Beiträge von dischu

    Und?


    Und wie :thumbup:
    Heute kam Post aus der Ukraine. Und der Luftpolsterumschlag sah aus, als wäre er von mehreren 100 Zollbeamten tagelang durchgeknetet worden. Schließlich musste ihn die Deutsche Post wegen Beschädigung in Kunststofffolie packen.
    Ich gestehe, ich hatte nicht mehr mit der Lieferung gerechnet und die 60,- EUR bereits abgeschrieben. Auch weil Alexander nicht auf meine Nachfragen reagiert hat. Im Nachhinein finde ich das zwar immer noch nicht gut, ist aber vielleicht verständlich, wenn ihm die Versanddauer bekannt ist und ausländische Kunden andauern nachfragen.


    Eine Fotoserie und bereits ein paar Gedankengänge:



    So wie ich es wollte: Das Modell Kazhan in N695, jedoch mit der Stone-Textur und höchstwahrscheinlich Eisen-III-Chlorid-Behandlung, wie es sonst nur die Messer mit Sleipner Werkzeugstahl bekommen.
    Ob es sich wirklich um N695 handelt, kann ich nicht überprüfen, wüsste aber auch keinen Grund, es in Frage zu stellen.



    Der Anschliff war sehr rustikal. Da bin ich Minuten nach dem Auspacken direkt mit dem Lansky-Setr ran. Nun rasiert es auch.



    Überhaupt passt "rustikal" ganz gut, um das Messer zu beschreiben.



    Hier und da mal eine Macke, etwas Dreck oder Spuren von der Bearbeitung. Irgendwie hat das aber auch Charme.



    Die Kydex sieht schick aus, ist aber eher nichts geworden. Da rastet nichts ein, das Messer kratzt sich förmlich in die Scheide. Besser kann ich es nicht beschreiben. So schnell so viele Kratzer von der Kydex habe ich auch noch nicht gesehen.
    Der IWB Belt-Loop ist inklusive.



    Im Lieferumfang eine Visitenkarte und ein Aufkleber. Das Ganze verpackt in einer zwar dünnen aber hübschen Kartonverpackung, die auf dem Weg aus der Ukraine etwas leiden musste.



    Vergleichen kann man es vielleicht ganz gut mit dem Pohl Force Kaila Two, wobei dieses bessere Zutaten hat, aber auch je nach Shop das 2-3 fache des Krava Knives Kazhan kostet.
    Beim Kazhan messe ich an der dicksten Stelle 4,2 mm. Speziell im Griffbereich hätte etwas mehr Material die Handlage wohl verbessert. Das fühlt sich beim Pohl Force mit 5,5 mm im Bereich des Griffes etwas besser an. Ansonsten liegen beide Messer ähnlich gut in der Hand, wenn man das "gut" nennen darf. Es bleiben Drei-Finger-Messer ohne Griffbeschalung und so liegen sie auch in der Hand. Neck Knives für den schnellen Schnitt, nicht für stundenlange Küchen- oder Schnitzarbeiten.


    Fazit:
    Wenn ich meine eigenen Zeilen noch mal durchlese, kommt das Geschriebene eher negativ rüber. Aber so ist es eigentlich gar nicht gemeint. Ein rustikaler kleiner handgemachter Stachel, der sein Geld wert ist. Nicht mehr, nicht weniger.
    Eine gute Kydex würde das Krava Knives Kazhan deutlich nach vorne bringen. Ich muss mich da mal dringend selbst dran versuchen. Dann lassen sich auch andere Handarbeiten viel objektiver bewerten.

    Ich habe den Tatonka Kettle Kochtopf mit 2,5 Litern. Darin den Stove, einen Lappen und eine nicht brennbare Unterlage. Alles verschwindet in so einem billigen Nylon-Turnbeutel, der höchstens wasserabweisend ist und den es mal als Werbegeschenk gab. So transportiere das Set zu seinem Einsatzort und in dem Beutel auch alles dreckig zurück. Dreckig heißt aber, dass ich sie vor Ort schon mal ausgewischt, nach Möglichkeit ausgespült habe. Zuhause wird dann richtig gereinigt und der Beutel einfach mal auf links gedreht und abgewischt. Funktioniert für mich.


    Gerade sehe ich, so einen Packsack gibt es von Relags für kleines Geld auch extra für Kochsets (klick). Muss ich mir mal irgendwann holen. Der kann bestimmt nichts besser, ist aber mehr State of the Art als ein Turnbeutel vom Autohaus :)


    Was ist denn mit so einem wasserdichten Packsack mit Rollverschluss in der passenden Größe? Der sollte doch alle Probleme lösen, oder?

    Tactical99
    Ich denke auch, ohne den Daumenpin lässt es sich nicht gut öffnen. Die Klinge steht so wenig aus dem Griff heraus, dass ich sie ohne einen Nagelhau kaum greifen kann.
    Wenn ich §42a will, greife ich zu einem anderen Messer. Dennoch hat das Hold Out II trotz anständiger Größe gute EDC Qualitäten. Besonders das geringe Gewicht und dass es so flach aufbaut.


    @weltenbezwinger
    Ich bin - obwohl von Cold Steel - gerade vom Clip angenehm überrascht. Und das G10 ist bei der AUS-8 Version noch deutlich aggressiver, wenn ich richtig informiert bin. Bei meiner CTS XHP Version ist es deutlich entschärft. Also keine Gefahr für Haut und Jeans, zumindest nicht vom G10 ausgehend :)

    Gibt es da eigentlich eine ... DIE richtige Methode, die Stärke hinter der Schneidfase zu messen? Und was wäre das am besten geeignete Werkzeug?
    Ich habe nun mal mit dem Messschieber so genau wie möglich gemessen. Besser geeignet könnte wohl ein Aussenmikrometer sein, wenn ich da nun nichts durcheinander bringe. So eins besitze ich jedoch nicht.
    Ich könnte mir vorstellen, dass man mit dem Messschieber minimal verkanten kann und damit schnell falsche Ergebnisse erhält. Hier geht es ja um Zehntel Millimeter.


    Ich hatte ein Manly Peak in CPM 154, das mich allerdings verlassen hat. Da kann ich also nicht mehr messen. Bei meinem aktuellen Peak in S90V messe ich (mit dem Messschieber und bestem Wissen und Gewissen) 0,6 mm.
    Beim Wasp in S90V messe ich so 0,4 mm und beim Patriot in CPM 154 schließlich 0,5 mm. Mein alter Herr trägt noch ein Comrade in D2 mit sich herum, aber da habe ich gerade keinen Zugriff.


    Ich denke auch, dass die Verarbeitung bei Manly, naja, nennen wir es mal rustikal ist. Mit meinen Modellen bin ich aber ganz zufrieden. Auch kann ich mir vorstellen, dass es natürlich Serienstreuungen gibt was die Stärke hinter der Schneidfase betrifft.


    Oder macht es Sinn, bei unterschiedlichen Stählen und gleicher Klingengeometrie die Stärke hinter der Schneidfase unterschiedlich zu fertigen? Wie hier beispielsweise D2 dünner als CPM 154, wenn das denn irgendeinen Sinn ergeben würde. Ich weiß es nicht, ich schneide einfach :)

    Hm, Hernandez hat zwar geschrieben, dass man bei deren Post Geduld mitbringen muss und sein Messer auch ein paar Tage beim Zoll verbracht hat, aber so langsam mache ich mir Gedanken.


    Nach meiner ersten E-Mail bekam ich ja postwendend Antwort. Ich beschrieb, was ich wollte, Alexander stimmte zu, nannte den Preis und wollte die Verfügbarkeit prüfen. Eine Woche später - am 14.09. - die Info, dass das Messer verfügbar ist und nach Geldeingang (Paypal) versendet wird. Ich habe umgehend bezahlt und seit dem - also etwa seit einem Monat - nichts mehr :huh:
    Gut, die Versandzeit sollte ja etwas länger sein + ggf. Zeit beim Zoll, aber auch auf zwei E-Mails in der Zwischenzeit inkl. Frage nach Trackinginformationen gab es null Reaktion :thumbdown:


    Momentan glaube ich eher Lehrgeld gezahlt zu haben als in kürze ein Messer zu erhalten .......... :S


    Vielleicht hatte Hernandez Glück oder ich einfach nur Pech. Vielleicht wäre der Weg über die Verkaufsplattform Etsy doch der sicherere Weg gewesen statt direkt zu bestellen. Ich weiß es nicht.
    Sollte es etwas Neues zu berichten geben, melde ich mich.

    Ich vermute dass Manley das vom verwendeten Stahl abhängig macht, der S90 V verträgt einen flacheren Anschliff als der D2 (dann würde das auch zu den Bildern bei Böker passen)


    Wo sind denn da je nach Stahl unterschiedliche Produktfotos des Peak bei Böker? Ich habe mir nun die schwarzen Zweihand-Peak angeschaut, alle "normal" Sabre Grind, ob nun D2, CPM-154 oder CPM-S-90V.
    Und in diesem Toxic-grün alle Produktfotos mit Full Flat Grind. Oder gucke ich falsch?
    Mein nun etwa zwei Jahre altes S90V Zweihand Peak hat auch den "alten" Sabre Grind Anschliff. Händler anschreiben und fragen sollte wie gesagt Klarheit schaffen.


    Ach so, und ich halte es so wie es ist für ein nahezu perfektes §42a konformes EDC Messerchen.

    ...wenn ich noch ein bisschen zur Verwirrung beitragen darf:


    Du darfst und du hast erfolgreich, speziell was die Grifflänge angeht.


    Zur aggressiven Textur beim American Lawman: Die war wie beim Recon 1, wurde jedoch ich meine bereits beim Wechsel zu XHP entschärft, hat meine Recherche ergeben.


    Diese 50/50 Choil mag ich eigentlich ... so ausgeführt wie bei Paramilitary 2 oder Para 3. Da liegt überspitzt ausgedrückt der Zeigefinger ja noch nicht in der Klinge sondern es gibt eine Rampe mit Jimping. Das bietet das American Lawman nicht.
    Nur hatte ich gehofft, dass die Grifflänge auch ohne Nutzung des Choils "PM2-ähnlich" großzügig ausfällt. Scheint nicht so. In vielen Reviews lässt sich das auch schlecht sehen.


    Kurve zurück zum Recon 1 ... Ja, das mit dem Abschleifen der aggressiven G10 Struktur habe ich gesehen. Manchmal echt gut gemacht (Bereich mit Klebeband markieren, Clip abschrauben und leicht abschleifen), mal weniger schön. Wird gehen, fühlt sich aber irgendwie nicht richtig an, das bei einem neuen Messer machen zu müssen, wenn die Hosen etwas länger halten sollen.
    Ganz interessante Deep Carry Clips habe ich bei etsy entdeckt, leider an sich schon teuer + teurem Versand aus den USA + dem was da noch so drauf kommt.
    Und nun finde ich auch noch von SnaggleTooth sogenannte Universal Pocket Deployment Screw-on Modifications und sogar Backspacer mit Karambit-Ring. Ob man das braucht ... egal :)


    Ich werde das überschlafen müssen :S

    Ja, ich habe schon etliche YouTube Videos CTS-XHP vs. CPM S35VN durch. Ergebnis ist pro CTS-XHP, wobei CPM S35VN ganz sicher kein Griff ins Klo ist.
    Ganz interessant ... vergleicht man die Produktbilder des S35VN Recon 1 mit denen des XHP Recon 1 (hier beide von knivesandtools.de), sieht man, dass bei der neueren S35VN Variante scheinbar die Schneide bis zur Schleifkerbe geht, bei der XHP Variante gibt es noch diese 2-3 mm ungeschärft (warum auch immer). Ein kleines Detail pro S35Vn, obwohl man die Ecke sicherlich auch nachschleifen kann.


    Bergmann
    Das SR1 holt mich irgendwie nicht ab. Ich kann gar nicht sagen, woran das liegt. Wobei es zumindest bei uns auch etwa einen Hunderter teurer ist als das Recon 1.
    Alu gefällt mir gar nicht als Griffmaterial, weshalb das Code 4 weg fällt, obwohl es sicherlich am besten in und aus der Tasche gleitet.


    Beim Recon 1 ist es dieses Design was mich abholt. Griffschalen, die in den Händen kleben (und Hosen zerstören), dieser Werkzeug-Charakter gepaart mit taktischem Look. Ich würde es sicher nicht als EDC tragen, aber es würde seine Einsatzzeit erhalten.
    Aktuell bewege ich mich aber gerade weg vom Recon 1 und hin zum American Lawman, da letzteres irgendwie die Vorteile beider Welten vereint: Mit etwa 1,5cm weniger Klingenlänge und etwa 3cm weniger Gesamtlänge deutlich kleiner als das Recon 1, aber mit 8,6 cm Klingenlänge immer noch kein kleines Messer (wenn wir nicht mit dem XL Espada vergleichen). Das erhöht vielleicht die EDC-Tauglichkeit. Dazu eine "gute" Textur auf dem G10, aber im Vergleich zum Recon 1 deutlich entschärft. Dabei mir Tri-Ad lock und nahezu gleicher Klingenstärke aber genauso unverwüstlich und der 50/50 Choil à la PM2 gefällt auch.


    Ich glaube American Lawman führt leicht gegen Recon 1 .... nächstes Jahr habe ich bestimmt beide :huh: ;)


    Griff und Choil des American Lawman, Clip Point Klingenform des Recon 1, Klingenheber des AK-47 = mein Messer. Bitte bauen :D

    Tja, heute reaktiviere ich wohl alle alten Cold Steel Beiträge. Nach dem Spartan nun also das Recon 1, welches ich unter anderem sehr interessant finde. Bei zwei Punkten mache ich mir aber Gedanken und zu denen würde mich eure Meinung interessieren:


    Stahl:


    Dieses Review hat Smokehead 2015 erstellt. Sein Modell damals hatte AUS8 Stahl. Dann kam unter deutlichem Preisanstieg der Wechsel zu CTS XHP.
    Anfang 2018 hat Cold Steel einen weiteren Wechsel angekündigt ... weg vom CTS XHP und hin zum CPM-S35VN. Nach meinem Kenntnisstand aus Gründen der Verfügbarkeit. Im Netz liest mal vieles über diesen Wechsel. Es wäre ein Upgrade, nein, es sei eher ein Downgrade oder die Stähle seien gleichwertig. In einem Fall wurde sogar von regelrechten Hamsterkäufen von Modellen mit CTS XHP berichtet, um dem CPM-S35VN aus dem Weg zu gehen.


    Persönlich hatte ich noch keine Berührung mit CTS XHP. Hingegen hat mich CPM-S35VN nie enttäuscht. Wie ging das Sprichwort? Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht :)
    Mich interessiert das Recon 1 mit Clip Point Klinge und da sind noch beide Modell zu bekommen. Das aktuelle Model mit CPM-S35VN sowie ein als Modell 2015 bezeichnet mit CTS XHP (btw ... 2015 ist nun auch schon 4 Jahre her. Gibt es weitere Änderungen am Recoin 1 außer am Stahl?). Entgegen dem Wechsel weg von AUS8 gibt es hier scheinbar kaum Preisunterschiede. Ich meine, ich habe etwas um 10,00 EUR Preisdifferenz gefunden, allerdings auch in unterschiedlichen Shops.


    Kennt ihr beide Stähle? Welchen würdet ihr warum bevorzugen? Wie würdet ihr die Unterschiede beschreiben?


    Beschichtung:


    Eigentlich mag ich blanken Stahl. Und siehe da, das Recon 1 gibt es in S35VN auch ohne Beschichtung (Satin Finish)! Allerdings nur als Exclusive Made for Blades Canada.
    Angefragt und umgehend eine nette Antwort erhalten. Leider liefern sie nicht nach Deutschland, es gäbe mit coldsteel.be (also Belgien) und coldsteel.cz (also Tschechien) zwei Händler in Europa, die es vertreiben.
    Jedoch haben scheinbar beide das Satin Modell mit Clip Point aktuell nicht auf Lager und was man an den anderen Versionen sehen konnte, nehmen sie für das Sondermodell ohne Beschichtung mal schnell rund 50,00 EUR Aufpreis (der belgische Shop hat beispielsweise die Spear Point Version für über 190,00 EUR verfügbar). Das halte ich für deutlich zu teuer!
    In einem deutschen Shop hat jemand das unbeschichtete Recon 1 mit Clip Point Klinge zum vernünftigen Preis nicht rein zufällig gesehen? Ich werde mal rein interessehalber bei coldsteel.de nachfragen.


    Also beschichtet, DLC beschichtet. Deutlich besser als die einfache "Lackierung" der ersten AUS8 Modelle, so heißt es. Mir ist schon klar, dass auch eine DLC Beschichtung Spuren bekommen kann und wird. Ich finde sogar eine wirklich benutzt aussehende abgerockte DLC Beschichtung hat was ... Patina :)
    Wäre aber schön, wenn sich die Beschichtung nicht schon beim Gurke schneiden löst.


    Könnt ihr was zur Qualität der DLC Beschichtung bei aktuellen Recon 1 Modellen sagen? Die wird sich wohl beim Stahl-Wechsel von CTS XHP zu CPM-S35VN nicht geändert haben. Zumindest habe ich dazu nichts gefunden.


    Vielen Dank!


    Da ich nun auch gerade zu einem Cold Steel Spartan gekommen bin, reanimiere ich dieses Thema mal und teile meine Gedankengänge und sowie Pros und Contras mit.


    Pro:
    Das Ding ist ein Panzer. Nach dem Reinfall mit meinem Voyager-Fake ist der Tri-Ad Lock beim Spartan mal ganz was anderes. Man hat das Gefühl, ein Fixed in der Hand zu haben oder jederzeit damit einen Baum fällen zu können.



    Der Griff ist als wäre er um meine eher große Hand gegossen wurden. Das passt perfekt und diese Griffmulde strahlt eine enorme Sicherheit aus. Abrutschen quasi unmöglich. Auch mit Handschuhen komme ich noch in den Griff. Das würde ich dann aber als gemütlich eng bezeichnen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es auch Menschen mit wirklich großen Händen gibt, den der Spartan Griff zu klein ist.



    Mittlerweile gab es ja ein Stahl-Upgrade von AUS8 auf AUS10A. Meines Wissens wurde dabei aber auch der Preis angezogen, ohne euch nun genaue Summen nennen zu können. Den Stahl hatte ich bis jetzt noch nicht in Händen, kann aber bisher nichts Negatives berichten. Kein Kunststück, bei ein bisschen Probe-Schnitzen und in der Küche schnippeln wäre das auch eine Überraschung. Dieses "Wave-Feature" ist cool, habe ich auch zum ersten Mal an einem Messer. Wirklich sozialverträglich ist es aber wohl kaum, das Messer beim Ziehen so aufschnippen zu lassen. Aber das ist ja auch nicht für den Einsatz als Brotmesser gedacht und wirklich sozialverträglich ist das ganze Spartan nicht.


    Neutral:
    Das Spartan ist ebenfalls mein erstes Messer mit einer dem Kukri nachempfundenen Klingenform, also mit deutlichem Recurve. Das ist anders, aber irgendwie positiv anders. Mal abwarten, wie ich damit im Alltag klar komme. Abziehen überm Leder und auch über den guten alten Ikea Keramikstab ging schon mal problemlos und da meine Messer eigentlich nie wirklich stumpf werden, wird es wohl auch nicht mehr brauchen.
    Obwohl, ich habe gerade halbrunde Steine für mein Lansky Schärfsystem entdeckt und überlege, ob ich die nicht unbedingt brauche :)


    Contra:



    Tja, ist das nun Contra? Dieses Griv-Ex Griffmaterial von Cold Steel ist ja bekannt. Nicht schön, aber unverwüstlich und es hat diesen Werkzeug-Charakter. Dennoch gibt es an den Bohrungen, speziell an der Lanyard Öse Grat, den man gerne hätte entfernen können. Auch sind die Innenkanten der Griffschalen recht scharfkantig. Die kann man mit etwas Schleifpapier aber einfach brechen. Und hey, sind wir Männer oder Mäuse? :)
    Dennoch, das Spartan mit G10 Beschalung oder gar groben Canvas-Micarta. Das hätte schon was. Wenn man sich da einige Custom Umbauten anschaut, schick, schick. Aber vielleicht würde das Spartan so etwas von seinem Charakter verlieren.



    Den Clip empfand ich als deutlich zu stramm und musste etwas aufgebogen werden. Cold-Steel-typisch, nachdem was ich gelesen habe. Eine Macke habe ich der Lackierung auch schon verpasst. Die soll bei dem Cold Steel Clips ja generell nicht so super sein, ganz anders als die Klingenbeschichtungen, die gegen früher ja deutlich verbessert sein sollen.


    Fazit:
    Geiles Teil! Das bekannte Griffmaterial lasse ich als Contra gar nicht zu, mit dem etwas aufgebogenem Clip kann man legen. Bleibt ein irre imposanter gewaltiger Folder, der mir sicher noch viel Freude machen wird. Ob man ihn braucht? Bestimmt nicht! Und als EDC oder zum Apfel schälen in Fußgängerzonen sicher die falsche Wahl, aber um Haus und Hof und im Wald genau das richtige Spiel- äh Werkzeug ;)


    Tja, Blut geleckt. Das war bestimmt nicht mein letzter Cold Steel Folder ...

    Forcetrek
    Ich meine zu glauben zu wissen, dass die scheinbar zu große Bohrung in der "Wippe" * einen Sinn hat. Und zwar soll bei irgendwelchen Abnutzungen vorne an dem Punkt, wo "Wippe", Klinge und der Stop-Pin zusammenkommen bei Abnutzung die "Wippe" minimal nach vorne rutschen können und so weiterhin einen spielfreien Tri-Ad Lock garantieren. Zumindest habe ich das so in einem englischsprachigem Video gesehen ("Self-Adjustment") und fand keinen Grund, das nicht zu glauben. Da ging es zwar um ein anderes Cold Steel Modell, aber es ist ja der gleiche Lock. Sollte ich das Video wiederfinden, verlinke ich es hier.



    * = Ich bleibe bei Wippe. Keine Ahnung wie das Ding sonst heißt. Backlock-Hebel oder wie auch immer.



    Edit:
    Auf der Cold Steel Seite selbst ist es erklärt: Tri-Ad Lock


    Zitat

    4. The rocker pin hole is made with extra space on either side to allow for self adjustment.


    Zitat

    SELF ADJUSTING
    Finally, outside of keeping the lock free from the buildup of pocket lint in the mechanism, the Tri-Ad®lock requires very little maintenance. It's designed to be self adjusting, in the sense that, over time as parts begin to wear, the Tri-Ad's® design will allow it to adapt so the locking bar always wedges deeper in the lock channel between the stop pin and the shoulder of the precision cut tang notch. This feature allows for a very safe and secure lock-up


    Ich hoffe, ich darf das mit Quellangabe so zitieren. Falls nicht, bitte entfernen. Der Link ist ja da.