Beiträge von Bootsmann

    Da muss ich dir zustimmen, jeden Tag würde ich das nicht rumschleppen wollen.
    Aber was wäre es langweilig, wenn es nur vernünftige Messer für Durchschnittsmenschen geben würde... 8)

    Das Messer hat einen Spitzerl und ich hatte den Griff ja komplett umgeschliffen.
    Scheinbar kam ich zu nahe an den Erl und da ist mir ein Loch reingebrochen als ich es heute neu überschleifen und ölen wollte.
    Ich ärgere mich wie der Teufel, hatte ich doch erst vor 4 Wochen eine super handgemachte Lederscheide dafür bekommen.


    Ich weiss nicht ob ich den Griff wieder so hinbekomme wie vorher so das die Scheide wieder passt... :S

    Nein, habe nur die normalen Steine die dabei waren +einen ganz feinen blauen Saphirstein. Soll zum polieren sein aber hab ich noch nicht verwendet

    Allgemeines:
    Das Messer ist wohlbehalten bei mir angekommen und heute hatte ich die Möglichkeit etwas Zeit mit Testen zu verbringen.
    Da ich bereits ein MSP mit Holzschalen habe, galt mein Interesse an dem PA in erster Linie der Haptik der G10 Ausführung.
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    Verarbeitung:
    Das Messer ist durchweg super verarbeitet.
    Alle Schalen bündig, Klinge zentriert, Schliff ist scharf und beidseitig symmetrisch und der Backlock rastet ein und hält bombig.
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    Klinge:
    Was mich jedoch stört, ist der Schleifwinkel.
    Wie Balin schon angemerkt hatte, ist ein relativ stumpfer Schleifwinkel für die Fase gewählt worden. Dieser wird zur Spitze hin noch stumpfer und ist mir persönlich für tägliche Arbeiten und Holzschnitzerein nicht schneidfreudig genug. An meinem Holz MSP habe ich deshalb den Winkel am Lansky auf 25° je Seite angepasst. Im direkten Vergleich der beiden Modelle liegen für mich Welten zwischen den Schneideigenschaften der beiden.
    Der S90V hält erwartungsgemäß gut die Schärfe, wenngleich ich auch keinen Unterschied zu z.B S30v feststellen konnte.
    Die fehlende Schleifkerbe stört mich persönlich jedoch gar nicht. Mir wird da eh zu viel darüber diskutiert ob das nun gut ist oder nicht und ich bin da eher leidenschaftslos weil ich mit beidem zurecht komme.
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    Griff:
    EIn Lanyardhole vermisse ich an dem Messer nicht. Es ist für mich eher mein Büro EDC und ich verwende es somit in der Mittagspause viel zum Brotzeit machen. Da würde mich es mich eher stören wenn ich das Gebömmel täglich auswaschen müsste weil Essensreste daran haften.
    Betrachtet man den jagdlichen Hintergrund kann ich ebenfalls verstehen, warum Herr Müller auf das Loch verzichtet hat. Rote Arbeit ist ne Sauerei und das Loch wäre nur ein Dreckfänger.
    Dann kann man jedoch auch den Klingendurchbruch kritisieren, da sich hier ebenfalls Dreck sammelt und das Loch zum zweihändigen öffnen nicht nötig wäre.
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    Die G10 Ausführung liegt mir aufgrund der rauhen Struktur subjektiv sicherer in der Hand.
    Wäre ich Jäger und hätte damit viel rote Arbeit zu verrichten, so würde ich persönlich zum g10 Modell greifen.
    Bin aber kein Jäger :D
    Bei der g10 Version hatte ich beim Schnitzen den Eindruck, dass die Kanten nicht ganz so gerundet sind wie beim Holzmodell.
    Dies führte zu einer Druckstelle am kleinen Finger und nach einiger Schnitzerei auch zu einen unagenehmen Gefühl bei der Arbeit.
    Wäre es meins, so würde ich die Schalen etwas runden, dann würde es passen.
    Ansonsten liegt mir das MSP in meiner 8,5er Wurstfingerhand wie angegossen. Der Griffe hat genau die richtige Größe und die Relation Klinge/Griff passt auch.


    Fazit:
    Das MSP ist und bleibt eines meiner Lieblingsklappmesser. Egal ob G10 oder Wüsteneisenholz, ich finde beide klasse. Edler sieht auf jeden Fall das Holz aus und mir liegt es auch angenehmer in der Hand.


    Vielen Dank das ich mal die andere Version testen durfte :thumbup:


    Anbei noch ein paar Vergleichsbilder zwischen zwei MSP´s, einem Busse SAR3 und einem Roselli Hunter mit modifiziertem Griff:
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    Du scheinst das Messer sozusagen "über die Schneide" in die Scheide einzuführen. Versuch Dir anzugewöhnen, es am Rücken an die Scheide anzudrücken, das müßte schon mal helfen...


    so mache ich es auch :thumbup:
    Es hilft auch, wenn man zur Führung des Messers den Mittelfinger oder Zeigefinger an der Klingenflanke nahe der Schneide ablegt und so das Messer kontrolliert versorgt.