Beiträge von Kibo

    Spontan fällt mir das Eickhorn KM 5000 und das Eickhorn Recon Force ein. Beide werden aus 5 mm niedrig legierten Federstahl hergestellt. Hier die Links http://www.eickhorn-solingen.d…825132/SubProducts/825132 und http://www.eickhorn-solingen.d…/62631327/Products/825107


    Es gibt sicher noch einige, bei einem Dolch ist ein Federstahl für mich die beste Wahl, man könnte noch 1.2767 dazunehmen, wird sich aber in Serienfertigung kaum wiederfinden.


    Der Cold Steel Tai Pan wird aus dem San Mai Stahllaminat gefertigt, auch eine gute Wahl, aber sehr teuer. Billiger wäre ein Cold Steel Peacekeeper I, auch ein San Mai Stahllaminat. Die Vorteile des San Mai Stahllaminats sind, daß an den Seiten ein weicher und elastischer Stahl zum Einsatz komm, im Kern aber ein härterer Stahl, der schnitthaltiger ist. Beim Tai Pan ist im Kern ein VG 1 Stahl, beim Peacekeeper I der VG 10.


    Die Frage ist natürlich, wie oft verwendet man einen Dolch zum schneiden ...

    Mir ist der Begriff Karakulak nicht bekannt, so weit ich weiß waren bei uns nur Handschar, Yatagan und Kama bekannt. Was die Handscharformen angeht, ich habe nur Krummdolche gesehen, das stimmt aber so nicht weil der Kinzhal genauso zu dieser Familie gehört, auch wenn es manche nicht haben wollen. Die Russen werden sagen, es ist ihre Eigenentwicklung, genauso wie wir Serben wegen der Kama, obwohl es die bei den Bulgaren genauso gab und sie gehört auch zu der Handscharfamilie. Was das Aussehen anbelangt, gleicht sie ungefähr einem Kinzhal.


    Hier mal ein seltenes Bayonett aus der Zwischenkriegszeit im Kasierreich Jugoslawien, wurde sehr an die Kama angelegt, weil diese früher, also auch vor dem Ersten Weltkrieg, von Eliteeinheiten getragen wurde http://www.mycity-military.com…09_44739866_017485054.jpg Wenn man sich jetzt den Kinzhal anschaut http://imemento.ru/32-175-thickbox/kinzhal-kazachiy-tkv.jpg entdeckt man schon eine verblüffende Ähnlichkeit oder?


    Leider kann ich kein Italienisch aber hier mal was man so alles unter Kinzhal, Kama und Handschar findet http://www.earmi.it/armi/glossario/glossario12.htm Man sieht auf einer Skizze, daß sogar Krummdolche unter Kinzhalen zu finden waren, ich meiner aber eher daß Kinzhal und Kama zur Familie der Handscharfamilie gehören.


    Ich sag auch gleich mal warum. Nun, wie gesagt, uns Serben war es verboten im Osmanischen Reich Waffen zu tragen und so kam irgendwie der Yatagan zu uns, aber woher kam er? Einige Historiker meinen aus Persien. Hat also eine schöne Reise hinter sich und hat sich auf dem Balkan eingenistet.


    Man darf auch nicht vergessen daß es dann zu Kreuzungen kam und mir scheint der Bebut so eine Kreuzung zu sein. Der Griff ist ganz klar ein Kinzhalgriff, weiter haben wir dann eher die lange Form eines Krummdolches, wie es bei der Jambiya (Hanschar) übrig war. Ich bin nicht mit dem einverstanden, daß nur Krummdolche zur Handscharfamilie gehören, weil eben Hanceri, spricht sich wahrscheinlich wie Hancheri aus, nur Dolch in der Türkischen Sprache bedeutet.


    Hier mal etwas, was man in Bosnien z. B. als Handschar kennt, eher ein langer krummer Dolch oder ein kurzer Säbel http://hr.wikipedia.org/wiki/H…Ear_%28turski_no%C5%BE%29 Und hier noch ein historischer Handschar http://vsesortnik.files.wordpress.com/2011/12/handzar.jpg


    Wenn man die Klinge eines Handschar mit dem Griff eines Kinzhal vereint kriegt man so etwas wie den Bebut raus, quasi ein Crossover. Aber die Russen würden das, genauso wenig wie manche andere, nie zugeben :D Is´ halt so :D


    Zum Vergleich, die Skizze eines typischen Yatagans http://sr.wikipedia.org/wiki/%…%D0%BA%D0%B0:Yataghan.png

    Ihr verzeiht mir wenn ich etwas weit aushole, aber so leicht lassen sich solche Klingen nicht erklären. Sowohl der kaukasische Kinzal als auch die Kama, bekannt auf dem Balkan, und das Jambiya im Nahen Osten gehören eigentlich alle der Familie des Handschar Dolches an. Ich habe eine Definition auf Wikipedia gefunden, ich muss sagen, manchmal schreiben die nur Schwachsinn. Die Formen des Handschars waren so vielfältig weil das Osmanische Reich nun mal sehr groß war und auf Türkisch bedeutet Hanceri, einfach nur Dolch d. h. es kann ein Krummdolch sein, so wie die Jambiya oder ein symmetrischer Dolch so wie Kama und Kinzal, die sich fast gleichen.


    Es gab aber noch eine Form eines Kurzschwertes, das war der Yatagan, das aber im Osmanischen Reich nicht als Waffe deffiniert war, deshalb konnte ihn auch die nicht osmanische Bevölkerung tragen, so wurde er auf dem Balkan sehr bekannt.


    Der Bebut hier hat z. B. ein Heft wie ein Kinzal, Familie des Handschars http://kizlyar.kiev.ua/files/c…_rus/kinzhal_suv_lat1.jpg und die Klinge schaut zwar nicht so aus wie ein Yatagan http://upload.wikimedia.org/wi…an_MBA_Lyon_Inv1951-5.jpg eher wie eine lange Jambiyaklinge, die Klingenlänge so um einen halben Meter sagt schon was aus, in Länge gleicht sie ungefähr den Yatagan Klingen. Diese Klingenformen sind alle miteinander verwandt.


    Und das was Wikipedia dazu sagt würde ich wirklich links liegen lassen und mir eine ernsthafte Quelle suchen. Bei uns Serben waren z. B. Kama und Yatagan sehr beliebt, eben, weil sie auch nicht Muslime tragen durften, darum sind mir einige Informationen bekannt. Auch die Begriffe Kinzhal, Handschar etc. sind in diesem Kulturkreis ebenfalls bekannt.

    Ich habe seit ein paar Monaten ein Messer aus 1.2842, es ist spiegelpolliert, bisher konnte ich überhaupt keinen Rost feststellen und das obwohl das Messer in einer Lederscheide aufbewahrt wird, sollte man nicht unbedingt machen, aber es ist weder Rost noch sonst etwas zu sehen. Das Messer hat einiges gearbeitet, die Klinge ist natürlich nicht mehr sooo schön wie neu aber es schaut sicher besser aus als mit einer Beschichtung, die wäre schon zur Hälfte weg. Ich hab einige beschichtete Messer, die haben auch gearbeitet, naja, schaut wirklich nicht sehr schön aus. Meine Lehre daraus, ich würde eine Klinge wegen Rostbefall nie beschichten lassen, aus anderen Gründen schon, aber das steht hier nicht zur Rede.

    Messer-Sachverständiger? Bin ich hier vor Gericht?


    Ich habe mittlerweile so um die 20 Messer zu Hause, die kann man ja verlgeichen und aus diesem Vergleich Schlüsse ziehen. Das sind meine Schlüsse, wenn jemand damit nicht einverstanden ist, dann ist das sein Problem, die Welt ist ja voll von Messer-Sachverständigen, wie es scheint.


    Wenn ein Lock bei einem Folder nicht funktioniert, und wenn man beim Nachfolgemodell diesen Fehler nicht beseitigt, ist das dann kein Konstruktionsfehler? Oder ist es normal daß ein Lock bei einem Folder nicht funktioniert?

    Und, ja, das Pohl Force Alpha wurde in China produziert.


    Was D2 Stahl angeht, ich hab gemeint, ich würde ihn nicht für schwere Arbeiten nehmen wegen Ausbrüchen etc. Und ja, ich habe ein Messer aus K 110 von Böhler, dieser Stahl ist auch ein D2 Stahl hat aber im Vergleich zu anderen Herstellern etwas weniger Chromanteil nämlich 11,3 % bei eingen anderen Herstellern findet man z. B. 12,7 % Chrom, deshalb gibt es beim K 110 weniger Ausbrüche, weil Chrom den Stahl härter macht.


    So, jetzt bitte ich einen Messer-Sachverständigen meine "Falschaussagen" zu beurteilen.

    Pätte ich bin kein Fachmann aber ich werde mich kurz dazu äußern. Zuerst muss ich sagen, ich weiß nicht ob Lima One aus SK-5 Stahl diferentiell gehärtet wurde, aber die Möglichkeit besteht. Wenn man ein Messer diferentiell härtet dann wird der Messerrücken beim Härtevorgang geschützt als Ergebnis hat man dann einen weichen Rücken und eine harte Schneide. Wenn man den richtigen Stahl erwischt dann kommt eine schöne Härtelinie dazu ;)


    Aber wie gesagt, ich weiß nicht ob das beim Lima One der Fall ist, trotzdem, auch wenn es "normal" gehärtet wurde, würde ich hier ganz klar einen Kohlenstoffstahl nehmen da er sich aus meiner Erfahrung nach, für schwere Arbeiten besser eignet. Das Messer ist übrigens 6 mm dick, also feine Arbeiten kannst du vergessen.


    Man vergisst ja immer wieder daß Chrom den Stahl härter macht, er wird dadurch aber auch brüchiger, hällt die Schärfe nicht so lang und bissig und ist dadurch auch schwerer zu schleifen. Das war von mir jetzt nur so laienhaft. Es gibt Leute im Forum, die besser informiert sind als ich. Frag Juchten, der kann dir da alles erklären was dich interessiert.

    Pätte ich finde D2 Stahl ganz in Ordnung, es kommt nur darauf an was man damit macht und wer den Stahl macht, damit meine ich K 110 von Böhler, der ist Spitze aber da die Produktion des Messers in China ist, glaube ich nicht daß der Stahl beim Alpha 2 zum Einsatz kommt. Warum finde ich bei dem Messer 440-er C besser?


    Wenn man sich das Alpha 1, 2, Gen. 2 anschaut dann stellt man leicht fest, daß es sich hier um ein taktisches Einsatzmesser handelt, das in engen Räumen auch für schwere Arbeiten herangenommen wird und da würde ich einen D 2 Stahl, Ausnahme K 110 von Böhler, nicht nehmen. Er neigt zu Ausbrüchen an der Klinge, die Zähigkeit ist bei dem Stahl nicht so groß, aus meiner Erfahrung ist der 440-er C Stahl in diesem Segment besser. Der D2 ist zwar schnitthaltiger, aber viel schneiden wird man mit dem Messer nicht, die Klinge ist aus 5 mm Stahl und das will bei einem Folder schon was heißen ;) Spalten und Hebeln kann man aber gut damit,die Penetration ist auch ziemlich gut, nur für Feinarbeiten ist es nicht gemacht, und speziell beim Hebeln ist ein 440-er C Stahl besser, weil er eben zäher ist.

    Kohlenstoffstahl kann man auch diferenziell härten, außerdem ist es nicht so brüchig auch wenn es höher gehärtet wird.


    Ich hoffe daß sich Juchten zu Wort meldet, der kann das dann ganz gut erklären.


    Was das Rosten angeht, ich habe viele Messer aus Kohlenstoffstählen und keines davon ist mit bis jetzt weggerostet. Die Messer brauchen etwas Pflege aber so schlimm ist das gar nicht. Übrigens, am besten schützt man das Messer vor Rost wenn man damit arbeitet.


    Was die Schnitthaltigkeit angeht, ich denke daß Kohlenstoffstahl entscheidend die Nase vorne hat und es lässt sich leicht nachschärfen. 8)

    Stimmt nicht so ganz Skelettor, die ersten Serien des Alpha 2 wurden auch aus 440 C Stahl hergestellt, hab ja selber eines, wer ein Foto als Beweis brauch, kann ich gerne machen. Bei den späteren Alpha 2 Serien wurde D2 Stahl verwendent, anscheinend hat man dann beim Alpha 2 Gen. 2 wieder auf 440 C gewechselt, was ich auch sinnvoller finde.

    Ferret hier geht es nicht ums Messer zerlegen sondern um einen Konstruktionsfehler, der schon beim Messer Alpha 1 aufgetreten ist, Pohl Force hat das anscheinend nicht gekümmert, denn der Fehler wurde beim Nachfolgemodell nicht behoben. Vom Bravo 1 redet hier keiner, genauso wenig wie von BUSSE.


    Du brauchst das Messer nicht zu zerstören damit du siehst wo der Fehler beim Alpha 1 & 2 liegt, öffne das Messer, dreh es um und schlag es mit dem Klingenrücken, und zwar in der Nähe der Spitze, mit nicht all zu großer Kraft gegen ein Holzbrett, und dann siehst du den Fehler, denn das Messer klappt zu.


    Ich benütze das Messer trotzdem aber ich weiß welche ich Arbeiten damit meiden muss. Ich hab mein Spderco Manix2 mit einiger Kraftanstrengung mehr genau dem selben Test unterzogen, es klappt nicht zu. Ich weiß jetzt auch gar nicht mehr was man hier noch schreiben soll. Das sind Fakten, jeder der es nicht glaubt darf das mit meinem Messer ausprobieren.

    Ich muss sagen, mir geht es gar nicht darum, wo die Messer gebaut werden, wenn die Qualität stimmt ist das ganz in Ordnung aber eines stört mich dann schon, und da kommen wir jetzt zur Geldfrage.


    Wenn jemand sagt, meine Messer sind guter Qualität, nur halt in China gebaut, oder teilweise gefertigt, was auch immer, und ich verlange dafür den Preis XY, dann ist das Okay. Aber wenn jemand mit falschen Aussagen wirbt, damit er den weit überzogenen Preis rechtfertigen kann, dann ist das für mich eine Schweinerei.


    Das Problem ist nur, daß sehr viele Marken so etwas machen, tja, Globalisierung eben.

    Ich weiß auch nicht was an dem Messer 200,- Euro wert ist, außer vielleicht die dumme Werbung. Für mich schaut das wie ein normales Messer aus und ich habe in meiner Sammlung fast nur taktische bzw. Kampfmesser und Dolche. Was Werbung alles kann, oder auch nicht. :huh: