Beiträge von thehunt

    Ich bin nur interessierter Laie, habe aber meine Algerien-Stiefel, ebenfalls Depotware aus den 50ern und knüppeltrocken, wie ein Blöder mit Ballistol eingesprüht. Eben auch von innen, damit sich das Leder dann auch an meinen Fuss anpassen kann. Solange da nur Leder und kein stoff ist, ging das wunderbar. Sind mit die bequemsten Stiefel die ich habe, nach einer zugegebenermaßen langen, Eintragephase.


    Hey,
    Das Messer gefällt mir sehr gut und ich hoffe dass diese Griffe auch bald für mein geliebtes Spartan erscheinen das momentan bereits das 3te paar trägt...
    Wozu benutzt du die große Ahle oder wie das Werkzeug zum Knoten öffnen heißt so? Falls es das ist...
    Wenn ich das Tool sehe schaut es mich recht potent an, aber außer Knoten lösen kommt mir nichts in den Sinn...
    Gruß

    Ich hab die Spitze tatsächlich schon als Mini-Phillips verwendet, das ging hervorragend.
    Beim Bushcraften eignet sich das Ding auch gut alt Tofhalter und -Heber, Wenn man sich die Klinge nicht versauen will.


    Genäht hab ich selber damit auch noch nicht :)
    Einer meiner Schwager segelt, der nutzt den Marlspiker des Boatsman häufiger...


    Wenn´s um Victorinox geht, dann unterscheidet man die Messer im Regelfall nach Größe. Das kleinste aktuell im Angebot ist 58 mm lang, bekanntestes Beispiel ist sicher das Victorinox Classic.


    Die großen Jungs messen dagegen glatte 111 mm, da hat man gut was in der Hand.
    Heute soll es um den neuen Skipper in Navy Camouflage gehen.


    So sieht er in seinem natürlichen Habitat aus:



    Das Skipper gibt es schon ein Weilchen, neu ist hier das Schalenmuster. Navy Camouflage heißt es und als Vorlage hat sicher das aktuelle Tarnmuster der US Navy gedient. Dass die Schweiz eine Marine hätte wäre mir jedenfalls neu. :)


    Das Skipper ist ein vierlagiges Messer, hat also beinahe einen quadratischen Querschnitt.


    Ganz rechts haben wir das Herkules, dann der Skipper. Forrester in verschiedenen Variationen, das (ältere) neue Bundeswehr SAK/GAK und ganz links dann einen Sentinel. So unterschiedlich können die 111 mm sein.


    111 mm ist aber nicht gleich 111 mm. Hier sieht man sehr schön, wie unterschiedlich allein schon die Klingen sein können:


    Beides Zweihänder, aber grundverschieden:


    Man sieht auch gut den Unterschied in der Breite, das Herkules hat noch die ganz alte Side-Lock Verriegelung, der Skipper den Liner-Lock, der braucht eine breitere Klingenwurzel.


    Der Skipper vereint hier nun den Wellenschliff, den man von den Einhändern von Victorinox kennt, und die Zweihandbedienung der alten Modelle. Verriegelt wird hier aber über den „neuen“ Liner-Lock, der nach rechts entriegelt wird. Bei Victorinox Standard, ansonsten eher selten anzutreffen.


    Was mir immer schon ein verdammtes Rätsel war, wenn ich schon die Klinge einseitig anschleife, denkt da an Emerson, warum dann zum Teufel auf der falschen Seite???
    Form follows function!


    Victorinox zeigt, dass das eben auch richtig, nämlich auf der rechten Seite, geht.


    Anschliff rechts, vorne Welle, hinten glatt. Zum Taue kappen klasse, Bleistift anspitzen geht auch noch.
    Außer dem Skipper kenne ich keinen Zweihänder von Victorinox, der einen Wellenschliff hätte, fällt euch was ein?
    Hier sieht man´s auch schön beschriftet:


    Die Klingenstempelung:


    Der Liner, der die Klinge sichert, blockiert auch den massiv ausgeführten Schraubendreher:


    Hier mal zum Vergleich das klassische Modell, das ist schon ein deutlicher Unterschied:


    Der Dosenöffner ist von der 91 mm- bis zur 111 mm-Reihe der gleiche. Die Cadetten haben übrigens einen minimal kleineren. Trivia am Rande. :)
    Wie unterschiedlich das Schweizer Kreuz ausgeführt sein kann sieht man hier gut:


    Eingebrannt, gegossen, gedruckt, alles ist möglich.
    Die Zange hat eine kleine Besonderheit zu bieten, wer erkennt´s?





    Stimmt, der Nagelhau ist auf der anderen Seite!
    Wieso das denn?
    Das liegt am Liner-Lock, der liegt eben zwingend zwischen der Öffnerlage und der großen Klinge.


    Deshalb einmal Klinge rechts und einmal links der Zange, je nach Verriegelungsart.
    Die Zange ist ansonsten die gleiche, welche auch bei den 91 mm-Modellen verwendet wird. Das Design passt, da gibt´s nichts dran auszusetzen.


    Wer eine kräftigere Zange will, dem sei das Boatsman oder gleich das Spirit empfohlen.
    Wenn man nicht genau hinsieht, könnte man den Phillips-Schraubendreher glatt übersehen, denn der liegt gut versteckt und platzsparend unter der Zange.


    Hier unten mittig im Bild. Den kürzesten Phillips hat das Evolution Grip S54 (ehemals ein Wenger-Modell), den längsten das Swisstool. War klar, oder?
    Eine Kleinigkeit nebenbei: oben links im Bild sind die Phillips der Explorer. Der längere gehört zur alten Version mit der grauen Lupe, der etwas kürzere gehört zum aktuellen Modell.


    Was mir gut gefällt ist der Umstand, dass beim Skipper sowohl Zahnstocher als auch Pinzette mit an Bord sind.


    Weder bei den Dual Denity-Schalen noch bei den Holzschalen sind die vorhanden. Beim alten Soldatenmesser sind die Kanäle dafür zu, armeesicher halt. Ich habe mir die Freiheit genommen, das mal aufzumachen…


    Und nun zum Kuriositätenkabinett.
    Jeder von euch hat doch sicher ein Werkzeug, das er noch nie an einem Victorinox gesehen hat, oder das zumindest selten ist.


    Schaun mer mal:


    Beim Skipper haben wir einen Marlspiker und Schäkelöffner verbaut, ganz im maritimen Sinne. Aber eben eher selten. Genauso selten, wie der beigelegte Fangriemen, die Öse dafür haben fast alle Victorinoxe, dass das Bändl mitgeliefert wird aber eben nicht.


    Die kleine Öse dient zum Nähen, die große eben zum Schäkel öffnen. Das ganze Tool ist dann der Marlspiker, damit werden Seile kunstvoll ineinander verknotet.


    Macht sich auch gut an der See:



    Mir gefällt sowohl das Tarnmuster als auch der Skipper selbst ausnehmend gut. Den Wellenschliff habe ich in den vergangenen Wochen allerdings ausschließlich zum Brötchen schneiden verwendet, auch wenn wir an der See waren. :)




    So und da das Wochenende vor der Türe steht, häng ich das Messer mal an den…
    Baum.


    Moin zusammen!


    BlackBull / Columbo:
    Das kommt tatsächlich darauf an, wie stark man den Rücken spannt. Das geht wesentlich stärker, als für mich nötig und sinnig ist.
    Wenn man die Stäbe bis zum Anschlag biegt, dann verkleinert sich notgedrungen der Inneraum, das ist konstruktionsbedingt. Wenn der Rucksdack gefüllt ist, dehnt sich das aber, da verliert man nicht so viel. Voll gespannt und dann erst packen ist aber denkbar undankbar :) Erst packen, dann spannen.


    Höhenmeter hatten wir im norddeutschen Flachlang nun kaum, aber ich kann mir denken, das bei einer abschüssigen Strecke es vorteilhaft sein kann, die Spannung zu erhöhen, damit der Schwerpunkt besser liegt, müssen wir mal austesten.


    Stimmt, die Packtaschen fehlen beim Vent. Dadurch das der Innenraum aber eh stärker organisiert ist als der "nackige" MP30 stört das nicht sooo sehr. Packkuben haben wir ohnehin im Bestand :)


    Idox:
    Dankeschön, freut mich sehr!


    Domi:
    Ausrüstungsklau, wie fies. Sowas wäre mein größter Albtraum, was da an Kosten entsteht, ein Wahnsinn...

    Für uns ist der Rucksack die perfekte Mischung aus Trekking-Daypack und Reiserucksack. 30 Liter haben sich für uns als „Magische Größe“ erwiesen, groß genug, um alles unter zu bekommen, klein genug für Bordgepäck und nicht zu groß als dass man in überfüllten Bahnen den Zorn der Mitreisenden zu sehr auf sich zieht.
    Was passt alles rein?


    Neudeutsch heißt das hier #flatlay, ich nenn´s Packliste:


    Alles was ihr auf dem Bild seht hat in den Vent gepasst. Im Bild sind zwei Kissen drin, damit man die Form besser sieht. Von den Platypus war allerdings auf der Reise nur eine gefüllt, so fair muss man sein. :)


    Zum Schluss sah das dann so aus:




    Im Gegensatz zum MP30 hat der Vent auf jeder Seite eine Schubtasche aus Strechmaterial. Hier passen die Nalgene Oasis (oder jede andere Feldflasche) und die Platypus 1L perfekt rein. Dadurch, dass die Taschen sich stark dehnen können, verliert man auch keinen Stauraum im Innenbereich des Rucksacks.


    Einmal rechts, einmal links:


    Hier sieht man übrigens auch, wie einmal meine Frau und einmal ich den Vent tragen.


    Kommen wir zum Fazit.
    Der Vent ist super. Aktuell mein Lieblings-Rucksack. Das ist auch gut so, denn den MP30 hat meine Frau requiriert. Denn das ist ihr Favorit. Ihr seht, Rucksäcke sind wie Schuhe, mal passt es, mal nicht. Man muss probieren, um das richtige für einen zu finden.


    Das ist ja fast wie bei Frauen, oder Schatz?






    Wie immer gilt, bei Fragen einfach Fragen fragen!

    Auf der rechten Seite wird´s größer, auch hier ist ein Reißverschlussfach, das nimmt aber locker eine Oasis auf:

    Und ja, das geht zu. :)
    Gut zu sehen auch der Klettflausch-Molle-Rücken. Wer will, kann Pouches mit Hakenklett oder Molle befestigen, sehr praktisch! Auch eine Wasserblase kann angehangen werden, ein Klettband sichert sie, wenn nötig (im Bild grade nach oben geklappt).


    Öffnet man das Hauptfach, hat man eine weitere Meshtasche zur Verfügung, welche quasi „kopfüber“ angebracht ist. Im geschlossenen Zustand ist der Zipper unten, öffnet man dann das Hauptfach und klappt es um, kann nichts mehr herausfallen:


    Kommen wir zum letzten Reißverschluss. Dieser trennt das „Schlafsackfach“ ab. Ob man dieses Fach nun für eine dickere Jacke, einen Carinthia Tropen (mit ein bisserl Drücken), ein Snugpak Jungle Bag einschließlich Bivvie Bag oder einfach nasse Regenklamotten verwendet ist jedem selbst überlassen. (Alles getestet und geht!)




    Das Fach ist mit wasserabweisend beschichtetem Stoff vom Hauptfach getrennt. Wenn man mag kann man den Zipper komplett öffnen und hat dann ein einziges großes Fach.

    An den Schultergurten sind anstelle von D-Ringen auch Laschen aus dem Material verbaut, ich habe da mein „Nacht-Navi“ dran, sprich eine kleine Olight und Kompass.


    Was ich am MP30 noch nie verwendet habe, ist die Möglichkeit die Hüftflossen auszukletten. Die Möglichkeit dafür finde ich super, aber es hat sich halt noch nie ergeben.


    Das fehlt, auch wieder wegen des unterschiedlichen Tragesystems, beim Vent.



    Nun kommt aber der für mich wichtigste Punkt beim Vent:
    Die Hüftflossen übertragen gefühlt bedeutend mehr Last auf die Hüfte als es beim MP30 der Fall ist. Das macht das Tragen von mehr als 10 kg deutlich angenehmer als mit dem MP30. Der MP30 trägt sich super, keine Frage, aber mit mehr Gewicht? Ich würde nach den Erfahrungen unserer Tour den Vent nehmen. Das ist sicher subjektiv, aber das sind Rucksäcke immer. Was dem einen passt ist für den anderen eine Foltermaschine, denkt an den Savotta Jäger M, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn...


    Nun zu einer Kuriosität. Für die Hüftflossen benötigt man einen Bauchgurt, soweit klar. Dass der verstellbar sein sollte, auch klar. Dass mancher Kollege ´n Kilo mehr auf den Rippen hat, hab ich verstanden.


    Aber:
    Das ist schon arg üppig, oder was meint ihr?


    Ich hab Bundweite 32, by the way.



    „Schaukel to go“ könnte man sagen :)




    Beim Vent sind alle Reißverschlüsse schön leichtgängig und von YKK.


    Das Deckelfach, auch mit Reißverschluss ist identisch mit dem des MP30:
    Meshtasche, Schubtasche, mit Flappe gesicherte Tasche, zwei D-Ringe. Erstaunlich groß, gut organisiert und es passt locker eine Oasis und jede Menge Kleinkram rein:



    Wo wir schon bei Reißverschlüssen sind.
    Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem MP30 und dem Vent ist neben dem Tragesystem das Innenleben.
    Wo der MP30 einen Reißverschluss im Innenleben verbaut hat, kommt der Vent gleich mit fünfen daher.
    Wir haben auf der linken Innenseite zwei übereinanderliegende Meshtaschen die mit Reißverschluss geschlossen werden:


    Gut für Kleinteile, Elektronik, Handschuhe o. ä.
    Passen würde auch eine 0,5 Liter Nalgene, oder ähnlich große Gegenstände:

    Knapp darüber findet sich eine weitere Belüftungslösung, Ventilierung des Schulterpolsters und durchlässiges Gewebe. Funktioniert!


    Wo der MP30 Schnallen zum Schnellabwurf hat, kommt der Vent mit soliden Leiterschnallen.


    Der MP30 kommt mit Lastkontrollriemen, die funktionieren aus unserer Sicht sehr gut. Am Vent fehlen diese. Durch die unterschiedliche Konstruktion des Tragesystems stört mich das allerdings nicht.


    Sowohl der MP30 als auch der Vent haben auf der linken Seite zwei doppelt gelochte Lippen aus gummiertem Material, für mich fühlt ich das fast wie Hypalon an.


    Gedacht sind die Lippen um lange Gegenstände an der Außenseite der Rucksäcke zu befestigen. Bisher haben wir das noch nicht verwendet, aber es gilt, besser haben, als brauchen.


    Der Trinkschlauchauslass auf beiden Seiten ist ebenfalls so verstärkt.


    Findet sich so übrigens auch am MP30.



    Auch die Fiberglasstäbe sind im Gegenlager in dieses Material eingefasst:


    Da muss es schon sehr grob kommen, damit da was passiert.

    Hier ein paar Detailaufnahmen:


    Hier sieht man, dass die Verstellriemen mit Klett zusätzlich gegen ein versehentliches Verrutschen gesichert sind, klasse Lösung.


    Diese Einstellung ist für mich die optimale:

    Schlaufen auf Höhe des Klett, einfach zu merken.


    Übrigens:
    Löse ich die Bänder komplett, entspanne also den Rucksack komplett, dann liegt die eine Stange unangenehm auf meinem Rücken auf. Bei meiner Frau ist das nicht so.


    Hier der Brustgurt, stufenlos höhenverstellbar:


    Das war für unseren Anwendungsfall auch sehr praktisch, grade wenn man die Rucksäcke fix mal tauschen will. Der MP30 kommt werksseitig mit einer zwar verstellbaren, aber eher umständlichen „Durch-die-Molle-Schlaufe-fädeln-Lösung“. Hab ich längst auf „Schiebe-Lösung“ umgebaut:

    Hallo
    zusammen,


    vor
    fast 2 Jahren hatte uns Jocker ja den TT Modular Pack 30 hier
    vorgestellt:


    http://www.tacticalforum.de/in…age=Thread&threadID=73539


    Mittlerweile sind die Tasmanian Tiger „Modulars“ ja zu einer eigenen Rucksack-Familie angewachsen, wenn man so möchte: Modular Pack 30, Modular Pack 30 Vent und kürzlich der Modular Sniper Pack 45. Wer weiß, was da noch kommt?


    Heute soll es aber um den zivilisierten Bruder des Modular Pack 30 gehen, den Modular Pack 30 Vent. Im Folgenden werde ich beide kurz MP30 und Vent nennen, das liest sich leichter. :)


    Um diese beiden Prachtstücke geht es:


    Auf dem Papier und den ersten Blick ähneln sich beide sehr, der MP30 wiegt (ohne die mitgelieferten Kletttaschen) 1,65 kg und der Vent 1,45 kg. Der Vent kommt also merklich leichter daher, beide fassen rund 30 Liter. Der MP30 kommt ja schon rundum mit wesentlich unauffälligerem Lasercut-Molle daher, der „zivilisierte“ Vent hat gerade mal am Deckel zusätzlich zum Shockcord rechts und links vier übereinanderliegende Schlitze, eine Toolpouch würde da passen. Ergänzend finden wir mittig auf der Front einmal oben eine Reihe und unten eine weitere. Ich hatte spaßeshalber mal eine Tac Pouch 7 montiert, passt, sitzt aber nicht ganz mittig.


    Wir (meine Frau und ich) haben beide Rucksäcke nun drei Wochen auf Tour jeweils im Wechsel getestet.
    Da das Review von Jocker sehr umfassend ist, werde ich hier den Fokus auf den Vent legen.


    Auf gehts!


    Bereits der erste Blick auf das Tragesystem macht die Unterschiede deutlich:


    Währende der MP30 mit dem Padded Back-System ausgestattet ist, bringt der Vent das komplexere (weil verstellbare) X Vent Zero Plus-System mit. Das Padded Back-System ist genau das, ein straff gepolsterter Rückenbereich, der, wenn er einem von der Rückenlänge her passt, Lasten bis rund 15 kg angenehm tragen lässt. Hab ich schon öfter gemacht, passt.
    Das X Vent Zero Plus-System ist da eher auf größtmöglichen Komfort ausgelegt, jedenfalls kommt es mir so vor.
    Man hat eigentlich nur im unteren Rücken Kontakt mit dem Tragesystem, was dem Schwitzen vorbeugen soll. Bei mir hat´s funktioniert. :)


    Was kann man denn da nun verstellen?
    Die Spannung und damit die Biegung der Fiberglasstäbe. Diese geben dem Rucksack, abgesehen von der flexiblen Rückenplatte, seine Form.
    Je straffer man das System einstellt, um so stärker wird die Biegung und der Rucksack entfernt sich vom Rücken für maximale Belüftung.



    Moment!
    Rucksack weit weg vom Rücken? Das ist ja ganz schlecht, mag der gear-affine Leser nun denken, Last muss ran an den Rücken!
    Grundsätzlich auch völlig richtig. Es ist nun auch nicht so, als stünde der Vent kilometerweit vom Rücken ab, eher einen knappe Handbreit bei maximaler Spannung (Handschuhgröße 8, Anmerkung der Redaktion).


    So stark braucht man den Vent aber auch nicht spannen. Es sei denn…


    Durch die Spannung lässt sich, wenn auch stark begrenzt, der Abstand von Schultergurten und Hüftflossen variieren. Sitzen die Flossen zu tief, etwas mehr Spannung und sie sitzen höher. Sehr praktisch, wenn meine Frau und ich getauscht haben. Top!

    Hier mal im Vergleich, ein älteres Wenger, das neue Berryred Cadet und das 2016er Cadet:


    Ich bin von dem Update total begeistert, die Feile ist klasse!
    Wenn Victorinox nun die Limited Editions nutzt um Produktverbesserungen langsam einzuführen, um so besser!
    Wir dürfen gespannt sein. Anders als andere Hersteller ist Victorinox nicht so schnell mit Neuerungen, aber was sie rausbringen hat Hand und Fuß, ist durchdacht und lange getestet. Finde ich einen besseren Ansatz, als sich mit einer halbgaren Novität rumschlagen zu müssen, die nur mäßig funktioniert.


    Das Cadet ist, dafür, dass es ein zweilagiges Messer ist, unglaublich flach:
    Ein einlagiges Waiter zum Vergleich:


    Walker, Waiter und Tourist:

    Das Cadet ist deutlich flacher.


    Walker, was für ein Walker???

    Mehr dazu später :)
    ...Bushcraft, ick hör dir trapsen…


    Zurück zum Cadet:


    Im Grunde ist es ein Pioneer mit Feile statt Ahle. Macht im Büro wahrscheinlich auch mehr Sinn. Oder ein Tourist ohne Rückentools, wie man will...


    Dadurch das es so flach und schlank baut, ist das Cadet das ideale Gentleman´s EDC. Auch in leichten Anzughosen trägt es kaum auf und mit seiner bürotauglichen Größe geht das wirklich immer.
    Zwei der Cadets haben vor 11 Jahren ihren Weg nach Australien gefunden, als „Abschiedsgeschenk“ an meine Schwester und ihren Mann, als sie damals auswanderten. Die Cadets haben die erste Wohnung renoviert und einen gesamten Werkzeugkasten (dem australischen Zoll sei dank) ersetzt.
    Wer also sagt, das Cadet sei nichts für schwere Arbeiten, der irrt.


    Tolles Tool und in Berryred eine wahre Augenweide:



    Zu den beiden Beerenroten gehört eigentlich auch diesmal noch ein Alox-Classic. Das hab ich dieses Jahr ausgelassen, denn die limitierte Auflage der Classics hatte es mir mehr angetan, das Review dazu folgt in Bälde!


    Wie immer gilt, bei Fragen einfach Fragen fragen!


    Und elegant ist es. Alox sieht deutlich wertiger aus, als „Plaste“, wobei die Celidor-Schalen natürlich auch ihre Berechtigung haben…


    Geliefert wird das Pioneer in der mittlerweile gewohnten grauen Pappschachtel, der Schriftzug entspricht wie jedes Jahr der Aloxfarbe, ein nettes Detail:


    Und so sieht dann ein Basic-EDC aus:


    Kann man gut mit leben, oder?
    Noch flott in die neue Ledertasche, fertig für den Tag.



    „Outdoor“:


    Ready for adventure:


    Schick, so soll das!
    Das Leben ist bunt und wenn man so Farbe in den Alltag bekommt, bestens!
    Bin schon auf die Farbe kommendes Jahr gespannt… ein knalliges Blau vielleicht, das hätte was…?


    So, lieber Thehunt, alles gut und schön, aber hattest Du nicht was vom Cadet gesagt?
    Aber sowas von!
    Beim Cadet erwartet uns tatsächlich auch eine kleine Überraschung!


    Ab 2005 begann Victorinox damit, neue Metallfeilen zu verbauen. Die neue Version hat einen wesentlich aggressiveren Hau und hält meines Erachtens auch deutlich länger, als der Vorgänger.


    Oben alt, unten neu:


    Wie, kommt jetzt ein Cadet mit Metallfeile?


    Nicht ganz!
    Die Nagelfeile hat es erwischt. :)
    Das Berryred Cadet kommt mit einer überarbeiteten Feile, hier sieht man es ganz gut:


    Wenn man mit Victorinox eine Farbe assoziieren sollte, dann wäre es, natürlich, rot.
    Was liegt da also näher, die diesjährige Alox Limited Edition in einem neuen Rotton zu fertigen?


    Oben haben wir ein Popular, im klassichen Alox-Rot. So kennt man das Victorinox-Rot.
    Das zweite von rechts ist dann das neue Pioneer. Man sieht schon, dass das Berryred, so heißt die Farbe dieses Jahr, etwas poppiger ist. So möchte ich es mal nennen. Es ist irgendwie „strahlender“?
    Schwer zu beschreiben, sieht aber echt schick aus:




    Dass das 93mm Pioneer einer der Klassiker schlechthin bei Victorinox ist, braucht man nicht extra erwähnen. Die Alox-Modelle haben einen ganz besonderen Reiz. Man denke an das Pioneer X, was nach langen Jahren des Wartens dann die Schere mitbrachte, das Farmer, das Solo, alles puristische Messer, „form follows function at its best“ kann man sagen.


    Viel klassischer geht es bei der Werkzeugauswahl wohl nicht:


    Besonders beliebt sind beim Pioneer die äußerst robuste Ahle und der massige Schraubendreher.


    Was man mit der Ahle alles anstellen kann, kratzen, bohren, Feuerstahl anreißen, hobeln…


    Auch die Klinge ist massiver ausgeführt als bei den etwas kleineren 91mm-Modellen. Das militärische Erbe macht´s möglich. Armee-sicher. :)



    Ihr merkt schon, auch wenn heiß diskutiert wird, welche neuen Modelle mit exotischen Werkzeugzusammenstellungen es denn geben sollte, ich bin begeistert von einem Klassiker in neuem Gewand!


    Tolles Holz, klasse Verarbeitung und eine Qualitätskontrolle die ihresgleichen sucht.
    Hat schon mal einer von euch ein (neues) SAK gekauft, an dem was nicht passte? ...ich nicht.
    Muss man bei der produzierten Masse erst mal hinbekommen, Hut ab Victorinox!
    (Anmerkung der Verfassers: ca. 120.000 Messer verlassen die Werkshallen in Ibach, jeden Tag!)



    Wie immer gilt, danke für´s Lesen und bei Fragen einfach Fragen fragen!