Ich danke Roman für seine Worte und kann mich diesen nur ausnahmslos anschließen. Heute werden sehr häufig nur die japanischen Klingen hochgelobt, doch das auch die Europäer in der Herstellung von Schwertern viel zu bieten hatten, will man nicht so recht glauben. Daher verlinke ich für die Interessierten auf einen kurzen Artikel über zwei merowingerzeitliche Bodenfunde beim japanischen Schwertpolier von 1999.
Wer sich heutzutage ein richtiges Schwert anfertigen lässt, sollte vorher genau wissen, was er möchte. Das beginnt bei der Form der Klinge (z.B. für Hieb oder Stich ausgelegt, Verw. Oakeshott Typologie), geht über die Montierung bis zu eventuellen Verzierungen (z.B. Tauschierung, etc.). Dies gilt sowohl für europäische als auch asiatische (neben Japan haben auch andere Nationen eindrucksvolle Schwerter hervorgebracht, z.B. China oder Indien) Formen. Sehr häufig ist es auch hilfreich, sich im Zuge intensiven Trainings mit dem Führen solcher Waffen auseinandergesetzt zu haben. Nicht nur Japaner haben vor dem ersten richtigen Schwert ein intensives Training durchlaufen, wie uns die europäischen Fechtbücher immer wieder deutlich zeigen.
PS: Ich musste bei Michas Beitrag wieder Tränen Lachen
PPS: Auch europäische Schwerter, von fachkundigem Personal nach alter Art hergestellt erreichen durchaus den Preis eines Kleinwagens.