Beiträge von KastorDJT

    Persönlich führe ich zum Fixt am liebsten ein SAK mit feststellbarer Klinge oder ein Multi Tool. Ist für mich durch die Werkzeuge universeller, meist sozial adequat und der robuste Part wird durch das Fixt abgedeckt.
    Wenn ich mangels präziserer Vorgaben aber trotzdem mal was Vorschlage, nimm zunächst etwas preisgünstiges wie den Pocket Buschman oder ein Voyager. Beim Müller würde ich mir auch das Linerlock wegen der längeren Klinge ansehen und wenn es ganz klein und handlich sein soll das U2 von Fällkniven oder das PC natürlich.

    Danke für die schöne Beschreibung!
    So ein Clip wäre wirklich schön. Allerdings fehlt mir fast noch mehr das Loch für ein Lanyard wie es beim U2 vorhanden ist. Zumindest da verbessert er die Handhabung enorm. Spaß machen die kleinen Schnitzer aber auf jeden Fall und praktisch sind sie auch!

    Es gibt eigentlich fast kein klassisches Jagdmesser, welches keinen Kapselöffner in der Säge integriert hat. Wobei Ausnahmen natürlichen die Regel sind!
    Z.B. der größte Hubertus Klapper im Vergleich zum Adelsmesser!
    O.T. das Adelsmesser hat bei unseren Aufklärern schon zu Neidanfällen geführt, insbesondere wegen des Champagner-Hakens !

    Hier mal mein Aufbruch Besteck. Ich habs mal bei Tools reingestellt, da es sich ja um Werkzeug handelt. Warum habe ich es zusammengestellt? Zunächst einmal ich brauche nicht mehr als ein Messer um die "Rote Arbeit" zu erledigen. Bei Drückjagden sind aber häufig beim Aufbruchplatz mehrere Stücke zu versorgen und schnell ist dann ein teures Messer weg. Des weiteren kommt es immer wieder vor, das man mal ein Messer verleiht, da ist es dann auch sinnvoll günstigere Messer parat zu haben. Deswegen habe ich auch im Regelfall mehrere Mora im Auto dabei.


    Mein Satz besteht aus einem Gekrösemesser von Gießer und bis vor 3 Monaten aus einem Stichmesser von Dick. Dieses habe ich gegen ein F2 von Fällkniven ( soweit hat sich das mit dem günstigen Messer erledigt) getauscht. Der Grund war 1. die bessere Schnitthaltigkeit, 2. die Scheide, 3. ich habe es und will es benutzen. Des weiteren sind ein Zapfenzieher ( die Schweizer mögen mich entschuldigen), das klingt besser als Enddarmauslöser und Haken dabei. Untergebracht ist alles zusammen mit Einweg- und Schnittschutzhandschuhen in einem Stück Feuerwehrschlauch, welchen ich entsprechend umgenäht habe. Die Handschuhe sind nicht mit drauf, da ich sie bereits an hatte, bis mir das mit dem Photo einfiel.


    Sehr gut bewährt hat sich das Gekrösemesser. Durch die gebogene Form arbeitet man sehr schonend und kann den Darm kaum verletzen. Bei schwächeren Stücken, wie diesem Kalb zieht man den Schnitt einfach durch und öffnet so den Brustkorb. Die Haken sind immer nützlich und der Zapfenzieher erleichtert das Auslösen ungemein.


    Die Schnitthaltigkeit des F2 ist ausgezeichnet, was nicht überraschen dürfte.


    Ich hoffe, es gefällt.

    2 preisgünstige Messer welche jedoch ein großes Vorbild haben möchte ich hier mal vorstellen.


    Das Vorbild ist das Okapi, welches die Firma Ernst Gerling ab 1902 in Solingen zunächst für die Kolonien bis 1987 produzierte. Ab da wurden die Messer in Südafrika hergestellt. Gerling gibt eine Stückzahl von 1.000.000 (ich habe mich nicht vertippt!!) produzierten Okapis an. Leider ist die Qualität inzwischen so grottenschlecht geworden das es selbst anspruchslosen Nutzern nicht mehr zusagen dürfte. Wobei es sich bei meinem letzten Exemplar u.U. auch um ein nicht in SA sondern im fernen Osten produziertes Teil handeln könnte!


    Cold Steel hat das Design aufgenommen und das große Eland, sowie das kleinere Kudu herausgebracht. Beide Messer haben eine Ring Lock Verriegelung, Polypropylen-Griffe und Klingen aus 14116 Kruppstahl, welcher auf 56-57 R gehärtet ist. Sie verriegeln sauber, die Klingen stehen mittig und haben kein Spiel.


    Die Maße:


    Eland: Klingenlänge 13,3 cm, Grifflänge 16,5 cm, Dicke 3mm, Breite 2,4cm, Gewicht 108g


    Kudu: Klingenlänge 11cm, Grifflänge 14,5 cm, Dicke 2,2mm, Breite 2,2mm, Gewicht 75g


    Benutzt habe ich die Teile in erster Linie als preisgünstige Steakmesser beim Grillen. Die Schärfe war von Haus aus nicht das, was ich sonst von CS gewohnt bin, aber wir befinden uns ja auch in einem sehr niedrigen Preissegment. Schärfen war problemlos und die Schnitthaltigkeit möchte ich als ausreichend bezeichnen.


    Die Griffe liegen recht gut in der Hand. Das Entriegeln erfordert dann doch etwas Überlegung und ist schwieriger als bei vielen anderen Verriegelungen. Die Feder ist stark und macht, anders als bei der aktuellen afrikanischen Fertigung einen soliden Eindruck.


    Insgesamt 2 Messer welche für das, was sie bieten, ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis haben, unspektakulär daher kommen und als lupenreine 2 Hand Messer unproblematisch zu führen sind. Durch die verwendeten Materialien sind sie unempfindlich und sowohl dadurch, als auch durch die Klingenform vielleicht auch für Angler interessant sind.

    Sieht sehr nach dem Rüdemann aus, auch eins meiner liebsten Messer. Die Idee mit dem Gürtelclip gefällt mir ausgesprochen gut. Werde ich auch mal drüber nachdenken! Ich glaube ich muss in der 51 Woche mal vorbei kommen!


    Grüße!


    KastorDJT

    Das Fechten mit Linke Hand Dolch fand ich schon immer faszinierend. Da lag es nahe sich mal ein entsprechendes Paar zu gönnen! In diesem Fall das Colichemarde von Cold Steel mit passendem Dolch für die Linke Hand. Das C. zeichnet sich durch eine an der Basis breite Klinge aus, welche sich zu einer sehr schmalen, viereckigen Stoßklinge verjüngt. Es kam Ende des 17.ten Jahrhunderts auf und hielt sich wohl bis zur Mitte des 18ten Jahrhunderts. Durch die breite Basis soll es in der Lage sein, Hiebe abzuwehren, ohne zu zerbrechen. Wobei man fechttechnisch oder taktisch wohl schon einen Fehler gemacht hat, wenn man mit einer Stoßwaffe und das ist das C., einen wuchtigen Hieb parieren muss!




    Zunächst die Daten:


    Colichemarde: Gesamtlänge 102 cm, Klingenlänge 82 cm, Gewicht 720g, Breite an der Basis 3,3 cm, Dicke 6mm, 1055 Karbonstahl


    Dolch: Gesamtlänge 45cm, Klingenlänge 30cm, Gewicht 326g, Breite an der Basis 2,8 cm, Dicke 5,6 1055 Karbonstahl


    Beide Waffen werden mit lederüberzogenen Holzscheiden verwahrt.


    Die Montierung ist Stahl. Beim C. ist sie in 2 Halbschalen, sowie einem Bügel und beim Dolch mit leicht nach außen gebogenen Quillion sowie Quartring ausgeführt. Quart ist in diesem Fall aus Sicht der Hauptwaffe gemeint. Außenring passt vielleicht besser, klingt aber nicht so gut. :) Das C. verfügt über 2 innenliegende "Ösen". Durch den unteren wird der Zeigefinger gesteckt um zusätzlichen Halt zu bieten. Die Griffe sind ansonsten, wie es sich für ein Pärchen gehört, von der Gestaltung her mit einer identischen Stahlwicklung versehen. Der feine Draht, welcher in den Griffeinschnürungen liegt hat sich allerdings schon nach wenigen Fechtübungen gelockert. Ohne Handschuhe sind die Griffe zu glatt. Da hätte ich mir eher etwas mit Rochenhaut gewünscht. Mit Handschuhen, insbesondere aus Wildleder, wird die Handlage deutlich besser. Aber beim Fechten hat man ja eigentlich immer Handschuhe an. Insgesamt bieten die Parierelemente einen guten Schutz. Beim Dolch sind sie leicht nach außen gebogen um die Bindungsfähigkeit der gegnerischen Klinge zu erhöhen.


    Fechttechnisch sind beide Teile gut ausbalanciert. Es ist kein Problem, wenn man sich denn daran gewöhnt hat, aus einer Parade oder mit einem Ausfall ein Ziel von ca. Briefmarkengröße zu treffen. Die Penetrationsleistung ist sehr gut, was nicht weiter verwundert. Schlecht war die Schärfe. Auch wenn ich das beim C. als Stoßwaffe noch grenzwertig akzeptiere, der Dolch, obgleich natürlich ebenfalls zum Stoß und zur Parade konzipiert, muss scharf sein. Das habe ich auch schon geändert.


    Insgesamt ein für mich interessantes Paar. Was man nicht machen sollte?! Die "Drei Musketiere" sehen wenn man die Teile zur Hand hat. Das kann dann Spuren bei der Einrichtung hinterlassen

    Der Tournique ist in meines Wissens nach in D zur ersten Hilfe nicht erlaubt. Israeli Bandage funktioniert sehr gut (T. natürlich auch). Wärmeerhalt ist einer der Schlüssel zum Erfolg und wird gerne vernachlässigt, bzw unterschätzt. Ich würde neben einer Israeli Bandage aber auch noch ein normales Verbandspäckchen mitnehmen und Pflaster.