Beiträge von Kibo

    Wenn der Mann schreibt, er will kein Beil und keine Säge mitnehmen, dann sind Klingen bis 12 cm länge einfach zu kurz. Was den Stahl angeht, das ist keine Glaubensfrage, ein rostträger Stahl chipt einfach viel früher als ein rostender Stahl. Ich hätte es nicht geglaubt wenn ich es bei meinem ZT 0121 mit S 30 V Stahl nicht gesehen hätte. Ich habe mit meinen rostenden Klingen verdammt viel Blödsinn gemacht, kein Chip, nur einen beim Schlag gegen Beton, sonst gar nichts. Genauso ist es mit der Härte, eine hoch gehärtete Klinge chipt und bricht nun mal leichter als eine, die nicht so hoch gehärtet ist. Wenn du in der Wildnis bist und deine Klinge bricht, dann ist das nicht unbedingt von Vorteil, besser einmal mehr nachschleifen und rostender Stahl lässt sich nun mal viel leichter schleifen als rostträger Stahl.


    Was es auch immer wird, die Klinge sollte wohl nicht unter 15 cm sein, vielleicht eine mit Choil, dann kann man damit auch gut feinere Arbeiten ausführen. Man muss auch den Schliff und die Dicke anschauen. Ich weiß übrigens nicht warum Holzgriffe so schnell kaputt gehen, ich habe viele Messer mit Holzgriffen, nur eines hat einen Kratzer, ist aber schön auf den harten Parkettboden gekracht. Kommt ja auch auf das Holz an. ;)


    Für mich wäre das Lionsteel M7 das richtige Gerät, wenn ich so sagen darf. Es liegt zwar etwas über dem Budget aber dein Geld ist da gut angelegt. Oder ein Eickhorn GEK, wenn dich der Griff nicht stört. Eine Säge kann dir übrigens kein Messer richtig ersetzen.


    P.S. Wenn das Messer etwas kleiner sein soll dann wäre eine Alternative allerdings aus rostendem Stahl ein Becker Campanion mit Micarta Griffschalen zum Nachrüsten oder teure Version,ein ESEE-5.


    P.P.S Wähle sorgsam, dann kaufst du nicht zwei mal.

    Hier wurde schon viel geschrieben.


    Was den Hamon angeht, das differentielle oder technisch richtig selektive Härten genannt, wird ja nicht wegen dem Hamon gemacht, darum wird eine Härtelinie nicht als Hamon bezeichnet. Der Hamon ist im Prinzip nur eine Verzierung der Schneide, ein Spiel mit der Härtelinie, den japanischen Meistern durfte das so gefallen habe, daß sie eine echte Kunst daraus gemacht haben. Darum lässt sich der Hamon, im Gegensatz zur Härtelinie, nicht bei jedem Kohlenstoffstahl machen, vor allem nicht bei denen die einiges an Chrom undl Mangan haben. Das ist eben wegen der Durchhärtung. Das differentielle Härten soll ja eine größere Flexibilität der Klinge ermöglichen d. h. beim höheren Belastungen verbiegt sich die Klinge ohne zu brechen, wenn der Stahl gut ist, dann federt sie auch wieder zurück oder wird minimal verbogen. Eine gebrochene Klinge ist nicht viel Wert.


    Wenn man rostträge Stähle differentiell härten will dann sollte man nur den Teil der Schneide erwärmen, der später auch abgeschreckt wird. Ob man jetzt noch Lehm dazu nimmt oder nicht, müsste im Prinzip egal sein, so etwas lässt sich ja auch nur bei offener Flamme machen. Bei rostträgen Stählen sieht man weder eine Härtelinie, noch einen Hamon, ist ja im Prinzip auch nicht so wichtig, wichtig ist die Eigenschaft des Stahles nach dem Härten und Anlassen.


    Für Schockbelastungen gibt es eigene Stähle wie z. B. 1.2767 oder 1.2550, das sind aber nicht die einzigen, alles was die Bezeichnung S vor der Nummer trägt ist laut AISI ein shockproof Steel, der erste von den genannten Stählen hat die Bezeichnung S 7, der zweite S1. Natürlich gewinnt man hier mit differentiellen oder selektiven Härten noch mehr.


    Ich will aber nicht mehr klug...eißern, das war es dann auch schon.

    Wieso sollte man rostträge Stähle, mit Ausnahme von PM Stählen, nicht diferentiell härten können? . Ich habe hier z. B. http://www.downunderknives.com/ gelesen daß einige Messer von Down Under Knives, welche aus rostträgem 440 C Stahl gefertigt werden, diferentiell gehärtet wurden. Ob man das jetzt duale, differentielle oder selektive Härtung nennt ist glaube ich in diesem Fall wurscht. Es gibt Messermacher, die das auch mit anderen rostträgen Stählen machen, beim 12C27 sollte das schon gehen.Wobei 56 HRC für so ein Meißel eh ganz in Ordnung wären.

    So einfach ist es mit den Tantos, Ka´ikens etc. nicht. Ein Ka´iken ist ein kleiner Dolch, Länge höchstens ein halbes Shaku. Aber, nicht nur das ist ein Unterschied zum Tanto, das Ka`iken hat keine Tsuba und kein Habaki. Das Ka´iken wurde beim Seppuku nur von Frauen verwendet, die Samurai hingegen verwendeten das Tanto. Tanto bedeutet übrigens kurzes Schwert, kein Wunder, die Klingenlängen waren von einem halben Shaku, das sind ca. 15 cm, bis zu einem ganzen Shaku, ca. 30 cm. Was die verschiedenen Formen anbelangt, die haben sich natürlich im Laufe der Zeit verändert. Es gab auch zweischneidige Klingen, sieht man beim Moroha Tanto aber auch oft beim Yari Tanto, welches eigentlich aus einer Speerspitze entwickelt wurde. Die Kissakis, das sind die Schwertspitzen, haben sich auch im Laufe der Zeit verändert.


    Ich würde nur anmerken daß das, was heute als Kwaiken verkauft wird, eigentlich eine Osoraku Zukuri, Hira Zukuri oder Shobu Zukuri Form ist. Das American Tanto ist eine Entwicklung aus verschiedenen Kissaki Formen, in der Zwischenzeit gibt es auch das Reverse Tanto, wieder eine Neuentwicklung.


    Es gäbe hier noch sehr viel zu schreiben, ich möchte nur noch anfügen daß japanischen Meister so wie beim Katana und Wakizashi das selbe Herstellungsverfahren für das Tanto nutzten. Ich muss gestehen daß ich es beim Kwaiken nicht weiß.


    P.S. Beim traditionellen Tanto und Ka´iken gibt es kein Ricasso.

    Micha M. es ging um einen finnischen Scharfschützen der ungefähr in einem halben Jahr oder etwas länger 505 Abschüsse hatte. Er hält noch immer der Rekord. Wie das zu diesem Thema kam? Nun, die Amis sagen Chris Kyle ist der erfolgreichste Scharfschütze mit 160 Abschüssen, ich habe gemeint, das ist ziemlich wenig und habe deswegen auf Simo Häyhä verwiesen, das ist dieser finnische Scharfschütze. Weiterhin habe ich geschrieben daß hinter ihm russische Scharfschützen mit ca. 490 bis 500 Abschüsse kommen. Und dann kam folgendes, ja, das war im Zweiten Weltkrieg, ich habe gesagt, was Simo Häyhä angeht, war das im Winterkrieg, Talvisota, und der hat nur ein paar Monate gedauert, darum sage ich auch daß der Krieg ein eigener Konflikt war.


    Es scheint so als könnten wir uns darauf nicht einigen, jedem das seine. Außerdem möchte ich hier das Thema nicht politisieren darum sage ich, ihr habt alle Recht und schreibe nichts mehr dazu.

    Es sind hier einige Worte gefallen, ich werde nicht auf alle eingehen aber der Winterkrieg zwischen der Sowjetunion und Finnland gehört nicht zum Zweiten Weltkrieg dazu weil der Nicht Angriffs Pakt zwischen der Sowjetunion und Nazi Deutschland von 1939 bis 1941 angehalten hat. Der deutsche Angriff auch Operation Barbarossa erfolgt erst am 22. Juni 1941 und erst seit diesem Zeitpunkt befindet sich die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg.


    Ein Link zum Winterkrieg http://de.wikipedia.org/wiki/Winterkrieg Der Winterkrieg war ein eigener Konflikt.


    Ein Link zur Operation Barbarossa http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Barbarossa

    Nikko ich glaube du hast meinen Text irgendwie falsch verstanden und Simo Häyha hat im Winterkrieg 1939/40 zwischen der Sowjetunion und Finnland 505 bestätigte Abschüsse gehabt, hat also gar nichts mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun. Wenn dich Sondereinheiten interessieren dann würde ich mir die richtige Fachliteratur dazu durchlesen und keine Kriegsgeschichten in denen Vorkomnisse überspitzt, glorifiziert und nicht neutral dargestellt werden. So sind Kriegsgeschichten nun mal, lass dir das von jemanden sagen, der weiß wovon er spricht. Es wird aber schwer sein dir das zu erklären, also lasse ich es.


    P.S. Soldaten sterben heute genauso wie früher, nur die Konflikte sind kleiner, die Anzahl der teilnehmenden Soldaten ist geringer darum gibt es weniger Tote.

    Mit 160 Abschüssen ist Chris Kyle sehr weit von den besten Scharfschützen in der Geschichte entfernt, dieser Mann ist mit mehr als 500 Abschüssen noch immer an erster Stelle http://de.wikipedia.org/wiki/Simo_H%C3%A4yh%C3%A4 und nach ihm vier sowjetische Scharfschützen, die im Zweiten Weltkrieg gedient haben.


    Zurück zum Hauptthema. Früher haben große Heerführer wie z. B. Marschall Zhukov und Marschall Konjev ihre Memoiren aus dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht. Es gab natürlich auch andere große Heerführer die das getan haben. Das sind Leute die Geschichte geschrieben haben, ihre Werke sind natürlich nicht so actiongeladen aber dafür sehr umfassend und auf einem viel, viel höherem Niveau.


    Was Geheimmissionen angeht, was soll man darüber schreiben? Vor allem die Frage, wann kann und wann darf man über diese Missionen schreiben? Auch dafür braucht man grünes Licht. Für mich ist das nur der Verkauf von einigen Geschichten, die zwar interessant, aber sicher nicht weltbewegend sind. Außerdem vergisst man daß diese Soldaten nur einen Befehl ausgeführt haben, wenn die Befehlshaber aus ihrer Sicht der Dinge schreiben würden, dann wäre dies viel interessanter aber das werden sie niemals tun weil sich dahinter nicht nur ein paar Schießereien verbergen sondern einiges mehr.


    Ich sage immer, es kommt auf das Publikum drauf an.

    Bei einer versicherten Sammelbestellung wäre ich dabei aber kein Comrade sondern ein Messer unter der Bezeichnung Knives 001 Deer Horn aus D2 Stahl, eine individuelle Gravur, Kyrillisch natürlich, wäre auch schön. Ohne Gravur würde ich es aber auch nehmen. ;)

    Ich habe ein Messer das etwas größer ist, Klinge 14 cm lang, 5,2 cm breit,6 mm dick und das Gewicht liegt bei ca. 450 Gramm, also ungefähr so viel wie dieses fette Biest. Ich würde von einer vertikalen Trageweise abraten, es wird dir nämlich wirklich die Hose ausziehen, die Sache mit den Hosenträgern hat schon was. Eine horizontale Lederscheide am Rücken wäre wohl besser, weil sich das Gewicht so etwas besser am Gurt verteilt. Das Problem dieser kleinen fetten Monster ist die Balance. Mein großes Bowie wiegt ungefähr das selbe, hat aber eine Klingenlänge von 23,5 cm und ist vieeel besser ausbalanciert, es ist sehr führig, man merkt kaum was man für ein Gewicht herumschleppt bzw. in der Hand hält.

    Das Buch von Nikolaj Lilin "Freier Fall" habe ich gelesen. Es war ziemlich gut, nur die deutsche Übersetzung ist leider nicht die beste. :(

    Ich würde sagen, es ist ein gutes Outdoor Überlebensmesser. Nur dieser Nightmaregrind, den würde ich weglassen, weiß nicht was es, vor allem bei einem Outdoormesser, bringen soll außer viel Aufwand beim Grinding. Ich meine, bei einem Tanto würde ich ein O Kissaki machen http://de.wikipedia.org/wiki/Kissaki aber das ist nur an der Spitze und erleichtert die Penetration, gibt aber noch immer genügend Stabilität, das macht Sinn aber ein doppelter Anschliff, ich weiß nicht.


    Ein schöner Flachschliff erleichtert das Leben auch beim Schleifen, obwohl ich würde hier auch einen konvexen Anschliff in Erwegung ziehen.