Beiträge von bagheera

    Ja, ich hätte mich an Deiner Stelle auch für die Variante 2 entschieden.


    Nimm´s nicht tragisch, das ist das, was man "Erfahrung sammeln" oder auch "lernen" nennt. Beim nächsten großen Messer wirst Du Dich an die Stunden am Bandschleifer und vor dem Mousepad erinnern und die Klingengeometrie entsprechend wählen. ;)


    Außerdem musst Du Dir das Positive vor Augen halten: immerhin hat das Messer ein gesamtes Wochenende, an dem es sicherlich nicht geschont wurde, überlebt und Dir für eine Vielzahl von Arbeiten getaugt. Das müssen Andere erst mal schaffen. Nicht auszudenken, es hätte größeren Schaden genommen und Ihr hättet ohne Messer dagestanden. :D

    Ich habs gerade für 99,90 (zuzüglich Versand) in D gefunden, und ich weiss, dass die sehr schnell liefern (bisher jedenfalls)

    Da habe ich auch schon bestellt und kann das nur bestätigen, die Lieferung kam schnell und zuverlässig.


    Leider hatte der Händler das ZT0160 aber nich nicht im Bestand, als ich es bestellt habe.

    @ all


    Danke Euch für die freundlichen Worte!

    Mit vier Schrauben ist eine Befestigung für den Gürtel angebracht, welche eine Eigenkonstruktion von ZT zu sein scheint, zumindest war sie mir vorher nicht bekannt
    Nööö ..ist schon ein Standardteil ... die Befestigung ist vorrangig für (breite) Molle-Schlaufen gedacht .... da funktioniert es echt gut ...

    Mensch, an Molle hatte ich gar nicht gedacht, obwohl es durch die beiden Stege ja eigentlich auf der Hand liegt. Wieder etwas gelernt, danke für den Hinweis. :thumbup:


    @ Micha


    Dass die Klingenlänge 5" betragen würde war mir durchaus bewusst. Aber ich fand das Messer trotzdem interessant genug, es mir zu besorgen. Und finde es immer noch. ^^

    Handling:


    Das ZT0160 liegt außerordentlich gut in der Hand, obwohl der Griff für mich – Handschuhgröße 11 - ruhig einen bis zwei Zentimeter länger sein könnte (wie bei so vielen Messern :rolleyes: ).


    Der Schwerpunkt liegt etwas vor den vorderen Schrauben der Griffschalen, wodurch das Messer recht führig und "schnell" wirkt.


    Sowohl "normal" als auch reverse gegriffen finden die Finger automatisch ihren Platz. An den Daumenauflagen am vorderen und hinteren Ende des Griffs befinden sich Rillen, welche nicht allzu aggressiv und somit auch sehr angenehm sind.


    Da ich das Messer bisher nicht benutzt habe, kann ich leider nichts Weiteres dazu angeben.


    Fazit:


    Beim ZT0160 handelt es sich um ein Messer, welches sehr angenehm in der Hand liegt und welches mir persönlich auch sehr gut gefällt.


    Leider ist es durch äußere Gestaltung und durch die Art, wie es beworben wird, eindeutig ein Kampfmesser. Dafür mag in den Augen einiger die dunkle Beschichtung sowie die auf Penetrationsvermögen ausgelegte Klinge sprechen. In meinen Augen taugen sowohl Klingenform als auch –geometrie aber auch für die meisten Schneidaufgaben, die nichts mit dem Meucheln von Menschen zu tun haben.


    Hinzu kommt allerdings, dass das Messer eine Klingenlänge von 12,7 cm hat – an der für uns günstigsten Stelle, nämlich der vorderen Spitze der Schalen gemessen. Kommt jemand auf die Idee, an der Spitze des Parierelements zu messen, kommt ein knapper Zentimeter hinzu. Somit ist die Klinge auf jeden Fall für den ach so geliebten § 42 a zu lang.


    Ich könnte mir das ZT0160 sehr gut am Gerödel eines Soldaten vorstellen - als Kampfmesser. Als Camp- oder Feldmesser, für die entsprechenden anfallenden Aufgaben ist es jedoch wahrscheinlich zu schwach dimensioniert.


    Ich persönlich habe keinerlei Bedarf für ein Kampfmesser. Daher stellen sich für mich zwei Alternativen dar: entweder, ich veräußere das Messer wieder oder ich lasse die Klinge von einem Profi (Markus, Du weißt, wer gemeint ist, oder?) um etwa einen Zentimeter kürzen.


    Das Kürzen würde die Klinge nicht nur auf eine 42a-konforme Länge bringen, die Spitze könnte so auch etwas stabiler ausgeführt werden. Außerdem würde es dem Messer für meinen Geschmack auch optisch etwas bringen.


    Ob dadurch auch die Waffeneigenschaft verloren ginge - wer weiß? Bei einer (lästigen) Diskussion hätte man aber auf jeden Fall einige Argumente mehr bei der Hand.


    Ich hoffe, Euch mit meinem Kurzreview ein paar Impressionen des Messers vermittelt zu haben.


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    Nicht ganz, aber ähnlich. ;)

    Der Griff:



    Am Griff sind zwei matt schwarze G10-Schalen mit jeweils zwei Inbus-Schrauben befestigt. Weiterhin scheinen die Schalen, wie üblich, verklebt zu sein. Die Schalen selbst haben Grip fördernde Rillen eingefräst. Interessant ist, dass jede der Querrillen auf den Schalen ihrerseits wiederum eine Vielzahl an zu ihr quer verlaufende Rillen hat.


    Für den Zeigefinger ist eine Mulde vorhanden, deren Radius zur Klinge hin zu einem kleinen Parierelement ausgeformt ist. Die Griffschalen reichen bis zur Spitze dieses Parierelements, was ich persönlich bevorzuge. Dadurch ist die Kontaktfläche mit dem Zeigefinger größer und es sind keine scharfen Kanten vorhanden. In Richtung Griffende wird der Radius auch zu einer kleinen Spitze weitergeführt; an dieser kann sich der Mittelfinger abstützen, sodass, obwohl das Parierelement recht klein ausgefallen ist, ein sicheres Greifen möglich ist, welches mich ein Abrutschen nach vorne nicht befürchten lässt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich hierzu noch keine Tests durchgeführt habe.


    Am Griffende ist ein kleiner Dorn, welcher über die Schalen hinaus reicht. Dieser ist als Glasbrecher gedacht, jedoch nicht spitz ausgeformt. Daher piekst er beim Tragen des Messers auch nicht in den Wanst.



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    Die Scheide:

    Dem Messer liegt eine Scheide aus Kunststoff bei. Leider wirkt dieser etwas billig denn die Scheide selber gefällt mir außerordentlich gut. Sie ist zweiteilig, beide Teile sind mit sechs Ösen verbunden und es sind vier Langlöcher vorhanden. Der Griff lässt sich in ihr nahezu vollkommen umfassen, der Ziehwiderstand ist für mich ideal gewählt, an der oberen Schräge am Griff kann sich der Daumen wunderbar abstützen und die zusätzliche Sicherung mittels Gurt und Druckknopf lässt sich ebenfalls sehr gut mit dem Daumen bedienen. Außerdem hat die Scheide an der Rückseite ein Loch um Wasser ablaufen zu lassen und die unteren beiden Ösen könnten z. B. für einen Oberschenkelgurt genutzt werden.


    Mit vier Schrauben ist eine Befestigung für den Gürtel angebracht, welche eine Eigenkonstruktion von ZT zu sein scheint, zumindest war sie mir vorher nicht bekannt. Während bei einem Tek-Lok z. B. der Steg hinter den Gurt geklappt wird, wird er hier geschoben und rastet dann ein. Eine in meinen Augen recht pfiffige Konstruktion mit dem Nachteil, dass ein Gürtel, dessen Material nicht die notwendige Stärke aufweist, immer Spiel haben und locker sein wird. Weiterhin ist das System nicht so variabel wie ein Tek-Lok, es lässt sich an der vorhandenen Scheide aber auch an den unteren Ösen anbringen und ist dann etwas schräg.


    Wenn man dieses System entfernt, ist die Rückseite der Scheide, bis auf den Scheidenmund, schön flach. Somit kann die Scheide auch mittels Gurten, Paracord, IWB-Schlaufen oder J-Hooks befestigt und bequem getragen werden. Leider ist der Abstand zwischen den Ösen jedoch auch für ein großes Tek-Lok zu groß (6 cm).
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    Spezifikationen:


    Zunächst einmal die Maße, wie von mir gemessen:


    Länge, gesamt: 25,5 cm
    Länge, Klinge: 12,7 cm
    Höhe, Klinge: 3 cm
    Stärke, Klinge: 4 mm
    Länge Scheide: 18 cm
    Länge, Messer in Scheide: 26,9 cm


    Ich möchte betonen, dass polizeibedarf.ch die Klingenlänge mit 12 cm angibt. Dieses entspricht nicht der Realität; die Klinge hat die in USA gebräuchliche Länge von fünf Zoll, was etwa 12,7 cm entspricht.


    In Ermangelung einer entsprechenden Waage benenne ich einfach mal die Gewichte an, wie Zero Tolerance sie angibt:


    Gewicht, Messer: 8 oz. (entspricht 226,8 g)
    Gewicht, Scheide: 3,3 oz. (entspricht 93,6 g)


    Das Messer ist in Full Tang-Bauweise hergestellt, der verwendete Stahl ist 14C28N, schwarz DLC-beschichtet und mit zwei Griffschalen aus schwarzem G10 versehen. Die Farbgebung ist somit ziemlich einfallslos – aber mir gefällt´s! Es wird von Zero Tolerance als kleiner und leichter als das ZT0100 (unbestreitbar) beworben, soll allerdings trotzdem für "tough duty" geeignet sein.


    Die Klinge:


    Die Klinge ist in Clip Point-Form gefertigt, wobei der konkave Teil bereits sieben Zentimeter vor der Spitze anfängt. Das lässt das Messer nicht nur optisch lang erscheinen sondern dürfte auch die Penetrationsfähigkeit der Klinge steigern. Dieses hat jedoch auch Nachteile; so ist die Klinge etwa einen Zentimeter von der Spitze entfernt nur etwa 2,3 mm stark. Wie sich das auf die Stabilität auswirkt, kann sich jeder selbst ausmalen.


    Der Anschliff reicht fast bis zum Klingenrücken, die Schneide ist mit einem Flachschliff versehen. Diese Klingengeometrie in Verbindung mit der Klingenstärke von vier Millimetern sollte für eine Vielzahl von Schneidaufgaben tauglich sein.


    Mit dem Stahl selber habe ich bisher keine Erfahrungen gemacht; wenn man den einschlägigen Quellen im Netz glauben kann, so ist der Sandvik 14C28N absolut keine schlechte Wahl, wenn auch nicht so "gehyped" wie der sonst von ZT üblicherweise verwandte S30V. Dieses dürfte wohl auch zu dem für ZT-Verhältnisse recht moderaten Preis beitragen. Der Stahl soll ziemlich korrosionsbeständig sein und sich recht scharf ausschleifen lassen. Wie weit er bei diesem Messer gehärtet wurde, ist mir leider nicht bekannt.


    Im Auslieferungszustand hat das Messer das, was man als "Gebrauchsschärfe" bezeichnet.; für die meisten Arbeiten mag sei zu gebrauchen sein, ein frei gehaltenes Blatt Papier lässt sich damit jedoch nur sehr schwer schneiden, an ein Rasieren ist gar nicht zu denken. Ich bin allerdings guter Dinge, dass sich dem mit den üblichen Hilfsmitteln schnell beikommen lässt.



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    Größenvergleich mit einigen Bekannten:


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    von oben: GEK 2000, ZT0160, Markus Reichart MR116, Rat / ESEE Izula

    Kurz nach Weihnachten habe ich das neue Zero Tolerance 0160 erhalten. Da bisher noch nicht wirklich viel dazu im Netz zu finden ist, möchte ich Euch hier mal meine ersten Eindrücke in einem kleinen Review vermitteln. Da ich mir noch nicht sicher bin, ob das Messer bei mir bleibt, habe ich es allerdings nicht genutzt und kann Euch daher leider nicht mit Schnitttests oder Ähnlichem dienen. Auch möchte ich mich vorab schon für die schlechten Bilder entschuldigen - das ist wohl ein Thema, mit dem ich mich noch eingehender befassen muss.



    Bezugsquelle:


    Bezogen habe ich das Messer über polizeibedarf.ch zu einem Preis von 96,50€. Leider musste ich darauf drei Wochen warten, was einerseits damit zusammenhing, dass das 0160 erst bezogen werden musste, andererseits damit, dass der Inhaber es aus Deutschland an mich versenden wollte und knappe zwei Wochen "nicht dazu kam".


    Zugute halten muss man ihm, dass er wirklich den günstigsten Preis in Europa zu haben scheint. In den Staaten wird das Messer teilweise für sagenhafte $ 84,50 gehandelt – dazu müssen allerdings der Versand nach Europa sowie die jeweiligen Zollabgaben und Steuern gerechnet werden.


    Lieferumfang:


    Das 0160 kam inklusive einer Scheide in einem Karton mit dem typischen Design von ZT, eingepackt in einer Tasche aus Luftpolsterfolie und zusammen mit einem "Operating Manual".


    Auffällig ist einerseits, dass der Karton mit 40 cm Länge erheblich zu lang ist und die Bedienungsanleitung nur für das 0100 und das 0121 ist. Beides lässt die Vermutung zu, dass ZT, da das 0160 noch sehr neu und bei den meisten Händlern noch gar nicht gelistet ist, zunächst die Verpackung und den "Beipackzettel" eines größeren Messers, vermutlich des 0100, verwendet.
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    Ach, Chris... soll ich noch etwas dazu sagen...? Na gut.


    Faustkeile sind, ehrlich gesagt, überhaupt nicht mein Ding. Muss ja auch nicht. ABER ich kann immer wieder nur staunen, wie weit Du handwerklich bist. Du hast Dich innerhalb kürzester Zeit IMHO immens gesteigert, bis zu einem Niveau, mit dem Du Dich vor Leuten, die mit ihren Messern ihren Lebensunterhalt bestreiten, definitiv nicht verstecken musst. Die Verarbeitung sieht auf den Bildern top aus, der Griff sehr ergonomisch, die Fingermulde Handfreundlich gefast (das fand ich schon bei Garfields Kralle so toll),...


    Ich bin beeindruckt. :clap: Spreche aus Lob und Anerkennung! :worship:

    Ich war heute ein Stündchen mit unserer Großen im Forst (Ja, so etwas gibt´s auch bei uns!) unterwegs, spazieren und Schlitten fahren. Zuerst auf den Wegen, dann abseits davon. Dabei habe ich ihr (oder etwa mir?) ein paar Stecken mit dem MR116 gechoppt und geschnitzt. Ging 1A, insbesondere das Choppen hätte ich mir bei so einer kurzen Klinge nicht so gut vorgestellt.


    Da es irgendwann dunkel wurde, habe ich, wenn nötig, den Weg mit der Olight M20 S ausgeleuchtet.


    Das Wichtigste: Wir hatten beide Spaß und morgen wird´s wiederholt. :thumbup:

    Auf Bildern scheint das Parierelement relativ klein. Wie schätzt du die gefahr ein, beim Penetrieren nach vorne abzurutschen?

    Ja, die Befürchtung hatte ich zunächst auch. In der Hand liegt das Messer aber ziemlich satt und ein Abrutschen nach vorne befürchte ich, einen halbwegs festen Griff vorausgesetzt, nach dem ersten Befummeln gar nicht mehr. Allerdings habe ich auch noch keine Tests gemacht...

    Heute, bzw. gestern, kam endlich das ZT0160 an. :bounce:


    Liegt ganz gut in der Hand, ist ein "schnelles", führiges Messer aber auch eindeutig ein Kampfmesser. Sowohl von der Optik als auch von der Art, wie es beworben wird (combat knife). Allerding denke ich, die Klingenform und -geometrie ist auch für "normale" Aufgaben zu gebrauchen. Die Scheide ist ziemlich gut gemacht aber leider nicht aus Kydex sondern aus einem etwas billig wirkenden Kunststoff. Alles in allem, sofern ich das nach dem ersten Befummeln beurteilen kann, ein Messer, welches ich mir gut am Gerödel eines Soldaten vorstellen könnte. :jawoll: