Beiträge von AJAX

    Leute - Ball flach halten.


    Ich sage nochmal - man kann in dem Bereich nichts pauschal behaupten. Ich halte den Winter für komplexer als den Sommer und der hats ja schon in sich. Jemandem in so einem Schriftverkehr wie hier seinen Senf aufzublättern ist schwierig. Das ist als würde man sich streiten ob man im Sommer Fussballschuhe mit Stollen oder Wasserschuhe trägt. Diskutiert um einen genauen Zweck, genaue Absichten oder was auch immer, aber ich beobachte Sprüche wie Dumm ist der der Dummes tut und Anspielungen sowie Anschuldigungen sowie Beurteilungen der gegenseitigen Kompetenz genau und das geht mir hier schon fast zu weit.


    Ich finds klasse, dass Jackknife Erfahrungen auf Gebieten des Wintercampings hat und diese gerne mitteilt. Ebenso find ichs schön dass andere hier Inspiration suchen und nachfragen, aber bitte hört auf hier "einzig wahre" Dinge zu posten. Das hat mit Erfahrung nichts zu tun und produziert teilweise Ärger.


    Mein Senf dazu: Hab mit Tony am Wochenende bei starkem Schneefall an recht exponierter Stelle (Wind hatte gedreht) und -8°C genächtigt und dabei mehr als 10 Leute im Schlepptau gehabt, was dazu führte, dass ich nicht am offenen Reflektor nächtigen konnte, sondern mit Biwaksack und Hirschfell vorlieb nehmen musste. Das ist in dem Fall kein problem, in dem diese Miniausrüstung auch wieder stimmt. Man kann und soll hier nicht pauschalisieren!
    Dem Einwand von Jackknife bezüglich des Umwelt und Naturschutzes ist natürlich Folge zu leisten.
    Ansonsten - Jedem das seine!


    Ich hab Typen erlebt die haben mit einem schweizer Messer ein Lean To schneller errichtet als ich samt Kumpel und Beil, sowie großem Messer. Aus dieser Erfahrung heraus werde ich auch nie versuchen jemandem mein Messer schön zu reden, sondern nur von meiner Erfahrung sprechen und versuchen Tipy zu geben.


    Wenn ihr also bei solchen Bedingungen im Harz übernachten wollt, dann packt euch warm ein. Baut mit dem Tarp ein schützendes Dreieck in die Hauptwindrichtungen und haltet den Eingang möglichst dicht (sollte aber atmen). Schaufelt eine Art Windfang aus Schnee, so dass dieser dort bereits wie durch einen Flügel ein wenig flacher auf die Plane geleitet wird. Tretet den Schnee im Baubereich vorher fest oder entfernt ihn wo möglich!


    Sollte der Schnee sehr tief sein, dann schaut euch Anleitungen zu Kälterinnen an - Stichwort Schneehöhle - ist mit einem Tarp klasse zu verbinden! Hat gegenüber dem Zelt den Vorteil, dass keine Nässe in der direkten Umgebung entsteht. Beim Winterzelten werden Kondenswasser oder geschmolzener Schnee recht schnell nervig. Vor allem wenn es täglich auf und abgebaut werden soll.


    Der ganze Zinober kostet recht viel Zeitaufwand, ist aber wenn ich es richtig verstanden habe auch interessenteil eures Trips. Hat man es ein paarmal gemacht und ist routiniert, so ist der Aufbau ähnlich schnell wie beim guten Zelt ;)


    Ansonsten - Ich würds wie Jackknife halten - Zelt mitnehmen und auf den Wohlwollen der Ranger hoffen ;)


    ...und jetzt: Weitermachen!

    Ich habs bereits an zwei Stellen geschrieben - Das ZM ist kein Neckknife, wurde nicht als solches konzipert, sondern von mir, Kuranosuke und Darryl Bolke ins Leben gerufen und von letzterem als günstiges Badlandsknife konzipiert. Da sich die meisten Strider Kunden ihre Scheiden selber basteln, gibts nur diese Kydex dazu und fertig. Ich hoffe das ist nun klar ;)

    Basis ist das GEK. Das Messer wird ein wenig kompakter. Mehr darf nur Tony verraten :)


    Da wir selber noch auf die Protos warten können wir noch nicht so viel sagen. Wir waren nur der Meinung, dass hier die richtige Plattform für diese Ankündigung ist. ;)

    Ich pack noch ein wenig Salz in die Wunde!


    Als ich den alten Proto gesehen hab, dachte ich über nichts anderes mehr nach, als über die Storys, die ich mit einem Vet aus Israel besprochen hatte.


    Postenklau spielt in Zeiten der asymetrischen Kriegsführung wieder eine bedeutende Rolle, und die Jungens, die die Protos für Tests neben uns erhalten, werden entsprechend ausgebildet und auch eingesetzt. Dazu mehr nach deren objektiven Urteil und Klärung der "Redefreiheit" bezüglich derer Jobs!


    Ich weiss, dass Postenklau inoffiziell mit Draht, Saiten o.ä. gelehrt und auch durchgeführt wird. Bei vielen Einsätzen ist das Messer jedoch kaum verzichtbar.


    Das Konzept sieht also u.a. vor für den Job des Profis im Bereich der Armee dienlich zu sein. Vorab schonmal die Info: Es wird leicht!


    Weiter: ...kommt hauptsächlich von Tony und mir:: Das Teil muss auch das Können, wofür es zu 99% nachher selbst in der SuperDuperSpecialEinheit verwendet werden wird - nämlich die klassischen Outdoor Eigenschaften haben: Es muss optimal schneiden, hacken und entsprechende Eigenschaften für Jagdwaffen Nutzung ,etc. haben. Zudem sollte es auch in gewisser Weise als Tool bei Bergung von Kameraden aus Fahrzeugwracks gefahrlos dienen.


    In diesem Bereich stellt das Messer zwar einen Kompromiss dar, wobei der Spagat nicht zu groß ist ;)


    Neben den Eigenschaften für Postenklau und aktiven Einsatz als Waffe haben wir uns weiter Gedanken zum häufigsten und viel diskutierten Einsatz als Notbremse gemacht. Dabei konnte ich auf die Erfahrungen meiner Freunde aus Israel zurückgreifen und das Ganze perfekt mit Micha und Tony umsetzen. Da gabs nicht eine Meinungsverschiedenheit.


    Im Extremfall betreibt niemand Kampfkunst oder großartig koordinierte Techniken. Messungen haben ergeben, dass gut Trainierte Personen eine koordinierte Reaktion auf einen ernsthaften Angriff etwa eine Sekunde schneller hinbekommen als Laien. Es kann aber auch hier dazu kommen, dass man erstarrt und erstmal garnichts macht oder schnell und unkoordiniert reagiert.
    Wer schonmal gesehen hat wie sich Mädels kloppen, der weiss in etwa wie es zugeht wenns auf beiden Seiten um Leben und Tod geht. Da wird richtig ins Fleisch gebissen und es fliegen Haare. Man stelle sich das ganze unter Männern vor, bei dem Waffen im Spiel sind. Überlegung? - Das Teil muss sich problemlos Reflexartig ziehen lassen. Es muss im Gefuchtel möglichst effektiv auf den Gegner einwirken. Es muss Bombensicher in der Hand liegen um nicht fliegen zu gehen. Da nicht jeder Kunde ein Custom bekommt muss es universell verschiedene Griffmöglichkeiten optimal bedienen. Man sollte meinen, dass auch hier ein Kompromiss zustande gekommen ist, NEIN. Ich weiss nicht wie wir das hinbekommen haben, aber selbst die ersten klotzigen Aluprotos lagen in der Hand wie von Gott gemacht! Da hat Tony aus dem Nichts die optimale Lösung vorgegeben, die vor allem durch Michas Know How nochmal den Feinschliff erhielt.


    Ich kenne kein Messer von diesem Kaliber. In Größe und Form gibts Ähnliches, aber so nüchtern und ausgewogen? Nein!
    Das Ding ist ne Wucht!

    ATS 34 lässt sich nach meiner Erfahrung im Feld etwas besser schärfen als S30V. In der Schnitthaltigkeit konnte ich keinen Unterschied feststellen. Von daher wäre das beim Erwerb eines neuen Outdoormessers 1te Wahl. Eine andere Sache: Ich finde die Stripes im ATS 34 schöner - was natürlich Geschmackssache ist!

    Hatte Minimal Ausrüstung für Hochtouren dabei:


    Kleidung:


    400er Woolpower Socken (3 Paar)
    kurze Funktionsunterwäsche (3 mal)
    Zweimal 200er Polartec Fleece Arc´teryx
    Arc´teryx Sidewinder Hardshell
    Gefütterte Fjäll Räven Winterhose mit Mammut Hosenträgern und Black Hawk Gürtel
    Windstopper Handschuhe
    Goretex Handschuhe
    Salewa Sturmhaube mit Fleece
    Arc´teryx Merino Mütze
    HanWag Alaska GTX Stiefel
    Oakley Sub Zero Gold iridium



    Ausrüstung (von aussen nach innen am Rucksack):


    Leki Ultralight Stöcke
    Lucky Steigeisen
    Power Ridge Schneeschuhe
    Mammut Extreme 35 Rucksack
    Ajungilak Compact Winter Schlafsack und billiger Meru Biwaksack (in einem Beutel)
    Zubehör für Essenszubereitung (mit 2500 kcal Trockennahrung, Wasseraufbereiter, etc.)
    Batterien, Kamera, Handy und Batterien - Akkuladegerät
    Katernmaterial
    Petzl e+lite Kopflampe
    Surefire L1 Lampe
    Strider ZM
    Kartenmaterial
    Kleines "Survivalpack"
    Geldbörse mit Ausweis, Führerschein, Geld und Krankenkarten sowie ausreichend Kohle





    Waren insgesamt 13,5 kg Gepäck, samt der Wechselkleidung. Die getragene Kleidung habe ich nicht gewogen.


    Da die Sachen erprobt sind war nicht zu viel mit und es hat auch in einem Notfall nichts gefehlt. Ich komme damit unter exakt diesen Bedingungen optimal zurecht. In anderen Gefilden würde die Kleidung und Ausrüstung variieren.


    Temperaturbereiche waren im Gelände zwischen -5°C und -28°C + Windchill

    Wollte etwas Ruhe rein bringen, da hier wieder mit anderen Dingen rumgemüllt wird - nämlich mit pauschalen Meinungen zu Ausrüstungsgegenständen - insbesondere Bekleidung. Das halte ich ehr für OT und dem Potential undienlich.
    Das Thema ist sehr komplex und stark zu differenzieren ehe man einem da seinen Kram schlecht redet. Viele Ausrüstungsgegenstände aus dem Motorradbereich sind je nach Einsatzzweck auch ohne Zweirad durchaus zu gebrauchen, etc.


    Also bitte Ball flach und Niveau hoch halten. Hier ist kein Platz für Hobby Streiter, die sich gerne in der Anonymität des Internet wiegen ;)


    @jackknife - widert dich mein schönes Füßlein echt so an? ;(


    Messerjocke: Das sind Blasen. Erfrierungen hatte ich kaum ;) Mehr dazu beim Seminar Ende Januar und im Anschluss als Bericht in diesem Thread!

    Keine Haarspaltereien Jungens ;)


    Ich bin gestern von nem Trip zurück gekommen, da gabs eine Menge Schnee, Wind, Eis, Kälte und Lawinen. Ein AlpenCross im Winter und zwar solo ;)


    Werd beim Wintertraining ein kleines Referat dazu halten und auch auf die Ausrüstung eingehen.


    Hier schonmal ein kleiner Teaser:


    Auf dem Gemmipass kurz vor einem Whiteout zwischen Schwarenbach und Daubersee und meine Füßchen nach mehr als 200 km Fußmarsch und ein paar Höhenmetern ;)