Beiträge von xnkrtsx

    Bei mir steht in naher Zukunft die Anschaffung einer EDC-Lampe an. In die nähere Auswahl sind eine zwei Zellen-Elzetta mit Standardkopf und die Surefire 6PX Tactical gekommen.
    Die Surefire wäre günstiger zu haben und hat mehr Lumen, die Elzetta finde ich aber irgendwie...fescher.
    Hat zufällig irgendjemand Erfahrungen mit beiden Lampen? Ich mache vermutlich mit keiner der beiden Lampen etwas falsch...


    Merci!

    Wenn ich ein Refugium habe und problemlos an Waffen komme, dann würde ich wohl horten was geht. Da ich aktuell nicht in dieser Situation bin, beschränke ich mich auf legal zu erwerbendes und damit häufig nicht-lethales.
    Sich den Weg freischießen funktioniert auch nur für eine sehr kurze Zeit, dementsprechend ist die passende Bewaffnung nur bedingt wichtig. In einer Bürgerkriegssituation sieht das wiederum anders aus als nach einem riesigen Stromausfall, aber in dieser lässt sich vermutlich auch einfach an Waffen kommen...

    Ich habe ja noch nie eine Beinpresse benutzt. Verpasse ich etwas? Meine beste Beuge sind 150kg, gewichthebertief. Aber das wird hoffentlich dieses Jahr auch noch mehr...

    Alle Jahre wieder: Hat jemand Lust auf einen sommerlichen Wichteldurchgang?
    Die Regeln sind wie immer: 100€ Geschenkwert ist Richtwert, Marktplatzfreigabe ist notwendig, verschickt wird versichert, kein Modellbau, kein Airsoft, bitte auf individuelle Sonderwünsche eingehen.


    Vielleicht hat ja einer der "Alten Hasen" Lust das Ganze zu betreuen, ich würde auch meine Hilfe anbieten. :)

    Auch dieses Review hier erschien ursprünglich auf meinem Blog.


    Das Emerson Persian, oder kurz PTAC, ist eines von diesen Messern. Es fühlt sich wahnsinnig gut an und ist unglaublich scharf und schneidfreudig, gleichzeitig ist es spitz wie eine Nähnadel und sieht durchaus furchterregend aus. Glaubt man Ernie Emerson seine Version der Entstehungsgeschichte, dann kommt das auch nicht von Ungefähr.


    Aber trotz uriger Geschichten von echten operators und Edwood mit seinen Weichballistik-Westen ist das PTAC kein one trick pony, es ist nicht festgelegt darauf, ein Messer für Messerkampf oder Selbstverteidigung zu sein. Die Vorteile, die es zu einem vorzüglichen Kampfmesser machen, machen das Persian auch zu einem sehr guten Gebrauchsmesser, zumindest für bestimmten Gebrauch. Die feine Spitze ist natürlich ein potentieller Schwachpunkt des Messers, hebeln würde ich mit diesem Messer nichts, aber es ist trotzdem deutlich stabiler als man auf den ersten Blick denkt, oder zumindest fühlt es sich deutlich stabiler an. Das Spyderco Paramilitary 2 ist schon lange ein Klassiker und zweifellos ein tolles Messer, ich allerdings wurde einfach nicht warm mit ihm. Es war zum einen zu leicht, ich habe lieber ein paar Gramm mehr in der Hand, zum anderen aber wirkte mir die Spitze des PM2 einfach zu fragil, die gesamte Klinge verjüngt sich gleichmäßig, das erweckte nicht unbedingt den Eindruck von großer Stabilität. Das Persian hingegen hat bis kurz vor der Spitze die gleiche Klingendicke, verjüngt sich dann im letzten Centimeter und wird einfach gemein spitz, gleichzeitig ist es nicht einfach flachgeschliffen, sondern besitzt den emersontypischen asymetrischen Anschliff im Stil eines chisel grind, der nur bis etwa zur Hälfte der Klingenhöhe hochgezogen ist.


    Alltägliche Schneidaufgaben meistert das Persian mit Bravur, was bei der Werksschärfe des Messer nicht verwunderlich ist. Ein Steak schneidet sich wie von selbst, aber auch zäheres Schneidgut, etwa ein Stück Seil, durchtrennt es ohne Probleme, die Rundung in der Klinge macht das Persian zu einem sehr schneidfreudigen Messer.


    Das Persian ist nicht unbedingt ein kleines Messer. Ist ist zwar relativ schlank und wirkt elegant, ist aber ziemlich lang. Meine Hände haben egal in welchem Griff noch viel Platz auf dem Griff, und eingeklappt nimmt das Persian fast die ganze Höhe meiner Hosentaschen ein. Trotzdem ist es nicht sehr schwer und trägt sich angenehm. Einzig der Clip bereitete mir einige Probleme. Der recht lange Emerson-Clip neigt leider dazu, im Alltag zu verbiegen, wenn man etwa an Türen oder Ecken hängenbleibt oder sich im ICE unvorsichtig in den Sitz fallen lässt. Bei meinen anderen Foldern von Emerson konnte ich den Clip ohne viel Aufwand wieder zurechtbiegen, beim Persian allerdings habe ich es geschafft mehrmals die Schrauben am Clip zu verbiegen und damit unbrauchbar zu machen. Ich bin nicht sicher ob es an unsauber gebohrten Löchern im G10 liegt oder an der Position des Clips im Verhältnis zum Rest des Messer, oder ob es einfach Pech war, der mir zwei Sätze Schrauben versaut hat, aber glücklicherweise war ein User im USN so freundlich, mir Torxschrauben in der richtigen Größe aus Titan zukommen zu lassen. Diese halten bisher.


    Die klassischen Emerson Problems kann ich an meinem Persian nicht entdecken. Das G10 ist griffig aber zerstört weder Hände noch Hosentasche, färbt sich aber wenn man viel schwitzt leicht gräulich, was mit etwas Wasser aber ruckzuck behoben ist, der Lock steht sicher ohne zu "kleben" und wandert so gut wie gar nicht, und der Klingengang ist wunderbar weich, und das ganz ohne Klingenspiel. Zum Festziehen der Klinge braucht man praktischerweise nur einen normalen Schraubendreher.


    Ernest Emersons Wave ist am Persian nicht verbaut, da man sich per Wave das Messer relativ schnell ins Hosenbein pieksen würde, und angesichts der Spitze des Persian wohl auch ins Bein. Die Daumenplatte reicht zum Öffnen aber völlig aus, und das Aufschleudern ist auch eine Option.


    In meinen Augen ist das Persian ein EDC-Messer mit Charme und Charakter. Durch sein Design ist es kein Messer für den wirklich harten Gebrauch, es ist einfach ein Messer und keine Brechstange, aber dafür im Fall der Fälle ein sehr nützliches Werkzeug zur Verteidigung von Leib und Leben. Und ich besitze kein Messer, das besser in der Hand liegt. Erstaunlich.