Beiträge von Bootsmann

    ?( Tut mir leid, mir erschliesst sich der Vergleich trotzdem nicht.


    Wären es zwei identische Messer mit gleichem Anschliff aus unterschiedlichem Stahl, die mit gleichem Schneidmedium und gleicher Kraft getestet werden, dann könnte man Rückschlüsse ziehen.
    Aber nur weil ein SMF mit Sabergrind und dicker Fase nicht ausbricht, beweisst dies doch nicht, dass D2 bei ganz anderer Geometrie grundsätzlich zu Ausbrüchen neigt.

    Im Anhang ein Foto von meinem SMF aus CPM-S30V und 40° Schneidnwinkel nach dem Kappen von zwei Stahlbändern. Klar, Ausbrüche, aber bei weitem nicht so schlimm.


    Lässt sich doch aufgrund der unterschiedlichen Anschliffe garnicht vergleichen.
    Scandi auf Null ist und bleibt ne andere Geschichte als ein 3/4Flachschliff mit ner dicken Schneidfase....da ändert auch der unterschiedliche Stahl nichts daran.

    Denke schon das dies möglich ist.
    Ähnlich wie beim Damast, müsste der 10mm Stab ausgeschmiedet und dann mehrfach gefaltet werden um die gewünschten Masse zu erhalten.


    Die Frage ist nur, ob das die optimale Lösung ist...
    Durch jeden Vorgang, bei dem der Stahl erhitzt wird, "leidet" dieser.


    Könnte mir vorstellen, dass man nach dem ganzen Prozedere einen weniger leistungsfähigen O1 erhält, als wenn man einfach gleich eine 6mm Schiene genommen und das Messer daraus hergestellt hätte.



    Aber schön geworden ist es trotzdem :thumbup:

    Von einem Grat, der sich an der Schneide durch den schlechten Schliff gebildet hat,
    habe ich bisher noch nicht gehört.


    Der Grat bildet sich nicht bei einem schlechten Schliff sondern bei einem guten.
    Für eine gute Schärfe ist es wichtig, dass man eine Seite der Schneidfase so lange schleift, bis sich auf der anderen Seite ein Grat bildet.


    Wichtig ist nur, dass Schärf/Schleifprozedere auch zu beenden und den Grat zu entfernen.



    D.h, den Grat nicht zu einer Seite stehen zu lassen und den Grat durch Abziehen auch nicht nur aufzustellen.
    Es muss so lange mit immer feinerer Körnung geschliffen werden, bis nur noch ein winziger Grat ensteht.
    Dieser wird dann zum Schluss mit Poliermitteln entfernt.


    So z.B sieht eine Schneidfase aus, wie ich sie gerne an meine Busse Messer anbringe.
    Das macht ein bisschen Arbeit, aber die Schärfe ist enorm und hält aufgrund der balligen und geschlossenen Schneidfase auch ganz ordentlich.
    DSCF4884.JPG




    Panik musst du bei deinem Vorfall keine bekommen. :)
    Schleife es mal vernünftig oder lass den Profi machen.
    Falls du dann noch immer mit ständigen Ausbrüchen oder dergleichen zu kämpfen hast, gibt es ja noch die gute alte Busse Garantie :D

    Mit "kurz übers Leder" ist es da sicher nicht getan...


    Ich würde zuerst mal die Schneide mit feiner Körnung überarbeiten.
    Dabei immer feiner werden bis kein Grat mehr spürbarer ist. Im Anschluss dann Leder mit Polierpaste und du hast eine wiederstandsfähige geschlossene Schneide.


    Viele Serienmesser schneiden nur anfänglich problemlos Papier.
    Oft ist es dabei nicht die eigentliche Schneide, sondern der vorhandene Grat der so bissig ist.
    Nach wenig Gebrauch legt sich der Grat um oder es brechen kleine Stücke aus dem Grat und die Schärfe ist dahin,

    Ach ja...was ich noch vergessen habe


    War das Busse im Auslieferungszustand oder hat da schon jemand dran geschliffen?


    Erfahrungsgemäß sind manche Busse ab Werk mit relativ groben Band geschliffen.
    Es steht also ein Grat an der Schneide der sich relativ leicht umlegt und recht fragil ist.
    Auch das könnte die feinen Scharten erklären.


    Ein vernünftiger Anschliff schafft da aber schnell Abhilfe....


    EDIT:
    Hab dein Bild oben zu spät gesehen, sieht aber nach Werksschliff aus

    Was meint Ihr dazu?


    Was soll man dazu meinen?
    Kein Mensch kann das anhand deiner Ausführung beurteilen, da niemand dabei war und niemand die Umstände kennt.


    Ein Messer wird durch Gebrauch stumpf, völlig egal ob es aus dem Hause Busse kommt oder von einem anderen Hersteller.


    Fakt ist, Holz ist idR weicher als gehärteter Werkzeugstahl.
    Ist eine Schneide fein ausgeschliffen, kann Hacken von hartem Holz trotzdem seine Spuren hinterlassen, wenn sich zB die Schneide an manchen Stellen umlegt.


    Auch kann es sein, dass dein Schneidgut verunreinigt war.
    Sand auf dem Hackklotz sowie am Holzbündel und schon hast du dir kleine Mikro-Scharten eingefangen.


    Das ganze sind aber nur Mutmassungen und ich denke nicht das der weitere Threadverlauf da mehr Klarheit ergibt ;)

    Mir sind das zu wenig Angaben für eine Beratung.
    Da passen geschätzte 1000 Messer auf die o.g. Vorgaben...


    Was bedeutet "Feldeinsatz"?
    Hebeln, Schneiden, Bushcraft, SV?
    Backup wofür? Für ein grösseres Hauptmesser oder Backup im Sinne von Zweitwaffe neben einer Schusswaffe?