Hallo Smörrebröd
Du stellst mit Sicherheit keine dumme Frage Zumal es wirklich keine dummen Fragen gibt, wie man so schön sagt. Wenn du etwas nicht verstehst unterstehe dich nicht zu fragen, denn sonst kommst du ja nicht zu deiner Antwort. Wie du siehst gibt es auch hier im Forum nicht nur Leute die etwas davon verstehen. Zusätzlich gibt es noch Leute die meinen etwas zu verstehen und deshalb nicht fragen und das ist wesentlich schlimmer.
Ich möchte versuchen dir die Antwort kurz und verständlich zu geben.
Was du an dem Beispiel 3V und A2 beschreibst ist die Festigkeit. Festigkeit ist der Widerstand gegen Verformung in N/mm^2. Das heisst ein Stahl mit höherer Festigkeit kann einen kleineren Querschnitt (Fläche) haben um die gleiche Last (F) zu ertragen.
Zähigkeit beschreibt das Verhalten bei Bruch und wird üblicherweise auch anstatt Duktilität (Verhalten vor dem Anriss eines Bruchs) verwendet. Es liegt auch vom Mechanismus nicht weit auseinander somit kann im Volksmund ruhig Zähigkeit gesagt werden.
Diese Zähigkeit wird gerne mit dem Kerbschlagbiegeversuch bestimmt. Dabei wird eine definierte gekerbte Probe mit einem Hammer auf der anderen Seite der Kerbe getroffen. Je weiter der Hammer durchschlägt umso spröder (weniger zäh) ist das Material, da es keine Gelegenheit hat die auftrffende Kraft in Verformung umzuwandeln und somit Energie aus dem Durchschwung zu nehmen.
Ein zäher Werkstoff biegt sich also bevor er bricht bzw kann einwirkende Kräfte in Verformung umwandeln ohne vorerst zu brechen. Es gibt aber viele weiterr Faktoren die das beeinflussen können.
Wenn du noch Fragen hast kannst du gerne mir per PN schreiben oder hier im Thread.
Gruss
Stefan