Hi Joachim,
gerne.
Das Urban Trapper ist ein sehr gut durchdachtes kleines Messerchen, das seht lecht flippt, gar nichts wiegt, aber echt gar nichts und sehr stabil verriegelt. Ich habe es seit knapp 2 Monaten und würde es mir jederzeit wieder kaufen. Nicht nur, daß das Messer klein und schlank gehalten ist und von vorne herein nicht viel wiegen kann, nicht nur daß durch die offenen Bauweise noch mehr Gewicht verloren geht(das Messer besteht quasi nur aus Traiektorien
), sondern es hat auch diese ganzen Griffbohrungen. Viele finden den Clip überdimensioniert, extrem unpassend und auch häßlich(verletzt die schlanke Linienführung etc...) und ich sah es auch so bevor ich das Messer hatte. Jetzt muss ich sagen, der Clip braucht unbedingt ungefähr diese Breite um sicher das Messer halten zu können, denn dieses ist sehr schmal. Wäre man nach der Optik gegangen und hätte ein 5mm breiten Clip konstruiert hätte man eine Fehlkonstruktion mMn. Das sind meine Eindrücke.
Zum Manaro Stingray, das heute eingetrudelt ist und das ich gleich in meinen Urlaub nehme will ich auch paar Sachen los werden.
Also, mein Messergeschmack ist ziemlich traditionell und was die meisten als geil und fett bezeichnen finde ich meistens scheiße. Aber dieser Manaro beeindrückt mich, weil er Messer entwirft, die meinen Anforderungen fast vollständig entsprechen und das habe ich nun mal selten.
Die Minuspunkte zuerst:
- erstes und IMO größter Minispunkt(wie gesagt IMO) ist der zum Griffrücken hin geneigte Clip. Hier hat sich der Meister etwas verspielt, denn das Merkt man in der Hand, auch wenn nicht sonderlich unangenehm, aber man merkt es. Wäre der Clip wie bei einem Sebenza parallel der unteren Griffseite ausgerichtet, wofür hier massig Platz verhanden ist, wäre das Design zu 100% praktisch orientiert. Das halte ich für einen Designerfehler.
- das Öffnen per Daumenscheibe funktioniert sehr bescheiden. Ich habe es kaum fertig gebracht das Messer bei normal angezogener Achse zu öffnen. Stört mich wenig in diesem Fall, weil die Scheibe ohnehin weg musste. Hier liefert Böker eine zusatzschraube mit anderem Profil, die das entstandene Loch bündig abschliesst und der Klingenrücken wird nicht durch irgendeine häßliche Kerbe unterbrochen, die der Herr Helfer vielleicht als Emersson Öffnungshilfe ansehen könnte(nur so ein Gedanke).
- Die Griffoberfläche ist sehr aggressiv gefinischt und ist sehr hosentaschenunfreundlich. Es ist so als würde man sich jedes Mal eine Metallfeile in die Hosentasche schieben. Aber eineml in die Hand gekommen ist das Gefühl dort genial - diese aggressive Finisch ist sehr angenehm beim Hantieren und passt mir sehr gut. Würde mir hier nur etwas weniger Rauhugkeit wünschen nur aufgrund der Tragbarkeit.
- letzter Minuspinkt in meinen Augen, aber der unwichtigste von allen - es fehlt ein Lanyard Loch obwohl da ordentlich Platz dafür ist. Finde ich aber nicht weiter Schlimm.
Pluspunkte.
+ Der Griff birgt enorm viel Klinge. Das ist ein messer sage ich euch.
+ 440C WB bei Böker ist traditionell sehr gut.
+ massiver Titangriff mir super Haptik
+ Lock verriegelt super
+ kein Backspacer o.Ä....sprich ebenso offen Konstruiert8erhöhte Reinigbarkeit, Gewichtsreduktion etc..)
+ ohne öffnunghilfe evtl 42a Konform(nur noch durch ausschleudern einhändig zu öffnen)
ein paar andere Punkte hatte ich auch im Kopf aber ..meine Zeit reicht jetzt nicht mehr aus...
Edit: jetzt fällts mir wieder ein - ich finde lange messergriffe besser als kurze und der Griff des Stingrays ist in dieser Beziehung echte Klasse.
Preislich liegt das Messer bei ca 150,- wobei ich meiner von Xpedition habe. Danke Bastian für den schnellen Versand!
Bald soll eine VG-10 Version rauskommen, bei Böker steht 09.2014 ... aber wer weisst