Ich glaube ich muss hier eines klarstellen: ich zweifele nicht die Funktionstüchtigkeit einer Damaszierung an, Stähle mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander zu kombinieren und damit die Eigenschaften in einem Stück Stahl zu vereinen. Es sind für mich aber zwei unterschiedliche Dinge, ob ich die Entwiclungsgeschichte der Schwerter des euopäischen Mittelalters betrachte oder moderne Verfahren zur Herstellung möglicher Damastarten, die es damals, nach bisherigen Funden, nicht gegeben hat.
juchten
Soweit mir bekannt, nach Geibig, Alfred: Beiträge zur morphologischen Entwicklung des Schwertes im Mittelalter. Eine Analyse des Fundmaterials vom ausgehenden 8. bis zum 12. Jahrhundert aus Sammlungen der Bundesrepublik Deutschland, Neumünster 1991, S.112 f., "[...] klingt die Sitte, Klingen zu damaszieren[...]" mit Aufkommen neuer Schmiedeverfahren ab dem 10. Jahrhundert langsam aus. Geibig zieht dabei Vergleiche zu den Werken von Jankuhn, Kirpicnikow, Emmerling und Menghin. Die russische Literatur erschließt sich mir leider nicht, aber ich weiß, das die Russen auf dem Gebiet Archäologie viel geforscht und puliziert haben und dies immernoch tun. Leider dauern Publikationen in der BRD diesbezüglich immer sehr lang, sodass neuere Foschungsergebnisse nur spärlich ihren Weg zu den Leuten finden. Ich lasse mich aber auch gern vom Gegenteil überzeugen.
Gruß Merc,
PS: Interessante Diskussion, die sich gerade entwickelt. Ich kann nur aus Anwendersicht sprechen, du aus Herstellersicht. Wie üblich liegt die Realität dann wahrscheinlich irgendwo dazwischen.