Merc: Das mit der Streuung und zuweilen anzutreffendem Klingenspiel habe ich sowohl hier schon gehört als auch in US-Foren so nachgelesen. Das scheint ja für das so vollmundig propagierte "Proudly made..." gar keine so ungewöhnliche Sache zu sein. Bei den Buck 110 Pro, die in unserer Runde nach der Markteinführung auftauchen, waren ja auch solche Exemplare dabei, auch hier konnte man Ähnliches auch in Kurz-Reviews in den USA nachlesen...
Meins ist prima, wenn auch nicht im Sammlersinne "perfekt" (den mittigen Klingenstand bei geschlossenem Messer haben sie ja auch dort nicht hinbekommen), aber ich habe durchaus mit Bedacht dieses Messer nicht aus den USA bestellt, sondern hier bei Wolfgang als einem befreundeten Händler, der mir das gewohnt sorgfältig vorgecheckt hat. Auf Zurücksenden bei Gewackel hatte ich nun wirklich keinen Bock, schon gar nicht in die USA, wo man zuweilen sehr "selbstbewußt" mit deutschen Mängelrügen umgeht...

NOKS Aviator Backlock mit Säge
Maserin Caccia 155 Slipjoint mit festem Guard, der als Schrothülsen-Auszieher funktionieren soll
Böker 20-20 Slipjoint (aber vertrauenerweckend mordsstramm)
Case Cheetah Backlock
Es wurde aus der Vorstellung ja sicher auch deutlich, daß bei der Auswahl schon wesentlich das Subjektive, meinetwegen die Romantik eine Rolle spielt: Das ist ja kein Budget-Modell, bei bestimmten Beschalungen ist man da durchaus im Preisbereich sogar der Pro-Version des Buck 110, und die ist dem Case natürlich bezüglich Material, Belastbarkeit usw. deutlich überlegen, und eine Messertasche springt dann auch noch raus, während das schlank-glatte Case da erst mit Zusatzkosten versorgt sein will.
Am Ende gings mir aber wie Columbo: "Wuschig" hat auch mich der Swing Guard gemacht, im Zusammenspiel mit dem nostalgischen Gesamteindruck. Mitbewerber von Rough Rider hatten nicht die gewünschte Größe, ob sie wertig genug waren, ließ sich kaum einschätzen...
Da ich im Bestand auch genug sehr robuste Zweihänder habe (Gerber, Buck, Fox...) habe ich da dann zugunsten des Flairs und Gesamteindrucks eben auch gern hingenomen, daß das Case doch eher was für mittlere und feine Arbeiten ist - dafür aber eben sexy 
Ohne den Swing Guard hätte ich dabei definitiv das Messer nicht gekauft, das macht das Cheetah eindeutig für mich aus. Geht es um einen schlanken nostalgischen Clippoint-Folder OHNE Guard, liegt bezüglich Material und Verarbeitung eindeutig ein Messer wie das ausgezeichnete Böker 20-20 vorn.

Vielleicht ließe sich ja Böker gewinnen, ein 20-20 mit Swing Guard aufzulegen oder einen ähnlich gestalteten Folder mit Backlock, was mir noch besser gefallen würde.
Ich werde das mal Marc als Vorschlag unterbreiten....