Beiträge von Micha M.

    Ja, und dann gibts so Leute, die immer noch keine Ahnung haben, wie Hayes oder Dawson, und die dengeln dann aus rostendem C-Stahl wie O-1 oder sogar irgendwelchem Altmetall wie dem Lkw-Blattfederstahl 5160 ihr Zeugs zusammen :)
    Oder halt so Primitivzeugs, unbewährt und sicher nie verwendet, wie Randall, auch nicht aus S90V, sondern unbegreiflicherweise aus 0-1 oder 440, unfassbarerweise nicht mal 440C, sondern B.
    Da kann ja nix Gescheites bei herauskommen....:)


    Und wenn wir mit heiligem Schauer die Messer von WK-I-Helden in die Vitrine legen, oft genug z.B. aus C75, dann können wir nur froh sein, daß man diese Schreibung gewählt hat und nicht so prollig war, da sowas wie 1075 oder 1095 dranzuschreiben, denn damit läßt sich sicher kaum ein Knopf abschneiden, viel weniger ein Feind besiegen :)


    Ich hab mir sicherheitshalber schon den Staubsauger vorgekramt, unter dem Messerbrett im Wohnzimmer mit seinen diversen Exemplaren in SK-5, O-1, 1095, dem Eickhorn-Federstahl 55Si7 und natürlich dem ganzen obsoleten C-Zeugs, aus dem Juchten seine hauchzart-zerbrechlichen Werke fertigt, müßte doch schon so ein brauner Brösel-Haufen wegkorrodierter Blechklingen liegen. Ts, nix gefunden, Jasmin war wohl schneller :)

    Leute, lasst die Kirche im Dorf mit dem AUS-8-Bashing, mit dem viele einfach nur ihre überlegene "Sachkunde" und ihren Datenblattrekord-Hype rechtfertigen wollen.


    Haufenweise gute User von CRKT und Cold Steel, die einem viele Jahre lang treue Dienste leisten, gut nachschärfbar sind, nicht zu Ausbrüchen oder anderen bösen Überraschungen neigen....


    Das hier leistet mir jetzt schon so um die 20 Jahre treue Dienste...



    Über Generationen hätten sich Anwender für ihre Messer, mit denen sie soviel mehr gemacht haben als aktuell der Durchschnittsanwender, so ein gutmütiges und pflegeleichtes und gebrauchstüchtiges Material gewünscht, jetzt kommen die Puristen und ziehen das Material so in Zweifel, daß es klingt, als könne man sich damit nicht mal ein Brot schmieren.


    Und natürlich finden sich Anwendungen, wo dann nach den Datenblatt-Eigenschaften irgendein PM-Stahl vorne liegen würde. Klar, will man sandige Wildsäue ausziehen, ist S90V natürlich schon eine feine Sache.
    Machen aber nur die wenigsten von uns, und dann nicht mit sowas wie dem Enyo.
    Das kommt mit der Wildsau eher in Kontakt, wenn sie sich schon zur Salami umgezogen hat und nur noch in Scheiben aufs Brödel soll...und das kann das Bronze-Enyo in AUS-8 durchaus. Würde selbst mit AUS-6 problemlos gehen, wenn ich an zwei Jahrzehnte Anwendungserfahrung mit den Stiff KISS denke...


    Währenddessen pflegen die Datenblatt-Rekordjäger gehobene Verachtung für profane Dinge wie AUS-8 oder schnödden 420HC, gewinnen mit ihren Rockwell-Boliden das Datenblatt-Quartett und geben die teuren Schätze dann nicht selten nach ein paar Jahren wieder in die Tombola...."hat noch nie was geschnitten".....meine Prollstahlkumpels aber schon!

    Privjet!


    Melita-K-Duo mit dem Pilotenmesser "Sapsan" und dem kräftigen Folder "Bagira"





    Zeit dazu passend von der Vostok K-35 Kommandirskie.
    Licht von der JetBeam BC-20, doch hier im EDC etwas schlanker und beintaschen-freundlicher als die Armytek Dobermann, die stilistisch natürlich auch sehr gut gepasst hätte :)

    Bei großen Händen ist das nicht unproblematisch.
    Ich hab ja kleine Hände, hab das Messer am Anfang aber zu weit vorn gefasst und mich zwei- oder dreimal ein wenig am Zeigefinger geratscht, weil die Schneide bis hinten durchgeschliffen war.


    Das läßt sich durch Abstumpfen der hinteren 2-3 mm schon mal sicherer machen.
    Vor allem ist aber auch das kleine lanyardartige Band hinten mit dem Knoten sehr nützlich:
    Man fasst das Messer etwas weiter hinten und legt den kleinen Finger zwischen Griffende und Knoten.
    Dann liegt der Finger also hinter dem Griffende, das verhindert schon mal wesentlcihein Vorrutschen der Hand.
    Weiterhin erlaubt der kurze Griff eine Handhaltung, in der dann das Hinterende sich am Handballen abstützt.


    Damit kann man also dann auch mit dem spitzen kleinen Ding widerstandsfähigeres Material bedarfsweise penetrieren.

    Ich glaub ja, tief im Herzen wollte Manix gar keine Technik-Diskussion, sondern einfach eine Solidaritätsbekundung, daß auch andere Leute Begehrlichkeiten erliegen, die man nicht für jeden einzelnen Anwendungsfall zweifelsfrei eine technische Notwendigkeit herleiten kann.


    Geht mir auch manchmal so....dann fachsimpele ich halt einfach ein wenig mit dem Troll, Idox oder dem Aufpasser und bin mir schon viel sicherer, daß man sowas braucht, daß es aber auf jeden Fall irgendwann nützllich sein könnte. Dass ich dads dann einfach kaufe, weil mir das Freude macht, tritt dann angenehm in den Hintergrund, vorausschauende Planung und Sorgfalt und Vorbereitung klingt doch viel netter als Hedonismus :)


    Und die Sehnsucht, daß dann jemand kommt und von uns hinwegnimmt unsere Sünde von Gier und Selbstsucht, ist ja keine neue Erfindung :)

    Es soll da auch besondere Spezialisten geben, die einem mühelos eine Vielzahl unwiderlegbarer und unrettbar verführerischer Argumente unterbreiten können, daß man noch eine weitere Lampe benötigt....oder ein Messer....oder eine Armbanduhr.....:)


    Keine Mühe für Kaas Enkel, einen blinden Pazifisten mit nem Fairbairn Sykes, ner Breitling und ner Surefire Fury wieder aus den Klauen zu lassen....

    Vielleicht sollten wir alle mal Victorinox anschreiben und das anregen. Wenn die sehen, daß es ein breiteres Kundeninteresse gibt als nur ein "Einzelschicksal", legen sie sowas ja vielleicht mal auf.
    Es gibt so etwas customisiert, dann aber für 200 Euro vor Steuern, das wär mir der Spaß nicht wert.
    Aber Victorinox bietet ja andere Modelle in Rangergrün-Alox an, und dann sollte das vernünftigerweise auch nicht teurer werden als die rote Version, also meinetwegen irgendwo bei nem Hunni, den das rote Hunter Pro anfangs ja auch kostete....

    Durch die Einschränkung auf "Normalos" klinkst Du sinnvoll erst mal den professionellen Einsatzbereich aus.
    Das macht auch weitestgehend für mich Sinn. Trotzdem - exkursiv - mal am Anfang dazu:
    Da ist eine verfügbare hohe Lichtstufe sicher unstrittig vorteilhaft.
    Ich hab das bei vielen gemeinsamen nächtlichen Einsätzen mit meiner Truppe oder der Polizei gesehen, wenn man nebeneinander stand und so ein zweifelhafter Hinterhof auszuleuchten war....da zeigte sich doch ein Vorteil einer selbstbeschafften leistungsstärkeren Lampe gegenüber der gemütlichen, aber eben auch begrenzten Illumination durch die dienstlich gelieferten LedLenser :)


    Auch da gibts aber übrigens den Zustand "ZUVIEL Licht", z.B. in kleinen Räumen, beim Kontrollieren von Papieren, Absuchen von Schubladen usw.....
    In Kenntnis unglaublicher Einschränkungen cognitiver und manueller "Feinheiten" in operativen Stress-Situationen und meiner eigenen diesbezüglichen Beschränktheit in Technikverständnis und -bedienung hab ich da früher zwar dringendst One-Mode eingefordert, ist das aber ein 1.500 Lumen - One-Mode, kann auch das ungut sein. Dem begegne ich dann ggf. mit ner Zweitlampe. Mittlerweile bevorzuge ich da aber Lampen, die eine klare und stressfeste Differenzierung zwischen einer intuitiv und schnell akti- und deaktivierbaren Volllicht-Leistung und eben auch einer Möglichkeit zur Lichtstufen-Auswahl anbieten, wie z.B. eben die TA-30 oder meine neue Dobermann....


    Privat ist "brauchen" ein sehr relativer Begriff, und dieseThematik kennen wir "üblichen Verdächtigen" doch alle von unseren Messsern :)
    Ich bin Jahrzehnte mit einer vergleichsweise müde und weihnachtlich glimmenden Mag oder kleinen China-Lichtlein durchs Leben gekommen, ohne ständig in dunkle Gräben zu fallen oder vor Bäume zu buffeln. Brauchen? Hm....
    Aber ich kann auch die allermeisten meiner alltäglichen Schneidarbeiten mit nem Mercator erledigen und trage heute ein Strider MT, gestern ein Wilson Mod. 25.


    Und die Beantwortung dieser Frage ist ja auch da völlig uneinheitlich. Einer möchte auch für den Ausnahmefall ausgestattet sein und dann nicht erst was Spezielles beiziehen müssen, falls das dann auch verfügbar ist - und trägt mehr und/oder Leistungsfähigeres mit sich herum, der andere mags bequem und akzeptiert eine "suboptimale" Leistungs-Obergrenze, die ihn aber durch 99 von 100 Tagen bringt....oder hier eben Nächte.


    Auch privat kanns aber zumindest mal nützlich sein, im Zweifel mal ein Stück Weg ausleuchten und die Lage bewerten zu können.
    Oder nen Unfall- oder Pannenort.
    Und es kann ja durchaus auch ein Vorteil sein, jemandem mal 1500 oder mehr Lumen entgegenbringen zu können, gar nicht mal immer als Strobe....


    Ich benutz auch meine leistungsstärkeren Lampen auch privat und in manchen Situationen auch mal mit voller Power - was bei mir immer noch kein Lichtmonster" ist, aber eben auch schon ein Zigfaches der alten Mag, irgendwo bei 1200-1500 Lumen.
    Das ist dann halt fast immer nur für einen kurzen Überblick.
    Heisst das dann "brauchen"? Weiß ich nicht, vermutlich nicht im engeren Sinne.
    Aber es ist dann schon zumindest angenehm, wenn da ordentlich Licht rauskommt.


    Meine "Kappungsgrenze" bislang ist da allerdings die Akku-Wahl: Das muß schon mit 18650ern laufen, meinetwegen mit den leistungsfähigeren dieser Baugröße, die dann ja auch zwischen den einzelnen Lämpchen austauschbar bleiben und kein Vermögen kosten.
    Hab gerade ein halbes Dutzend davon nachgerüstet, um die Turbostufen von TA-30 und Dobermann sicher versorgen zu können.
    Die Dinger waren billiger als früher ein Normal-Akku bei meinen üblichen Quellen.


    Also krieg ich als "Draufgabe" der modernen Lampen ne Leistungs-Option, die mich dann keinen Zusatz-Aufwand oder -Kohle kostet.....ob ich das zwingend brauchen würde, lass ih mal offen :)

    .....auch heute ein US-Duo, diesmal eins von Strider:





    MT Mod 10 Sniper "Chuck Mawhinney" und ein ED-E8


    Fürs Sporteln wird dann aber gewechselt, da wäre das große Fixed ein wenig im Weg, dann kommt wieder das Green Thorn in die Turnbuxe :)


    Ich hab mein Enyo jetzt 10 Jahre - und wegen des Stammplatzes auf dem Stiefel gehört es zu den meistgeführten Messern im Bestand.


    Hier hab ichs ja damals schon vorgestellt:


    Spartan Blades "Enyo" - (zu) kleiner Giftzwerg


    Ich würds mir immer noch ein paar Prozent größer wünschen, habe mich aber mittlerweile an den kleinen Griff gewöhnt und hab mich ewig nicht mehr an der Hinterkante der Schneide geratscht. Dazu trägt der kleine Knoten hinten an dem lanyardartigen Paracord bei, der jetzt als Halt für den kleinen Finger dient, so daß insgesamt die Hand nicht mehr so weit vorn faßt wie am Anfang.


    Ich hab ja auch schon einen wunschgemäß hochgezoomten Klon ausprobiert:


    Hochgezoomtes Enyo - jetzt auch grifftauglich für den Troll :)


    Den hatte Idox ebenfalls zum Ausprobieren da und zieht - wie am Ende auch ich - das normale Enyo vor, sieht aber wohl auch die Bronze-Edition viel näher am klassischen Modell als so einen Klon.


    Ich hab das Enyo über die Jahre wirklich im ständigen Gebrauch schätzen gelernt.

    Messer mit Boltaron-Scheiden läßt sich Spyderco noch deutlich besser bezahlen :)


    Und die Boltaron-Scheide mit Sicherung kann bei bestimmten Tragepositionen gar nicht mal so nachteilig sein - der Ziehwiderstand der Spartan-Kydex des Enyo war mäßig, das barg bei Stiefel-Trageweise durchaus Risiken.


    Ich kann mir durchaus vorstellen, so ein "Bronze-Enyo" auch noch gelegentlich anzuschaffen, sozusagen als "Zweit-Enyo" :)

    Immer wieder interessante Neuauflagen dort....aber leider sind sie bislang nicht "darauf gekommen", das bauartlich natürlich voll meinem Beuteschema entsprechende Zweihänder-Hunter Pro Alox auch in einer rangergrünen Auflage anzubieten, obwohl das so gut zum Anwendungsbereich passen würde und sie den Farbton bei anderen Alox-Modellen so gut hinbekommen haben. Schnüff!

    Wohl folgerichtig in der Gear-Entwicklung und Ergebnis erneuter Beratung durch einen der üblichen Verdächtigen zu Be- und Erleuchtung....



    Armytek Dobermann XHP 35


    Mir hätte ja schon länger gefallen, häufige Setups auch durch ne "Russenlampe" abzurunden, und Armytek kommt da ja nahe heran :)


    Schön robust, das Ding.
    Ich werd zwar zeitlebens nicht das ganze Gehampel mit 10- oder 15-maligem Drücken verstehen und handhaben, hab aber verstanden, wie ich ordentliches Voll-Licht bekomme und bei genug Zeit und Bedarf an weniger Leuchtkraft nach leichtem Drehen am Kopf noch ein paar weitere Stufen finde.
    Das ist hinreichend simpel....for idiots, under fire & for Micha :)


    Noch ein Rudel kräftiger 18650 kam dazu, so daß alle stärkeren Lampen im Bestand auch sicher in den Turbostufen laufen....

    Tja, Emil, nach Deiner Inspiration gönn ich mir mal für Indoor auch was für die Seele :)


    Buck-Duo mit dem Special und dem 110 Pro




    Fühlt sich anscheinend wohl und daheim auf dem US-Woodland - und ich fühl mich wohl mit den Klassikern.
    Die Scheide sitzt auch beweglich genug am Gürtel, um beim Sitzen hier drin nicht zu stören und die Polster auch nicht zu gefährden. Au, DAS würde Mecker geben :)


    Und für den Einkauf gleich ist schon ein anderes Team zusammengestellt, smocktaschentauglich mit dem wunderbaren Gerber Parabellum undd dem ebenfalls sehr guten Müller Linerlock für die Jackentaschen und dem praktisch-flachen Ka-Bar Eskabar für den Gürtel, damit man sich ohne Joppe nicht gleich nackt fühlen müßte :)


    Ach, Emil, Du tust mir einfach gut :)


    Morgen wähl ich auch ein üppig-seelenwärmendes Setup für daheim, mit einem "viel zu großen" Fixed, gerüstet für bockige Brödel, wüste Wurst und kackfrechen Käse!


    Man lebt ja doch nicht vom Brot allein und muß ja auch gerade in solchen Situationen immer auch mal was für die Lebensfreude tun :thumbup:


    Dir und Euch weiter die besten Wünsche, gut durch die weitere Zeit zu kommen und das Beste aus dem WE zu machen!