Beiträge von Kibo

    Benathar ich glaube du hast das mit dem, durch die feindlichen Linien schlüpfen, nicht gut verstanden oder vielleicht habe ich mich ja auch falsch ausgedrückt. Im Kriegsfall werden Einheiten gebildet, da kommt oft alles mögliche zusammen, von Milizen, Heer, Polizei, was auch immer. Um das Leben meiner Familie zu schützen würde ich so einer Einheit beitreten und kämpfen, eine erfolgreiche Verteidigung ist anders nicht möglich. Oft werden dann kleinere Einheiten gebildet, meistens zur Aufklärung. Diese Aufklärungseinheiten sammeln Informationen über den Gegner und suchen das schwächste Glied in der Kette. So kommt es dazu, daß man sich vom Feind etwas holt was man braucht, wobei Tauschhandel nicht ausgeschlossen ist, oder man verschafft sich Wege zu eigenen Truppen von denen man Unterstützung, Proviant, Munition etc. bekommt. Das hat in diesem Krieg, in dem Ahmici erwähnt worden sind, funktioniert.


    Wer jedoch glaubt daß er alleine, so wie der verwegene Held, in einem Bürgerkrieg überleben kann, der hat sich geschnitten. Wer glaubt daß er neutral bleiben kann, der hat sich auch geschnitten. Ahmici 1993 sind nicht der einzige Beweis dafür, es gibt leider viele solcher Fälle. Ich habe viele ausgebrannte Häuser gesehen und mit Leuten gesprochen die Über Nacht alles verloren haben weil der Gegner angerückt ist und alles angezündet hat, diese Leute sind hauptsächlich vom Land. Traurig sich so etwas anzuhören und anzusehen. In den Städten hat es ganz anders ausgeschaut.


    Bei schlecht organisierten Gruppen die hauptsächlich Messer und Knüppel haben, sehe ich für mich keine Probleme. Man muss eben die besseren Argumente haben. ;)

    Ja, meine Erfahrung sind aus einem bewaffneten Konflikt. Deine Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Es kommt darauf an wie die Frontlinie verläuft. Wenn sie 500 Kilometer oder noch weiter weg ist und der Gegner nur sehr schwer oder gar nicht vorankommt dann ist man auf dem Land auch gut aufgehoben, wenn es aber nur ein paar Kilometer sind, dann packen und weg. Eine Großstadt ist nun mal viel schwerer einzunehmen als offenes Gelände. Straßenkämpfe, wo es wirklich von Haus zu Haus geht, können den Gegner zermürben, die Verteidiger sind in so einem Fall immer, oder fast immer, im Vorteil. Auf offenem Gelände kann es passieren daß der Gegner die Linien durchbricht und in nur einem Tag viele Kilometer macht, in einer Stadt, vor allem Großstadt, ist das so gut wie unmöglich.


    Zur Versorgung der Großstädte werden oft Korridore geschaffen, man kann aber auch in kleinen Gruppen bei Nacht oder schlechtem Wetter durch sogenannte Schlüpflöcher durch, das sind Stellungen des Gegners die eine Schwäche aufweisen. Oft nimmt man sich dann vom Gegner das, was man braucht und geht wieder zurück. Es ist ein Überlebenskampf bei dem man sich fragen muss, wo ist man besser aufgehoben. Und wie gesagt, Informationen sind sehr wichtig, denn nur wenn ich diese habe kann ich rechtzeitig richtige Entscheidungen treffen.


    Man muss sich auch immer die Frage stellen, wenn ich aus der Großstadt abhaue, wer nimmt mich dann auf? Habe ich jemanden auf den ich am Land draußen wirklich zählen kann? Wobei ich ja nicht weiß, wie es dem geht weil auch auf dem Land wächst nichts von alleine.


    Für mich ist es klar, entweder in der Großstadt bleiben, wo ich aufgewachsen bin, wo ich jede oder fast jede Straßenecke kenne als raus aufs Land wo ich niemanden habe. Oder eben raus aus dem Kriegsgebiet in eine sichere Zone, ob das jetzt ein anderes Land ist oder eine große Fläche die von eigenen Truppen gut verteidigt wird, macht da für mich keinen Unterschied.


    Als Soldat wird man zwar von "oben" versorgt aber es ist nicht immer die beste Versorgung und sie kann auch ausbleiben. Das erste was den Soldaten im Feld einfällt sind Bauernhöfe auf dem es genug essbares gibt. Eine Stadt ist eben schwer zu nehmen und es kann sein daß Napoleon zwar in Moskau einmarschiert aber dort nichts zu essen findet und das Wasser ist vergiftet. Man sollte auch aus der Geschichte etwas lernen. ;)

    Es kommt auf die Umgebung an. Ich würde auch nicht so leicht aus einer Großstadt verschwinden, es sei denn, ich sehe daß sie eingekesselt wird, da würde ich versuchen auf jeden Fall wegzukommen aber die Frage ist immer, wohin? Wenn ein sicherer Ort in der Nähe ist, dann ist das schon mal gut, jetzt muss ich mir anschauen von wem wird mein Weg, meine Route kontrolliert. Wenn sie vom Feind kontrolliert wird dann ist die Überlebenschance nicht groß, vor allem wenn die Route länger ist. Mit dem Gelände ist es auch nicht anders. Das Gelände kann mir entgegenkommen, kann aber auch mein größter Feind sein. Genauso ist es mit dem Wetter. Es sind schon genug Menschen auf der Flucht erfroren oder haben sich im Gebirge verlaufen, sind abgestürzt usw. Das sind ein paar Punkte, die ich mir vorher gut überlegen muss, was noch dazukommt, ich brauche eine Menge Informationen an die ich als Zivilperson im Kriegsfall nur sehr schwer rankomme darum wäre es nicht schlecht etwas zum "Tauschen" zu haben. Meine Überlebenschancen sind entweder in der Großstadt oder ganz weg aus dem Land in eine Richtung wo noch Friede herrscht.


    Menschen auf dem Land haben es in solchen Zeiten sehr schwer da es keine großen Menschenmassen gibt um im Fall eines Angriffs den Feind abzuwehren. Meistens werden sie über Nacht überrannt. Soldaten wissen genau wo etwas zum Essen etc. zu holen ist, deshalb würde ich mich auf dem Land, in einem kleinem Dorf, nicht lange aufhalten. Es müssen nicht immer feindliche Soldaten sein ...


    Im Fällen von Ausschreitungen bei Demos oder ähnlichen Ausnahmezuständen würde ich schon gar nicht aufs Land ziehen, man kann dem auch aus dem Wege gehen. Wie Markus gesagt hat, ich brauche einige hundert Meter zu laufen und bin meistens schon in einer sicheren Zone. Bei diesem Wetter würde ich eine Großstadt schon gar nicht verlassen, auch wenn ich eine Super Dooper Ausrüstung habe, denn die Möglichkeit zu scheitern ist sehr groß.


    Das sind nur so ein paar Gedanken zu diesem Thema.

    Ausschreitungen und Ausnahmezustände sind in Europa durchwegs zu erwarten. Bei solchen Szenarien mache ich mir aber keine Sorgen, das habe ich nämlich auch schon mal miterlebt. Am besten ist es der Gefahr aus dem Weg zu gehen, dann hat man am wenigsten zu befürchten. Wenn es aber darüber hinaus geht, dann liegt schon viel Blei in der Luft und das ändert alles. Da würde ich mir schon Sorgen machen. Ich weiß aber was ich in so einem Fall tun kann und ich habe mehrere Optionen. Ich muss allerdings die Verantwortung für vier Personen übernehmen, zwei Erwachsene, eine Jugendliche und ein (noch) Kind.

    Zuerst muss man sich mal für ein Schwert entscheiden und was man damit machen will/kann. Ich würde auch dazu raten sich zuerst gut über verschiedene Schwerter zu informieren, die Auswahl ist ziemlich groß. Erst dann würde ich den richtigen Schmied suchen.

    Was die Härte von Schwertern angeht, das hängt von der Form und vom Material ab. Ich meine daß man mit heutigen Stählen bei 52 - 54 HRC gut aufgehoben ist. Ich weiß daß einige europäische Klingen genauso wie die japanischen selektiv gehärtet wurden, das heißt nur die Schneidphasen waren hart in der Mitte oder am Klingenrücken, so wie bei den japanischen Katanas, waren die Schwerter nicht gehärtet oder hatten eine sehr geringe Härte. Was das Parieren angeht, so wurde mit den Katanas z. B. so gut wie nie pariert und wenn, dann mit dem Rücken, das sieht man an den Klingenrücken der historischen Katanas mit denen wirklich gekämpft wurde. Die Schneidphase oder Sekundärphase war bei den Katanas sehr hoch gehärtet ca. 60 HRC d. h. bei einem Hieb der Schneide auf Schneide landet wäre da einiges zu Bruch gegangen. Die europäischen Schwerter hatten auch so ihre Probleme mit den mittelalterlichen Rüstungen die teilweise aus gehärtetem Stahl gefertigt wurden, darum wurde im Feld nicht wirklich viel mit dem Schwert gekämpft, die italienischen Kampfhämmer haben sich gegen solche Rüstungen als effektivste Waffen erwiesen. Große Messer, ich habe einige Bowies, werden auf ca. 56 - 58 HRC gehärtet, am besten auch selektiv.


    Was man nicht vergessen darf, wir hatten in Europa auch Schilder und das schon in der Antike mit denen konnte man sich vor einem Hieb gut schützen, irgendwann waren die Ritterrüstungen im Mittelalter so stark gepanzert daß man keine Schilde mehr brauchte, das erlaubte wiederrum die Verwendung eines Zweihandschwertes welches mit zwei Händen geführt werden konnte. Wieviel mit den Einenhalb- und Zweihandschwertern gefochten wurde kann ich nicht beurteilen aber diese Schwerter wurden so gefärtigt daß sie einen Hieb auf eine gepanzerte Rüstung ohne Probleme überstehen konnten d. h. sie konnten sicher besser zum Fechten eingesetzt werden als japanische Katanas, außerdem waren die meisten Zweischneidig, obwohl, mir sind auch Fälle bekannt wo nur eine Schneide eine richtige Schneidphase hatte, die andere war stumpf, vermutlich deswegen, weil man mit ihr ohne größeren Schaden parieren konnte. Und dann gab es noch das einschneidige Falchion ...

    Ein Winkel von 6 Grad/Seite, ich weiß nicht, naja, wie auch immer. Hammergrip ist die Handposition wie man einen Hammer hält, hat bei einem Kampfmesser seine Vorteile, aber das ist nur meine Meinung.

    Nice-Dice was möchtest du denn mit dem Messer schneiden oder was ist überhaupt die Hauptaufgabe dieses Messers? Wenn das Messer ein richtiger Fighter aus 5 mm Stahl werden soll, dann rate ich zum Hohlschliff und über die Schneidfreudigkeit würde ich mir keine Gedanken machen, ein Schneidwinkel von 40 Grad also 20 Grad/Seite sollte ausreichend sein.


    Das Mk I ist übrigens mein Favorit. Ich würde es im ersten Drittel der oberen Schneide nicht schärfen, so verhindert man ungewollte Selbstverstümmelung oder man gewöhnt sich an den Hammergrip bzw. an den Reversegrip. Wobei hier auch der Ice Pick sehr effektiv wäre.


    PS Pass auf die Spitze auf.