Top gemacht, Heide-Apache! 
Das Messer wurde hier schon kurz erwähnt und ist mir ebenfalls schon positiv aufgefallen.
Deine Wertungen zum Heranführen von Kindern an den Umgang mit Messern kann ich fast ausnahmslos auch mit eigener Wahrnehmung / Bewertung bestätigen.
Auf jeden Fall muß so ein Kinder-Schnitzmesser scharf sein, völlig richtig.
Kinder haben weniger Kraft, insbesondere bei ruhigen, kontrollierten Bewegungen.
Und es ist ganz natürlich und zu erwarten, daß bei zuviel Widerstand die Bewegungen dann großräumiger, wilder, unkontrollierter und damit verletzungsträchtiger werden.
Also ist ein "halbstumpfes" Messer im Zweifel gefährlicher als ein hinreichend scharfes und verleitet zudem grundsätzlich zu einem unkontrollierteren ruppigen Umgang.
Was die Spitze angeht, stimme ich Dir "eigentlich" zu, man muß aber bedenken, daß schon ein einziger gravierender Fehler im Handling mit einem spitzen Messer ggf. gravierendste Folgen haben kann, und Umgangsfehler haben wir alle gemacht, bei mir glücklicherweise aber nur mit Schnitten als Folge.
Ich weiß aber, daß man die Kinder heranführen muß ans Handling, damit man hinreichend sicher ist, daß die Spitze bei einer etwas wilderen Bewegung nicht "irgendwo" landet, schlimmstenfalls dann eben im eigenen Körper oder im Nachbarkind....Und ich seh so viele Erwachsene mit offenen Messern herumlaufen oder im Wald auf schwierigem Grund herumklettern, daß ich eben Besorgnis habe, ein Kind im Umgang mit einem Messer von Beginn an SO kontrollieren und anleiten zu können, um so eine gravierende Folge wie eine tiefe Stichverletzung hinreichend sicher ausschließen zu können.
Da müssen sie sich erproben und auch mir beweisen, daß sie damit nicht wild herumfuhrwerken oder herumrennen, erst dann möchte ich ihnen spitze Messer anvertrauen.
Das gilt für mich natürlich insbesondere dann, wenns keine eigenen Kinder sind, sondern mir "fachlich" oder zur Beaufsichtigung anvertraute...
Unsere "Leihenkelinnen" haben auf Wunsch ihrer Mutter ja von mir ihre ersten Schnitzmesser erhalten, darüber habe ich mich sehr gefreut. Und aufgrund dieser Überlegungen waren das eben für die ERSTEN "Schritte" und Schnitte vorn runde Kinder-Opinels, die später noch gut als Brotzeitmesser taugen und nicht nutzlos werden - und dann für den nächsten Schritt zwei prinzessinnenrosafarbene Mora Scout Safe mit gerundeter Spitze. Nicht so rund wie die Opinels, aber eben auch nicht so spitz, daß sie bei versehentlichem Auftreffen tief in den Körper eindringen würden, wenn man nicht gerade frontal drauffällt...Die haben sie bekommen, als sie durch den Umgang mit den Opinels gezeigt hatten, daß sie umsichtig genug mit den Messern umgingen und insbesondere nicht damit herumrannten.
Und auch da war die Überlegung, daß man die Scouts (sowas war schon eines MEINER ersten Messer
) später dann bedarfsweise "anspitzen" kann und ein vollwertiges Jugendmesser hat, wenns nicht zwischenzeitlich irgendwo im Wald verschütt geht 
So ein "Schnitzel" wäre da aber auch auf jeden Fall in Betracht gekommen und kommt jetzt auch auf die Vorschlagsliste für einen Kollegen, der ein "erstes Messer" für seinen kleinen Sohn sucht.
Übrigens: Das "Bowie-Schnitzel" als zweiter Schritt ist ja echt ein Geniestreich! 
Nachsatz: Der Zorn steigt wieder in mir auf, wenn ich an die unsäglichen Pläne weiterer Verschärfungen denke und mir vorstelle, daß dann selbst diese Kindermesser nicht mehr "erklärungsfrei" geführt werden dürften bei Wald-Ausflügen. Kann man dann am besten mit einer großen Vortasche ordern, in die ein Anwalt passt, der die von Pistorius & Co. ausgeschickten Bewahrer der öffentlichen Sicherheit von der Rechtmäßigkeit des Führens vielleicht überzeugt...Unsäglich!