Schöner Klassiker!
Ich habe mir Anfang des Jahres auch ein paar von Olbertz zugelegt (klick). Ich glaube, dass die den Namen übernommen haben. Die West-Germany Aufkleber hatte ich auch. Hat man wohl mal ne Großbestellung vor einiger Zeit gemacht.
Schöner Klassiker!
Ich habe mir Anfang des Jahres auch ein paar von Olbertz zugelegt (klick). Ich glaube, dass die den Namen übernommen haben. Die West-Germany Aufkleber hatte ich auch. Hat man wohl mal ne Großbestellung vor einiger Zeit gemacht.
Hallo Zusammen,
ich weiss nicht, ob es hier genau reinpasst, wenn nicht bitte kurze PN. Danke.
Todd Begg ist bei uns in Deutschland vielleicht noch nicht so sehr bekannt wie in den USA. Er fertigt festehende Messer als auch Folder in einem sehr ansprechenden und modernen Design.
Todd Begg fertigt seine futuristischen Messer mit Hilfe moderner Maschinen. Das ist auch kaum verwunderlich, denn er ist Mechaniker und arbeitet in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Nach eigenen Aussagen begann sein Interesse für Messer schon in frühester Kindheit - draußen beim Jagen oder Fischen im Nordwesten der USA.
Todd lebt heute in Spanaway im nordwestlich gelegenen Bundesstaat Washington.
Sein Ziel ist es, schöne Messer zu machen, welche innovativ und einzigartig sind. Charakteristisch für seine Entwürfe ist eine gefräste Nut mit Bohrungen, welche sich je nach Modell durch Griff oder Klinge zieht. Er arbeitet sowohl mit modernen Materialien wie Carbon und Titan als auch mit eher traditionelleren Werkstoffen wie Horn, Holz oder Knochen. Neben feststehenden Messer fertigt Todd ebenfalls Folder mit großer Genauigkeit und Detailverliebtheit.
Ein Blick auf seine Homepage und Galerien ist lohnenswert. Begg Knives
Zwei seiner Modelle, dass Mach 2 und das Kiridashi fertigt Böker nun als Serienversion.



Aufgrund dieser Modelle und einigen Fotoarbeiten bin ich auch mit Todd unf Tanya Begg direkt in Kontakt gekommen und habe seit einiger Zeit Email-Kontakt. Beide sind sehr nette Menschen und sind leidenschaftlich dem Thema verschrieben.
Deshalb freue ich mich sehr, die beiden auch hier im Forum begrüßen zu dürfen und das unser kleines Forum ein Stück internationaler wird. Todd und Tanya werden sich noch umgehend anmelden und selbst hier melden.
Im Gespräch bot Tanya mir ein kleines "Special Offer" für die Fans in Deutschland an. Zur Zeit sind ein paar Exemplare der Custom-Versionen der Böker-Kiridashi-Version erhältlich und die beiden möchten diese gerne den deutschen Fans anbieten.
Ich freue mich jedenfalls sehr, die beiden hier im Forum begrüßen zu dürfen. Vorstellung etc. folgt noch diese Woche hier in diesem Thread....
Viele Grüße
basti
Hallo,
habe Gelegenheit die SR3 auszuprobieren und kann vielleicht auch mit einem Review dazu dienen, wenn ich es zeitlich schaffe.
Generell kann ich mich dem "Nitemare-Hype" nicht anschließen.
Ich besitze eine Nitecore Extreme Q5. Die ist jetzt seit Frühjahr `08 als EDC im Einsatz und das bisher absolut zuverlässig. Verarbeitung und Leistung sind sehr gut. Als kleine leistungsstarke EDC Lampe gefällt sie mir ausgesprochen gut.
Desweiteren habe ich noch 2 gesplashte EX10 mit SmartPD von Roger. Bis auf die Tatsache, dass die Lampen etwas mehr Leistung haben könnten funktionieren diese auch fehlerfrei. Es kann mal auftreten, dass man im falschen Modi landet, wenn man sehr viel "spielt" und innerhalb kürzester Zeit sehr viel klickt. In der Nutzung hat mich das bisher nicht gestört, da ich so viel und schnell nicht klicke.
Wenn interesse besteht, versuche ich auch mal wieder ein paar Beamshots zu machen.
Hallo,
bei 4svens gibt es eine Rabattaktion auf Nitecore Lampen. 30, 20 oder 15 % Preisnachlass sind verlockend.
http://www.cpfmarketplace.com/mp/showthread.php?t=201166
Gilt leider nur noch heute, aber wer noch eine Lampe sucht.....aufgrund der Zeitverschiebung ist ja noch etwas Zeit.
Für Anhänger moderner Materialien bietet Lionsteel keine geeignete Version des Opera. Jedoch sollten sich die Griffschalen auch durch Alternativen wie Carbon oder G10, aufgrund der aufgeschraubten Konstruktion, gut ersetzen lassen. Welches dem Opera bestimmt sehr gut stehen würde.
Für jeden, der ein vernünftig verarbeitetes und zweihändig zu öffnendes EDC mit modernem Look sucht, könnte ein Umbau interessant sein.
Das Opera sollte ein gutes EDC darstellen. Für knapp 60 € erhält man ein schönes und gut verarbeitetes Gentlemen Knife mit dem sich, aufgrund der soliden Konstruktion, nicht nur Briefe oder Pakete öffnen lassen.
Vielen Dank fürs reinschauen!
Gruß
basti
Die Handlage des Opera ist gut. Alle Finger finden am 10,2 cm langen Griff bequem Platz. Da keine ausgeprägten Fingermulden vorhanden sind könnte schon mal die Gefahr bestehen wegzurutschen. Die Platinen wurden auch im unteren (offenen) Bereich gerundet und schneiden auch bei festerem Zugreifen nicht scharfkantig in die Finger. Eine sehr kleine Profilierung ist am Klingenrücken und der Backlockfeder angebracht. Jedoch liegt diese etwas zu tief angebracht und bietet kaum Grip für den Daumen, lockert aber optisch etwas auf. Der Backlock ist stramm und löst sich nicht unbeabsichtigt.
Die Damastvariante wartet hier mit einem sehr ansprechendem Filework auf Klinge und Klingenrücken auf.
Lionsteel liefert mit dem Messer auch gleich eine kleine Steckscheide aus Leder. Diese ist recht einfach gehalten. Das Messer findet komplett Platz und wird vor Staub und Schmutz geschützt. Zudem könnte man diese auch am Gürtel tragen. Eine schöne Beigabe und komplettiert das Gentlemenmesser.
Insgesamt macht das Opera einen sehr soliden Eindruck. Der Klingengang war von Werk aus sehr gut eingestellt und die Klinge stand wirklich absolut ohne Spiel. Klinge und Anschliff sind sehr anständig ausgeführt. Im Backspacerbreich sind die Übergänge etwas spür- und sichtbar. Aber vertretbar. Der Schriftzug auf der Klinge könnte dezenter ausfallen. Ein leichter Spalt zur Platine trübte etwas den positiven Gesamteindruck. Kann mal auftreten. Der restliche Bereich liegt spaltfrei an und auch die rechte Schale liegt perfekt an.
Im Backspacer ist ein ovales Lanyardhole integriert. Lionsteel hat das Opera mit einer kurzen und einfachen, aber optisch gut passenden, Fangschnur aus Leder ausgestattet. Eine Lanyard aus Paracord sollte aber ebenfalls verwendbar sein.
Etwas abgehackt steht die Klingenwurzel im geschlossenen Zustand heraus und unterbricht die sonst harmonischen Linien.
Aufgrund des strammen Backlocks und dem fehlenden Daumenpin lässt sich das Messer nur mit zwei Händen öffnen. Die Klinge rastet sauber und vertrauenserweckend ein. Der Klingengang ist sauber und geschmeidig. Die Klinge läuft auf zwei Teflonwasher. Im geöffneten wie auch geschlossenen Zustand sitzt diese absolut mittig. Weder horizontales noch vertikales Klingenspiel ist spürbar - die Klinge sitzt felsenfest. Bei einem Messer in dieser Preisklasse wirklich sehr gut.
Die Klinge des Opera ist aus 440C, ca. 3mm stark und besitzt einen leichten Hohlschliff. Dieser ist auch symmetrisch ausgeführt. Die Schneide ist ebenso gleichmäßig. Das Opera war rasierscharf abgezogen. Das Finish der Klinge ist sauber und fein ausgeführt, lediglich im Ricassobereich sind ein paar Schleifriefen auf beiden Seiten zu erkennen. Bei gut gemachter Wärmebehandlung stellt der 440C ein guter Stahl für ein Alltagsmesser dar. Dieser ist auch recht einfach nachzuschärfen.
Aufgrund der Klingenform und -stärke meistert das Opera alltägliche Aufgaben sehr gut. Pakete öffnen, Brötchen schneiden und belegen sowie Gemüse zubereiten ließ sich anstandslos ausführen.
Lionsteel ist ein Hersteller aus Maniago, Italien und bietet einige sehr interessante Modelle zu sehr moderaten Preisen an. Die Qualität sollte, wie diverse Nutzer der Lionsteel Messer erzählten, recht gut sein.
Neben den Serienmodellen sind auch einige höherpreisige Customs mit Damast über die Homepage erhältlich. Lionsteel hat unter anderem für ein italienisches Messerforum ein kompaktes feststehendes Messer umgesetzt und bietet dieses mit drei verschiedenen Griffschalenvarianten an. Derzeit läuft ebenfalls auch eine Kooperation des MF mit Lionsteel für eine Serie von feststehenden Forumsmessern.
Das Opera war nach kurzem Sichten der Homepage eins meiner Favoriten aus der Modellpalette. Schnörkellose klare Linie, eine recht alltagsfreundliche Klingenform,Backlockverschluß und zweihändig zu öffnen.
Angeboten wird das Opera mit verschiedenen Griffschalen sowie mit 440C und Damasteel Klinge. In der 440C Variante ist das Messer mit Griffschalen aus Olivenholz, Cocobolo, Horn und Hirschhorn lieferbar. Mit einer Klinge aus rostfreiem schwedischen Damasteel ist das Modell derzeit mit Olivenholzschalen und Schalen aus Perlmutt erhältlich.
Technische Angaben:
Gesamtlänge: 17,6cm
Grifflänge: 10,2 cm
Klingenlänge: 7,4cm
Griffstärke: ca. 1,15cm
Klingenstärke: 3mm
Griffmaterial: Olivenholz
Klingenstahl: 440C
Preis: ab 60 € bei Lionsteel erhältlich
Geliefert wird das Messer in einem kleinen Karton mit Pflegeanleitung und einer schwarzen Stecklederscheide.
Der erste Blick fällt natürlich auf die Griffbeschalung. Entschieden habe ich mich diesmal für Griffschalen aus Olivenholz. Die helle Farbe und Struktur von Olivenholz gefällt mir recht gut. Die Griffschalen sind bei diesem Exemplar mit einer einfachen aber schönen Maserung. Olivenholz kann aber auch eine sehr lebendige Maserung besitzen.
Das Opera ist mit einem Mid-Lock, einem mittig angesetzten Backlock, ausgestattet. Die Grundkonstruktion besteht aus Klinge, Backspacer, Backlockkonstruktion und den Platinen. Auf diese wurden, mit je drei Torxschrauben, die Griffschalen angebracht. Die ca. 1,5mm starken Platinen bieten ausreichend Stabilität. Zum Justieren der Klingenachse muss also eine Griffschale abgenommen werden.
Die Griffschalen sind rundum den Platinen schön angepasst. Übergänge sind kaum sichtbar oder zu spüren. Lediglich minimal im Bereich der Mulde für die Verriegelung. Die Oberfläche der Olivenholzschalen ist sehr fein geschliffen und liegt angenehm in der Hand. Beide Griffschalen sind sehr symmetrisch ausgefallen und alle Kanten gut gerundet. Die Torxschrauben sind alle, bis auf eine, gleich tief verschraubt und das Torxprofil als solches auch noch erkennbar und nicht verkratzt.
Backspacer, Feder und Platinen sind sauber angepasst. Sehr kleine Ungenauigkeiten im Finish sind sichtbar aber nicht weiter störend. Durch leichte Rundungen der Kanten sind kleine Riefen zu sehen, wo Backspacer und Platinen angrenzen. Der Backspacer sitzt aber spaltfrei zwischen den Platinen. Referenz sind hier für mich die Klappmesser von Fällkniven. Aber diese kosten auch ein Vielfaches des Opera.
Heute angekommen: ein Opera von Lionsteel.
Sehr nettes Messer. Vielleicht kommt auch noch ein Review..... ![]()
Hallo,
weiss jemand wie es aktuell aussieht bezüglich der Software Probleme mit dem "Blitzen" und dem Strobe? Wurde dies eventl. schon verbessert?
nirgendwo finde ich die Angabe, woraus die Backen bestehen. Ist es gelblich güldener Stahl oder ist es Neusilber? Wer hat Infos darüber?
Hi,
super, dass du zufrieden bist und mein Review hilfreich für dich war. Laut dem Bericht im Messer Magazin 3/2009 bestehen die Backen aus Neusilber. Könnte vom Farbton her auch hinkommen.
Ich nehm natürlich auch gern noch ein Spyderco.....
Dann mach ich auch passende Fotos zum Review. ![]()
Soweit ich das aus Erinnerung sagen kann sollte das Bowie eine nette kleinere Ergänzung zum Streetbeat sein bzw. so im Bereich zwischen LaGriffe und Spyderco einzuordnen sein. Eine 1:1 Alternative wäre es für mich nicht direkt.
Würde mich aber auch über ein paar Bilder freuen......
Bezüglich der Stahlangabe ist es etwas verwirrend: in den ganzen US-Shops steht 440C und in deutschen Shops sowohl 12C27 als auch manchmal 440C.
Wow.... nicht schlecht für den Zwerg.
![]()
So, nach einer Woche testen habe ich das Review mal etwas überarbeitet...
Vielen Dank für die Bilder ![]()
Langzeiterfahrungen mit diesem Lock (auch bei einem Custom) bezüglich Verschleiß etc. hat vermutlich noch keiner. ![]()
Wie ist denn die Funktionalität dieses "Ball-Locks" von dem Terzuola? Ist das ne wirkliche Alternative zur klassischen Rückenfeder bei einem Slipjoint?
Ansonsten ein feines Teil ![]()
wie ist dein gesamturteil, wenn man den recht niedrigen preis bedenkt und ich das ding wirklich dauernd benutzen will, kosmetische fehler im finish sind also irrelevant?
Hi,
mein Gesamturteil nach ein paar Stunden ist sehr gut. Form und Handling gefallen mir sehr gut. Die ganz leicht ansteigende Daumenrampe fühlt sich sehr gut an. Finish ist ähnlich wie bei LaGriffe und Shark; am Griff etwas mehr Richtung poliertes stonewashed. Ein paar Kratzer von Kydex und Nutzung werden natürlich im Laufe der Zeit hinzukommen. Wobei sich die beim Shark nach zwei Jahren auch recht in Grenzen halten. So werden auch ein paar kleinere Unreinheiten, wie in Bild 6, auf der Oberfläche nicht stören. Die würden mich aber auch nicht stören, wenn es in der Vitrine landet. Die D2 Variante des LaGriffe sieht da wesentlich rustikaler aus.
Bei den Customs muss man da zum Teil ganz andere Oberflächen in kauf nehmen.
Mir gefällt`s sehr gut!
Was mich noch interessieren würde, ist die Möglichkeit eine Griffwicklung an zu bringen. Ob da die Griff-Bohrungen optimal sind?
Ich werde das mal in den kommenden Tagen testen. Wenn man das Paracord so "verwebt" wie beim LaGriffe sitzt es recht gut, dass es auch an Rundungen nicht verrutscht. Mal schauen, wie es dann ausschaut. Am LaGriffe lässt sich das übrigens sehr gut anbringen. Sieht optisch imho wesentlich besser aus und auch das Griffgefühl ist angenehmer.
Und noch ein paar Fotos..... (das 4 nochmal in hoher Auflösung).
Vielen Dank fürs reinschauen.
Mahlzeit,
so.... da in den letzten Tagen heftig um die Qualität bzw. Finish des Messer diskutiert wurde und ich mir gestern Abend selbst unsicher war, was ich da wohl bekomme werde ein kurzes Blitz-Review mit Bildern.
Info: überarbeitete Version des Reviews.
Das Fred Perrin ein Händchen für Formen und Messerdesign hat, kann man an den Modellen Shark, La Griffe oder dem sehr erfolgreichen Spyderco Street Beat sehen. Diese Messer liegen, für ihre zum Teil sehr kompakte Größe, ausgesprochen gut und sehr sicher in der Hand. Bei dem Shark und LaGriffe sorgt ein Fingerloch für den sicheren Griff und ermöglicht auch bei einem kleinen Zweifinger-Messer, wie dem Shark, eine sehr gute Nutzbarkeit.
Bei dem Shark und dem LaGriffe handelt es sich um sogenannte Midtech´s. Die Messerrohlinge werden maschinell erstellt und anschließend von Fred Perrin gefinished. Diese Modelle werden mit Kydexscheiden und Paracordschnur ausgeliefert. Aufgrund der Größe lassen sich diese sehr bequem als Neckknife nutzen oder aber auch einfach so in Jacken- oder Hosentasche verstauen. Der einseitige Anschliff sorgt für schnelles und unkompliziertes Nachschärfen.
Das kleine Shark habe ich schon bei vielen Outdooraktivitäten testen können und bin nach wie vor sehr begeistert. Ob beim Kanu fahren, Segeln, Wandern, Radtouren oder auch Inlinern. Aufgrund der kompakten Größe ideal als kleines Backup verstaubar. Sicherer Halt auch bei nassen Händen, wenn man auf dem Wasser unterwegs ist. Leicht zu reinigen. Und die ein oder andere Brotzeit ließ sich recht gut bewältigen.
Nun ist die Serie durch das Neck Bowie erweitert worden. Das Neck Bowie stellt Fred Perrin auch als reine Custom Variante mit Griffschalen her. Wer die Messer von Fred Perrin nicht kennt: bei den Custom-Modellen bekommt man teilweise ein sehr rustikales und grobes Finish, nicht rostträger Stahl welches auch seinen Charme hat - ein Fred Perrin Messer halt.
Die beiden Serienmodelle werden aus 440C hergestellt und haben ein sehr sauberes leicht satiniertes Finish.
Neck Bowie:
Gesamtlänge: 15cm
Klingenlänge: 6,5cm
Griff-/ Klingenstärke: 3mm
Stahl: 12C27
Gewicht: 41 g.
Kydexscheide
Preis: 69,90 €
Das Messer wird in einem einfachen Kunststoffbeutelchen geliefert. Ausgestattet ist das Bowie mit einer einfachen aber ordentlich gemachten Kydexscheide, welche, wie auch bei LaGriffe und Shark, genietet ist (2te Niete ist unter dem Paracord versteckt). Die Kydexscheiden von Fred Perrin sind unterschiedlich und variieren von Messer zu Messer leicht. Das Kydex ist 1,5mm stark und die Kanten sind sauber geschliffen und gerundet. Das Messer rutscht etwas fest rein schnappt aber im letzten Moment recht gut ein und wird absolut spielfrei gehalten.
Das das Messer sicher gehalten wird scheint auch nötig bei diesem Zwerg.
Eine zusätzliche Bohrung für die Verwendung eines TekLok ließe sich bestimmt noch anbringen. Die angebrachte Paracord-Schnur lässt sich in der Länge verstellen. Wer es gerne als Neckknife auch im Gelände unterwegs tragen möchte, dem empfehle ich eine "Kugelkette". Diese hat den Vorteil bei zu starker Belastung zu reißen. Somit besteht keine Gefahr, sollte man mal an einem Ast etc. hängenbleiben. Für einen besseren Tragecomfort zieht man einfach den äußeren gewebten Paracord-"Schlauch" darüber und verschmilzt die Enden etwas, damit diese nicht verrutschen.
Das Messer ist im Griffbereich und Klingenrücken 3mm stark. Der Griff ist mit drei Bohrungen versehen, welche das Gewicht auf nur 41g reduzieren. Ähnlich wie bei dem StreetBeat verfügt auch das Neck Bowie über eine sehr ausgeprägte Perrintypische Fingermulde. Somit liegt das Messer sehr sicher in der Hand. Ein abrutschen auf die Schneide ist somit nicht möglich. Mittel- und Ringfinger teilen sich den restlichen Griff. Je nach Handgröße auch noch der kleine Finger.
Das Griffgefühl ist für ein Messer ohne Griffschalen sehr ordentlich. Die großzügig ausgestaltete Daumenrampe bietet sehr angenehme Griffigkeit ohne zu scharfkantig zu sein.
Die Klinge verfügt über einen kompletten Flachschliff. Im Rückenbereich ist die Klinge 3mm stark. Auf halber Klingenhöhe ca. 2mm und kurz vor der Schneide ca. 1/2mm. Der angeschliffene Schneidenbereich fällt somit etwas schmaler aus. Der Flachschliff ist bei meinem Exemplar absolut symmetrisch ausgeführt, ebenso auch die Schneide. Das Messer wurde sehr scharf ausgeliefert und rasiert einwandfrei. Erster Schnitttest war der Luftpolsterumschlag. Dieser ließ sich mit Druckschnitt mit Leichtigkeit zerteilen. Richtig scharf der kleine Kerl.
Die Bowie-Klingenform sollte im Alltag die meisten Aufgaben sehr gut meistern können. Der Flachschliff macht das Neck Bowie nicht unbedingt zu einem absoluten Hebeltool um Türen aufzubrechen aber zu einem unglaublichen Schneidteufel. Brot, Gemüse und Wurst ließen sich für eine Brotzeit sehr gut zubereiten.
Aufgrund der Ganzstahlausführung ist auch die Reinigung unter fließendem Wasser problemlos möglich. Mit dem verwendeten 12C27 Stahl habe ich bisher noch keine weiterführenden Erfahrungen. Nach gut einer Woche testen schlägt sich dieser ganz gut. Bekannte, welche häufig das ein oder andere Laguiole mit diesem Stahl nutzen, sind zufrieden.
Nun zum Finish. Die Klinge ist vom Flachschliff noch längssatiniert und teilweise kann man dies mit dem Fingernagel ganz leicht spüren. Der Griff ist so eine Mischung aus stonewashed und poliert. Die runden Griffbohrungen sind sauber ausgeführt und abgerundet. Leichte Riefen darin sind etwas zu erkennen. Der Griffrand ist eine Mischung aus satiniert und poliert. An zwei Stellen sieht man durch leichte Schrägen die Schleifarbeit von Hand. Die Kanten sind ordentlich gebrochen, ähnlich wie bei den anderen beiden Midtech`s. Im Ricassobereich/ Bereich der Zeigefingermulde bin ich über die Ecken mal kurz mit einem Schleifstein drüber gegangen um diese noch etwas mehr zu runden. Die Kanten am Klingenrücken nach der Daumenrampe zur Klingenspitze hin sind etwas kantiger gehalten aber absolut im Rahmen und nicht störend.
Wie bereits geschrieben, weisen die Perrin-Messer manchmal, hauptsächlich die Custom-Modelle, ein rustikaleres Finish auf. Bei meinem Neck-Bowie Exemplar ist es ähnlich wie bei dem LaGriffe und Shark.
Das Logo ist sauber ausgeschnitten. Auf der linken Griffseite sind an einer kleinen Stelle so kleine kringeltartige Strukturen (siehe Detailbild) an der Oberfläche. Hatte ich aber auch schon bei Atwood-Tools. Passt zu einem Perrin Messer.
Ich denke, die Bilder geben das Finish etc. ganz gut wieder.
Aufgrund des sehr flachen Design´s und der schmalen Kydex lässt sich das Messer angenehm als Neckie tragen und sollte sich auch gut in Jackentasche etc. verstauen lassen.
Die sehr ausgeprägt Fingermulde in Verbindung mit der Bowie-Klingenform und leicht ansteigenden Daumenauflage machen das Design sehr interessant. Es ist noch kompakter als das Streetbeat gestaltet und bietet sehr gute EDC-Eigenschaften.
Wer ein flaches und kompaktes kleines festehendes Messer mit sehr schnittfreudiger Klinge sucht könnte mit dem Neck-Bowie ein passendes Modell gefunden haben.
Vielleicht hatte MR. Freeze ein absolutes Montagsmodell erwischt.
gruß
basti