Tja meine Lieben...
was soll man dazu noch sagen?
Wenn die deutsche Bürokratie jeglichen Menschenverstand wegrationalisiert hat, ist das äußerst traurig und für mich ein Grund, der BRD, so gern ich Land und (manche) Leute gerne mag, den Rücken zu kehren, es lebe Österreich und Finnland...
Ansonsten:
Ich mach mir eigentlich ununterbrochen Gedanken, was man tun könnte. Allein, mir fällt nichts rechtes ein.
Folgende Problemstellung:
Um Druck auf Politiker auszuüben, brauchts Wählerstimmen.
Für Wählerstimmen, muss man ein mehrheitsfähiges Problem an die Öffentlichkeit bringen und das auch richtig.
Damit unser Problem mehrheitsfähig wird, müsste man eine Aufklärungskampagne starten, die es mit der BILD, dem Fernsehen und der allgemeinen Volksblödheit in bezug auf politische Versprechen aufnehmen kann.
Um das zu bewerkstelligen, brauchts Mittel.
Und die wiederum kriegt man über die Masse der Interessierten, sprich wieder Öffentlichkeit.
Tja, so oder so: Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir mehr Leute erreichen und auf die Problematik hinweisen. Dass ein Forum mit 300 leuten, oder ein anderes Forum mit 10.000 Leuten nach Pitter dazu schwerlich alleine in der Lage ist, sollte bei 80 Mio Staatsbürgern, von denen sich mindestens 40 % ihre Meinung BILDen lassen, klar sein.
Ich will nicht entmutigen, im Gegenteil:
Erst, wenn man ein Problem erkennt, kann mans ja auch gezielt angehen, es lebe die Aufklärung
.
Ich sehe verschiedene Möglichkeiten:
1. Fürsprache wichtiger Personen gewinnen. ANgeblich hat der gute Altkanzler Helmut Kohl etwas für Messer übrig gehabt. Unter ihm hatte das gesamte Kabinett ein Taschenmesser dabei. Ob das eine Urban-Legend ist, weiß ich nicht, kanns mir aber gerade bei ihm gut vorstellen. Ihn also einzuladen, wäre keine dumme Idee, da er über Ressourcen UND das Interesse verfügen könnte, und dazu über ein ziemliches Stimmgewicht.
2. Öffentlichkeitsarbeit. Dazu brauchts entweder die Presse oder einen Verein, bzw eine Vereinigung. Theoretisch ne feine Sache, zumindest der Verein. zum einen passts in die deutsche Vereinsmeierei, trifft also den Nerv der Deutschen, die naturgemäß Respekt vor der Meinung solcher Vereinigungen zu haben scheinen. In Deutschland ist es der Politik unmöglich, ein Gesetz bzgl Kfz und Verkehr anzugehen, ohne die Meinung des ADAC einzuholen.
Presse ist ein zweischneidiges Schwert. Es bräuchte eine populäre Zeitung oder Zeitschrift, die seriös ist, die aber trotzdem in der Lage ist, Stimmung zu machen. Spiegel beispielsweise wäre eine Idee. Das Problem ist: Unser Thema, unser Hobby, ist nicht gerade bekannt und wenn, dann nicht unbedingt beliebt, ihr kennt die Anfeindungen uns gegenüber zur Genüge selber.
Man bräuchte also zu diesem guten Magazin auch den passenden Redakteur und einen guten Journalisten, der sich für unsere Sache einsetzt.
3. Rechtlicher Weg. Ich hab mich etwas kundig gemacht...Diskriminierung, sollte jedem ein Begriff sein. Definitionsgemäß trifft das, EU-bezogen auf uns zu. BRD-rechtlich gesehen allerdings nicht. Warum? Weil in Deutschland, so krass es klingt, Diskriminierung erlaubt ist, wenn es einen sachlichen Grund dafür gibt. Wer mit dem begriff Diskriminierung nicht klarkommt (ich rede nicht über Hautfarbe), möge nochmal bei Wikipedia nachlesen, das bedeutet nämlich grob gesagt, eine Andersbehandlung einer sozialen Gruppe und nicht nur Rechtsradikalismus und Sexismus etc.
Die Aufgabe wäre es also weniger, etwas gegen das Waffengesetz zu unternehmen (was aussichtslos sein sollte bei der Stimmung, dem ploitischen Sprengstoff), sondern nachzuweisen, dass das Waffengesetz in seiner jetzigen Form Messernutzer wie uns diskriminiert und zwar zu unserem Nachteil UND in Deutschland, dass es dafür keinen sachlichen Grund gibt.
Sollte möglich sein, denn: Sachlicher Grund? Wenn ich mich recht entsinne, hat Hr. Körting selber zugegeben, dass seine Initiative niemanden abhält, Mist zu bauen. Zweitens, wenn hier von Mio braven Bürgern die Rede ist - welchen Grund gibt es dann, ALLE für den Missbrauch WENIGER zu bestrafen? Drittens: Eine Gründung eines Vereins parallel sollte uns definitiv zu einer "sozialen Gruppe" im gesetzlichsten Sinne des Gesetzes machen - kann nur ein Pluspunkt sein.
Uns sollte langsam klar werden, dass wir nicht von heute auf morgen, das alles rückgängig machen können (und wir sollten uns auch fragen, ob wir das wollen), sondern dass das alles in sehr kleinen Schritten geschehen muss. Erstmal müssen wir uns Gehör verschaffen. Nicht durch Petitionen einzelner, sondern durch Vereine, Organisation, eine repräsentative Kraft aus Geld und Wählerstimmen und sei es nur auf dem Papier.
Des Weiteren werden wir der Gegenseite Zugeständnisse machen müssen. Dass das Verbot aufeghoben wird, ist nicht drin vorerst. Aber Ausnahmegenehmigungen für brave Leute einzuführen, kontrollierte Gesetzeslücken einzusetzen, DAS ist drin denke ich.
Einhandmesser ab 21 Jahren von mir aus, kleiner Waffenschein, wenns ihnen Spaß macht, mit Psycho-test.
Ich höre schon einige schreien: Das ist ungerecht etc. Ja, ist es. Aber es ist ein erster Schritt. Und es gibt der Gegenseite genau das Gefühl, etwas getan zu haben - UND wir haben die Freiheit, ohne Einschränlungen unser Hobby zu betreiben; gesetzestreue natürlich vorbehalten, sollte aber klar sein!
Die FDP hat sich für mich als vernünftig erwiesen. ich hatte Mailkontakt mit einem Abgeordneten, der sich damals vehement engagiert hat für unsere Sache.
Wir solltem dem Mann für die nächste Änderung Fakten und Zahlen an die Hand geben können. Gutachten, Umfragen, Links etc etc etc, sodass er der Gegenseite aus grünen und linken Reihen etwas entgegenzusetzen hat. Und wenn schon keine Unterstützung auf ideeller Ebene da ist, dann eben auf mathematisch-naturwissenschaftlicher und davor kuschen die Deutschen. Macht man diese Fakten dann noch publik, muss die Politik drauf hören, weils nicht unter den Tisch fallengelassen werden kann.
So, es gibt noch einige Punkte, die ich außen vorgelassen habe. möglichkeit wäre, indirekt zu arbeiten, das Messer außenvor zu lassen, um das Grundprinzip der staatlichen Bevormundung anzugehen, was mehrheitsfähiger ist als unser Zeugs, ist eben nun mal so.
Jeder von uns könnte eine Homepage machen, kostet net viel, kann man viel info unter die Leute bringen.
Fazit:
Ich wundere mich...bei 10.000 Usern sollte doch jemand aus der Journalismusbranche dabei sein, der NICHT in der Fachpresse ist, denn veröffentlichungen da bringen nix! Wer liest das MM, wenn er mit Messern nix am Hut hat, oder sich gar davor fürchtet?
Wir müssen versuchen, die Gegenseite mehr zu verstehen und ihr gezielt etwas an allen Punkten entgegenzusetzen.
Sonst sehe ich Hr. Orwell recht behalten....
so, viel text, seht es mir nach, ich hab die letzten Nachtschichten dieses Thema benutzt, mich wachzuhalten, ich nehm diese Sache persönlich, merkt man vllt 
Kopf hoch, nicht verzweifeln! Aber nicht den Kopf in den Sand stecken und endlich tätig werden, richtig, nicht nur in einschlägigen Foren jammern, auch woanders, dann kriegen es mehr mit
Es gibt viel zu tun. Mit Struktur und Organisation und Unterstützung kriegen wir das hin!!! :yeehaw: