Beiträge von Micha M.

    Für drinnen und den Sonntagseinkauf Setup mit dem Parabellum als Primärmesser, ergänzt durch ein Neckie. Drinnen dann nur das Satre.

    Und für die Waldrunde das gleiche Prinzip....geschlossener Smock mit dem Rawles Voyager, ergänzt durch das kleine Mission...





    Der Predator ist bei Alpha Centauri falsch abgebogen, der Vietcong putzt sein Nagelstudio, und die bösen Russen sind momentan anderweitig beschäftigt...das Neckie baumelte gerade unbeschäftigt vor der Brust.....ach Mööööönsch....da musste jetzt das Brödel dran glauben mangels anderweitiger Heldentaten.

    Ist auch völlig bestimmungsgerecht, denn es ist ital. Rosmarinschinken und Scamorza, und selbst ital. Kriegshelden müssen zuweilen essen...und bei der dortigen albernen Piccola Colazione kann man wenigstens den Kaffee damit umrühren...

    Ein Besteckmesser krieg ich eh nicht mehr, weder hier noch bei unseren Wirtsleuten, was bleibt mir also übrig?


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    Oh, war grad kein Messer zur Hand? ^^


    Mir gefallen deie Tellerbilder - hübscher als ein geschlitztes Paket, abgelängte Schnur, aufgeschnittene Blister oder die angedrehte Brillenschraube des Trainingspartners am Freitag beim Sporteln, für die das Sweet KISS herhalten musste...


    In der Küche und bei Tisch ist auch bei uns kein Mangel an Küchen- und Besteckmessern, trotzdem benutze ich da sehr oft was aus dem eigenen Setup...einfach weil es mif Freude macht, mit meinen Messern umzugehen, und nicht andauernd regulär vorgesehene Gebrauchs-Heldentaten anfallen, bei denen sie Notwendigkeit beweisen müssen. Also muss da eben auch das Brödel oder der Porree dran glauben, damit man mal wieder mit den schönen Objekten der Begierde umgegangen ist und was Nützliches damit angestellt hat.

    Hat was mit Freude daran zu tun, die man haben aber schlecht erklären kann.

    Übrigens finde ich wunderbar, daß diesen Messern jetzt in dieser Runde wieder so viel Wertschätzung zuteil wird, die ja ansonsten häufig auch high-end-gerüstet und mit endlosen Vergleichsmöglichkeiten gesegnet ist. Das freut mich ansonsten z.B. auch immer wieder ganz bewußt beim Mercator, das einfach so gut und praktisch ist, daß es 160 Jahre ohne Doomsday-Lock und S-trallala-V durchgehalten hat.

    Und Buck eben auch, älter als ich (....daß es sowas gibt!...), seit Jahrzehnten in dieser klassischen, "untaktischen" Form einfach Legende, und das primär mit Klingen aus schnöden 420HC. Ansonsten in dieser Runde bei manchen kaum würdig, Campbells Tomatensuppe einzukleiden, funktioniert das bei einem Buck Special oder einem Hundertzehner offenbar hinlänglich zur Legendenbildung :)

    Dabei will ich nichts von "alternativlos" sagen! Buck legt ja immer wieder Modelle auch mit anderem Stahl auf, beim Hundertzehner auch mal pulvermetallurgisch, bei den hochinteressanten Strider-Collabs auch mal in ATS-34 oder gar BG-42....

    Da hatten Special und General und Hundertzehn aber längst schon Kultstatus, und den auch verdient :)

    Ihr Schelme! :buds:

    Spottet ruhig über diese Begrifflichkeiten, mir haben sie in Seminaren und Diskussionen seit Jahren immer wieder geholfen, bestimmte Messer-Anforderungen greifbar zu beschreiben.

    Im Einsatzmesserbereich ist z.B. eine seit Jahren immer wieder - auch hier! - geführte Diskussion die über die Frage zu Einsatzmessern: Eins für alles oder differenzierte Ausrüstung. Da hab ich selbst jahrelang erst mal die Linie gefahren, einen "Solospieler" mitzuführen, der die ganze Bandbreite der möglichen Aufgaben abdecken mußte, mit einem der Klassiker dafür, dem ER Fulcrum C. Später hab ich dann meine Ausrüstung zumindest für Einsatzsituationen differenziert, in denen man üppig mit großem Besteck auflaufen konnte, meist mit einem Shrapnel, ergänzt durch ein Beitel-Werkzeug zum Hebeln usw. Der erste Griff und die meisten Anwendungen lagen da beim Shrapnel, das passend auf der Seite der meist messerführenden und werkzeugnutzenden rechten Hand positioniert ist, was Messer angeht also als Primärmesser auf der Primärseite....ergänzt durch das Chisel-Teil, das dann eben "Sekundärmesser" ist. Also beschreibt schon dieser Name sozusagen die Rolle des Tools in der Ausrüstung und z.T. sogar auch schon die jeweils sinnvollen Tragepositionen.

    Das hat sich durchaus bewährt und ist präziser, als z.B. wie weit verbreitet von "starker Hand" und "schwacher Hand" zu sprechen....was in meinem Fall z.B. bei Schußwaffen auch nicht stimmt, weil ich die links führe, obwohl ich als üw. Rechtshänder rechts relativ kräftiger bin.

    Mir ist es bisher auch in den Seminaren immer gelungen, mit diesen Begriffen Fragen zur Aufgabenverteilung von Werkzeugen oder eben dem Einsatz eines "Allrounders" schnell greifbar zu machen, ebenso die Frage, über welche Seite ich gerade auch bei rechtshändigen Linksschützen oder unterschiedlichen Präferenzen für Messer und Kurzwaffe sprechen will :hi5:

    Ich habs novch nie geschafft, mit manueller Kraft ne Klinge aus einem anständigen Backlock rauszudrücken.

    Auch beim Nemesis verwende ich die Zusatzsicherung nie.

    TriAd wär schön und noch stärker, das Messer ist mir aber auch so stabil genug.


    Und man muss ja auch sehen, dass man sich so ein Bowie wegen der fein ausgezogenen Spitze primär als Schneidwerkzeug aussuchen wird und nicht für missbräuchliche Anwendungen mit Extrembelastung von Achse und Lock.

    Eine Fachsimpelei mit einem geschätzten und kundigen Mitstreiter hier möchte ich gern mal im Plenum fortsetzen und Eure Meinung erfragen, bei welchen Anforderungen man sich in dieser Direktwahl für welchen der beiden Bewerber entscheiden solle...


    Die Messer sind in Anmutung, Stil, Preis, Gewicht und Kontur ebenso verwandt und vergleichbar wie in ihrem "Eyecatcher", der rassigen konkaven Bowie-Spitze, die viele - darunter ich selbst natürlich auch - ja ziemlich schätzen, in dieser Ausprägung in diesem Preisbereich aber nur selten so vorfinden.


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    Zum Datenblattvergleich hier mal zwei Links zu den Angeboten:


    Cold Steel Bush Ranger Lite 21A Taschenmesser
    Griffmaterial/Klingenstahl: GFN/8Cr13MoV Klingenlänge: 8,9 cm Gewicht: 150 g
    www.knivesandtools.de


    Kershaw Emerson CQC-10K Taschenmessser 6030, Ernest Emerson Design
    Griffmaterial/Klingenstahl: G10/ 8Cr14MoV Klingenlänge: 9,3 cm Gewicht: 145 g
    www.knivesandtools.de


    Im Gewicht und der Gesamtlänge fast identisch, liegen die Unterschiede primär im Lock, der Öffnungshilfe, der Griffstärke und der beim Kershaw niedrigeren, 4 mm längeren und 0,8 mm dünneren Klinge.


    Das sind keine "Welten", das Zusammenwirken der Griffstärke und der schlankeren Klinge ergibt aber - zumindest für mich - eine deutlich unterschiedliche Wahrnehmung.


    Das CS ist - für mich - ein ausgewachsener Folder mit dem Zeug zum Primärmesser, ggf. Solospieler, während das schlanke Kershaw mit der sogar längeren Klinge und gleichem Gewicht für mich eindeutig ein Sekundärmesser ist (außer z.B. im HO oder sonstigem "Innendienst"), allerdings ein sehr gutes. Das wird auch aus der Anbringung der Clips sichtbar: bei mir sitzt der Primärfolder rechts, der Sekundärfolder links, und so sind sie hier auch geclipt.


    Das mag ein Stück weit irrational sein und liegt vermutlich hauptsächlich am massigeren Griff des CS und seiner höheren Klinge. Sieht einfach nach mehr aus...:)


    Und so begleitet das Kershaw bei mir hauptsächlich Fixed und große Folder, während das CS von kleinen Fixed auf dem Haix, am Gürtel oder als Neckie unterstützt wird.


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    Das schlankere Kershaw macht sich bei feineren Schneidarbeiten besser durch die schlankere Klinge und den feineres Handling unterstützenden Griff. Auch bei Tisch bei der Vesper ist das Kershaw einfach vorn. Je grober die Schneidarbeiten werden, umso mehr punktet aber der volle Griff des CS und der absolut vertrauenerweckende Lock, während ich die Zusatzsicherung noch nie benutzt habe.


    Nach der Klingengeometrie und dem Schliff (dünnere Klinge, Hohlschliff) "müßte" das Kershaw besser schneiden als das CS, das nehme ich aber nicht so wahr. Es könnte an der Qualität der Schärfung liegen, aktuell schneidet mein CS jedenfalls eher besser als das Kershaw.


    In der Penetrationsleistung sehe ich das CS vorn, die Spitze ist weniger angehoben als beim Kershaw, wodurch sie bei geradem Vortrieb günstiger auftrifft, da hat das Kershaw nur bei einem bogenförmigen Schwung einen Vorteil.


    Beim Öffnen liegt das Kershaw dafür vorn, der Emerson Wave ist einfach eine gute Sache, spart Zeit und Aufmerksamkeit und ist sehr bequem.


    Es kommt bei der Wahl also SEHR darauf an, in welcher Position sich das Messer ins Setup eingliedern soll und welche Aufgaben absehbar anfallen. Das bequemere Messer ist das Kershaw, mehr Potenzial hat für mich das CS....