Micha hatte ja anfangs (Beitrag 22) schon kurz das Randall "All Purpose Fighting Knife", kurz APFK, erwähnt. Bo Randall hatte bereits vor dem WW II begonnen in seiner Garage Messer zu bauen. Diese waren damals den Scagel Entwürfen sehr nah und eher in Richtung Jagd/Fischen ausgelegt. Mit dem Eintritt der USA in den WW II begann Bo Randall sich in Richtung Kampf-/Einsatzmesser zu orientieren. Seine Messer wurden nie offiziell über das US Militär beschafft und an Truppen ausgegeben. Vielmehr wurden sie privat von Soldaten gekauft, die etwas Besonderes, Gutes haben wollten. Oft fand sich in den Einheiten jemand, der fast möchte man sagen als "Randall Dealer" fungierte und Bestellungen der Soldaten einsammelte und dann bei Bo Randall mehrere Messer bestellte. Durch Schriftwechsel mit Bo Randall überliefert und in den Standardwerken zu Randall auch abgelichtet, u.a. der spätere US Präsident Ronald Reagan.
Meist wird nur das APFK, also das Model 1, oder einfach #1, erwähnt und natürlich ist es über die Jahre zum bekanntesten Randall geworden. Aber die Modelle #2 und #3, das "Fighting Stiletto" und das "Hunter" wurden ebenfalls während es WW II von US Soldaten privat angeschafft und im Einsatz verwendet. Nacholgend ein paar Bilder. Bo Randall hatte dann auch die Vorstellung, dass man den Soldaten etwas zum Thema Messerkampf an die Hand geben sollte und hat dazu später ein kleines Büchlein veröffentlicht, "The Fighting Knife", welches er mit Unterstützung durch Col. Rex Applegate herausgebracht hat. Hier mit einem APFK mit 8" Klinge und Sägezahnung:
1-8, Ironwood, 08 by Jedi, auf Flickr
Hier meine #1 Gruppe:
#1 Group, 01 by Jedi, auf Flickr
Hier das Model 2, mit 7" und mit 5" Klingen. Das 7" trägt den bekannt Zusatz "Fighting Stiletto" (wie auch die 8" Variante) Die 5" Variante trägt im Randall Katalog den Zusatz "Letter Opener" und wird oft auch als "Boot Knife" benannt:
2-5, Thuya, 04 by Jedi, auf Flickr
Das Model 3 "Hunter" war, wie der Name schon sagt, eher als Jagd-/Outdoormesser konzipiert, wurde aber ebenfalls im WW II von US Soldaten für den Einsatz angeschafft:
3-7, Leather, 01 by Jedi, auf Flickr
Spätere Randall Modelle, die dann in den Korea- und Vietnamkriegen ebenfalls wieder privat angeschafft wurden und Bekanntheit erlangten, waren das Model 14 "Attack" sowie das Model 15 "Airman", auf den Markt gebracht so 1954-59 und später, so 1962-67 das Model 18 "Survival", mit seinem Hohlgriff. Eine lustige Anekdote am Rande: Als die Idee mit dem Hohlgriff Gestalt annahm, wusste man nicht wie man den Hohlgriff verschließen sollte und verwendete diese schwarzen Gummifüsse von Gartenstühlen ..... Später konnte man dann Fertigungstechnisch etwas feinere Lösungen auf die Beine stellen ![]()
Hier das #14 "Attack" (rechts), zusammen mit dem #16 "Diver", beide mit full tang Konstruktion:
14-7 5, Micarta, 01 by Jedi, auf Flickr
Später "kreuzte" man die Klinge des #1 mit der full tang Griffkonstruktion der Modelle #14/#16, zum Model #16 SP1 "Fighter":
16 SP1, micarta, 03 by Jedi, auf Flickr
Hier alle 3, links das #14, Mitte #16 SP1 und rechts #16 "Diver":
16 SP1, micarta, 05 by Jedi, auf Flickr
Das Model 15 "Airman", mit seiner 5.5" Klinge für Flugzeug-/Hubschrauberbesatzungen auf Kompaktheit ausgelegt, hier in der weniger üblichen aufgehübschten Version, mit Holzgriff. Standard war ein robuster Micartagriff:
15 Airman, Ironwood, 01 by Jedi, auf Flickr
Und zum Schluss noch das besagte Model 18 "Survival":
18-7.5, Survival, 01 by Jedi, auf Flickr
Griffkappen-/Kompassoptionen:
18-7.5, Survival, 03 by Jedi, auf Flickr
Und hier zusammen mit seinem legitimen Nachfahren, dem Mk IV von Chris Reeve, aus der One Piece Knife Reihe:
18-7.5, Survival, 05 by Jedi, auf Flickr




































































