Hallo zusammen,
Spät aber doch noch ein paar Zeilen zum Grobian.
Wie schon gesagt, das Design gefällt und natürlich fällt beim Auspacken als erstes die phänomenal verarbeitete Scheide ins Auge. Wahnsinn, Hut ab vor dieser Arbeit auch wenn sie mir persönlich etwas zu fett ist.
Doch nun zum Messer:
Gr3.JPGGr1.JPG
Endlich mal was für große Hände! Das Messer liegt sehr gut in der Hand und vermittelt viel Vertrauen, was auch an der großzügigen Fingermulde liegt.
Ich geriet in Versuchung oben gezeigten Stamm mit dem Grobian zu spalten, man traut ihm einfach alles zu, er strahlt extreme Stabilität und Arbeitswut aus.
Batoning habe ich mir aber verkniffen, da ich das Finish bei einem Messer welches nicht mein Eigen ist nicht ruinieren wollte.
Gut daumendicke Äste ließen sich aber ohne Mühe mit einem Hieb durchtrennen, wenn der gewählte Winkel zum Schnittgut nicht zu spitz ist.
Feinere Arbeiten, wie Holz auffächern oder Stöcke anspitzen gingen erstaunlich gut von der Hand, nachdem ich mit dem Mousepad und 2000er Papier noch etwas an Schärfe rausholen konnte.
Gr5.JPGGr6.JPG
Ein Küchenmesser ist der Grobian nicht, Brotschneiden geht ganz gut aber mit Gemüse will er sich einfach nicht anfreunden, dafür müsste eine andere Klingengeometrie her.
Gr4.JPG
Die übergebliebene Feilenstruktur stört beim Reinigen weniger als gedacht.
Einziger Kritikpunkt ist und der wurde schon erwähnt, das Fehlen eines Fangriemenloches.
Der Name Grobian ist hervorragend gewählt, eben ein Messer fürs Grobe. Aber genau für diesen Arbeiten und die Sicherheit wäre ein Fangriemen von Vorteil.
Alles in allem ein sehr gelungen, ansprechendes Messer auf das man sich verlassen kann.
Toll gemacht Andy!
Gruß Eiserner