Beiträge von Micha M.

    Aus einem Forumsdeal hat ein Klassiker zu mir gefunden:




    Emerson CQC-8 in der Wave-losen Surefire-Edition, aber auch ohne Wave oder IKBS läuft dieses hier sehr flott.


    Emerson hat mich lange abgeschreckt, immer wieder mal Berichte über mäßige Serien-Qualität, vor allem aber "Ausreißer" mit Klingenspiel, ausgenudelten Schrauben und...und....Aber bei DIESEM Dealpartner war ich da auf der sicheren Seite, und außerdem hab ich schon eins, das auch ohne Mucken war: das sehr schöne Persian...




    Während das Persian mehr oder minder ein "Single-Purpose-Tool" ist, also s e h r hauptsächlich zum Zerteilen und Aufpicken von Cevapcici auf dynamischen Balkan-Tellern gedacht und gemacht war, folgt die leicht aufgeschwungene CQC-8-Form ähnlichen Überlegungen zur Gestaltung der Schneide und Positionierung der Spitze für dynamische Schwung- und Stichbewegungen, bleibt dabei aber so stabil, daß es auch als normaler User punktet. Die Theorie geht so in Richtung Echanis / Taylor / Wanner "Warrior", folglich kann man Schafskäsewürfel auch zur Kleinfingerseite hin prima aufpicken.


    Und es punktet halt seit über 30 Jahren mit diesem Nutzen als Tool UND Backup gerade bei professionellen Anwendern aus dem SE-Bereich so deutlich, daß es eigentlich überall aufgetaucht ist, wo seitdem heiß gegessen wurde....
    Und erstaunlicherweise gilt das nicht nur für Selbstbeschaffung durch die Kräfte, sondern das CQC-8 hat es über Jahre sogar in der Serienversion dienstlich geliefert in die Smock-Taschen des SAS geschafft, gehört also sozusagen als nützliches Accessoire zur Landestracht der Gegend um Hereford....


    Ich werds die Tage mal mit einigen weiteren Bildern und Verweisen auf Quellen vorstellen, ist wirklich ein Stück SE-Folder-Messergeschichte geworden....

    Eine Öffnungs-Notwendigkeit von Baumärkten aufgrund einer prognostizierten höheren Koitus-Frequenz ist mal ein erfrischender Ansatz. Das reißt uns im internationalen Vergleich doch wieder ein wenig nach vorn: Nachdem sie in NL Gras gehamstert haben und in F Rotwein und Kondome, war unser Bild vom Klopapier-Hamstern her ja eher für den Arsch...

    Wie sie jetzt alle aus ihren Studierzimmern gekrochen kommen und ihren Arbeitsgruppen und ihren Filterblasen und auf einmal Bedenken wälzen wegen der Beschränkung bürgerlicher Freiheiten....man kann sich nur wundern.


    Wie sie alle geschwiegen oder sogar geklatscht haben, als man uns noch ganz kürzlich gegen jede kriminalstatistische Notwendigkeit bei sinkenden Kriminalitätszahlen und vor Vorliegen von empirisch gesicherten Studien allein zur Befriedigung eines unsachlichen "subjektiven gesellschaftlichen Sicherheitsgefühls" als unbescholtene Bürger das Mitführen kleiner Gebrauchsmesser gekippt und ganze Innenstädte zu "Hochsicherheitstrakten" mit beschlußfreiem Polizei-Filzen gemacht hat....Unschuldsvermutung? Präventiver Generalverdacht? Nicht so wichtig, die haben ja kein Taschenmesser....Es trifft sie nicht selbst, also ist die Freiheit nicht wichtig.


    Jetzt lamentieren die üblichen Verdächtigen, und am lautesten die, die sonst so viel Lust auf Zwangserziehung haben, ob nun bei Umwelt- oder "Sicherheits"-Themen. Mal wieder betrifft es sie höchstpersönlich, und da ist alles anders, auf einmal ist das Selbstbestimmungsrecht wieder wichtig, die Entscheidungsfreiheit....

    In Beitrag 103 von Andre schon erwähnt, hier noch mal aus langer eigener Erfahrung ebenfalls noch mal angesprochen:


    Extrema Ratio


    Die beiden Gründer, ehemalige A10-Piloten der italienischen Luftwaffe, sind um den Jahrtausend-Wechsel von Beginn an in die Messerproduktion mit dem Ziel eingestiegen, Tools für professionelle Anwender zu produzieren. Viele Modelle sind nach konkreten Vorgaben militärischer Einheiten entstanden oder mit deren Beratung, viele Modelle sind insbesondere bei italienischen Einheiten im Gebrauch, so das 185RAO bei den Fernspähern, das Col Moschin bei militärischen SE-Kräften, das Fulcrum C im polizeilichen SE-Bereich usw.


    Hürde für den Ordonnanzmesser-Status war stets der ziemlich hohe Preis der ER-Messer....und der hat zuweilen auch einer noch breiteren Verbreitung bei professionellen Anwendern immer mal im Weg gestanden, wenn junge SE-ler so etwas selbst beschaffen sollten.
    Trotzdem kenne ich viele professionelle Anwender, die selbstbeschaffte ERs verwenden, und die HP von ER ist voll mit entsprechenden Referenzen....


    In meinem eigenen Umfeld hab ich insbesondere Shrapnel C und Fulcrum C bei einigen Kräften an den Mann gebracht, beide Modelle hab ich auch selbst im "Kindergarten", insbesondere das Shrapnel hat seinen Stammplatz an meinem "großen Einsatzkoppel", aber eben nicht nur an meinem.





    Aber mein Einstieg - au, da hat das Überspringen der Preishürde mir damals so richtig wehgetan! :) - wurde und blieb auch sofort eine meiner "großen Lieben" im Messerbereich, hat mich in unzählige Einsätze begleitet und nie enttäuscht: das Nemesis.


    Das Messer hab ich hier mal in Szene gesetzt auf nem Einsatz-Rucksack, normalerweise ist es natürlich in der Hüft-Außentasche oder der Hosentasche - und das seit nunmehr 15 Jahren, wie man ihm ein wenig ansieht :)

    Ja, der hats wirklich hinbekommen, daß ein Tactical Knife gleichzeitig auch noch ästhetisch und seyy ausschauen konnte.


    Meine Al Mars gehören für mich zu den schönsten Messern in meinem Bestand, sind aber keine Ziergegenstände, sondern Messer mit hohem Gebrauchswert.


    Man muß damit nicht buddeln oder hebeln oder sonstigen Einsatzmesser-Missbrauch treiben - aber manchmal gönn ich ihnen noch Ausgang, sowohl im "Kindergarten" als auch als Sonntagnachmittags-Ausgeh-Messer :)


    Hui, entwickelt sich dynamisch! :)


    JPV: SE-Anwendung: Gemeint ist die Anwendung des Messers in militärischen oder polizeilichen Spezialeinheiten.
    Für viele Anwender hat es Reiz, mit einem Messer umzugehen, daß sich auch im militärischen Spezialeinsatz bewährt hat.
    Ob das nun die Annahme ist, dann müsse es jedenfalls sehr durchdacht und belastbar sein (was stimmen kann, aber nicht muß...) oder einfach das Vergnügen, mit so einem Tool mit einer entsprechenden Geschichte dann eben auch umzugehen.


    Ich bin z.B. auch militärisch-historisch immer interessiert gewesen und irgendwann auf das Israeli Commando Knife beim Nachlesen gestoßen, was bei israelischen Einheiten an Einsatzmessern denn so im Gebrauch ist...
    Dann kam bei dem Modell hinzu, daß mir der schlankere Griff eher zusagt als der des KA-BAR und die breite Hohlkehle klassischer Sheffield-Gestaltung für mich auch einigen ästhetischen Reiz hat.
    Insgesamt mag ich das Ding eben :)


    Sissipuukko von Peltonen: Ja, ein sehr interessantes und durchdachtes Gebrauchsmesser!
    Und wenn man solche an nordische Gebrauchsmesser angelehnte Puukko-Klingen mag, sollte man auf jeden Fall auch die Jägermesser-Modelle von Varusteleka.com aus der Terävä-Reihe mal anschauen, die Andy, Greider und andere hier erwähnt haben.


    Dazu gibts hier schon einige Meinungen und Reviews - mein 11er hab ich mal als "Unimog mit Klinge" sehr zufrieden vorgestellt. Mittlerweile kann man innerhalb der Reihe auch gut ein Zweierset zusammenstellen, um einen möglichst breiten Aufgabenbereich abzudecken, vom großen Skrama über das 14er und das 11er bis zu den kleineren und dünneren Modellen für eher feinere Arbeiten....


    Und hast Du mal mein Review vom Condor / Lennartz "Little Bowie" gesehen?
    Deine Vorschläge waren ja glaube ich allesamt Clippoints - und da hat man in kompakter Größe ein stabiles Messer mit sehr schönem Clippoint, das in dem kompakten Format einige Eigenschaften großer Messer mit transportiert.
    Hat mich jetzt im Winterurlaub im Schwarzwald wirklich SEHR zufrieden gemacht und alle Aufgaben prima gelöst....


    Und ein Klassiker mit Clippoint bleibt bislang unerwähnt, obwohl er gerade auch im Outdoor/Jagd - Bereich zigtausendfach bewährt und seit Jahrzehnten berühmt ist und so "nebenbei" eines der Bowies ist, die ziemlich "sexy" rüberkommen: Das Buck Special!!

    Je mehr es in den Bereich reiner Werkzeugnutzung geht, umso eher wäre ich wohl beim SRK, wie Columbo schreibt, ist das im robust-elastischen SK5 sozusagen sehr viel praktisches Messer fürs Geld.


    Je mehr es auch in Richtung möglicher Backup-Funktion geht, umso weiter würde der Pegel dann eher zum Leatherneck ausschlagen.


    Was man in diesem Preisbereich auch anschauen sollte, sind Mitbewerber "von der anderen Feldpostnummer" - momentan bekommt man viele Kizlyar-Modelle für viel weniger Geld als früher. Selbst Messer wie das Phoenix Combat (wieder mit Schwerpunkt im Backup-Bereich) oder das DV (großer "Outdoorer") sind mittlerweile um die 100 Euro zu haben...oder schlanker vielleicht das SH-8....


    Das Israeli Commando knife - ich mag meins sehr!! - punktet eher bei Anwendern mit Faible für SE-Anwendung und Geschichte.

    Lichtschalter, das mach ich auch so, wenn ich das Otanashi ausführe. Dann ist ein Sekundärmesser mit stabilerer Spitze ergänzend dabei. Aber ich mag nach wie vor das schlanke Williams-Modell SEHR gern!


    Lakota: Wir werden aufgeteilt und möglichst viel auch mit "Home Office" eingesetzt.
    Aber derzeit müssen wir leider erst mal die Inkubationszeit "aussitzen", weils leider einen im Kindergarten getroffen hat...

    Lichtschalter, für den Kindergarten haben wir da wohl recht ähnliche Spielsachen :)


    Aber wenn ich denen mit Dark Camo fürs böse Schießgewehr käme, würden sie bei uns wohl Schnappatmung bekommen :)

    Ah, und hier noch eins von den beiden Dieter-Foldern, hier die Ausführungen mit Alu-Griff.
    Produziert nicht mehr von MOD, sondern von Blackhawk.
    Daneben der kleine Bruder des ATAC-Fighters, der Stinger....noch von MOD, aber in Custom-Kydex, die originale war mäßig...



    Der große und der kleine Folder unterscheiden sich eher in der Klingenhöhe als der -länge, die deutlich größere Griffgröße resultiert eher aus dem Gurtschneider im größeren Modell.


    Durch den Button-Lock lassen sich die Folder auch in dicken Einsatzhandschuhen ausgezeichnet öffnen und auch ohne Gefummel wieder schließen, die Ergonomie ist bei beiden SEHR gut.


    Der Brieföffner dahinter ist ein sehr schönes altes Stück von Blackie Collins.

    Was für ein schöner Thread mit informativen Beiträgen und tollen Bildern. Und ausgezeichnet gefördert mit immer neuen Infos!


    Danke fürs "Hochholen", Andre!!
    Meinen AF Combat Folder hab ich schon lange, er ist mit angewachsenem Bestand ein wenig auf die Reservebank gerückt, früher war er Stammspieler und hatte/hat das auch verdient. Momentan sind dann draußen doch meist wieder die Russen dabei, vor allem das Mangust-Duo....


    Aber der Gerber-Folder ist ein echter und verdienter Klassiker, der heute dank Deiner Anregung wieder mal zumindest ins Heim-EDC kommt :)