Tja, genau das ist aber der Punkt, mein lieber Bernhard, bei dem ich mich eben distanziere: P'kal ein Kampfmesser? Für mich ein wunderbarer Paketeschlitzer, wie das Civilian übrigens auch. Die Frage sollte weniger sein, WAS geschlitzt werden soll, sondern was derjenige in der jeweiligen Situtaion eben schlitzt.
Mein Gott, am 11. 9. 2001 sind Teppichmesser zu Kampfmessern geworden! Eine Klinge, ein Griff.
Das ist doch genau der Punkt: Die Leute haben Angst vor Messern, also sheeple mein ich jetzt. Und zwar auch vor meinem SNG, SMF, ja sogar vorm F1 oder dem Wet Environ von BRKT - und das sind eigentlich keine "Kampfmesser". Sondern Allzweckmesser.
und auch ein "Skullchrusher" ist nur dem Namen nach eben Schädelzertrümmerer und kein "Glasbrecher", der aber genauso am nicht scharfen Ende der Messer sitzt, eine Spitze aufweist und für die gleiche Bewegung sogar gedacht ist.
Reine Haarspalterei aufgrund des Begriffes - wo doch eigentlich das Ziel in der jeweiligen Situation, nämlich Schädel oder Glas entscheidend ist.
Bzgl Blutrinnen, da ist sich ja sogar die Fachschaft nicht einig. Ich würde eher sagen, dass es schlicht die Gewichtseinsparung ist, die Blutrinnen praktisch macht. Wenn dann natürlich jemand dieses schöne Wort "blutrinnen" in die Welt setzt, genau wie "Killerspiele" und "Mördereinhandkampfmesser", dann ist klar, dass es vorbelastet ist. Aber eine längsrille in einem Stück Metall ist, profan betrachtet kein Hinweis auf "blut abfließen lassen" oder "Lunge öffnen" 
Tonis Auflistung taktischer Messer kann man unterschiedlich sehen: Ein Civilian mag zur SV geschaffen worden sein - aber so ne Klinge ist eben auch für anderes als Menschenschlitzen gut.
Ein CQB Mark 1 von MOD wird merkwürigerweise nicht als Kampfmesser geführt, obwohl es ähnliche optik hat: Falsche Schneide, Stichwort Eindringfähigkeit, sogar der Griff ist seiner Beschaffenheit nach geeignet, ein Abrutschen nach vorne zu verhindern; Und mit dem Glasbrecher lassen sich üble Schläge austeilen bei geschlossenem Messer.
Genauso ist die Klinge aber auch für Brötchen in der Kaffeepause der Spezialeinheiten zu brauchen, der Glasbrecher eben als Glasbrecher und die Form des Griffes sorgt für mehr Sicherheit beim Anwenden.
Denn nicht nur beim Stechen kann man leicht auf die Schneide rutschen und das ist nicht schön.
Fazit: Alles Interpretationssache. Und nur, weil jemand sagt: "Schaut mal, das Messer ist deswegen und deswegen besonders gut zum Kämpfen geeignet" und sich ein paar nette Wörter einfallen lässt (Gladiusspitze, oder wer mehr möchte, möge sich die Prosa auf Darkopsknives zu Gemüte führen) für die Einzelteile bedeutet das noch lange nicht, dass ich diese Stück angeschliffene Metall mit Griff zum Kämpfen einsetzen muss.
Bei nem Geländewagen kann ich sagen: "Der Frontgrill ist ideal, um damit Angreifer und sonstige Leute zu zerquetschen, damit ruinieren Sie sich noch nicht mal die Motorhaube. Und sollten sie auf den Leichenbergen mal steckenbleiben, sorgt der Allradantreib für ein schnelles Freikommen. Marke XXX - mehr Spaß am Fahren!" 
An nem Küchenmesser kann ich sagen: "Dünne schlanke Spitze, schneidet gut und tief, Griff ist abrutschsicher, da die Klinge nach unten abgesetzt ist, und da sie flexibel ist, wird es nicht einmal brechen, wenn sie es mal nicht zwischen den Rippen Ihres Nachbarn durchkriegen! Lang genug ist es auch, sodass Sie damit bequem alle inneren Organe erreichen können. Überdies schön schlank und dünn, da müssen Sie auch nicht soviel Gewicht mit sich rumschleppen."
You see what I mean?
Alles Ermessensfrage und meiner Meinung nach machen sich viel zu viele Leute viel zu kranke Gedanken über Gegenstände und wie man damit Leuten schaden könnte. Ne Kettensäge ist auch zum Heckenschneiden und nicht zum Leutestutzen gedacht. Aber irgendjemand ist mal auf die Idee gekommen, das auszuprobieren. Ich sage, wenn Kettensägen klein und leise genug wären, hätte man sie schon lange verboten! Ich mein, schneiden tun se gut, als Rettungswerkzeug wäre so ne Minikettensäge nicht zu verachten im Handschuhfach.