Beiträge von Hatamoto

    An dem Perrin mit ner Schnur rumzüpfeln, da müßten schon anständige Knoten geschnürt werden, daß das wirksam aufträgt.
    Der Griff ist flächenmäßig ja grade mal so groß wie zwei Fingerglieder.


    Mit 2x5mm G10 wird das erst mal vertrauenserweckend dick, aber nach Abrunden der Kanten und den Grooves wirkt es zwar nicht mehr massiv, aber dennoch gefühlt „genug für die Hand“.

    @ Merc


    Die Griffschalen hab ich aus 5mm G10 gefertigt, gleichmäßig dick, und rundum an den Kanten gerundet.
    Macht somit ~13mm Gesamtdicke, da der Stahl 3mm dick ist.
    Das fasst sich in der geschlossenen Faust im Dolchgriff oder im normalen Fechtgriff jetzt überraschend „fülliger“ und vor allem führiger an.

    Auf Wunsch ein anschaulicher Vergleich mehr oder weniger allseits bekannter Big Folder mit dem gestern vorgezeigten russischen Platzhirschen!


    Was halt alles so im Teich rumschwimmt.


    Von links nach rechts:


    Extrema Ratio Resolza
    Spidelco Szabo Folder
    Bastinelli Big Dragotac
    Cold Steel SR1 Lite Droppoint
    Hot Stiel Rajah II
    Cold Steel Pocket Bushman
    SOG Slim Jim XL
    Spyderco Military
    —-> NOKS Avatar <—-
    Cold Steel Eland
    Cold Steel Espada XL
    Cold Steel Luzon Large
    Cold Steel Espada Large
    Cold Steel Talwar XL Serrated
    Cold Steel Recon XL Clippoint
    Cold Steel Voyager XL Tanto
    Cold Steel Vaquero Grande serrated


    vorne dran noch das Halbmeter-Opinel Nr.13, Stainless!



    Den Russen-Zachel gibt’s außerdem auch noch in Blackwash, mit olivfarbenen G10-Griffschalen.



    Gruß
    Hatamoto

    Heute von den German Customs auf freundliche Kaufpreisanfrage hin den Mords Stachel abgeholt.


    NOKS Avatar, der Riesenzahnstocher !


    OAL 31,5cm , davon 14,7cm Klinge mit 4mm Dicke.


    Linerlock, öffnen mit geriffelter Thumb Disc, oder einfach durch Schwung.


    Verarbeitung tadellos, gegroovte G10-Schalen auf ca. 2mm dicken, moderat skelettierten Stahllinern.


    Eine sichtlich hochwertige Alternative zu anderen XXL-Foldern, die meist bulliger bauen, z.B. ColdSteel.


    Preis incl. grenzüberschreitende Wegelagerer-Nötigung: 99,-€ !!!



    Gruß
    Hatamoto

    @ JB1964


    Das wäre natürlich die einfachste Lösung, leider ist der SR1-Clip aber allein durch seine Dimension so stabil und widerspenstig.


    Eine adäquate Lösung wäre allerdings, ihn an den Flanken zu verschlanken, also in der Breite nachzuschleifen und schmälern.


    Die dreifache Verschraubung sollte natürlich lösbar sein.
    Wenn da Schraubensicherung verwendet ist, gibts ja die bekannten Negertricks, dem „Loktite“ Beine zu machen.


    Bei der fühlbaren Vorspannung des Clips würd ich sogar noch Entlastungsdruck ausüben, damit die Schrauben nicht unter Belastung gelockert werden müssen.


    Grüße
    Hatamoto

    8)


    Natürlich, Micha,
    ein paar Vergleichsangaben schaden nie.


    Also, für die Allgemeinheit:


    Im direkten Vergleich hat man gefühlt mit dem SR1 einen Ticken „mehr“ in der Hand, trotzdem der Griff etwa 2,5mm dünner als der vom 4MAX ist, nämlich ca. 15,0 zu 17,5mm.


    Es liegt an der GriffHÖHE die stellenweise etwa 5-7mm mehr beim SR1 ausmacht.
    Die Griffweite ist mit 10,5 zu 10,6cm (beim 4MAX) auf unmerklich gleichem Maß.
    Große Hände finden hier ausreichend Platz.
    Der skateboard-ähnlichen Oberfläche sei dank, ist die Haptik trotz schlanker Taille sehr gut.


    Ergonomisch gesehen trumpft das SR1 mit einer strichgeraden Silhouette, die im Lichtblick gar schon schöne Züge einer Dolchform anmuten läßt, wenn die ausgeprägten Höcker hinten und vorne am Griff nicht wären.


    ...Heiheihei, da hat sich grad wieder die Messerbau-Fantasie ihren Weg gebahnt... :rolleyes:


    Das Scout hingegen mit einem rund abfallenden Griff von ca. 32mm auf einer Länge von gut 15cm.
    Die Vor-/Nachteile in der praktischen Anwendung mag jeder für sich selbst sehen.


    Durch den ausgeprägten vorderen Handschutz-Höcker an beiden Modellen ist ein glatt aufgesetzter Schnitt nicht möglich, sondern verlagert sich auf ca. das vordere Drittel, im Bereich des Schneidenbauchs.


    Stöcke schnitzen hingegen wiederum beim Scout top, aufgrund des großen Choils (25mm) auch für big Hands ausreichend.
    Beim SR1 fällt der Choil kleiner aus, mit ca.22mm Weite aber immer noch so groß, daß der Zeigefinger Platz findet, ein Zündholz zu spalten.


    Die Stärken liegen klar in der Bauart, jedoch punktet das 4MAX mehr, mit Linern in kompletter Griff-Form, während das SR1 lediglich im oberen Bereich der Backlock-Verriegelung beidseitig einen Liner aufweist.
    Hier wurde eindeutig Gewicht gespart, wenngleich der Kunststoff der Griffschalen ohne jegliche Erleichterung, also in voller Dicke von etwa 5mm verarbeitet ist.
    Aber ich denke mal, solange man mit dem Griff-Ende nicht eine Lkw-Ladung Pflastersteine halbieren will, ist das SR1 weitestgehend ebenso beständig gegen alle anfallenden Aufgaben.
    Kunststoff bleibt eben Kunststoff, und ist kein Stahl oder Titan.


    Beide kamen top out of Box an, rasiermesserscharf wie gewohnt.


    Aber warum, Onkel Lynn, warum baust Du da jetzt permanent Hosenclips an deine Messer dran, die kein Mensch über den Taschensaum schieben und wieder ziehen kann ?!?
    Das ist einfach nur scheiße, sowas kann man nicht verwenden.
    Aufbiegen bringt insofern auch nix, weil das Teil mit 1mm Dicke und bis zu 12,5mm Breite so dermaßen viel Biege-Resistenz hat, daß jeder Fingernagel kapituliert.


    Hier sollte dringend mal herstellerseits nachgebessert werden.


    Bei allem Lob und der Gewissheit, einen der stabilsten Prügel der Messerwelt zu benutzen, sollte aber diese Prämisse nicht auch bis in die Beschaffenheit des Hosenclips reichen.
    Drei bis vier Zehntel weniger dick, würde der Clip wenigstens besser biegen.


    Das wärs soweit mal.
    Wer auf große, modern verarbeitete Taschenmesser steht, und dem aber z.B. dessen Brüderchen, das Spartan, viel zu klobig ist, der hat mit diesen schlanken Kerlen eine perfekte Alternative.


    Und preislich (aus Trumpland) absolut heiß.


    Grüße
    Hatamoto

    Die Ergonomie ist schon top.


    Das vorab gezeigte Modell hat einen symmetrisch dicken Griff mit lediglich gut gerundeten Kanten ringsum.


    Aber ich probiere mit einem weiteren größengleichen Exemplar noch etwas aus.


    Das zweite Modell bekommt gegroovte Griffschalen, und hier verwende ich schwarzes G10 mit roten Linern.



    Grüße
    Hatamoto

    @ columbo


    Ich hab einerseits die Abmessungen kleiner gezoomt , um es 42a-gerecht zu bekommen.
    Dadurch kommt es etwas „filigraner“ daher.


    Zum andern die Materialien:


    - rostfreier Stahl,
    - statt dem groben Micarta das feinere G10,
    - und als optischen Akzent noch zusätzlich eine gelbe Zwischenlage aus G10 eingearbeitet.


    Wie ich immer betone: sehr oft baue ich eben Messer nach, die im Original die falschen Abmessungen, oder unerwünschte Details haben, oder eben aus den falschen Materialien gefertigt sind.


    Grüße
    Hatamoto

    @ columbo


    Ja, 1.4112 ist praktisch äquivalent mit 440B.
    Durch die engeren Toleranzen der Legierung im Vergleich zur genannten AISI-Variante aber reiner, somit hochwertiger.
    Und deswegen auch höher härtbar, was sich merklich auf die Schnitthaltigkeit auswirkt.
    Durch höheren Chromgehalt sogar rostresistenter als 440C.


    Also immer noch ein echter Topstahl, der aber günstig rübergeht.
    Man muß eben nur dessen Potenzial richtig ausreizen, aber die Firma Schanz liefert da in der Hinsicht stets eine perfekte Wärmebehandlung ab.