Beiträge von o:dee

    ...warum das dann irgendwann in Foren so komische Wendungen nehmen muss... bleibt ein Rätsel. Na gut, Michael hat gefragt, Antworten sind erlaubt. Was jetzt der Mercedes (ca. €600,00-Marathon-Uhr) mit dem Skoda (€209,00-Praetorian) zu tun hat, ist mir unklar. Mir gefällt mein stealthiges Modeührchen weiterhin (bin aber eh' der Forumspazifist :D ).


    Eine Geschichte: Als ich vor einem Monat meine Phalanx bekam, fand das ein Kollege von mir schon "viel Geld" für eine Uhr. Er wies mich dann auf einen anderen Kollegen hin, der eine Uhr für "...sage und schreibe €2500,00" haben sollte. Ich bin dann also bei der nächsten Gelegenheit zu dem Kollegen hin und hab spaßig "Uhrenvergleich!" gerufen, da ich davon ausging, es hier mit einem echten Uhren-Profi zu tun zu haben. Er zeigte mir das Nobelstück denn auch (Automatik, deutsches Fabrikat, Chrono, eher was für Segler, wenn man mich fragt... gänzlich unspektakulär, in meinen Augen) und erzählte mir die Geschichte zu dem Kauf: er hatte sie vor Jahren mal in einer Auslage gesehen, sich verliebt und nun etwas Geld geerbt und sich den Wunsch einfach erfüllt! Wie sich herausstellte, hat er null, also NULL Ahnung von Uhren ("Tritium", "Tactical", was auch immer waren komplette Fremdbegriffe, ebenso wie "Traser" oder "Luminox"...). Im Gegenteil, er setzte noch einen drauf: er habe jetzt - ich zitiere! - "eine helle und eine dunkle Uhr, so kann man immer passend zur Jacke eine aussuchen". :huh: Dass die tatsächlich 2,5t kostet, war ihm eher unangenehm, nichts, womit er hausieren wollte.


    Gut, was will uns der Autor sagen? 1. Jeder Jeck ist anders. 2. Gut so! 3. Aus der Vielzahl von Kaufmotiven neigt man vielleicht dazu, das jeweils persönlich wichtigste überzubetonen. 4. Es gibt immer einen, der hat eine NOCH bessere Uhr. 5. Nicht-TF-lern ist das manchmal ganz egal, was der "taktische Nutzen" ist (also ICH bin Beamter, der taktische Anspruch an meine Uhr ist, dass ich die Zeit ablesen kann. Wäre ich Bohrinseltaucher, würde ich sicherlich andere Ansprüche haben...). 6. Michael, einfach machen... oder nicht... ganz, wie du willst ;)


    Alle Grüße
    o:dee

    Moin,


    gerne versuche ich zu liefern... :)

    Also, die Phalanx macht 64g auf der Waage (eben gemessen) und ist mit ca. 12mm Höhe ungefähr 2mm höher als die Fossil, wobei das "Welten" sind. Die breiteste Stelle inkl. Krone kommt auf 47mm. Hab dann noch eine Aufnahme "am Mann" gemacht, sodass man das "hochrechnen" kann. Sieht definitiv (an mir) groß/passend aber eben nicht ZU groß aus.


    Alles klar, gerne weitere Fragen!


    Alle Grüße!
    o:dee



    Edit: Bei mir war die Alternative übrigens eine G-Shock (weil Tammy das gerade sagt) und zwar folgendes Modell:


    https://de.casio-shop.eu/shop/marken/g-shock/awg-m100b-1aer/


    Die Phalanx ist natürlich um Längen cooler :thumbup: allerdings hat man mit der G-Shock Funkzeit, Solar und einen Timer für Sport (wäre mir wichtiger als Alarm etc.).

    :thumbup: Na, da haben wir wohl exakt den gleichen Geschmack! Die Phalanx Phantom hab ich jetzt gut einen Monat und bin hammerbegeistert. Bei den Trasern dachte auch erst die günstige zum H3-Einstieg, da sind sich dann aber alle einig, dass das Glas sehr anfällig ist. Von daher wäre es die Officer Pro geworden. Zufällig bin ich dann auf die Praetorian gestoßen und würd' mir am liebsten eine zweite holen, falls die erste mal kaputt geht... :D


    Ich kann dir da auch nur als "Uhren-Laie" sagen, dass sie mir fertig vorkommt. Die Größe passt gerade noch/exakt auf meinen Arm. Kam mir erst (ehemaliger Fossil-Träger) etwas mächtig vor, geht aber! Krone musst du lösen, um Einstellungen vornehmen zu können. Ansonsten hab ich noch das NATO-Band gekürzt. Ins Wasser nehm' ich sie nicht mit, egal was drauf steht... :rolleyes:


    Der Knaller ist natürlich das Design und die H3-Illumination. Die Uhr ist immer lesbar und es gibt so einen flüssigen Übergang von Zifferblatt zu H3, sobald es eben draußen dunkler wird... (klingt saudoof, ist mir klar, ist aber endgeil! :thumbup: )


    OK, wenn du noch was wissen willst, einfach hier oder PN!


    Alle Grüße
    o:dee

    Moin!


    Also ich hab jetzt auch seit ein paar Monaten die SAKs für mich entdeckt: erst das Farmer, dann das Wenger Evo 18 und jetzt ein Alox Cadet und am Schlüsselbund ist immer ein 58mm-Signature. Mein Favorit ist derzeit das Cadet: weniger stabil als das Farmer aber wiegt nur die Hälfte. Und da sind wir beim springenden Punkt: Ich glaube, dass es wichtig ist, DASS man ein SAK dabei hat, welches, ist dann meist nicht so wichtig (wir reden hier über EDC, nicht über Waldarbeiten... ;)) . Entscheidendes Kriterium hierbei ist wiederum, wie man es trägt (das beschreibst du ja). Am praktischsten finde ich, einen Clip an das SAK zu kleben (hab ich bei meinem Farmer gemacht), dann findet es Platz in der Hosentasche ohne zu verrutschen und ohne zu nerven. Sämtliche Lanyard- oder P7-Lösungen sind mir zu ruckelig, plus dass du immer was im Weg hast, wenn du den Schraubendreher benutzt (eigtl. mein Hauptwerkzeug, beim 58er übrigens Schere und Kugelschreiber!).
    Schon der Unterschied zwischen der 93er- und der 84er-Serie ist hinsichtlich des Tragecomforts (für mich) erheblich. Ich will möglichst merken, wenn das Messer "fehlt", nicht aber, wenn es da ist (siehe HyperionScout32s Beitrag!). Der Unterschied zur 58er-Serie ist dann nochmals groß - die kannst du wirklich immer und überall dabei haben.
    Das MiniChamp habe ich noch nicht, finde es aber Hammer! :thumbup: Dennoch würde ich empfehlen, auch die 84er-Serie bzw. die Wenger (85mm) zu checken: du merkst sie fast nicht und sie sind ähnlich robust wie die größeren (91/93).
    Alle Grüße
    o:dee

    Moin Fuzi!
    Hab mir ja letztens im Zuge meiner persönlichen "Eng-Digitalisierung" (weniger Handy, mehr Real Life...) nach über 10 Jahren wieder eine Uhr geholt. Meine Anforderungen waren: kein Schnickschnack (drehbare Lügende, zig Knöpfe, unübersichtliches Zifferblatt) und perfekte Ablesbarkeit zu jeder Zeit, daher wollte ich dann (nach dem Einlesen...) unbedingt eine H3. Bei den Trasern waren geile dabei, meine Grenze waren aber ebenfalls 200 Euronen. Letztlich ist es eine Praetorian Phalanx geworden und ich kann den Blick nicht davon nehmen!!! :D Wie auch immer - check doch mal diese hier:


    http://www.milwatches.com/prod…6a48330e59bff26274d8457e1


    Die Night Patrol ist einen Hauch "verspielter" - etwas mehr auf dem Zifferblatt, vielleicht ist es ja was...


    Grüße!
    o:dee

    Danke euch schon mal! Hab mir heute extra einen Kobalt-legierten Bohrer geholt (war der hochwertigste im Baumarkt) und dann mit meiner Standbohrmaschine und WD40 gebohrt... und gebohrt... und gebohrt... TATSÄCHLICH war danach echt nur ein Kratzer auf dem Griffstück... mal sehen, wie es weitergeht. Hab einen Bekannten, der in einem Betrieb arbeitet, wo es gehen könnte. Falls es fertig wird, dann stelle ich das Ergebnis ein. Mit Fangschnur/Lanyard sieht das Ding nochmal ganz anders aus, denke ich...


    Grüße!

    Reduce to the max... Erster Bastelversuch mit gewöhnlichem "Haushaltswerkzeug". Ich verzweifle allerdings an den zwei 4mm-Löchern, die mir noch für die 2. Griffschalenverschraubung sowie den Lanyard fehlen... Muss ich wohl zum Schlosser geben oder so - selbst mit brandneuem Bohrer ging da gar nichts... :S Der Gebrauchswert liegt sehr dicht an der ursprünglichen Version, so gekürzt kann ich es aber wohl äußerst diskret horizontal am Gürtel tragen.


    Alle Grüße
    o:dee

    Ach Micha,


    ich bewundere wirklich, wie du dich jeden Tag aufs Neue aufmachst und anscheinend nie müde wirst, das Unrecht zu attackieren (Don Quijote?). Auch gefällt mir dein Schreibstil bisweilen sehr! Ich habe gerade heute mein sechstes Bühnenstück fertiggeschrieben und kann daher hochrechnen, wie viel Arbeit oder wie viel Talent in deine Texte einfließen! Hut ab!
    Zum Inhaltlichen: Ich liebe Blankwaffen und Klingen aller Art (na ja, die meisten...) ich liebe aber auch die Rechtsstaatlichkeit ("Demokratie ist gewiss ein preisenswertes Gut, Rechtsstaat ist aber wie das tägliche Brot, wie Wasser zum Trinken und wie Luft zum Atmen, und das Beste an der Demokratie gerade dieses, dass nur sie geeignet ist, den Rechtsstaat zu sichern." - Gustav Radbruch) - das mag man mir verzeihen: ein Politologe kann üblicherweise nicht anders. Daher versuche ich zumeist, analytisch an die Dinge heranzugehen. Nicht, dass ein emotionaler(er) Zugang falsch wäre - er vernebelt nur manches Mal die Sicht (- dazu gibt es hier derzeit zwei "Rechtsfälle", bei denen eine (in meinen Augen) etwas unkritische, ja fast polemische Diskussion geführt wird, die leider viel zu sehr den Geschmack von "Die!" und "Wir!" trägt. Einem Polizisten wird da bspw. Willkür, sogar Inkompetenz vorgeworfen, obwohl er mit seiner Bewertung ein erhebliches Maß an Kompetenz bewiesen hat (habe mir das Messer heute von einem Kollegen vorführen lassen und im Prinzip ist das natürlich ein "Flipper"... anyway...)).
    Auch finde ich die liberale Waffensituation in Texas zwar in Hollywoodstreifen unterhaltsam - hier in D. wünsche ich sie mir so gar nicht (und auch die wenigsten TFler werden wirklich wollen, dass hier alle mit Knarren rumlaufen). Die Zahlen zu Mordfällen (über 10000/Jahr in den USA) oder Inhaftierungen (jeder 100. US-Bürger sitzt im Gefängnis!) oder das rücksichtslose Vorgehen von Dorf-S.W.A.T.s (die Chance von einem S.W.A.T.-Team erledigt zu werden ist in den USA 9x höher als durch einen terroristischen Anschlag!), zeigen überdies, dass ein liberaleres Waffengesetz die Menschen ja offensichtlich nicht glücklicher macht. Was mich angeht: ich würde lieber in Dänemark, Frankreich oder Großbritannien leben (jeweils Verbot von arretierenden Messern) als in Mexiko oder den USA... aber vielleicht bin ich ja auch nur ein Weichei...
    Ich habe festgestellt, dass es im Alltag sehr wohl sehr praktisch ist, ein Taschenmesser mitzuführen. Ich habe aber auch festgestellt, dass mein(!) Anforderungsprofil durch die legalen (warum muss man das betonen?) Varianten, namentlich SAK und kleine Fixed bzw. Slipjoints, vollkommen abgedeckt wird. Das können andere ganz anders sehen. Weißt du, andere finden auch Geschwindigkeitsbeschränkungen in Wohngebieten oder im Allgemeinen total doof. Insbesondere, wenn sie so einen superstarken Wagen haben. Das ändert sich dann übrigens, wenn man Kinder hat oder Kinder kennt. Da findet man Geschwindigkeitsbeschränkungen in Wohngebieten plötzlich absolut angemessen und wünscht sich eine Spielstraße, wo bisher vielleicht noch eine "Zone 30" ist. Und genau so sehe ich das übrigens mit 42a: wer zum Bergsteigen geht, kann doch gerne seinen Automatik-Einhänder mitnehmen, wer zum Einkaufen geht, wird mit einem Alox Cadet eine gute Figur abgeben, wenn sich mal wieder ein Chip im Einkaufswagen nicht herausbekommen lässt.


    Das Minimalist Bowie finde ich klasse und ich habe nicht vergessen, dass es mir hier schon vor einiger Zeit empfohlen wurde. Ich hoffe natürlich, dass es legal bleibt (wobei ich die dritte Mulde wohl wegnehmen werde), wenn nicht, besorge ich mir halt etwas anderes. Derzeit trage ich sowohl ein FP Shark als auch ein Farmer, am Schlüsselbund noch ein 58mm-SAK. Mir kann also niemand den Vorwurf machen, ich würde zu wenig Stahl mit mir herumschleppen. (Exkurs: Den Gebrauchswert von Neckies habe ich bisher nicht erkannt - die baumeln mir entweder im Weg rum oder ich komm' nicht dran. Ganz abgesehen davon, dass ich immer zwei Hände brauche, um die sicher wieder zu verstauen...)
    Oh, und für "Rocker" habe ich schon oft Musik gemacht - das waren immer superentspannte Auftritte mit "Kumpelfeeling". Selten habe ich mich so gut aufgenommen gefühlt wie bei "Motorrad-Rockern" - heißt aber nicht, dass es die nicht auch in "böse" gibt...


    Alle Grüße von mir und die Entschuldigung an den Admin, dass in diesem Thread plötzlich viel zu viel Text und viel zu wenig Bilder auftauchen... :S


    o:dee

    Hey,


    das ist ein Spyderco Terzuola. Ein wirklich tolles 42a-konformes EDC. Mir mittlerweile zu groß (ich weiß... siehe anderen Thread...), daher habe ich zuletzt das Subcom 42 (kann man an den unglaublichsten Stellen "verbergen"... und jetzt das Pingo in der Rotation. Falls dich das interessiert, melde dich mal per PN, denke, ich werde das Terzuola bald anbieten, weil es doch nur (noch) liegt.


    Grüße!

    Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten - offensichtlich ist die ganze 42a-Lage ein "Rotes Tuch" und mein Wunsch nach Austausch wurde teils viel zu sensibel bewertet. Internet und so...


    @Judge/agentdan: Vielen Dank! Ich habe mich jetzt besser in die UK-Gesetzgebung eingelesen und da hattet ihr absolut Recht (https://www.gov.uk/find-out-if-i-can-buy-or-carry-a-knife) - Opinel bleibt zu Hause!


    @Faust: Klingt nach Oscar Wilde, geht bei mir aber in die "englische" Richtung, wo Menschen OHNE (Taschen-)Messer tatsächlich schnell eine Bedrohung sehen (man lese sich in den engl. EDC-Foren ein), wenn Menschen MIT Messer dieses benutzen. Von daher versuche ich halt zu schauen, was "optimal" wäre. Ein bisschen kann man sich verbiegen ohne gleich zu brechen. Das sehen andere Menschen anders und das ist auch gut so. Drei Aspekte sprechen darüber hinaus für eine Modifikation:


    • die FRN-Scales finde ich nicht so gelungen (zu dünn, es sammelt sich allerlei "Dreck" in der Textur, "billiger" Plastiklook), da wünsche ich mir Scales, die die Wertigkeit des kleinen Helfers unterstreichen
    • Cuscadi bietet die "3-Finger-Option" an - was ich an Vids und Pics gesehen habe, eine schlaue Erweiterung!
    • ich habe einen Thumb Stud eingesetzt, die neuen Scales können mit einer entsprechenden Ausbuchtung versehen werden, die das Handling erleichtern


    Insgesamt ist es natürlich mühsam, zu bewerten, welche Investitionen sinnvoll sind oder nicht (ich würde bspw. nie Geld für Alu-Felgen ausgeben, was viele Menschen ganz anders sehen...).


    @Micha: Art. 1, 2, 3, 5, 8 u. 9 GG (um hier nur die wichtigsten im Zusammenhang mit dem Forum zu nennen) schützen uns beide: Ich darf eine - offensichtlich - unglückliche/blöde Frage stellen und andere dürfen mich dann (eher weniger verständnisvoll) darauf hinweisen, dass das Bullshit war. Auf den ersten Blick liegt der "Fehler" bei mir - hier ist halt nicht der Platz für Bullshit! Sehe ich ein, sorry.
    Sun Tzu sagte allerdings vor über 400 Jahren (unter anderem), dass der "müde Krieger etwas Schminke auftragen solle". Taktisch, wie ich finde. Wer als Soldat im Gelände unterwegs ist, wird Camo tragen. Taktisch, wie ich finde. Wer in der Stadt unterwegs ist, sollte sich den Gegebenheiten auf keinen Fall anpassen ("Mimikry" nennt man das Überleben durch Tarnung in der Biologie)?? Nicht taktisch, wie ich finde.
    Polemisch-provokant die Waldorfschüler heranzuziehen, finde ich - gerade bei der ausgewiesenen Berufsbezeichnung - bemerkenswert, sind unter denen doch statistisch nachweislich besonders wenige "böse Buben". Schaut man sich die Nachrichten an (Ukraine, Syrien, Irak, ...) dann wird doch deutlich, dass dieser Welt genau diese Waldorfschüler fehlen. Nicht, dass die durch die Bank weg die "besseren" Menschen wären, aber mörderische Banden sehen anders aus.


    Live by the sword - die by the sword.


    Berechnungen zufolge, schätzt man die Zahl der Menschen, die in der Menschheitsgeschichte in Kriegen umgekommen sind auf 3,5 Milliarden. Der relative Frieden in den letzten 70 Jahren in Europa (Kosovo ausgenommen) ist eine davor nie da gewesene Errungenschaft der Demokratie im Wechselspiel mit Wohlstandssteigerungen. Politologen wie Ökonomen sehen für die Zukunft allerdings Paradigmenwechsel (die Bevölkerungen der demokratisierten Staaten werden nicht ewig mit marktwirtschaftlichen Geschenken beruhigt werden können, zumal die westlichen Staaten es als Vorteil erachten, die Arbeit abzuschaffen (siehe die verödenden Städte in den USA, stellvertretend einfach mal Detroit), Wohlstands- und Machtverschiebungen werden die Folge sein) ins Haus stehen - sämtliche Prognosen sind eher negativ. Von daher verstehe ich den Ruf nach Selbstverwirklichung durch frei gestaltbare "Rüstung", wünsche mir eine Welt nach Kant (Vernunft) glaube aber insgesamt an eine Ordnung nach Hobbes (Leviathan) - kurzum: das Gewaltmonopol muss beim gewaltenverschränkten Staat liegen, weshalb ich mir gerne ein Kinder-Opinel kaufe und auf ein Eickhorn SEK 2 verzichte (schönes Messer!). Wenn man sich die Rubrik "Wofür habt ihr euer EDC heute benutzt?" durchliest, stellt man übrigens fest, dass - grob geschätzt - 2/3 der Aufgaben in der Tat mit dem Opinel hätten erledigt werden können.


    @Centurio: Natürlich! Was interessiert es den Ferrarifahrer, wenn ihn ein Golf überholt? Diese Allegorie passt aber in diesem Fred wohl mehrfach... ;)
    Zu dem SZ-Artikel (auch wenn wohl ironisch gemeint): Genau in diese Richtung wollte ich Erfahrungen abfragen! Es muss ja einen Grund haben, warum die Rescue-Messer zumeist in Signalorange kommen (sehen die Einsatzkräfte die dann besser?), genauso wie kerngeschwärzte Klingen für ein Special-OPs-Team (aus nahe liegenden Gründen) das "Richtige" sind. Warum haben die "Zombie-Hunter-Messer" fast alle Giftgrün als Farbe? Nur Mode? In Keramikabteilungen wird oft Rot oder Orange "reingeschmuggelt", um die Käuferschaft zu vorsichtigerem Umgang zu "programmieren". Gelbe Autos haben statistisch gesehen die wenigsten Unfälle! - da muss es doch also auch etwas wie die "ideale Alltagsfarbe" geben..?


    Nun gut, wie gesagt: ich meinte das ernst, wollte da wirklich niemanden 42a-mäßig provozieren. Vielleicht kann ein Admin hier ja zu machen...


    Alle klar, alle Grüße!
    o:dee


    P.S. Wahrscheinlich gehe ich in die Richtung Anthrazit/abgenutztes Schwarz.

    Helau und Ahoi!


    Bin gerade dabei, mir für mein (neues) Pingo Scales bei Cuscadi zu besorgen. Die Fülle an Möglichkeiten ist nur mit "Qual der Wahl" zu beschreiben... ?(


    Frage: Gibt es (wissenschaftlich erwiesen) Farben/Strukturen, die "unauffällig" und "sozialadäquater" rezipiert werden? Sodass das Messer eher als Begleiter, Werkzeug, Handschmeichler als als "Messer" durchgeht? Klar ist ja wohl, dass ein Camo-Look mit Totenkopf irgendwie aggressiver rüberkommt als das spezielle SAK-Rot. ;) Ich bin nächsten Monat wieder einmal in London und da werde ich für meinen Apfel im Park definitiv das rosa Opinel meiner Tochter mitnehmen... Als EDC ist das dann aber natürlich nix... :D
    Derzeit favorisiere ich die Vintage-Micarta-Scales, wobei die nicht exakt meinem Typ entsprechen (eher Schwarz), auch Horn und Knochen fallen irgendwie raus... 8)


    OK, vielen Dank und Grüße!
    o:dee

    Empfehle außerdem noch das Spyderco Pingo mit Thumb-Stud Mod - habe das jetzt eine Woche "am Mann" und muss sagen, dass der "EDC-Faktor" wesentlich höher als beim Böker Subcom 42 ist. (Meine Präferenzen: 42a-Konformität, unauffälliges und praktisches Tragen, Einhandöffnung).

    Empfehlung weiter unten...



    My Two Cents On
    ...verlässlich ist es dann immer noch nicht, da die Beamten ja einen "Bewertungsspielraum" haben und es hier genügend Geschichten von Mitgliedern gibt, die alles richtig gemacht haben und dennoch Probleme bekamen, insbesondere, wenn dann andere Menschen, als die vom Kaffeeklatsch, vor einem stehen. ;) Grundsätzlich MUSS aber mehr geredet werden!


    Ich selber wünsche mir hier mal eine Bildergalerie mit glasklar(!) 42a-konformen Foldern, eine Art "Katalog", wenn man möchte. Leider werden die bitter nötigen(!) Threads in dieser Richtung meistens von Meinungen wie "Man wird eh' nicht kontrolliert." oder "Langweilig - benutz(t) die Suchfunktion!" etc. durchkreuzt, die ich wenig hilfreich finde, denn dass die 42a-Fragen immer wieder auftauchen, zeigt doch, dass es da ein Informationsdefizit gibt.
    Dass die ganze 42a-Lage immer noch von Herstellern wie Händlern nur unter Protest offengelegt wird, ist für mich der eigentliche Skandal! Wir haben hier in unserer Kleinstadt einen Werkzeughändler, der ca. 100 Folder in der Auslage hat, davon sind keine 10% 42a-konform. Das eigentlich fahrlässige ist aber, dass er das den ganzen Hobby-Messer-Käufern nicht sagt, nicht sagen muss! Kein Hersteller hat einen Reiter mit "42a" auf der Website (wobei z.B. bei Böker die Suchfunktion mit "42" brauchbare Ergebnisse liefert). Insgesamt scheuen sich Hersteller und Händler, die gültige Gesetzeslage zu vermitteln (wobei das langfristig marktwirtschaftlich unsinnig ist, denn ein zufriedener Kunde kommt wieder, einer, dem das Messer abgenommen wurde und der dann noch schön €150,00 OW zahlen darf, kommt auch wieder... aber nicht aus Zufriedenheit).


    Richtig genervt hat mich vor zwei Wochen ein Messerkampf-Dozent, der seinen AFD-Folder konsequent bewarb und den unwissenden Teilnehmern nahe legte, das Messer zu führen, mit dem man sich "wohl fühle". Auf 42a etc. hingewiesen antwortete er lapidar, dass man 1. eh nicht kontrolliert werde und 2. die Beamten die "bösen" Messer auch nur den "bösen" Jungs wegnehmen würden...


    Ich weiß, viele sehen sich durch 42a in ihren Persönlichkeitsrechten eingeschränkt und teilen ihren Unmut und ihren "Ungehorsam" hier ja auch offen mit. Für mich (als Beamter und Verfassungsrechtler) gibt es hingegen nichts zu deuteln: das Gesetz (bzw. die Überarbeitung) ist in einer unbewaffneten Gesellschaft erst einmal notwendig und sinnvoll gewesen (hier sind ja mehrere Polizisten unterwegs, die die (tödlichen) Attacken auf Kolleg/innen noch in Erinnerung haben; in England und Dänemark ist die Lage bekanntlich noch restriktiver und die Menschen leben damit auch ganz gut...) und ich werde weiterhin meinen Teil zu eben dieser Zivilgesellschaft beitragen (auch wenn ich mein Applegate Mini wirklich vermisse... ;( ;) ).


    Kurzum: Händler und Hersteller zur Aufklärung verpflichten!


    My Two Cents Off



    Ich empfehle als (hochwertiges) EDC das Spyderco Terzuola Slipit, discontinued aber ebay ist dein Freund... :thumbup:


    Alle Grüße
    o:dee