Vermutlich ist jedes Hobby für Außenstehende irgendwie merkwürdig. Insofern sind wir nicht bekloppter als Briefmarkensammler. Leider ist es aber mittlerweile in der Tat so, dass Nachbarn/Passanten sich beim Briefmarkensammler nichts denken, während die von aussen sichtbare Messersammlung oder das Reinigen der Luftdruckwaffe zu einem Anruf der besorgten Bürger bei der Polizei führen kann. 
Natürlich kann man Messer, Taschenlampen und Uhren - im Gegensatz zu anderen Sammelobjekten - auch praktisch nutzen. Aber spätestens beim 100.Messer oder der 50. Taschenlampe tendiert der "Mehrwert" doch gegen Null.
Woher insb. bei Männern die Faszination für Messer und taktische Ausrüstung herkommt, weiß ich nicht. Aber ich kann auch nicht erklären, warum Männer idR eher Actionfilme mögen und Frauen eher Liebesschnulzen...
Fur mich persönlich ist beim Messersammeln ganz entscheidend, dass die Messer bei artgerechter Nutzung (also zum Schneiden und nicht zum Terrassenplatten hochhebeln
) relativ wertbeständig sind. Wenn man sich ein neues Handy kauft, ist das ja nach spätestens 5 Jahren wertlos, weil es schon das übernächste Modell gibt und/oder es keine Updates für die Software mehr gibt.
Ausserdem finde ich es sehr interessant, dass sich der persönliche Geschmack innerhalb von einigen Jahren komplett ändern kann. Während man anfags eher auf die Optik und den (möglichst günstigen) Preis schaut, kristallisieren sich später die persönlichen Vorlieben heraus und man investiert lieber mehr Geld in ein Messer als wenig in zwei - so war es zumindest bei mir. 
Durch die persönlichen Vorlieben wird unser Hobby erst richtig interessant. Auch wenn wir alle auf Schneidwaren stehen, gibt es doch viele Messer, die einigen gar nicht und anderen dafür umso mehr gefallen - sei es wegen der Klingenstärke, der Form, dem verwendeten Stahl oder wegen persönlicher Zu-/Abneigung zum Hersteller.