Beiträge von Eule

    Mit WD40 hast Du schon ein feines Kriechöl mit Rostlösungseigenschaften aufgetragen. Evtl. läßt Du es eine Nacht einwirken und schaust dann, ob sich der Rost dann nicht schon mit einem Schwamm entfernen läßt.


    Bild wäre hilfreich.

    Sieht super aus!


    Ärger Dich nicht über das vergessene Loch. Das kann, so wie es jetzt ist, sogar seine Vorteile haben, so ist Dir der Fangriemen nicht im Weg wenn Du ihn als Flechtung machen willst.

    Wo Laesst du deinen Rucksack, wo kocht man bei schlecht Wetter?


    Das Snugpakteil wir eine gut feuchte Schwitzhoehle sein. Viel Kondenz mit schlechter Belueftung. 8)

    1. Neben den Knien (in meinem Fall 60l-Rucksack),
    2. Eine Apsis schaffen durch Lösen von einem der beiden vorderen Heringe,
    3. Die Belüftung halte ich auch für mangelhaft. Im First sollte schon eine überdeckte Öffnung für Luftzirkulation vorhanden sein.


    Die Außenplane hat eine Wassersäule von 5000mm. Das ist für unsere Breiten völlig ausreichend. Interessant wäre zu wissen, wieviel die Bodenplane hat. Weniger dicht sollte sie auf gar keinen Fall sein. Sollte sie aber ebenso 5000mm oder mehr haben, ist dies ausreichend.


    Erfahrung mit Snugpak habe ich keine, aber jahrelange Erfahrung mit einem Tunnelzelt ähnlicher Maße.

    Das sieht sehr gut aus! :thumbup:


    Allerdings würde ich, wie bei Deinen Gürtelscheiden zu sehen ist, die Nahtanzeichnung nicht schneiden. Du hast damit das Oberleder, das die tragende Schicht ist, verletzt und dort kann nun Feuchtigkeit ans ungeschützte Leder kommen. Mit der Zeit kann so das Leder an diesen Stellen an Stabilität verlieren, schlimmstenfalls ausreißen. Wenn Du die Naht versenken möchtest, nimm ein flaches, stumpfes Werkzeug (kannst Dir selber bauen in Form einer stumpfen, bauchigen Klinge aus Holz, Knochen oder dem Kunststoffgriff einer alten Zahnbürste z. B.) und reibe mit Kraft und Schnelligkeit an der Lederkante lang. Dadurch entsteht eine Nut, in die Du das Garn dann versenken kannst.

    Freut mich, wenn ich einen brauchbaren Tipp geben konnte.

    Außerdem wäre die Scheideninnenseite da anfälliger .

    Die Scheideninnenseite (für gewöhnlich die Fleischseite des Leders) ist von der Gerberei meist behandelt, wenn es sich um Taschen- oder Sattel-Leder handelt. Feuchtigkeitsanfällig ist sie nur dann, wenn sie unbehandelt ist, gespalten oder geschliffen wurde. Das kann ich aber auf den Bildern nicht erkennen. Kann man daran sehen, daß die Fleischseite glatt und glänzend ist. Oft fühlt sie sich auch gewachst oder speckig an.

    Sieht sehr gut aus! :thumbup:


    Das Oberleder würde ich aber nicht für eine optische Aufwertung (Strich) bzw. Nahtauskehlung stören. Dort kann dann Feuchtigkeit eindringen und ebenso ist diese Stelle dann bruchanfälliger. Du kannst mit einem stumpfen, flachen Gegenstand dauerhaft eine Kehle durch Druck und Reibungshitze erzeugen.

    Wie lange ist Petroleum haltbar? Es wird ja immer von "ausharzen" gesprochen. Hat das mal wer erlebt?

    Hab es selbst noch nicht erlebt und scheint nur dann zu geschehen, wenn man es in der Laterne beläßt. Seite 4 unten:
    http://www.bunk-online.de/DB_F…etroleumDochtVortrag1.pdf


    Edgar:
    Das mit dem Umbau kann gefährlich werden. Durch eine Überhitzung der Laterne kann der Brennstoff im Tank verdunsten und verpuffen. Guck mal den Link, Seite 4 oben.

    Löten. Lampen mit Runddocht gibts meines Wissens nicht in Form einer Surmlampe (vom Aussehen her). Die haben ausschließlich diese langen, schmalen und ungeschützten Gläser. Ob der Brenner überhaupt mit einem bauchigen Glas auch funktioniert oder ob die Luftstömung damit nicht ausreichend ist, weiß ich nicht. Ist aber sicher nichts, was man mit etwas Bastelei nicht hinkriegen sollte.

    Besitze eine Küchenlampe mit Kosmosbrenner. Die Lichtleistung und Hitzeentwicklung eines Kosmos- ist stärker (bei 35mm-Docht = 8HK) als die eines Flachdocht-Brenners. Der Zylinder beim Kosmos ist hoch und schmal, das Glas einer Sturmlaterne dagegen niedrig und bauchig. Bei einem Umbau befürchte ich ein sehr starkes Rußen und einen glühenden Kamin...


    http://laternen-lampenschau.ji…luft-laternen-cold-blast/

    Seit einer Weile hab ich eine zweite Lampe rumstehen, in die ich bei Gelegenheit mal einen Kosmosbrenner einbauen will.

    Welche Lampen kann man von Flachdocht auf Kosmos umstellen? Küchenlampen? Aladdin? Gibts den einzelnen Brenner dann als multiples Ersatzteil oder mußt Du dann umlöten?

    Hab da womöglich was interessantes zum Vorstellen bzw. Kocher mit Petroleum und recht kompakt.

    Das wäre fein, Gearrillero!


    Hatte schon mit einer Petromax geliebäugelt, aber wofür braucht man als Zivilist soviel Licht? Wenn man damit kochen kann und heizen könnte sie sinnvoll sein, wenn andere Alternativen fehlen. Oder wäre sie gar die Alternative? Leider hab ich zu wenig Ahnung von Petromäxens. :D Was mich auch abschreckt ist die komplizierte Bedienung und Störanfälligkeit durch ihre technische Komplexität. Wer weiß da mehr?


    Wie sieht es bei einer Petromax mit dem Verbrauch aus? Eine Feuerhand verbraucht pro Stunde und richtiger Dochteinstellung ca. 17ml. Selbst bei gutem Petroleum kostet das dann ca. 8Cent pro Stunde. Bei Kauf eines 10l-Kanisters bei Pelam (übrigens auch meine erste Adresse für Ersatzteile) kostet der passende Brennstoff in der Stunde 4Cent!


    Hier noch ein Filmchen über den Umgang mit der Feuerhand. (Bei diesem Modell handelt es sich um die im ersten Post erwähnte Straßenlampe 276Stk-Sturmkappe-70)
    http://www.youtube.com/watch?v=bbhqAy0Kjgg

    Da ich durch die Suchfunktion auf keinen passenden Thread gestossen bin, wollte ich des Thema hier mal anregen.


    Petroleumlampen können stationär, wie auch mobil eingesetzt werden als dauerhafte Lichtquellen mit wenig Energieverbrauch. Die Helligkeit einer solchen Lampe wird in HK (Hefner-Kerzen) gemessen und eine Einheit entspricht ungefähr der Lichtleistung einer gewöhnlichen Haushaltskerze. Die gängigen Sturmlaternen (z. B. Feuerhand) haben eine Leistung von ca. 5HK, während Hochleistungslampen (z. B. Petromax) bis zu 500HK stark sind!


    Da ich mit Feuerhand Erfahrung habe möchte ich Euch die Lampe vorstellen, die seit 80 Jahren fast ununterbrochen mit dem Feuerhand-Logo hergestellt wird:


    Die Feuerhand 276 Baby Special ist eine Kaltluftlaterne, die ein ausgeklügeltes Belüftungssystem besitzt. Dies ermöglicht eine größere Helligkeit im Gegensatz zu Mischluftlaternen, aber auch einen höheren Spritverbrauch. Der Umgang mit einer solchen Petroleumlampe erfordert etwas Wissen, um die bestmögliche Leuchtkraft zu erzielen. Die Behandlung des Dochtes spielt dabei eine große Rolle, sowie die Auswahl des richtigen Brennmaterials. Unter dem Fett geschriebenen Link könnt Ihr Informationen dazu finden, ebenso hier. Eine Tankfüllung reicht für ca. 20 Stunden Licht und beinhaltet 340ml. Für den Straßenbau gab es dieses Modell mit entsprechender Tankgröße für 70 Stunden Lichtleistung!


    Diese Lampe wurde lange Zeit als Notbeleuchtung (runterscrollen) bei der Bundeswehr geführt. Sie verfügte über zusätzliche farbige Gläser (rot und gelb) und teilweise als Spezialanfertigung für Behörden wurde sie am Kamin mit einer Sturmkappe versehen, die sie gegen starke Winde schützt. Diese Lampen sind als kompletter Satz noch in der Bucht erhältlich!


    Bei Globi gibt es die Zivilversion verzinnt oder schwarz lackiert, allerdings ist bei Outdoor-Gebrauch eine lackierte zu empfehlen. Beim Hersteller selbst gibt es die Lampe in weiteren Farben. In oliv gibt es sie ebenfalls in der Bucht.


    Der Hersteller ist ein deutsches Unternehmen, das die Produktion der 276 übernommen hat und bis heute diese Petroleumlaternen herstellt und in alle Welt liefert. Leider mußte ich während der Recherchen zu diesem Post erfahren, daß es diese Firma nicht mehr lange geben könnte:
    http://www.hohenlockstedt.info…bei_der_sturmlaterne.html


    Wenn Ihr eine haben möchtet, solltet Ihr Euch möglichst bald entscheiden.


    Gibt es hier Forumskollegen, die Petroleumlampen besitzen/gebrauchen?

    Als Sattler würde ich Dir eine stabile Ledertasche empfehlen, da sie etwas mehr 'stand' hat, als das gewöhnliche Cordura. Die Kofferschlösser kannst Du mit Glück auch beim Schuhmacher bekommen oder Du läßt sie Dir vom Schuhmacher einbauen. Durch die Mechanik des Schlosses hat der Beschlag eine gewisse Tiefe, dieser 'Kasten' muß eingedrückt oder ausgeschnitten werden. Auch solltest Du mit Blechen oder Scheiben an der Vernietung arbeiten, damit das Material nicht ausreißt. Möglich ist das schon!

    Danke, Juchten, für die Antwort. Dann ist das mit der selektiven Härtung der Schneiden naheliegend.


    Kibo: Es gibt hochinteressierte Fachleute und Laien im Bereich der experimentellen Archäologie die versuchen, historische Verarbeitungstechniken nachzuvollziehen und zu analysieren. Diese Menschen hinterlassen uns erfreulicherweise ausführliche Literatur. Fachleute mit wirtschaftlichen Interessen hinterlassen uns Replika. :D


    Z.B.:
    http://www.metall-aktiv.de/hep…-neues-altes-schwert.html
    http://metall-aktiv.de/shop/he…detail&match=LISA_NR2=038
    http://metall-aktiv.de/shop/he…detail&match=LISA_NR2=153
    http://metall-aktiv.de/shop/he…detail&match=LISA_NR2=143


    Hier noch Klingenquerschnitte aus dieser Zeit:
    http://www.archaeologie-krefel…schwerter/abb5schnitt.jpg
    http://www.tf.uni-kiel.de/matw…pent-dateien/patweld8.gif

    Bezüglich Wikingerschwerter habe ich heute, inspiriert durch Kibos
    Fragen, etwas in meiner Literatur und im Internet recherchiert und bin
    auf sehr interessante Informationen gestossen.

    Wie schon von Juchten erwähnt, dürfte
    man sogar die wenigsten wikingerzeitlichen Schwerter als von Wikingern
    geschmiedet bezeichnen dürfen. Die meisten kamen als Klingen importiert
    aus England, Schottland oder Franken, da man in Skandinavien zu dieser
    Zeit kaum Waffen hoher Qualität produzieren konnte und wurden dann dort
    vervollständigt. Bis zum Embargo der fränkischen Herrscher durch die
    Zunahme der wikingischen Raubzüge kamen viele Klingen aus dem Rheinland.


    Durch
    die europäische Tradition der Grabbeigabe von Waffen im Gegensatz zur
    japanischen Tradition der Weitervererbung sind leider nicht viele
    erhalten. Ebenso das Wissen um ihre Herstellung.


    In einem Buch
    fand ich eine Abbildung, die die Vermutung Kibos, daß diese Schwerter
    aus einem weicheren Kern bestanden, bestätigt. Dort ist ein Querschnitt
    durch eine Klinge zu sehen, die in ihrem Kern aus Eisen besteht, der
    beidseitig mit einer Auflage aus Damast versehen wurde. Dieses Paket
    wurde dann an den Kanten mit Stahlschienen versehen. Die Information aus
    meinem letzten Post, daß das tordierte Paket in der Mitte der Klinge
    der Stabilität dient, hatte ich auch aus einem Buch. Wenn dieses Paket
    (Mitte) nicht gehärtet wurde, kann es doch weicher sein, als das Paket
    der Klingen unabhängig davon, ob es Damast ist oder nicht, oder Juchten?
    Was meinst Du dazu?

    Darüber hab ich auch was
    gefunden. Es wird von selektiver Härtung gesprochen, die bereits die
    Schwerter der Funde um das
    Nydam-Schiff (320n.
    Chr.) bezeugen. Ebenso können die am meisten in Skandinavien
    gefundenen, wohl aus fränkischen Werkstätten kommenden
    Ulfberth-Schwerter,
    genauso wie allgemein die Schwerter aus dem fränkisch-alemannischen Raum
    selektiv gehärtet worden sein.


    Hier noch zum Nachlesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Spatha_%28Schwert%29
    http://de.wikipedia.org/wiki/Waffen_%28Wikingerzeit%29