Beiträge von Micha M.

    5. Schneidleistung und Stabilität


    Das Messer schneidet ordentlich, die Schneidleistung im ziehenden Schnitt ist dabei aber natürlich durch die geringe Länge der Schneide (unter 3 Zoll) begrenzt.
    Ein normales Poly-Kletterseil schneidet die Klinge aber in einem Zug, einen Gurt auch.
    Die Spitze ist ziemlich stabil ausgeführt und doch sehr wirksam – das Messer ist aber von der Konzeption her und der Gestaltung von Rahmen und Klingenachse kein Hebeltool, sondern schon ein spezialisiertes Schneidwerkzeug.


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    Das ist also deutlich etwas entweder für Einsatzlagen ohne absehbare größere Werkzeuganwendungen oder für differenzierte Ausrüstung.
    Also nicht unbedingt das Tool, das man gezielt als „eins für alles“ in einen größeren Durchsuchungseinsatz mitnimmt, sondern eher ein Backup für den Normaldienst oder eben insbesondere für den Zivileinsatz, in dem man Wert auf ein leistungsfähiges Backup legt, das man schnell, instinktiv und sicher in die Hand bekommen kann.

    4. Geschlossene nonletale Anwendung


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    Man muß es aber nicht unbedingt offen verwenden, gerade die Möglichkeiten zu nonletalen Anwendungen wie Schlag-, Press- oder Reißtechniken mit vorderem Sporn, hinterem ausklappbarem Controller oder dem Außenrand des Karambit-Rings machen das Messer für dosierte Anwendungen (wie der Gesetzgeber das ja vorsieht…) so interessant.


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    Ich möchte – wie gesagt – gern irgendwann meinen Dienst beenden, ohne einen Mitmenschen getötet haben zu müssen. So martialisch klingt das gar nicht, oder? Aber ich weiß eben auch realistisch, daß ich manchen „Kunden“ ohne Hilfsmittel schlimmstenfalls nicht von mir herunter bekäme….

    3. Handling, Linkshändertauglichkeit, Arbeit in Handschuhen


    Grundsätze des Handlings habe ich bereits im o.a Thread zum Vanquish vorgestellt.


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    Zu den Grundanforderungen und zu Vergleichen mit Mitbewerbern schaut bitte in die Posts 5-7 des Savior-Threads


    Budget-Einsatzmesser 1 – Böker Plus Savior 2 Rettungs-/Einsatzmesser



    Dass das Vanquish im Gegensatz zu Mitbewerbern wie dem DART über verschiedene Öffnungsmöglichkeiten verfügt, ist bereits erwähnt und zeichnet das Messer aus.


    Haupt-Öffnungsweise ist dabei sicherlich das Aufziehen durch Greifen in den hinteren Griffring mit dem Zeigefinger und Aufziehen des Messers im Reverse-Griff durch Entlangführen des vorderen Sporns am Saum der (meist Hosen-)Tasche, in der das Messer mitgeführt wird.


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    Das hat sich in den letzten Jahren durchweg bei allen mir bekannten professionellen Trägern und auch mir selbst bewährt, mittlerweile führt auch mein Workshop-Co-Referent das Messer wie ich, und wir führen das schnelle, instinktive und sichere Öffnen des Messers immer wieder erstaunten Teilnehmer(inne)n vor, von denen viele meinen, das Messer müsse zweifellos vorher offen in der Tasche gesteckt haben. Der Sporn funktioniert da wie ein Emerson-Wave, ist aber größer ausgepräft als die kleinen Original-Emerson-Haken und erhöht dadurch die Sicherheit, das Messer auch voll geöffnet in die Hand zu bekommen.


    Muß man das Messer öffnen, natürlich wieder im Normalbetrieb ausschließlich für Bändsel, Plombenschnüre, Kabelbinder um Kabelbündel, Packungen mit angeblichem und – spannender – tatsächlichem Inhalt, bekommt man wegen der Sporn-Konzeption das Messer selbst mit den dicksten (Finger-) Handschuhen problemlos auf, solange man in den Griffring kommt. Hat man es lose in der Tasche, kann man es über den Sporn selbst in Fäustlingen aufklappen, kann dann aber natürlich den Karambit-Ring nicht nutzen….


    Den Liner-Lock bekomme ich links wie rechts mit ungefütterten Handschuhen, also auch normalen Einsatzhandschuhen (da ja ein gewisses Maß an Tasten und Feinsensorik zulassen…) auch wieder gelöst, in dicken gefütterten Handschuhen allerdings nicht. Da sollte es dann doch Backlock, Button-Lock oder etwas in der Art sein…


    Da ich genug Alternativen habe und das Messer primär für den Zivileinsatz in heimischer urbaner Umgebung bewerte, ist das für mich hier aber kein Ausschluß-Kriterium, in Moskau wäre das vielleicht anders…Da wäre mein entsprechendes Backup aber ohnehin eher ein Mangust-M oder in dieser Größenklasse eben das ausgezeichnete Mangust-K…

    2. Das Vanquish in dieser Serie


    Das Vanquish ist – im Unterschied zum Savior – kein erklärtes Rettungsmesser, es verfügt weder über einen speziellen Glasbrecher noch über einen entsprechenden Gurtschneider. Es ist ein sehr handlingsicheres Gebrauchsmesser, durch den Ring auch hoher Verlustsicherheit z.B. beim Werkzeugeinsatz auf Leitern, schwierigem Boden, am Seil usw. Und es ist ein ausgezeichnetes Backup, das sich mittlerweile über Jahre bei mir bekannten Zivilkräften unterschiedlicher Bereiche sehr gut bewährt.


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    Zu einigen Basics, Specs und vor allem auch zum sehr interessanten Preis im Bereich um die 40 Euro (!!) hier einmal ein Händler-Link, von Wolfgang kommen auch mein eigenes und die einiger Kameraden…


    https://www.wolfster.de/index.…sp=shop&show=10/0/BR182BL


    Mit diesem Profil ist das Vanquish im Vergleich zu ausgesprochenen Rettungsmessern mit spezieller Ausstattung auch als Zugriffstool auf Targets in Fahrzeugen nicht unbedingt ein Liebling amtlicher Beschaffer, alle mir bekannten Fälle waren Selbstbeschaffung…aber bislang hat auch noch keiner der mir bekannten Vanquish-Käufer die Sache bereut, teils auch im direkten Vergleich mit deutlich teureren Modellen wie etwa dem DART…


    Leider sind unsere Verwaltungen selbst aktuell in Zeiten der Ausstattung einzelner Einheiten mit SK4-Westen, Langwaffen usw. noch immer nicht aufgrund verbreitet hexenjagdähnlich-irrationaler Einstellungen zu Messern nicht in der Lage, auch über Backup-Funktionen eines Einsatzmessers nachzudenken, geschweige denn offen zu sprechen.


    Die Frage, wie eine Einsatzkraft als Mittfünfziger mit 12 Trainingseinheiten im Jahr denn einen Kopf größere und halb so alte und studiogestählte und boxbudengehärtete Täter davon abhalten soll, sich z.B. die Waffe der Einsatzkraft anzueignen und dann damit die Einsatzkraft oder deren Kameraden schlimmstenfalls zu töten, bleibt notorisch entweder unbeantwortet, oder es wird stillschweigend hingenommen, daß dann mit viel schlechter dosierbarer und ggf. letaler Wirkung eben auf den Täter geschossen werden muß….


    Entscheidungsträger, die sich gewohnheitsmäßíg selbst von PSKs bewachen lassen, muten den mindest-trainierten Normalkräften (am besten bis 65…) dann zu, das eben irgendwie zu regeln, nur bitte nicht „martialisch“ und natürlich auch nicht mit einem ach so bösen Messer. Jedes Jahr werden übrigens Angreifer getötet, weil es keine geeigneten nonletalen Abwehrmittel gibt, das nennt sich dann unmartialische Bürgerpolizei…


    Wie gesagt, ich finde das Vanquish spannend, weil es mir z.B. auch bei einer Kontrolle auf einem Tankwagen eher nicht aus der Hand fallen kann….oder im Stress bei einem Rettungseinsatz. Aber wie für jeden anderen Notwehrberechtigten käme für mich eben auch in Betracht, lieber so ein Tool im notwendigen Ausmaß zu verwenden, bevor mir jemand den Kehlkopf eindrückt, mir meine Waffe abnimmt und mich damit erschießt oder mir mit einem stählernen Radmutterschlüssel das Gesicht und eben ggf. auch den Schädel einschlägt und man wegen umstehender Passanten oder Kameraden keine Schußwaffe einsetzen kann.
    Mein eigenes Leben zu verteidigen, halte ich durchaus für legitim.

    1. Budget-Einsatzmesser 2 – Browning Vanquish



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    Ich habe begonnen, hier einmal einige Modelle aus dem Budget-Bereich gezielt mit Blick auf ihre Verwendung als Einsatzmesser vorzustellen. Das sind entweder Messer, die sich seit Jahren im eigenen Gebrauch oder dem meines Teams oder anderer bewährter Kameraden bewähren – oder Modelle, die mir netterweise zur Einschätzung zur Verfügung gestellt werden wie der erste Kandidat der geplanten Serie, der mir freundlicherweise von Böker zur Bewertung und anschließenden Langzeit-Erprobung zur Verfügung gestellt wurde.


    Um die grundlegenden Überlegungen dabei nicht wiederholt vortragen und Euch damit langweilen zu müssen, verweise ich – falls das nicht mehr präsent sein sollte – auf die ersten beiden Beiträge im Start-Thread (zum Savior), die sich modellübergreifend mit Einsatzmesser-Problemstellungen beschäftigen.


    Budget-Einsatzmesser 1 – Böker Plus Savior 2 Rettungs-/Einsatzmesser


    Auch den heutigen Kandidaten habe ich bereits hier vor einiger Zeit in anderem, allgemeinerem Zusammenhang vorgestellt, möchte ihn aber auch noch einmal ausdrücklich – wegen seiner Eignung als Backup im Zivileinsatz – noch einmal im Kontext dieser Vorstellungs-Reihe ausdrücklich ansprechen.


    Also bitte bei Interesse auch noch einmal in die Vorstellung schauen, ich werde hier nur noch Ergänzungen dazu einfließen lassen:


    Browning Vanquish - Interessante und preisgünstige DART-Alternative

    Hier einmal hochgeholt mit besten Grüßen an Kosta(s), der so etwas natürlich unbedingt braucht, EIN Klingonenmesser reicht auf keinen Fall :)


    Hinzugefügt hier gern mal ein paar Bilder des Maga gemeinsam mit anderen bemerkenswert guten SV-Foldern und mit Fixed mit ähnlich ungewöhnlicher Klingenform.


    Meins ist mittlerweile vorn auch rückenscharf, das geht gut und verschwindet in dem Bereich - im Gegensatz zu gewissen anderen italienischen Produkten - dann auch komplett im Griff im geschärften Bereich :)


    Bilanz nach gut vier Jahren im Bestand, Vorführungen in diversen Workshops usw.: Nix falsch gemacht.
    Das Messer überzeugt nach wie vor durch die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Öffnungshilfen, seine Ergonomie und die Leistung der Klinge.


    Backup-Handwerkzeug :)



    Das Maga zwischen zwei Fixed mit ebenfalls ungewöhnlicher Gestaltung der Klinge.
    Links das Wildsteer 3CK-Karambit, ein durchdachtes kleines Ding, das diverse Haltungen ermöglicht und so gut schneidet, wie es in der Hand liegt.
    Rechts ein Blade Systems Raptor M, dessen Klingengestaltung denselben Überlegungen folgt wie beim Maga und übrigens auch bei Dean Rostohars Warrior-Messern aus der FKMD-Fertigung (....war ein interessanter Meinungsaustausch mit Dean!....)



    Das Mage hier neben dem A&R Oprichnik, im Lieferzustand "Zivilversion" des FSB-Einsatzmessers "Karatel", mittlerweile diesem durch Anschliff der oberen Schor angeglichen. Der Troll und ich besitzen und schätzen das ungewöhnliche und russentypisch ein wenig klobig wirkende Ding, das aber sehr viel Sinn macht....




    Und hier das Mage in der Runde kleiner sehr leistungsstarker Backup-Folder zwischen dem Browning Vanquish und dem NOKS (und auch Melita-K) Mangust-K (bzw. "Mongoose").


    Mit keinem der drei macht man etwas falsch, leider ist das Maga allerdings deutlich teurer als die beiden Mitbewerber, insbesondere beim Vanquish ist die Preis-Leistungs-Relation ziemlich unschlagbar....


    Nur mal der Neugier halber: Wie sah denn der Guard vorher aus?


    Und hast Du evtl. mal ein paar Maße oder einen vertrauten Alltagsgegenstand als Anhaltspunkt?


    Sieht nun so aus wie "das Messer für die einsame Insel". Prima! :thumbup:

    Ah, von den Clips hab ich gerade auch noch welche für Kameraden bestellt :)


    Schreib doch mal was zum Strike....ist ja als Budget-Springer sehr interessant.
    Und von den Kalashnikov-Sonderausgaben für BladeHQ findet ja leider keines seinen Weg hierher :)


    Wenn ich nicht so notorisches Misstrauen gegen Springer hätte....Sozusagen kindheitsgeschädigt, als es nur zu den Billig-Springern reichte, die sich dann gern auch mal verklemmten oder deren Feder brach....


    Obwohl....ich seh so eins mit grünschillernden Schalen, einem Auslöser mit eingefeilten kleinen Rillen und einem etwas schräggebogenen Sicherungsschieber (damit sich das Ding nicht so leicht verstellte....) nach all den Jahren noch immer vor mir. Hat mich lange begleitet....


    Vielleicht sollte man sich so etwas doch noch aus lauter Nostalgie mal wieder zulegen :)

    Klasse! :thumbup:


    Ich nutze meine "Schätze" ja auch oft und gern in der Küche und am Tisch und freue mich über Gleichgesinnte :)
    Was hat Jasmin schon gelacht, wenn ich bei Erprobungen oder "just for fun" auch schon mal mit nem fetten Kukri in der Küche gestanden und Mohren gehackt oder "bewiesen" hab, daß auch ein viertelzölliger Zehnzöller gut zum Knoblauch-Zerkleinern sein kann ....

    Warum soll ich schimpfen, ich mach höchstens mal wieder nen Scherz über "Müllmann", aber ich hab vom Troll selbst ein Rettungs-Mora in der Farbe geschenkt bekommen, das fährt jeden Tag im Auto mit und ist ein sehr praktisches Messer :)


    Meinetwegen kannst Du sogar ein Eldris in fuchsia tragen, wenn Du es mit Würde tust.....für mich muß das ja trotzdem nix sein...

    Jerry, ich habe hier Bilder heruntergeladen, die die auf der linken Seite eingezogene Mulde zeigen.
    Ich kann sie hier nur wegen Copyright jetzt nicht posten.
    Auf der "Neuzugänge"-Seite von Robert (Post 160) ist tatsächlich auch noch so ein Bild zu finden, ich hab aber noch andere.


    Ich stimme Dir nun aber zu: Die von mir gefundenen "neuen" Bilder zeigen nun ausnahmslos die (rechte) Seite, auf der der Liner liegt und die unproblematisch ist.


    Das hatte ich vorhin nicht realisiert, das gäbe der Sache aber erst recht ein "Geschmäckle".....


    Weiterhin hört man hier ja von den Besitzern aus unserer Runde nur eisernes Schweigen.

    Mal hochgeholt, weil ja jeine -verbale- Antwort kam....aber es hat sich etwas getan:


    Ihr erinnert Euch an die Kritik über die auch in der Höhe eingezogene Fingermulde am Contractor, durch die man ggf. mit den Fingerkuppen in die Zähne der Rückenschneide kommen konnte?


    Ihr erinnert Euch wirklich?


    Die Beiträge dazu von Robert sind leider gelöscht, die Bilder dazu verschwunden, auch auf der HP.
    Es ist ja auch seine Seite, also absolut sein Recht....


    Insgesamt ist aber nun das Netz leergefegt von Abbildungen von dem Messer in dieser Variante, auf einen schnellen Blick habe ich unter den aktuellen Bilddarstellungen nun ausschließlich solche gefunden, in denen die Fingermulde NICHT in der Höhe eingezogen ist, damit ist die Klinge dann komplett verdeckt.


    Ich habe also keine Ahnung, WAS wir da eine Zeitlang gesehen haben und was dann bei aufgekommener Kritik kommentar- und antwortlos verschwunden ist. Es gab auch keine Veröffentlichungen über eine "Version 2.0" oder sonstige Änderungen.....Es gab bekanntlich gar nichts.


    Jetzt werden wirklich überall Abbildungen gezeigt von einem Contractor, das so beschaffen ist, wie ich es in meinem kritischen Beitrag vorgeschlagen habe. Ich will nun gar nicht behaupten, daß man das nun auf der Grundlage meiner Anregung überdacht haben könnte, das maße ich mir allein schon deshalb nicht an, weil es einfach naheliegend war, das so zu verändern.


    Aber ich weiß insgesamt nun ÜBERHAUPT nicht, was ich DAVON nun halten soll....

    Übrigens habe ich bereits in diesem Thread (Post 201) auf einige gute Quellen hingewiesen, insbesondere kann ich die Empfehlung von "good4040" ebenfalls empfehlen. Auch mit "Knives-Russia.com" hats immer gut geklappt. Und Lamnia hat, wie der Troll schreibt, eine schöne Auswahl an Kizlyar, A&R, Melita-K....
    Ein anderer - baltischer - Anbieter (hunter.serg) in der Bucht offeriert seit einiger Zeit ebenfalls vor allem schöne Kizlyars, da haben David und ich unsere DV-2s her...