Beiträge von Merc

    Ich danke Roman für seine Worte und kann mich diesen nur ausnahmslos anschließen. Heute werden sehr häufig nur die japanischen Klingen hochgelobt, doch das auch die Europäer in der Herstellung von Schwertern viel zu bieten hatten, will man nicht so recht glauben. Daher verlinke ich für die Interessierten auf einen kurzen Artikel über zwei merowingerzeitliche Bodenfunde beim japanischen Schwertpolier von 1999.
    Wer sich heutzutage ein richtiges Schwert anfertigen lässt, sollte vorher genau wissen, was er möchte. Das beginnt bei der Form der Klinge (z.B. für Hieb oder Stich ausgelegt, Verw. Oakeshott Typologie), geht über die Montierung bis zu eventuellen Verzierungen (z.B. Tauschierung, etc.). Dies gilt sowohl für europäische als auch asiatische (neben Japan haben auch andere Nationen eindrucksvolle Schwerter hervorgebracht, z.B. China oder Indien) Formen. Sehr häufig ist es auch hilfreich, sich im Zuge intensiven Trainings mit dem Führen solcher Waffen auseinandergesetzt zu haben. Nicht nur Japaner haben vor dem ersten richtigen Schwert ein intensives Training durchlaufen, wie uns die europäischen Fechtbücher immer wieder deutlich zeigen.


    PS: Ich musste bei Michas Beitrag wieder Tränen Lachen


    PPS: Auch europäische Schwerter, von fachkundigem Personal nach alter Art hergestellt erreichen durchaus den Preis eines Kleinwagens.

    Merc
    Klein-energietechnik schön und gut. Ich sagte das ja schon weiter oben. Das wäre sicher beruhigend für mich, mich in der Art versorgt zu sehen. Aber ich weiss es nur von einem Freund z.B., der hat sein Dach volelr Solarpanels, aber wenn Stromausfall ist, haben die trotzdem kein Strom.
    Aber wie gesagt, ich hab keine Ahnung was für ein technischer Aufwand das wäre, das zu ändern.
    Vielleicht auch ein Unterschied, ob man sich Panels aufstellt die nicht ans Netz angeschlossen sind, also unabhängig vom Stromnetz und den Versorgern.


    Das Problem dabei ist nicht, das es nicht funktioniert, sondern das die Gesetzlage diese Art der Anlage vroschreibt. Und das auch nur, weil die großen Konzerne da gute Lobbyarbeit betrieben haben. Da geht einfach Profitgier (und bei den großen Energieerzeugern sehe ich da die reinste Gier) vor eine vernünftige Absicherung der Bevölkerung bei Notfällen, wobei das heute ohne Probleme möglich wäre. Um den Wirkungsgrad zu erhöhen müsste zunehmend im Bereich Klein-Energietechnik geforscht werden, dann ist das Sich-Selbst-Versorgende-Haus keine Zukunftsvision mehr sondern bald Realität. Leider iwrd auch hier nur in die Großanalagenforschung Geld gesteckt.


    Ob es bei solchen Total-Zusammenbrüchen immer gut ist, aus der Stadt aufs Land zu gehen, zweifle ich stark an. Die sozialen Bindungen sind auf dem Land immernoch enger. Dorfgemeinschaften werden sich in so einem Falle wohl schnell wieder zusammenfinden, um ihre Pfründe gegen eindringende Stadtflüchtler zu verteidigen. Da dürfte das Überleben in gewohnter Umgebung, auch in der Stadt, einfacher sein. Risiko- & Gefahrlos ist in o.g. Fall gar nichts mehr.

    Sorry für das OT, aber zum Thema Stromversorgung:
    Klein-Energietechnik ist das Stichwort, aber das funktioniert in Dtl. aufgrund der durch Lobbyarbeit entstandenen Gesetze nicht. Vorreiter findet man diesbzüglich u.a. in den USA. Solarpanels sind erschwinglich, Windräder im Kleinen sind auch kein Problem, damit hat man eine Grundversorgung unabhängig von den großen Spielern. Leider wird diesbezüglich auch die Forschung in Europa kaum betrieben.
    Nochmal sorry für das OT, ich reg mich darüber nur schon seit Jahren auf. :knueppel:

    Ich bin in dem Thema ein Leihe und stehe auch dazu. Aber dafür ist dieser Thread ja auch da.


    Dann gleich ein paar Verbesserungen:
    Kohlenstoffstahl = Carbonstahl
    Ne Hohlkehle kann man in alle Stähle einbringen, und nicht nur bei Schwertern, das geht auch mit Messern. Warum sowas manchmal auch "Blutrinne" genannt wird, is mir allerdings schleierhaft. Bei Schwertern dienen die Teile zur Gewichtsreduktion. Hierbei muss man aber im europäischen Rahmen unterscheiden, ob die Klinge für Hieb oder Stich konzipiert wurde. Eine Übersicht für Europäische Schwerter ab so ca. dem 10./11. Jh. und damit über die Entwicklung von der Hieb- zur Stichwaffe liefert Ewart E Oakeshotts Standardwerk The Sword in the Age of Chivalry. Oakeshott Klassifiziert die Hoch- und Spätmittelalterlichen Schwerter nach Klingen- und Gefäßform. Zur Klassifizierung der Zeit des frühen Mittelalters dienen weniger die Klingenformen als die Gefäßarten. Neben den Standard-Klassifizierungen von Bremer und Wheeler für das frühe Mittelalter finde ich das Werk von Alfred Geibig Beiträge zur morphologischen Entwicklung des Schwertes im Mittelalter sehr empfehlenswert.
    Damit kann sich jeder Leihe einen kleinen Überblick über europäische Schwerter verschaffen.


    Die Stahlauswahl ist nicht nur bei Messern wichtig, sondern auch bei einem Schwert. Es gibt z.B. Damaststahl ( i.d.R. 200 Lagen bei einem normalen Preis ), Kohlenstoffstahl, Carbonstahl und Stähle mit Hohlklinge.


    Kannst du mir bitte mal erklären, was "Stähle mit Hohlklinge" sein sollen?

    Ich hol den Thread mal hoch.


    Ich bin derzeit auf der Suche nach wetterfesten Notizblöcken und Notizbüchern. Die Rite in the Rain Teile gefallen mir bisher am besten, aber vielleicht habt ihr noch andere Vorschläge?


    Danke im Voraus,


    Merc

    ..... ich hatte mir mal diese bestellt, schöne Mütze zum guten Preis, damals gab es sie auch in "länger" - LINK


    Gruß
    Siegfried


    +1 für die Teile
    Hab davon mittlerweile drei Stück, eine in oliv lang, zwei in schwarz, eine kurz und eine lang. Auf die kurze olive warte ich noch, hat derzeit ja keine Eile.
    Die langen sind im Winter wunderbar, die kurzen bei wärmeren Jahreszeiten. Selbst komplett durchgeschwitzt wärmen die Teile noch wunderbar, von Gestank auch nach mehreren Tagen durchschwitzen keine Spur. Bezüglich kratzen hab ich keine Probleme, meine älteren Rollmützen aus Wolle sind da um einiges schlimmer. Und da ohne Logo, kann man sie überall tragen. Preis-Leistung für mich bisher unschlagbar.

    Grundsätzlich muss man da zwischen Hosenmodell und Stoff unterscheiden.
    Bekannte 5.11 Hosenmodelle sind die Tactical Pants und die TDU. Der Klassiker ist die normale Tactical Pant aus Baumwolle, die gibt es aber auch aus dem Taclite Stoff, d.h. sie ist leichter und dünner, für die wärmeren Tage des Jahres. Wird wohl vom FBI verwendet, mehr kann ich dazu nicht sagen, sind irgendwie nicht so meins.
    Die TDU Hosen sind, wie Red Bull schon richtig anmerkte, überarbeitete BDU Pants. Die Unterschiede zur BDU sind: Reißverschluss, statt Knopfleiste, normaler Knopf und Druckknopf zum Vershließen der Hose, Gummizug im Bund für Bequemlichkeit, Taschenverschlüsse mit Klett und (in meinen Augen das praktischste Überhaupt) die Taschenunterteilung in den großen Cargotaschen. Die TDU gibt es in drei Stoffvarianten, einem Baumwoll RipStop, einem Twill und dem Taclite Material (Multicam klammere ich mal aus).


    Am besten du schaust dir mal direkt die Herstellerseite dazu an. Die deutschen Shops haben in dieser Beziehung zum Großteil wirklich schlechte Bezeichnungen der Produkte. Da bringt der Hersteller mehr Klarheit.


    Also wenn du auf BDU Hosen stehst, wären die TDU wohl eher dein Ding als die Tactical Pants.


    Gruß Merc

    Heyho Stumpf,
    die Struktur ist schwarz in schwarz. Die Waben sind wenig strukturiert und "glatt" und verleihen den Fingern groben halt, der Rest des G10 ist dagegen relativ grob gehalten und gibt richtig Grip. Hmmm weiß nicht recht, wie ich das ausdrücken soll?

    So, heute möchte ich euch ein Messer etwas näher bringen: das FKMD Gunhammer.


    Zunächst die nackten Specs:
    Klingenstahl: N690Co
    Griffschalen: G10 mit Wabenstruktur auf schwarzen Stahllinern
    Klinge feststellbar durch Linerlock.
    Klingenlänge: 8,5cm
    Klingenstärke: 0,3cm
    Gesamtlänge: 19cm
    Griffdicke: 1,5cm


    Die Messer der Firma Fox Knives aus Maniago in Italien dürften hier mittlerweile einen guten Bekanntheitsgrad besitzen. Das hier vorgestellte Gunhammer ist bis jetzt mein einziges dieser Marke und nach meinem empfinden sein Geld definitiv wert. In Zusammenarbeit mit Messermacher Darrel Ralph entstanden, wird dieses Messer unter Fox' Militär-Label FKMD (Fox Knives Military Division) in 4 unterschiedlichen Versionen vertrieben: Tanto- oder Clip-Point Klingenform, Manual-Opener oder Automatik. Die hier vorgestellte Version ist die Clip-Point Form mit manuellem Öffnungsmechanismus über den Daumenstift.


    Der hochgezogene Flachschliff verleiht dem Messer sehr gute Schneideigenschaften. Dazu trägt der N690CO Klingenstahl noch bei, das Messer war Out-of-the-Box rasiermesserscharf, die Haare flogen nur so vom Arm und diese Schärfe hielt es im Alltag sehr lange. Die Wabenstruktur der G10 Schalen machen des Messer sehr griffig, die leicht geschwungenen Form des Griffes schmiegt sich dabei perfekt in die Hand und wird vom Ballen sehr gut gestützt.
    Der Clip ist für Tip-Up rechts und links ausgelegt. Die Griffschlaen sind symmetrisch aufgebaut, sodass sowohl Rechts- als auch Linkshänder keine Probleme mit dem öffnen haben. Der Liner ist jedoch für Rechtshandbedienung gemacht..


    Das Messer hat mich mehrere Monate täglich begleitet und alle anfallenden Aufgaben ohne Murren erledigt. Ein Vergleichstest zwischen einem Opinel No.8 und dem Gunhammer an einer gut abgehangenen Salami ergaben keinerleich Unterschiede. Anschließend war auch das Gunhammer, obwohl seiner schwarzen Erscheinung ein gern gesehener Gast am Frühstückstisch. ;)


    Fox fertigt das Messer auch für Wilson Combat als ELC (Extreme Light Carry).


    Merc


    PS: Ich hab noch drei Vergleichbilder mit Benchmade Griptilian 551 und Spyderco Endura4 angehängt.