattwerten haben, einfach aus technischer Begeisterung, dann gibt es natürlich auch eine Klientel, die es meinetwegen so stabil wie möglich haben möchte, ob man das nun merkt, braucht oder "einfach nur" will. Alles gut und richtig und die Entwicklung auf dem Markt auch fördernd!


    Im Outdoorbereich ist das für mich schon wirklich ein überzeugendes Messer mit beeindruckend guter Verarbeitung und großer Zuverlässigkeit.


    Zum Kontext mit Matthias' "Geronimos" Video-Review dann in einem weiteren Beitrag....

    Bull, das zusätzlich Verführerische daran ist dann auch noch, dass diese Messer mittlerweile deutlich günstiger zu bekommen sind als am Anfang ihrer Marktverfügbarkeit in Deutschland.
    Es ist ja kein Geheimnis, dass es z.B. das DV-2 in der Bucht mittlerweile für etwa 110 Euro gibt, da mußte man früher über eine doppelt so hohe Preishürde springen - und die längerfristigen Russenzachel-Freunde denken dann nicht an den ausgegebenen, sondern nur an den gesparten Hunni :)
    Man muss natürlich ein wenig schauen, manche "Angebote" pokern natürlich auch mit der exotischen Seltenheit und jahrelangen Unverfügbarkeit z.B. bei NOKS und Melita-K, und was dann insbesondere von manchen westlichen Händlern aufgerufen wird, erfordert schon viel romantische Liebe zu den Objekten der Begierde....meinetwegen die 220 Euro, die Lamnia für die Karatels haben will.


    Es ist allerdings wirklich teuer für die Händler, gerade die Militärversionen hierher zu bekommen, ich schrieb ja schon wiederholt über die Genehmigungspflichten und ihre Kosten...


    Verführerisch ist dann aber eben auch, daß man mittlerweile immer wieder Händler findet, bei denen man zumindest die Zivilversionen zum Schnäppchenpreis bekommt, weiter oben im Thread hab ich ja ein paar mittlerweile bewährte Quellen angegeben.


    David und ich sind uns darin einig, dass diese russischen Serienmesser zuweilen zwar nicht die Perfekton haben wie manche Ikonen aus westlichen Edel-Schmieden....aber viele von ihnen haben irgendwie "Seele", schwer zu beschreiben, bei subjektivem Zugang dazu nur zu erfühlen. Das unterscheidet sie übrigens gleichzeitig von den Designer-High-End-Stücken, die es bekannterweise auch "vom Iwan" gibt....und die zumindest mich so gut wie gar nicht interessieren, so exquisit sie sein mögen :)


    Von westlichen Produkten mag man das von manchen Strider-Messern kennen, die ja auch zuweilen keine perfekte Kosmetik hatten, aber viel Ausstrahlung und die Einladung, damit auch mal was zu machen...


    Was die "Versuchungen" angeht, die Du in diesen Threads siehst: Ach?? :)
    Warum solls immer nur mir so gehen..


    Und das ist GAR nix gegen die im Chat, wenn der Troll sein unentrinnbares "Hör auf miiiiich, kauf es Diiiir" anstimmt. Du kommst rein wie ein Flugzeugpassagier nach 3 Runden Körperscanner und gehst raus "gar grimmig behängt mit spitzigem Eisen" schlimmer als Achilles und Ajax vor Troja zusammen....
    Außerdem ein Kilo schwerer....reingekommen wie ein Mönch in der Fasten-Askese, nach 3 Links und 5 Bildern dann hungriger als ein Wolfsrudel in Alaska und schließlich kapituliert und fressorgiastisch ausgetobt wie der alte Apicius. Da ist das hier harmlos :)

    Greider, bin für M65.
    Bomberjacken sind oft ziemlich kurz.
    Mal was am Gürtel, und es schaut sofort unter dem Bund hervor.
    Da gibts nichts Praktischeres als ne M65.


    Ich hab schon öfter mal jungen Kollegen ne Reserve-M65 leihen müssen, weil unter ihren hippen kurzen Lederjacken die Nase der Knarre hervorgeschaut hat :)


    Bequemer find ichs auch.

    Brandit wird ja immer mal gern als "billiges Mode-Label" verschrien - meine eigenen Erfahrungen mit der Marke sind jedoch wirklich gut. Ich habe auch eine M65er von denen, die zu den meistgetragenen Ganzjahres-Jacken in meinem Bestand gehört und schon Jahre hält.
    Auch der Diamond Parka hat sich sehr gut bewährt.
    Und die Cargos von Brandit trage ich nun auch schon seit Jahren und habe sie als sehr bequem und für den geringen Preis auch als erstaunlich haltbar kennengelernt.

    Das Rawles entspricht in der Größe dem Voyager XL.


    Es unterscheidet sich - außer in der Farbe des Griffs und der schwarzen DLC-Beschichtung der Klinge, von den MODERNEN Serienmodellen wohl nur noch durch den Klingenstahl.
    Bei den großen normalen Voyager Modellen war das früher AUS-8, heute Carpenter CTS-BD1 Stahl, währnend das Rawles aus CTS-XHP hergestellt wurde. Was das im Realgebrauch ggf. an Unterschied liefert, kann ich nicht bewerten, meins macht sich jedenfalls sehr gut, schneidet sehr lang und bricht nicht aus. Es hat bislang die Schärfe übrigens sogar nach dem Schneiden diverser Kevlar/Aramid-Gewebe-Lagen sehr gut gehalten, ich verwende es gern in unseren Workshops, weil die "Unterspitze" wirklich im Hieb höllisch schlitzt...


    Die modernen Voyager haben jetzt ja auch härtere Griv-Ex-Griffe statt der weicheren früher - und Liner aus Hart-Alu. Bei den ersten Voyager-Modellen, die ich in der Hand hatte, war das alles noch nicht so unverwindbar und bretthart...


    Was die EDC-Größe angeht, ist das natürlich eine Frage von Vorlieben und Gewohnheit, für mich ist ein Vierzöller wie das SR-1 da absolut normal.
    Für den Einsatzmesser-Bereich oder den zivilen urbanen Einsatz finde ich das SR-1 übrigens auch geeigneter als das 4-Max.

    Joachim, dafür muß man ja nicht an der Oberkante des CS-Preisbereichs einsteigen :)


    Auch die Tri-Ads der Folder im CS-Normalpreisbereich sind samt und sonders überzeugend.


    Ich hab ja z.B. auch das Rawles und zwei Hold Out - Modelle (I und III), bei allen ist der Tri-Ad-Lock bombenfest...und übrigens ja auch seitenwahlfrei (falls jemand Linkshänder sein sollte...).


    Und der Lock macht auch bei "normalen" EDC-Maßen Sinn, damit machst Du nix falsch!

    Sehr schönes Bild! :thumbup:


    Zwei weiteren Kumpels im aktuell wieder erfreulich aufgelebten Chat hab ich sofort zum Start ihrer Aktivitäten auch schon russische Messer schmackhaft gemacht...sie waren ja gewarnt, es sei ein Ort der Versuchungen und Begehrlichkeiten :)
    Zwar beherrsche ich diese Kunst noch nicht legendär und perfekt wie der Troll, aber es hat schon ganz gut geklappt...

    Ich finde den Griff nicht "ungemütlich", eher im Gegenteil.


    Wenn es negativ wäre, wenn kleiner und Zeigefinger "geschlossener" liegen als die anderen drei Finger, wäre ja jede Griffgestaltung mit einem unteren "Bauch" in der Griffmitte in der Wirkung negativ. Gerade solche Griffe werden aber sehr häufig als besonders bequem wahrgenommen, man denke an einige Barkies oder auch das Moran....
    Im Gegenteil erzeugt der enger schließende Zeigefinger doch bei vielen Messern erstens eine Entlastung des Handgelenks beim geraden Arbeiten nach vorn zur Klingenspitze hin, zweitens und vor allem aber gute Kontrolle über den Griff, man denke an alle Messer mit tieferer Zeigefingermulde, nicht nur ans berühmte Streat Beat oder andere Perrin-Entwürfe....


    Als ich den MOZ-Griff entworfen habe, hab ich mit formbarer Masse gearbeitet, die ich so lange im Detail in der Hand verändert habe, bis ich etwas erzielt hatte, das bei einer als natürlich und angenehm empfundenen Handhaltung bestmöglichen Kontakt mit dem Griff, gute Kontrolle und Kraftübertragung brachte. Und der Griff des MOZ und der des 4-Max sind schon bemerkenswert ähnlich.

    Ich bin ja noch nicht ganz durch damit. Hab ja derzeit Dienst und damit bislang zuwenig Zeit für den Wald. Da will ich SA noch hin...


    Das Messer hat einige sehr überzeugende und beeindruckende Aspekte und wenig Punkte, die man anders oder vielleicht sogar besser lösen sollte.


    Ich seh es derzeit primär im Outdoor- und jagdlichen Kontext, eher nicht als Einsatzmesser.


    Nach wie vor bleiben eben die Fragen, ob man nicht sinnvollerweise bei diesem Anforderungsprofil dann doch eher ein Fixed mitnehmen sollte, gerade in diesem Größenbereich und mit offener Tragemöglichkeit. Aber dann wären, um das klar zu sagen, auch ALLE anderen panzerstarken Outdoor-Folder "unsinnig", nicht nur das 4-Max. Und User-Präferenzen spielen eben auch eine Rolle, das sieht man im Einsatzbereich ja sehr prominent am RAO, bei dem sich dort dieselben Fragen ja ebenso stellten, ebenso bei den anderen großen Foldern von ER, Medford, Trident Strider und, und....


    Und die zweite Frage ist eben die der Preishürde und danach, ob der Aufschlag z.B. gegenüber dem Rawles etwas "erkauft", das man manuell noch spürt, nutzen kann usw......Aber auch das ist eine von vielen subjektiven Faktoren geprägte Frage, während es hier ja erst mal darum geht, ob das Messer wohl hält, was die gewohnt vollmundige Werbung verspricht - und man sich total darauf verlassen kann.

    Und ich hatte ja schon erwähnt, dass ich das 4-Max für sehr handschuh-geeignet halte, insbesondere bezüglich dicker Winterhandschuhe...




    Das liegt auch dann sehr sicher und definiert in der Hand.
    Und ein großer Vorteil der sehr hohen Klinge ist es, daß man selbst in Fäustlingen das Messer auch am Klingenrücken zweihändig aufziehen kann, während das Öffnen vieler Öffner mit Daumenknopf oder gar von Zweihändern dann zur üblen Fummelei oder unmöglich wird oder man irgendwann verzweifelt die Zähne zur Hilfe nimmt. Da sind Öffnungshilfen wie Flipper oder Wave eher wintertauglich....Danke, Herr Körting....Die hohe Klinge bekommt man aber gut auch in die behandschuhten Finger....


    Dafür ist die hohe Klinge eben ein Nachteil, wenn man etwas mit dem geschlossenen Messer machen will, ich erwähnte es...


    Übrigens hab ich in dicken Handschuhen kürzlich auch die diesbezüglichen Vorteile des Yurco Pocket Knife kennengelernt und darüber im Review berichtet :)

    Womit wir - wenn wir das Messer grad mal in der Hand haben - auf die Ergonomie und Haptik kommen


    Die ist im normalen Forward-Griff sehr gut. Die Biegung entlastet das Handgelenk bei gerader Arbeit, die Konturierung und vor allem die tiefe Zeigefingermlde geben viel Orientierung und ein sehr sicheres In-Hand-Gefühl.



    Es fällt allerdings auf, daß die Schneide ziemlich weit vor dem Zeigefinger bei Haltung im Hammer- oder Säbelgriff beginnt. Das macht nichts beim Hieb oder beim Arbeiten mit dem vorderen Klingenteil, ist aber nachteiig, wenn man etwas sehr genau oder auch mit großer Kraft durchtrennen will - dann arbeitet man besser direkt "vor der Hand" - und das geht durch Vorgreifen um den Handschutz beim 4-Max.
    Bei meiner Handgröße geht das auch ohne wirkliche Verletzungsgefahr durch das Schneidenende, da wäre aber eine wenn auch noch so kleine Sicherheits-Fehlschärfe nicht schlecht gewesen....Wäre interessant, den Versuch mit dem Vorgreifen auch mal mit jemandem mit Handschuhgr. >10 durchführen zu lassen und herauszufinden, ob er sich dann auch noch sicher fühlt...




    Auch reverse liegt das Messer sehr gut in der Hand. Insgesamt fällt mir im Handling wirklich die Ähnlichkeit zum Blade Systems MOZ auf, und zwar angenehm.




    Was bei geneigten/gebogenen und insbesondere bei konturierten Griffen immer zum Problem werden kann, ist ein Wechsel auf "Edge-in"-Haltungen, also mit einer nach innen gewandten Schneide. Diese Haltung kann aber sehr sinnvoll sein z.B. zum Zerschneiden von Gurten und Seilen, beim Befreien von Verunfallten von Sicherheitsgurten oder Kleidung usw.....


    CS hat das hier sehr gut gelöst, die Haltungen sind sinnvoll und ohne Unbequemlichkeiten möglich, und man kann dann auch durchaus mit Kraft arbeiten. Gut gemacht!



    Machen wir mal in der Hand weiter mit dem Vergleich...


    6 Zoll, CS Ti-Lite



    Viereinhalb Zoll, Gerber AF Combat Folder



    4 Zoll schon auch in "fett", NOKS Mangust-M



    4-Max



    ....und zwei Messer in eher konventioneller EDC-Größe, hier mit 3,5 und 3 3/4 Zoll mit dem Kershaw Emerson CQC-10K und dem Buck 110 Pro



    War noch nicht fertig, Grenni :)


    Es ging mir allerdings auch nicht darum zu zeigen, dass das 4-Max etwa das dickste Messer wäre. Das ist es nicht. Nen Viertelzöller hab ich ja selbst im Bestand und kenne auch die Versuche, 8mm-Folder auf dem Markt zu etablieren.
    Mir persönlich ist auch relativ egal und ich werde nicht herausfinden können mit meinen rein manuellen Möglichkeiten, ob es das "stabilste" Klappmesser der Welt ist.


    Derart Vollmundiges überlasse ich gern Lynn oder eben den Herren Medford oder Szczerbiak.


    Mir gings hier nur um die vergleichsweise Darstellung, dass das 4-Max jedenfalls äußerst robust gebaut daherkommt und nach meinem Eindruck durch manuell aufzubringende Belastung, wenn man es nicht gerade gezielt darauf anlegt, nicht kleinzukriegen sein wird. Aber natürlich ergänze ich die Darstellung nun (wieder nach Feierabend :) ) auch noch um die Ansicht von oben, um sich mal den Klingenrücken und den Bereich des Locks ebenso vergleichend anzuschauen; denn ich stimme Dir natürlich darin zu, daß dieser Eindruck auch zur Einschätzung der Stabilität der Bauweise wichtig ist - gerade bei Foldern. Denn da bricht das System unter Last ja eben nicht an der Klinge auseinander, sondern entweder im Bereich der Klingenachse, z.B. durch Rahmenbruch, oder durch mechanische Zerstörung des Locks. Hier also mal "entzückende Rücken" :)



    Zunächst mal in einer Gruppe, die überwiegend oben im "Kraftclub" schon mal dargestellt wurde:
    CRKT M16-14, ER Nemesis, Blackhawk / Dieter CQD Mark 1, CS 4-Max, Fox Forest 577 PW, Cherusker / Bram Frank LLC Magnum, Gerber Parabellum, CS Rawles Voyager.
    Im Direktvergleich sieht man jedenfalls schon in der Grupe, dass das 4-Max da schon auch im Rücken- und Lockbereich den Eindruck von großer Solidität und entsprechender Dimensionierung vermittelt.




    Direkt neben dem ER Nemesis wirkt der Backlock des CS 4-Max nicht "schmalbrüstiger", ist aber im Gegensatz zum ER wie die Achse zwischen stabilen Linern eingebettet, nicht "nur" in einem Rahmen aus Hart-Alu. Wo, ob durch mechanisch herbeigeführtem Maximaldruck oder durch die kurzen extem harten Impacts aus BFGs RAO-Testvideo, die großen ERs geschwächelt haben, war dann ja nicht zuerst der Lock, sondern das im Rahmen entstandene Spiel oder gar der Ausbruch aus dem Rahmen. Damit will ich die ERs nicht als "instabil" erklären, technisch ist dieser Unterschied im Aufbau aber unleugbar.



    Der Direktvergleich mit dem Rawles von CS zeigt, daß sie beim 4-Max tatsächlich zumindest in der Dimensionierung des Locks noch mal ein Schüppchen draufgelegt haben. Schon das Rawles hat sich im Praxisgebrauch als sehr stabil erwiesen...




    Der Unterschied zu einem "normalen" Taschenmesser wird natürlich beim Vergleich deutlicher, der mal ein paar schneidfreudige Schneidwerkzeuge neben den Taschenpanzer legt:
    ER Resolza, Spyderco Matriarch, CS 4-Max, Emerson Persian, Viper Maga.
    Ich schätze alle diese Messer, wohl gemerkt, und sie sind in ihrem jeweiligen Aufgabenzuschnitt wirklich sehr gut.



    Und selbst zwischen stabilen Fixed macht sich das 4-Max Schulter an Schulter nicht "zierlich" und wirkt nicht weniger stabil:
    Hier zwischen dem Eickhorn GEK EDC und dem Kizlyar DV-2, immerhin einem Fernspäher-Fixed, das ebenfalls darauf ausgelegt ist, möglichst nicht auszufallen, da es nicht schnell ausgetauscht werden kann. Dicker mußte es auch da offenbar nicht unbedingt sein.



    Aber natürlich k a n n man sowas auch noch breitschultriger bauen, hier beim Juchten M1 mit 8 mm - auf meinen speziellen Wunsch hin, nicht weil ich einen Viertelzöller kaputtbekommen hätte oder würde...


    Der hier muß noch sein :)


    Sozusagen Ost-West-Treffen robuster Vierzöller...4-Max begegnet einem meiner derzeitigen Lieblinge, dem NOKS Mangust-M.



    Zugegeben, in puncto Lock-Stabilität kann der russische-Liner-Lock, dem ich auch noch die Zusatz-Verriegelung geklaut hab, natürlich nicht mithalten, auch die Klingenlagerung ist absehbar schwächer als die des CS.


    Aber ich gebe gern zu, ich liebe das Ding trotzdem :)


    Und in einer Hinsicht liegt das Mangust im Direktvergleich ohnehin vorn:
    Es liegt in geschlossenem Zustand viel besser in der Hand als das 4-Max, das nur offen Sinn macht, sich aber geschlossen von mir kaum irgendwie sinnvoll umfassen läßt mit seiner weit aus dem Griff ragenden Klinge.
    Aber für Anwendungen mit dem geschlossenen Messer ist das CS, ohnehin ohne Glasbrecher/Schlagelement hinten eh nicht gebaut und gedacht....Das Mangust hingegen mit seiner hinteren zylinderförmigen Spitze "buffelt" gut und liegt dabei auch angenehm geschlossen in der Hand.


    Zudem sind die Öffnungsmöglichkeiten vielfältiger, da hätten sie beim 4-Max vielleicht auch über so eine Demko-Öffnungsplatte mit vorderer Kante nachdenken können, die wie ein Emerson-Wave funktioniert. Bei anderen Modellen hat CS das ja sehr erfolgreich eingesetzt. Beim Mangust funktioniert der groß dimensionierte Haken jedenfalls prächtig...der Flipper auch.

    Geronimo hat sich - wie zugesagt - sofort darum gekümmert, daß ich das Messer für einen eigenen Eindruck und vielleicht ein paar Bilder und ergänzende Angaben bekomme.


    Tjaaa, da ist er also nun, der Titanen-Schaufelschwert-Vierzöller, und ich möchte schnell mit einem Punkt anfangen, der mir n i c h t gefällt: Die Farbe ist wirklich nicht meins, passt allerdings zu Jagd-Sachen sicher ebenso wie in ein urbanes Umfeld. Ausgesucht hätte ich mir selbst was anderes....Und das hab ich hier schnell mal angebracht, weil es wirklich das einzige ist, das mir an dem Ding auf Anhieb n i c h t gefallen hat - alles andere ist sichtlich genau das richtige für den alten Micha, vom Ersteindruck her :)




    Fangen wir mal zum Größenvergleich und einem Blick auf Formen und ein paar Gestaltungsdetails mit einem Treffen von 2 "Ultras" an:


    4-Max und Juchten "M1"



    Beides äußerst stabil gebaut und neudeutsch "overbuilt", das Juchten mit immerhin 8 mm Klingenstärke, da hält nicht mal das 4-Max mit, wirkt aber auch mit seinen 5 wegen der mächtig hohen Klinge und dem felsenharten Tri-Ad-Lock subjektiv nicht weniger ultrarobust, eben im Rahmen dessen, was man da aus einem Folder herausholen kann...
    Das Messer wirkt ohnehin mit seiner Wuchtigkeit und der ohne jedes fühlbare Spiel auch bei heftigen Ruckelversuchen im Griff ruhenden Klinge subjektiv eher wie ein Fixed.




    "Kraftclub" - große Folder (ab 4 Zoll bis 5.5 beim CS Rawles Voyager....)



    Oben Cherusker LLC Magnum, ebenfalls vierzöllig und mit seinem Puzzle Lock (der ja eigentlich "auch nur" ein anders herum - nämlich oben - eingebauter Liner Lock ist) und seinen Stahlplatinen auch erstaunlich stabil


    Links CS Rawles Voyager, wie gesagt 5.5-zöllig und mit seinen Stahlplatinen und dem G10-Griff deutlich stabiler als die ersten Voyager vor 20 Jahren, deren Griff sich noch ein wenig verdrehen ließ. Dazu Tri-Ad-Lock wie beim 4-Max. Wer jemals ein großes Voyager in Betracht gezogen hat, hätte beim Rawles zuschlagen sollen - ich habs nie bereut.
    Dann das ER Nemesis - mein häufigster Einsatzfolder seit vielen Jahren, so sieht er ja jetzt auch aus....aber nur die Oberfläche ist ein wenig "abgenudelt", ansonsten ist das Ding mit seinem Alurahmen und dem Backlock mit optionaler Zusatzsperre für mich bislang die sprichwörtliche Folder-Robustheit und hat sich bislang immer bestens bewährt.


    Rechts von oben:
    Fox Forest 577PW, das große Modell mit 11cm-Klinge und Backlock. Für ein "normales" Taschenmesser ebenfalls sehr stabil, wenn auch, als einziger Vertreter hier, mit dem leichten horizontalen Klingenspiel, das früher für Backlocks als charakteristisch galt. Subjektiv aber auch eher ein "Falt-Fixed"
    CS 4-Max, vierzöllig mit hoher Klinge (anderthalb Zoll messe ich da, für die Freunde des "Royal mit Käse" und natürlich für Buchs sind das so ca. 38 mm...), Tri-Ad-Lock mit einem Klingenspiel wie das Schwert im Hermannsdenkmal, großer sicherer Griff, dazu später...Es passt in die Runde
    Und - durchaus eine Ehre für jedes Messer, das als robuster Folder antritt - das Gerber Parabellum, das für mich einer der besten Heavy-Duty-Folder ist, nach wie vor - und von dem ich nie begreifen werde, warum man je die Produktion davon einstellen konnte....


    Bei den Direktvergleichen fangen wir mal mit einem sehr verbreiteten Messer an: CRKT M16-14, hier noch aus einer der ersten hier erhältlichen Auslieferungen, noch ohne Lawks....mein erster "teurer" Folder :)...und noch immer "im Dienst" und mich nie enttäuschend auch ohne IKBS, Keramik oder Hyper-Stahl :). Auch ein Vierzöller und früher auch als "wuchtig" wahrgenommen gegen viele andere damals übliche Folder. Heute gegen das 4-Max zwar nicht anorexisch, aber schon schlank :)






    Und hier dann noch mal mit dem Parabellum, ein direkter Vergleich zeigt einige Parallelen, sowohl in der Klingenstärke als auch - ähnlich, nicht gleich - in der Klingenhöhe, die dem im Fixed-Vergleich kurzen Messer einige Wucht mitgibt, der Klinge Wirkung und dem Anschliff genug Höhe, um auch bei mehr als 3/16 Stärke....guuuuut, etwa 5 mm.....genug Schneidfreudigkeit bei gleichzeitig großer Stabilität der Klinge. Und beim Griff erkennt man Parallelen im Volumen und vor allem der tiefen Zeigefingermulde und dem davorliegenden unteren Handschutz. Das gibt auch im robusten Gebrauch eine sichere Handlage. Im militärischen Bereich wird extremer Wert darauf gelegt, daß sich die Kräfte nicht bei Werkzeuganwendungen vermeidbar mit einem Messer die Hand verletzen können, weil sowas schnell aus einem Schützen einen zu versorgenden Kranken macht, der mitgeschleppt werden muss....Aber es ist sicher auch im Privatgebrauch absolut vorzuziehen, sich auch im Stress, bei Ermüdung oder einfach auch "nur" bei harter, kraftvoller Anwendung so eine Klinge nicht innen über die Finger zu ziehen....:)
    Die Ähnlichkeiten der beiden Messer, bei denen man sich sicher in beiden Fällen sehr kundige Gedanken über solche Fragen gemacht und sehr fundierte Lösungen gefunden hat, finde ich jedenfalls bemerkenswert.







    Zeigefingermulde und Handschutz weist auch das Rawles Voyager auf, auch hier eher zum Schutz des Globetrotters als des Grenadiers, aber auch hier ebenso sinnvoll. Den Tri-Ad-Lock teilen sich 4-Max und Rawles Voyager, und in beiden Fällen ist das für mich eine ausgezeichnete Wahl. Der Lösehebel löst sich beim 4-Max "geschmeidiger" als beim Rawles und um Klassen leichter als z.B. bei meinem großen Hold Out. Aber mal ehrlich: Ich verfüge allenfalls über mittelmäßige Körperkraft, die meisten von Euch fitten jungen Leuten werden deutlch mehr Kraft im Griff haben. Aber mich hat es noch nie gestört, so ein schneidiges Schätzelein zum Zuklappen so richtig drücken zu müssen - und hinbekommen hab ichs auch noch immer, ob nun beim Hold Out oder dem ebenfalls sprichwörtlich harten Nemesis. Besser so und zuverlässig stabil als unanstrengend-watteweich und fluffig :)


    Die Handlage beider Messer ist ziemlich vergleichbar, im Auflagebereich der Finger durchaus auch der Umriss der Griffe.
    Wegen der sehr hohen Klinge wirkt das kürzere 4-Max trotzdem ein wenig kopflastiger als das Rawles, das zudem die größere Klingenlänge nach hinten durch mehr Grifflänge auspendelt. Ich WEISS, das ist keine Axt, und man muss nicht dauernd mit Foldern hacken, aber genug Masse vorn gibt ja auch Leistung im Hieb, wenn man keine Äste hackt...





    Um den Umriss und die Maße des 4-Max besser einschätzen und vergleichen zu müssen bei diesem ganz offensichtlich "für draußen" gemachten Folder, hab ich ihn hier mal mit 2 sehr bekannten und verbreiteten kompakten Fixed "für draußen" verglichen:
    Ontario RAT-3 und Spyderco Moran Droppoint. Da erkennt man schon, wie die 4x1,5 Zoll große Klinge so herüberkommt...





    Kumpel Hatamoto hat mit seinem "Hatamoran" für mich die Moran-Idee ja aufgegriffen und für noch mehr Performance und das Ausnutzen der 42-absurden Größengrenzen "hochgezoomt". Herausgekommen ist ein s e h r schneidfreudiger Moran-Abkömmling, dessen Klinge durchaus Ähnlichkeiten in den Maßen bzw. der Kontur mit denen des 4-Max aufweist. Weitere Parallele: Das "Hatamoran" ist für mich ein ausgesprochenes "Handschuhmesser", es liegt gerade in Winterhandschuhen sehr angenehm und sicher in der Hand - und das gilt, neben dem Parabellum, auch für das 4-Max, ich habs gerade extra auch noch mal ausprobiert :)






    Und hier noch mal ein für mich spannender Vergleich:
    Vor einigen Jahren habe ich mit Martin Stierlin von "Blade Systems" versucht, einem kompakten Messer möglichst viele Eigenschaften eines großen Messers zu verleihen, u.a. auch eine in Hackleistung und Stichwirkung vergleichbare Klinge. Das lief darauf hinaus, eine Klinge nicht "herunterzuzoomen", sondern sozusagen eine hohe, lange Klinge lediglich durch "Herausnehmen" des Mittelteils zu kürzen, ohne dem kompakten Messer an die Spitzenform zu gehen oder insbesondere auch Höhe wegzunehmen.
    Das hat sich dann später bei Messern anderer Hersteller ebenso bewährt und hat z.B. auch den Entwicklungsprozess des Eickhorn GEK-EDC nicht unwesentlich mitbeeinflusst. Man kann das eben auch anders machen als bei den Buck-Klassikern, die mit abnehmender Länge unter 6 Zoll leider dann auch viel niedriger werden...


    Auch beim Griff ergeben sich erstaunliche Parallelen des 4-Max zum Blade Systems. Und an dem BS-Griff habe ich damals ein Vierteljahr getüftelt und bin mir durch den Gebrauch über Jahre auch sicher, da in die richtige Richtung so gedacht zu haben, wie Martin es dann auch ebenso umgesetzt hat. Entsprechend überzeugend finde ich nun ebenfalls die Handlage des 4-Max.