Beiträge von RealShadow

    Noch als kleine Anmerkung ... für Anwendungen im Winter, oder sofern ihr Schlachter seid und den ganzen Tag im Kühlhaus arbeitet ;) , ist es besser Uhu - Endfest oder Pattex zu verwenden, da die Klebestellen belastbarer sind.


    Die Sekundenkleberverbindung kann bei sehr sehr harter Belastung, in Verbindung mit Minusgraden, brechen (ihr fallt im Winter vom Baugerüst und bleibt ausgerechnet mit der angeschlauften Molletasche an einem Nagel hängen und baumelt an eurem Leben .... also ein Lebenssachverhalt der quasi 3 Mal wöchentlich vorkommt...) .


    Dafür ist es jedoch notwendig die Klebestellen zu PRESSEN und es dauert lang bis sie ausgetrocknet und die Clips fertig sind.
    Für normale Anwendungen hatte ich mit Sekundenkleber noch nie Probleme und die Herstellungszeit pro Clip liegt bei unter 5 Minuten ALLES in ALLEM.


    :D

    Der Eine oder Andere wird meine Kurzanleitung bereits als Beitrag in einem weiteren Forumsthema gesehen haben, aber eigentlich gehört das Thema ja hier in den Bastelthread.


    Vorgeschichte:


    Ich bin mehrmals im Monat vorbereitend damit beschäftigt zwei Kabelbinder in Form einer 8 zu verbinden, damit sie als dienstliche Schnellfesseln schnell einsatzbereit sind.
    Nun ist es aber so, dass diese breiten Kabelbinder extrem lang sind, zur Funktion der Schnellfessel werden jedoch nur zwei relativ schmale Schlaufen benötigt (gerade eben groß genug um ohne Probleme zwei Hände durchfädeln zu können).
    D.h. es fällt jedesmal, bei jedem Kabelbinder, ein sehr langes Reststück aus extrem stabilem Plastik an.


    Also dachte ich mir, dass sich damit doch auch was Brauchbares bauen lässt.


    Hier ist also meine Bauanleitung für Kabelbinder TacTies / Speedclips / Mollelocks:


    1) Benötigte Materialien:
    Kabelbinder (je breiter desto besser, sie müssen halt noch durch Molle - Schlaufen passen), Zange, Tool oder Messer,
    Sekundenkleber (ich benutze ganz klassisch Cyanacrylat), Reinigungsbenzin und einen fettfreien Lappen.
    1_Ausgangsmaterial.jpg


    2) Zunächst werden pro Clip zwei Abstandshaler abgeschnitten. Ich schneide sie auf ca. 1 - 1,5 cm Länge ab.
    2_Abstandshalter.jpg


    3) Dann geht es darum die Länge der Clips auszumessen (am besten an den Taschen / Schlaufen für welche die Clips bestimmt sind).
    Bei der Gesamtlänge des Clips kann man großzügig sein, jedoch muss der innere Bereich mit dem der Clip später unten und oben hinter den Molleschlaufen eingehängt wird, etwas enger sein, als der Maximalabstand zwischen unterster und oberster Molleschlaufe beträgt.


    Die fertig zugeschnittenen Einzelteile des Clips werden mit dem Tool / Messer an der glatten Seite etwas aufgeraut und anschließend mit Reinigungsbenzin und Lappen von Schmutz und Fett befreit. Danach einfach mit dem Sekundenkleber verkleben.
    3_Fertiger Clip.jpg


    4) Rinse & Repeat !
    An den fertigen Clips kann man mit einer Feile noch etwas die scharfen Kanten glätten ... voilá !
    4_Zwei Clips.jpg


    5) So funkioniert das Prinzip des "Einhängens" hinter den Molleschlaufen:
    5_Zur Verdeutlichung.jpg


    6) Und so wird eine Zusatztasche "Vorgeschlauft"
    6_Tasche angeschlauft.jpg 7_Frontansicht.jpg 8_Von Unten.jpg


    So ... für Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Kritik bin ich immer dankbar.
    Die Clips funktionieren wunderbar. Taschen werde genauso fest und eng gehalten wie durch Blackhawk - Speedclips, nur wesentlich sicherer (die Molleschlaufe unten / oben rutscht nicht so leicht von der Nase) und sie sitzen genauso sicher wie mit Maxpedition TacTies, nur wesentlich enger und wackelfreier (zudem sind sie wesentlich einfacher einzuschlaufen .. ).


    Ich hoffe es gefällt 8)

    Natürlich kann man mit Kabelbindern wunderbar Molle - Krams befestigen, wenn auch auf eine ganz andere Art als durch reines popeliges Verzurren ... hier meine "Lowbudget - Lösung".


    Herstellungszeit: Etwa 5 Minuten
    Materialkosten: Etwa 50 Cents für 2 Kabelbinder - Ties
    Benötigtes Material: 2 breite Kabelbinder, Sekundenkleber, Reinigungsbenzin, Zange / Tool / Messer


    Anleitung:


    1) Material bereit legen
    1_Ausgangsmaterial.jpg


    2) Die Abstandshalter abschneiden
    2_Abstandshalter.jpg


    3) Halteclips abschneiden und alles jeweils mit Reinigungsbenzin entfetten und mit Sekundenkleber verkleben (auf die Finger aufpassen!!!)
    3_Fertiger Clip.jpg


    4) So sehen zwei fertige Clips / Ties aus
    4_Zwei Clips.jpg


    5) So wird der Tie unter der Tasche geführt und verklemmt
    5_Zur Verdeutlichung.jpg


    6) Wechselseitig durch Molle an Tasche und Molle am Zubehörteil führen
    6_Tasche angeschlauft.jpg


    7) Blick auf die Front
    7_Frontansicht.jpg


    8 ) Blick von unten
    8_Von Unten.jpg


    Es ist wichtig die Maximallänge genau abzumessen, da der Tie mit dem Clip immer minimal enger / kleiner sein sollte als der maximale Abstand der ersten und der letzten Molle - Schlaufe beträgt.
    Richtig abgemessen sitzen die Teile bombenfest und nahezu ohne Spiel ...


    Viel Spass ... ich zumindest kaufe mir keine normalen Molle - Befestigungen mehr, da die benötigten Materialien als Ausschuss bei der Vorbereitung von Kabelbinder - Schnellfesseln anfallen und ohnehin weggeworfen werden würden.

    Bei den alten Shrapnel - Scheiden und bei Montage der Tek-Lok auf der Schneidenseite, kam es regelmäßig vor, dass die Schneide über die obere Verschraubung rutschte und dadurch die Schliff in Mitleidenschaft gezogen wurde.
    Bei den neuen Scheiden sollte dies nicht mehr vorkommen.


    Ich habe mein Shrapnel IMMER auf Rasurschärfe gehabt ... mit dem original Schleifwinkel ... nach dem Feinschliff lediglich ein Abziehen auf einem alten Ledergürtel mit ordentlich Puma - Paste drauf, fertig.

    Ich werde mich am Wochenende mal an einem kleinen Review über den Infrarotdropin versuchen, so mit Fotos durch die Lucie und so.


    Mal schauen obs was wird.


    Einfach Fotos vom Dropin und Bezug über die "Bucht" ist wenig eindrucksvoll und nicht besonders aussagekräftig.


    :D


    Die Lucie ist halt ein "geiles" Gerät, ich wollte sie nicht mehr missen.
    Zwei gekoppelte Monies wären mir zwar noch lieber gewesen, aber man muss die Kirche auch im Dorf lassen und sich glücklich schätzen, wenn einmal kein Kompromiss - Müll dienstlich beschafft wird.

    Extrem "abartig" viel Licht.


    Beim ersten Feldversuch habe ich mich halb totgelacht.


    Der Dropin soll eigentlich in alle Surefire 6 P - Klone passen und hat inklusive Porto und Versand ca. 12,- Euros gekostet.


    Er liefert Infrarotlicht auf 850 nm Basis, man sieht also im absoluten Nahbereich noch ein ganz schwaches rotes Glimmen.
    Der Dropin liefert Flutlicht in einer Dimension, dass meine Lucie (das besagte Nachtsichtgerät) sofort runterregelt (autogated).
    Es ist also nicht zum Ausleuchten des Nahbereichs geeignet (dafür reicht allerdings auch die integrierte Infrarotfunzel der Lucie).
    Aber als "Gefechtsfeldbeleuchtung" insbesondere zusammen mit aufgesteckter Dreifachvergrößerung ist das Ding optimal.


    Ich schreibe extra: "soll eigentlich in alle 6 P - Klone passen", weil er in der Solarforce zwar optimal funktioniert, in einer original Surefire 6P oder G2 jedoch nur Blinklicht liefert.
    Ist aber nicht weiter schlimm, weil wie gesagt, er wohnt jetzt dauerhaft in einer Solarforce 8).

    Na wir haben die Lenser auch und wir haben zumindest 4 Akkus dazu bekommen von der Dienststelle.
    Allerdings haben sie jeweils bei den extremen Minusgraden sofort die Grätsche gemacht und mussten ständig ins Ladegerät.


    Das Problem bei der Lenser und Akkubetrieb ... sobald die Spannung sinkt, lässt sich die Lampe nur noch im Lowmodus betreiben. Dazu macht der Akku - Einsatz keinen stabilen Eindruck und ich habe bei jedem Ladezyklus Angst, dass irgendwas vom Plastikkörper bricht.


    Aber was solls ... ich nutze sie als Lampe zum Joggen und dafür ist sie (als eine Lampe die mich NICHTS gekostet hat) ok und ausreichend.
    Für den tatsächlichen Dienst als "TAKTISCHE" Lampe nutze ich für Zugriffsituationen die First Light Liberator.
    Denn mit dieser Lampe hat man beide Hände und die Greiffunktion frei.


    Als Backup oder wenn ich nur minimalistisch unterwegs sein kann, eine 6P mit Defenderkopf und Wolfseye 450 Lumen Dropin (nur singlemode, nur VIEL LICHT!).


    Als Backup für die Backup nutze ich eine G2 Nitrilon mit 5 Stufendropin (und da zu 98% nur den lowlightmodus)


    Als Hilfsleuchtquelle und als SIgnallampe nutze ich eine Sidewinder und in der Tasche des Nachtsichtgerätes liegt noch eine Solarforce mit China - billig - Infrarotdropin, welches ABARTIGES Fluchtlicht im Infrarotbereich liefert.


    8)

    Es gibt extreme Streuung was die Schärfe von Extrema Ratio Messern betrifft .. ich hatte out of the box schon ALLES .. von Rasierwerkzeug trotz Brecheisenformat, bis hin zum schärfetechnischen Schuhlöffel.


    Spendiere deinem MPC eine Runde auf dem Lansky oder schicke es zu Jürgen Schanz, Blade System, Reichart oder einem der anderen Profis (Namen in willkürlicher Reienfolge, ohne Wertung ... ALLE mit Sicherheit eine sehr gute Wahl).

    Ich "muss" mit meinem Tool auch mal eine Fahrzeugscheibe einschlagen können und es darf nicht schade darum sein, wenn ich es verliere ...


    Das ganze hat eine Geschichte ... und aus Erfahrung sollte man lernen :)


    Ich habe einmal NACH einem Einsatz am nächsten Tag mehrere Stunden mit einem geliehenen Metalsuchgerät damit zugebracht meinen Extrem Duty Pen wieder zu finden.
    Und die Spitze meines Fox Pen habe ich mal an der Seitenscheibe eines Q8 völlig platt gehauen (und hinterher habe ich mich grün und blau geärgert).


    Ich benutze im Dienst NUR noch billige Kugelschreiber, NUR noch robuste und billige Taschen, NUR noch Messer bei denen ich mich nicht ärgere wenn sie ne Macke bekommen ... und NUR noch "Tools" Marke Eigenbau, sofern der Kram nicht dienstlich geliefert wird 8)


    In der Kombination haben sich "Zingzong" - Tanto, "Baustahl" - Kubotan und MFH - Taschen, bzw. selbstgenähte Lösungen wirklich bewährt.


    Aber ich freue mich natürlich, dass meine "Billiglösung" ankommt ... :thumbup:

    Ich wollte einen einfachen, funktionalen Dulo Dulo (aka Kubotan).


    Ich wollte kein Edelgerät, kein Zwischending aus medizinischem Besteck und Sexspielzeug und keinen weichgespühlten auf Sozialverträglichkeit getrimmten Kompromiss.


    (Dies soll jetzt nicht heißen, das ich etwas gegen Edelgeräte, medizinisches Besteck und / oder Sexspielzeug habe, ich besitze diverse Varianten und "Spielarten" von jeder Fraktion ;) )


    Ich wollte einfach kein Geld dafür ausgeben und das Endprodukt sollte "martialisch" aussehen.


    Ich wollte im wahrsten Sinne der Beschreibung einen "Wegwerfartikel".


    Herausgekommen ist dies, mein "Männerkubotan"


    Abmessung:13cm Länge,
    Gewicht: 220 Gramm schwer,
    Materialien: Einfacher Baustahl und PP - Cord.


    Unverwüstlich, rustikal und funktional .... zumindest mir gefällt er (aber ich bin ja auch nicht so wie die Anderen 8) )


    dulo dulo.jpg


    dulo dulo b.jpg

    Normalerweise ist es ja so, dass es zunächst eine Klinge gibt, die so gut ankommt, dass davon irgendwann einmal Trainingsversionen gefertigt werden.


    Nun hier bei mir war es diesmal andersrum :D


    Zunächst hatte ich einen Plasticktrainer von Juwesticks für mein Escrimatraining und fürs Messersparring im Gebrauch.
    Dieser passte aber so gut in meine Hand und machte mir während des Trainings so viel Spass, dass ich eine "scharfe" Version für Dienst, Jagd und Outdooraktivitäten haben wollte.


    Die Stahlversion entspricht in den Abmessungen und den Griffbohrungen genau dem Trainer.


    Stahl: O1, in Öl gehärtet, auf 58 Rockwell angelassen,
    Die Klingenlänge beträgt 15 cm,
    Die volle Länge genau 30 cm.
    Die Klingendicke liegt bei 5mm (über die Länge ausreichend dimensioniert, ohne zu sehr Brechstange zu sein)
    Die maximale Klingenbreite liegt bei 2,6 cm
    Der Balancepunkt liegt genau am Übergang von Klinge zum Griff
    Flachschliff beginnend auf halbe Höhe fast auf Null.


    Gefertigt wurde das ganze Messer von einem Bekannten und Hobbymessermacher.
    Das Messer kam ohne besonderes Finish und noch nicht scharf geschliffen zu mir.


    Nach einer Nagelprobe (als Test ob das Messer weitere Mühen wert ist), verpasste ich dem guten Stück ein langes Kaffeebad, eine standesgemäße Kydex - Scheide mit Kydex - Clip, und einen ordentlichen Endschliff, sowie eine Griffwicklung.


    Es wird nun für einige Zeit zum ausgiebigen Dienst- / Wald- und Wiesentesten mein "Zingzong" - Tanto verdrängen.


    Ein paar Bilder vorab....


    So fing es an:
    1_Der Anfang.jpg


    Und so kam die Umsetzung bei mir an:
    2_Die Umsetzung.jpg


    Erstmal in ein Stück Kydex gesteckt:
    3_Kleidchen bekommen.jpg


    Nach dem Kaffeebad:
    4_Kaffeebad.jpg


    Und die Länge zählt doch:
    5_Die Länge ist doch wichtig.jpg 6_Der Beweis.jpg


    So schauts in der Hand aus:
    7_In Hand.jpg


    Das Duo:
    8_Vergleich.jpg


    Voilá:
    9_In Pose.jpg


    Ich verspreche weitere Bilder aus Wald und Flur.


    LG 8)

    Die Unterschiede im Nachtsichtgerät sind wirklich drastisch .. bei Tageslicht sieht es noch aus wie ein ordentliches Tarnmuster .. aber im Dunkeln mit Restlichtverstärkung wirkt es mitunter wie heller leuchtender Schneetarn ..


    Ich habe einen uralten Fliegerkombi, der schon etwa 700 mal durch die Wäsche durch ist .. bei dem ist es so ..


    Mein Ghilli kommt einfach garnicht mehr in die Wäsche, sondern wird nur noch in klarem Wasser ausgewaschen und nach dem Trocknen ausgeschüttelt.


    Alles andere wird mit Flüssigwaschmittel für schwarze Wäsche gewaschen .. damit dauert es sehr lange bis Farbveränderungen auftreten.