Ramelius, Deine Einschätzung ist völlig richtig, und Roman weiß das - und ich sehe ihn förmlich in seinen Bourbon grinsen bei der Vorstellung.
Das war auch sicher eher ein in die große Runde gerichteter Vorschlag, in der sich ja tatsächlich viele tummeln, die so etwas durchaus sehr gut bewältigen können. Mein eigenes handwerkliches "Geschick" ist so ne Art Running Gag unter den Veteranen und endet maximal beim Klingenverschluß eines Ganzstahl-Fixed 
Roman, wenn die Schnurre mit dem Laguiole-Kaninchen nur gut war, um Dir wieder mal so einen Beitrag zu entlocken, war sie es allein deshalb schon wert...
NATÜRLICH ist das Laguiole kein Tactical, ich hab ja ausdrücklich festgestellt, daß es traditionell gefertigt und hergestellt ist und auh so funktioniert - aber daß man hier zur Abwechslung mal im Finish eine "nüchterne" Gewandung gewählt hat, in der man das hübsche Ding sehr schön neben andere Messer meines Bestands legen kann, die stilistisch eben weit überwiegend aus der "Tactical"-Ecke kommen.
Und NATÜRLICH ist das jetzt kein "Tactical", keine böse Waffe oder sonstwas, sondern bleibt ein sehr schönes und praktisches Gebrauchsmesser
Wichtig genug als Hinweis in unserer hysterischen Zeit, in der angeblich "Sachkundige" darüber schwadronieren, ob wohl ein Folder mit böser schwarzer Klinge automatisch zur zu verbietenden Meuchelwaffe mutiert Sowas gabs durchaus. Als Vorschlag putzig, das würde Herrn Pistorius durchaus einige Probleme abnehmen - man könnte durch ein paar Tonnen olivgrünem Lack und tausend ausrangierte Familien-Kombis sozusagen schlagartig durch Umlackieren die deutsche Panzerwaffe zur Nato-Führungs-Truppe aufwachsen lassen...Nun ja...
Nein, es bleibt zivil und bieder im Zweck und Einsatz, alles klar, aber es hat dabei eben Feldzeug an sozusagen.
Das soll Leuten auch so gehen, die eben heute ganz bieder Großeinsätze leiten und zu Konferenzen fahren, sich dabei aber immer noch Kongotarn leisten 
Daß ich heute Interesse und emotionalen Zugang zu solchen Gestaltungen habe, ist ja nicht zuletzt Deine "Schuld", Roman 
Wenn man sowas wie Dein Duke oder das Pilot Survival in der Hand hat, klassisch gestaltet, begreift man eben, daß nicht alles, was leistungsmäßig mithalten kann, auch aussehen MUSS wie ein ER Col Moschin. Die Beschäftigung mit Deinen Messern hat meinen Horizont erweitert, dafür noch imer vielen Dank!
Der zweite Grund - kein Einzelfall offenbar - ist das Alter....Oldschool und schöne, sehr brauchbare klassisch gestaltete Messer wie die Fraraccios oder eben jetzt auch mal ein Laguiole finden da wohl ganz allgemein mehr Akzeptanz als in der wilden Jugend.
Und mit den Jahren verändern sich zudem manchmal die Aufgaben...
Gestiegene Lebensjahre und Besoldungsgruppen...da führt der Weg seltener zu allem entschlossen in die Ruhrpott-Bronx und häufiger in den Führungsraum, aber man ist geprägt und bringt auch dorthin mit, was einem gefällt 
Wobei ich aktuell schon immer noch mitspiele und -übe und -raufe...noch ein wenig und oft als "Alterspräsident...
Dem Krawalltag ist schleichend zumindest meist das "Kraw" abhanden gekommen, man tröstet sich mit Tennysons "Ulysses", liebt aber weiter gute Eisenwaren und bunte Cargos - dabei wird aber weiterhin jeden Tag gegessen, vorzugsweise gut und leider wieder meist viel zuviel.
Und wenn man das Leben irgendwann als insgesamt "taktisch" begreift im Sinne Musashis, warum dann nicht auch dafür für gefälige Einsatzmittel sorgen?
Ich hab mir tatsächlich ja kürzlich zu meinen Fraraccios noch ein paar vergleichsweise sauteure Horngriff-Gabeln gekauft, weil ich "eingestehen" muß, daß ich auch die eben vorrangig bei Tisch "einsetze", und Vergnügen daran habe, daß auch dann alle FEM kompatibel sind 