Beiträge von Kibo

    Der TO hat zuerst geschrieben daß ihm die Klingenlänge egal ist bzw. sie sollte so lange sein wie möglich, Hauptsache es lässt sich komfortabel tragen. Darum habe ich das GTK vorgeschlagen, wobei komfortables, verdecktes Tragen eine sehr subjektive Sache ist. Ob das GTK ein gutes Kampfmesser ist, wird wohl auch Ansichtssache sein, genauso wie kürzere oder längere Klingen. Es hat wohl auch sehr viel damit zu tun, welche Techniken man im Kampf anwendet.


    Ich möchte noch etwas zur SV mit dem Messer schreiben, obwohl das etwas ist was ich gar nicht so gerne schreibe, aber ein Messer ist in Sachen SV nicht unbedingt die beste Wahl, gerade wenn man weiß wie man sich am besten mit einem Messer zur Wehr setzt. Ich persönlich würde ein Messer im Kampf nur dann einsetzen wenn ich wirklich mein eigenes Leben oder das Leben meiner Familienangehöriger schützen muss, sonst würde ich immer nach anderen Möglichkeiten suchen.

    Wenn die Klingenlänge keine Rolle spielt und wenn es nur zur SV eingesetzt wird, dann kann ich nur das Eickhorn GTK empfehlen. Es lässt sich, trotz seiner Größe, in einer Kydexscheide, ich habe eine Custom, ganz bequem IWB tragen. Das Messer ist ziemlich leicht, sehr führig und perfekt ausbalanciert. Ich weiß nicht wie es damit in Deutschland gesetzlich aussieht aber wenn du so etwas ohne Einschränkung tragen kannst, dann wirst du den Kauf nicht bereuen. Man könnte noch ein Benchmade Adamas Fixed nehmen, ebenfalls sehr gut oder eventuell einen Dolch wählen, auch da gibt es mehrere Modelle, die in Frage kämen. Ich lebe übrigens in Österreich, wir haben hier, was Messer angeht, keine gesetzlichen Enschränkungen wie in Deutschland.

    Ich empfehle Benchmade Nim Cub II Drop Point, falls du noch eines findest. Du musst aber eine Kydexscheide dazu rechnen. Man könnte auch das größere Modell, das Benchmade Nimravus nehmen, wie es von den Behörden in Deutschland eingestuft wird, das weiß ich nicht, beide Messer sind sehr leicht, haben eine verdammt gute Balance. Das Nim Cub II hat eine perfekte Größe für verdecktes Tragen.


    PS Das Pohl Force Charlie One eignet sich als flaches Ganzstahlmesser mit einer sehr penetrationsfreudigen Spitze auch sehr gut für SV und verdecktes Tragen, bietet dabei einen vollwertigen und bequemen Griff.

    Das Messer wäre ein guter Fighter, nur die Spitze müsste man vielleicht etwas ändern aber, auch ohne dem könnte man es durchaus dafür benützen oder für gröbere Arbeiten im Wald.

    Stimmt, optisch schaut es geil aus aber wie es sich dann bei einem ziehenden Schnitt verhält, das ist dann eine andere Frage. Bei längeren Klingen kann man damit aber entweder die Spitze verstärken, oder man macht die eine Hälfte der Klinge mit einem hochgezogenem Flachschliff oder Hohlschliff und den vorderen Teil mit einem Konvex Schliff damit man kann man dann z. B. besser Holz spalten. Natürlich kann man das auch anders kombinieren, kommt darauf an was man mit dem Messer machen will.

    Stinkeputz das sind zwei verschiedene Schliffe auf einer Klinge. Der Hauptteil der Klinge ist ein Hohlschliff, die Spitze ein Flachschliff. Bei großen Messern hat so etwas durchaus Sinn, ob es bei so einer kurzen Klinge Sinn macht, sagen wir mal so, ich weiß es nicht.

    Ich habe heute ein neues EDC Messer bekommen, diesmal kein Custom sondern ein Benchmade Nim Cub II Drop Point. Das Messer ist ganz gut, die Scheide ist Mist und deswegen kriegt es eine Kydex. Die Rillen im Griff hätten sie sich sparen können, irgendwann bekommt das kleine Ding glatte Griffschalen aus G10. Sonst, bin ich echt erstaunt wie ergonomisch der Griff ist, außer diesen Rillen, er passt ganz gut in meine Hand hinein und das bei Handschuhgröße 11 - 12. Der Griff sitzt in verschiedenen Griffhaltungen ganz gut, wenn ich die Kanten am Glasbrecher entschärfen würde, wäre es perfekt aber dann hätte ich keinen Glasbrecher mehr. Die Chimpings sind auch ziemlich aggressiv aber das Ding kommt in Männerhände also keiner weiteren Kritik wert. Was mich wundert ist, daß Benchmade anscheinend keinen Nachfolger für dieses Messer gebaut hat obwohl es wirklich ein ganz gutes EDC ist.

    Ich habe heute ein Paket vom Revierler zurück bekommen. Im Paket sind etwas W18, eine neue Kydexscheide für eines meiner Customs, eine Kydexklammer für die Scheide, mein Pohl Force Charlie One wurde glasperlgestrahlt, beide Messer wurden rasiermesserscharf geschliffen. Bilder werde ich noch machen, im Moment keine Zeit.

    Da ich in Österreich wohne ist mir die Namensgebung egal. Was mir an dem Messer gefällt, das ist die Klinge weil man mit ihr wirklich eine Menge machen kann, nicht nur kämpfen. Ich sage immer, wenn ich weiß, was ich mit einem Messer im Kampf machen soll und kann, dann verschwinden manche Grenzen, auch andere Messer taugen gut dafür. ;) Was den Griff angeht und die Löcher am Ricasso und am Parrierelement, das trifft nicht meinen Geschmack aber über Geschmack lässt sich nicht streiten. Der Griff scheint auch etwas überdimensioniert, vor allem wenn man das Messer verdeckt tragen will. Das Gute ist daß es keine Griffschalen hat und deswegen sehr flach ist.

    Rundmaterial 50 mm Durchmesser D2 zu Schmieden ist schon eine Arbeit, da ist es schon von Vorteil wenn man große Pressen und große Hämmer hat.

    Also für den realen militärischen Bereich ist es erstens zu teuer, Soldaten achten nicht so auf ihre Messer wie man es sich vorstellt oder wie es in Filmen dargestellt wird. Die Messer gehen auch oft verloren, brechen ab weil man mit ihnen falsch umgeht. Das macht so eine teure Anschaffung unnötig. Was würde ich anders machen? Klinge mindestens zwei bis drei Milimeter höher setzen, erleichtert die Arbeit, den Schliff höher setzen. Die falsche Schneide am Rücken nur zwei bis drei Zentimeter von der Spitze weg, dafür aber angeschliffen um leichter einzudringen, alles andere ist unnötig. Bei der Klingenlänge + 2 cm. Den Akzent bei taktischen Messern muss man heute auf Arbeitstauglichkeit setzen, gekämpft wird mit dem Messer nicht wirklich viel, macht also wenig Sinn Abstriche wegen der Kampftauglichkeit zu machen. Der Stahl Vanadis 4 ist ein verdammt guter aber auch verdammt teurer Kohlenstoffstahl, mit 1.2550 oder 80CrV2 würde man viel billiger davon kommen.


    Ich glaube nicht daß es ein NATO Land gibt, daß dieses Messer für seine Soldaten anschafft. Hat einfach keinen Sinn. Aber eines muss ich schon sagen, es schaut geil aus. :)


    Edit: Ein Skull Crusher oder Schlagelement, Glasbrecher, wie auch immer, fehlt hier.

    Mit 250,- Euro kriegst du kein zweischneidiges Custom in dieser Größe, falls ein Custom in Frage käme dann würde ich mir, ohne viel zu überlegen, einen Arkansas Toothpick machen lassen. Hier ein Randall Model http://www.nordicknives.com/Rand_images2/R13_C.jpg


    Was die Klingenstärke angeht, ich weiß nicht ob eine Machete, die Klingenstärke unter 3 mm hat, eine gute Lösung, bezüglich Stabilität der Klinge, ist. Wildschweine haben eine dicke Haut und, falls mal ein Stich daneben geht oder wenn man auf dicke Knochen trifft, hat man eine abgebrochene Klinge oder noch schlimmer eine Klinge, die sich, wegen der geringen Klingenstärke und wegen des niedrig gehärtetem, of benutzten Federstahls (Kohlenstoffstahl), beim Auftreffen auf etwas festes in der Mitte durchbiegt und nicht richtig und tief genug eindringt. Ich könnte mir vorstellen daß man dann mit einem Wildschwein sehr, sehr große Probleme kriegt.


    Eine moderne Version des Schweizer Dolches könnte ich mir noch vorstellen.

    Stinkeputz ich bin auch schon auf die Idee gekommen aber der Mann will ja einen Griff aus Micarta oder G10 so weit ich weiß arbeitet Juchten nicht mit diesen Materialien, den Griff müsste dann ein anderer Messermacher gestalten.