Beiträge von Xizor

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    Nach dem was Google mir erzählt ist Dendra eine junge russische Firma, deren Designs vom ebenfalls russischen Messermacher T. Antonevich stammen und die bei Lionsteel in Italien gebaut werden. Eine eigene Website haben sie noch nicht, dafür aber vier Modelle, die bei einigen US-Händlern und seit kurzem auch bei polizeibedarf.ch zu haben sind.


    Alle Modelle haben einen Flipper und eine Klinge aus D2 Stahl bei 60-62 HRC, jeweils wahlweise mit Stonewashfinish oder mit schwarzer PVD-Beschichtung. Die Palette besteht derzeit aus


    -Tiger Jump: Ti-Framelock mit Rotoblock und Carbonschale, Klinge mit starkem Recurve und so ner Art Nightmaregrind
    -Defender: Ti-Framelock mit Rotoblock und G10-Schale, Droppointklinge mit leichtem Recurve
    -Typhoon: (laut BFC Stahl-) Linerlock mit G10-Schalen, Droppointklinge mit leichtem Recurve
    -Deer Hunter: Linerlock mit Micartaschalen, Droppointklinge ohne Recurve


    Allen gemein ist der vergleichsweise sehr niedrige Straßenpreis zwischen 110 und 200$. Für meins habe ich inklusive Fracht und EUSt. knappe 190€ bezahlt, für einen in Italien gemachten Titanframelock mMn verdammt günstig.


    Bestellt habe ich mir das Defender bei knifeworks.com in den USA. Bestellt am 07.05., ausgeliefert am 15.05., top.



    Technische Daten:


    Gesamtlänge 22,5cm
    Klingenlänge 9,5cm
    Klingenstärke 4mm
    Klinge aus stonewashed D2, gehärtet auf 60-62HRC
    Gewicht 182g
    Titanframelock mit Rotoblocksicherung
    Griffschale und Backspacer aus schwarzem G10



    Ausgeliefert wird das Messer in einer schlichten braunen Pappschachtel, in deren Deckel mit Tesa ein Schlüssel für die Achse geklebt wurde. Die Klinge ist im Auslieferungszustand rasierscharf, Flippen ist allerdings unmöglich, dazu ist die Achse zu fest eingestellt. Das lässt sich mit bei beigelegten Schlüssel aber leicht abstellen, mit etwas Feineinstellung lässt sich die Klinge mit etwas Unterstützung aus dem Handgelenk locker aufflippern ohne dass Klingenspiel entsteht. Der Lock ist, wie für die Materialkombi Stahl-Titan üblich, etwas "klebrig", frisst sich aber zu keiner Zeit fest.


    Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau, ich habe ingesamt nur vier Mängel gefunden, die aber alle nur kosmetischer Natur sind, alle meiner Meinung nach verschmerzbar.


    1. Das Finish der Daumenpins ist nicht 100% fertig
    2. In den Rillen der Daumenrampe auf der Titanseite des Griffs sind noch Rückstände vom fräsen
    3. Am Backspacer ist ein kleines Stück abgesplittert
    4. Ein Segment der Riffelung am Lockbar ist nicht zuende bearbeitet worden



    Nettes Detail: Sowohl geschlossen als auch offen setzt die Daumenrampe der Klinge die Linie des Griffes fort.


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    Handlage (Handschuhgröße 9)


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    Der Achsschlüssel


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    Verarbeitungsmangel #1 (Oberfläche sieht blasig aus):


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    Lockup, Verarbeitungsmangel #4 (letztes Segment vor der Klingenwurzel)


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    Die Klinge ist sauber zentriert, rechts Verarbeitungsmangel #3:


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    Stridereske Konstruktion, G10-Schale und -Spacer ohne zusätzlichen Liner, anders als bei Strider sind Schale und Spacer aber zwei getrennte Teile.


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    Vergleichsfoto mit vergleichbaren Messern


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    Vergleich von Lockup und Linerstärke


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    Antwort auf exakt diese Frage aus dem USN von Thomas W, Mitarbeiter bei Kershaw/ZT:


    [quote]There was some fall out, the run will be around 900-950 pieces. The serial numbers will exceed that. We usually look to shoot past the intended (in this case 1000 pieces) by about 10%/15% on Composite Blade runs.


    So some runs go a bit under the hopeful target, some go over.


    Hope that helps

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    Meins ist seit Freitag beim Zoll, mal sehen wann es weitergeht.