Als ich am WE mit den Jungs im Wald war, hatte das BALOR einiges zu tun.
Es wurde Reissig geschlagen, Schnüre gekappt, die Stämme für den Unterschlupf abgelängt und jede Menge gefrorenes Holz gespalten.
Ich weiss nicht wie und wobei es passiert ist, jedoch habe ich mir in die Schneide eine schöne 3mm Kerbe eingeschlagen (vermutlich ein Stein).
Als wäre das nicht schlimm genug, musste ich gestern feststellen das die Spitze auf einer Länge von ca 8mm verbogen ist.
Ich kann von Glück reden das Roman in weiser Voraussicht das Messer hoch angelassen hat, sonst hätte ich vermutlich die Spitze gebrochen.
Was lernen wir daraus?
8mm Klingenrücken bringen rein gar nichts wenn die Schneide rasiermesserscharf auf Null ausgeschliffen ist.
Und auch eine fein ausgeschliffene Bowiespitze ist für einen Klopper mit fast 700g alles andere als passend.
Ich ärgere mich wirklich sehr, da es das erste große Messer ist das ich gemacht habe und aufgrund meiner Erfahrungen hätte ich es eigentlich besser wissen müssen.
Es ist ja nicht so das ich nie zuvor mit schwerem Gerät Holz etc geschlagen hätte.
Es blieben zwei Alternativen:
1. Griffe lösen (geklebt und vernietet), Scharte ausschleifen und das Messer zum Richten im Feuer zu Roman zu schicken.
2. Spitze kürzen und ebenfalls Scharte ausschleifen und das ganze Messer neu schärfen (weniger feiner Ausschliff)
Ich habe mich für Version 2 entschieden da ein richten und neues härten nichts an der feinen Geometrie geändert hätte und früher oder später die Spitze wieder verbogen wäre.
Also wurde heute mit frischem scharfen Band und einen Eimer Eiswasser das ganze in geduldiger Sträflingsarbeit am BS gerichtet.
Geschärft wird es die Tage noch mit Mousepad und Schleifleinen.
FAZIT:
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen