Beiträge von Daywalker

    Micha hatte ja anfangs (Beitrag 22) schon kurz das Randall "All Purpose Fighting Knife", kurz APFK, erwähnt. Bo Randall hatte bereits vor dem WW II begonnen in seiner Garage Messer zu bauen. Diese waren damals den Scagel Entwürfen sehr nah und eher in Richtung Jagd/Fischen ausgelegt. Mit dem Eintritt der USA in den WW II begann Bo Randall sich in Richtung Kampf-/Einsatzmesser zu orientieren. Seine Messer wurden nie offiziell über das US Militär beschafft und an Truppen ausgegeben. Vielmehr wurden sie privat von Soldaten gekauft, die etwas Besonderes, Gutes haben wollten. Oft fand sich in den Einheiten jemand, der fast möchte man sagen als "Randall Dealer" fungierte und Bestellungen der Soldaten einsammelte und dann bei Bo Randall mehrere Messer bestellte. Durch Schriftwechsel mit Bo Randall überliefert und in den Standardwerken zu Randall auch abgelichtet, u.a. der spätere US Präsident Ronald Reagan.


    Meist wird nur das APFK, also das Model 1, oder einfach #1, erwähnt und natürlich ist es über die Jahre zum bekanntesten Randall geworden. Aber die Modelle #2 und #3, das "Fighting Stiletto" und das "Hunter" wurden ebenfalls während es WW II von US Soldaten privat angeschafft und im Einsatz verwendet. Nacholgend ein paar Bilder. Bo Randall hatte dann auch die Vorstellung, dass man den Soldaten etwas zum Thema Messerkampf an die Hand geben sollte und hat dazu später ein kleines Büchlein veröffentlicht, "The Fighting Knife", welches er mit Unterstützung durch Col. Rex Applegate herausgebracht hat. Hier mit einem APFK mit 8" Klinge und Sägezahnung:


    1-8, Ironwood, 08 by Jedi, auf Flickr


    Hier meine #1 Gruppe:


    #1 Group, 01 by Jedi, auf Flickr


    Hier das Model 2, mit 7" und mit 5" Klingen. Das 7" trägt den bekannt Zusatz "Fighting Stiletto" (wie auch die 8" Variante) Die 5" Variante trägt im Randall Katalog den Zusatz "Letter Opener" und wird oft auch als "Boot Knife" benannt:


    2-5, Thuya, 04 by Jedi, auf Flickr


    Das Model 3 "Hunter" war, wie der Name schon sagt, eher als Jagd-/Outdoormesser konzipiert, wurde aber ebenfalls im WW II von US Soldaten für den Einsatz angeschafft:


    3-7, Leather, 01 by Jedi, auf Flickr


    Spätere Randall Modelle, die dann in den Korea- und Vietnamkriegen ebenfalls wieder privat angeschafft wurden und Bekanntheit erlangten, waren das Model 14 "Attack" sowie das Model 15 "Airman", auf den Markt gebracht so 1954-59 und später, so 1962-67 das Model 18 "Survival", mit seinem Hohlgriff. Eine lustige Anekdote am Rande: Als die Idee mit dem Hohlgriff Gestalt annahm, wusste man nicht wie man den Hohlgriff verschließen sollte und verwendete diese schwarzen Gummifüsse von Gartenstühlen ..... Später konnte man dann Fertigungstechnisch etwas feinere Lösungen auf die Beine stellen :D


    Hier das #14 "Attack" (rechts), zusammen mit dem #16 "Diver", beide mit full tang Konstruktion:


    14-7 5, Micarta, 01 by Jedi, auf Flickr


    Später "kreuzte" man die Klinge des #1 mit der full tang Griffkonstruktion der Modelle #14/#16, zum Model #16 SP1 "Fighter":


    16 SP1, micarta, 03 by Jedi, auf Flickr


    Hier alle 3, links das #14, Mitte #16 SP1 und rechts #16 "Diver":


    16 SP1, micarta, 05 by Jedi, auf Flickr


    Das Model 15 "Airman", mit seiner 5.5" Klinge für Flugzeug-/Hubschrauberbesatzungen auf Kompaktheit ausgelegt, hier in der weniger üblichen aufgehübschten Version, mit Holzgriff. Standard war ein robuster Micartagriff:


    15 Airman, Ironwood, 01 by Jedi, auf Flickr


    Und zum Schluss noch das besagte Model 18 "Survival":


    18-7.5, Survival, 01 by Jedi, auf Flickr


    Griffkappen-/Kompassoptionen:


    18-7.5, Survival, 03 by Jedi, auf Flickr


    Und hier zusammen mit seinem legitimen Nachfahren, dem Mk IV von Chris Reeve, aus der One Piece Knife Reihe:


    18-7.5, Survival, 05 by Jedi, auf Flickr

    Hallo zusammen,


    als das ZT 0850 so um 2017 herum herauskam, fand ich es sofort ziemlich cool. Zunächst einmal mag ich die reverse tanto oder modified sheepfoot Klingenform schon immer. Außerdem finde ich es immer gut, wenn die Entwerfer eines Messers sich auch ein paar Gedanken zum Design gemacht haben. Quasi ein Konzept dahintersteht und nicht einfach willkürlich aus der Messerwelt bekannte Designelemente zusammengewürfelt werden. Das 0850 entstammt einer Kooperation der beiden bekannten Macher Dmitry Sinkevich und Todd Rexford. Beide bekannt, für stilsichere Entwürfe. Hier die Infos zum Messer:


    https://zt.kaiusaltd.com/knives/knife/zt0850


    Was mich hier sofort "angesprungen" hatte, ist die stilisierte Revolver-Trommel als Designelement, einmal beim Klingenheber, dann in der Pivotschraube und im Backspacer. Wirklich eine pfiffige Idee und einmal nicht 08/15 ..... sondern eben 0850 (Achtung! Wortwitz! :D )


    Aber wie das immer so geht. Man kann nicht alles haben :P


    Weihnachten besuchte mich mein Freund und wie immer, zeigten wir uns gegenseitig die Messer-Neuzugänge. Zufällig hatte er gerade das ZT 0850 bekommen und ich war sofort wieder Feuer und Flamme. Sein Exemplar ist die Serienversion (inzwischen auch schon discontinued), hat Griffschalen aus blauem CF und die hardware ist etwas gemixt, teilweise "blank" und teilweise schwarz beschichtet. Ich hab dann ein Bisschen recherchiert und gesehen, dass es von diesem Modell auch einen Sprint Run gab, der mir persönlich noch etwas besser gefällt. Das 0850CF hat schwarze CF Schalen und alle hardware Bauteile sind einheitlich schwarz. Sozusagen der "Bad Boy" von den beiden Brüdern :D


    Bevor es nun in den EDC Betrieb übernommen wird, hab ich schnell noch ein paar Bilder gemacht. Vielleicht nicht jedermans Geschmack, was für mich immer schon mal ein Pluspunkt ist und ansonsten ein technisch hervorragend gemachter folder.


    Danke an Robert/Sartools, für die schnelle Lieferung!


    ZT 0850 CF Sprint Run, 01 by Jedi, auf Flickr


    ZT 0850 CF Sprint Run, 02 by Jedi, auf Flickr


    ZT 0850 CF Sprint Run, 03 by Jedi, auf Flickr


    ZT 0850 CF Sprint Run, 04 by Jedi, auf Flickr


    ZT 0850 CF Sprint Run, 05 by Jedi, auf Flickr

    Imho eins der interessantesten CKF der letzten Zeit.


    Lässt ich der Frontflipper denn gut bedienen ? Oder ist der Klingenwurzelfortsatz nicht dafür gedacht ?


    Servus. Ich bin generell etwas "Frontflipper untalentiert", wie ich immer wieder feststelle :D Aber ja, wenn man mal den Begriff "Flipper" wegläßt und es lieber "Frontöffner" nennt, dann ja. Das funktioniert recht geschmeidig. Der Typ der das oben verlinkte Video gemacht hat bevorzugt ja den "Spydi Flipp". Auch eine Fingerübung, die mir nicht so liegt. Entweder sind meine Griffel zu groß oder altersbedingt bereits zu eingerostet für derartige Kunststückchen :D


    Also ernsthaft. Über die "Nase" öffnen geht, genauso wie mit dem Klingenloch, ob nun normal oder mit dem Finger aufgeschnippt.


    Das Terra kam 2018 heraus. Gehört also nicht zu den aktuellen CKF und man muss es über den Sekundärmarkt kaufen.


    Viele Grüße,

    Hallo zusammen,


    hier ein zugleich (nach meinem Geschmack) wunderschöner, eleganter wie auch bemerkenswerter folder von Custom Knife Factory. Wie bei allen CKF Messern handelt es sich um eine Kooperation mit einem Designer/Macher. In diesem Fall mit einem Mann namens Snecx Tan. Snecx Tan hatte 2016 einen folder entwickelt, den man ohne tools zerlegen und wieder zusammenbauen kann (bzw. das einzige dafür benötigte tool in das Messer integriert ist). In diesem Artikel kann man etwas darüber nachlesen:


    https://knifenews.com/the-incr…and-his-high-tech-ifs-20/


    Custom Knife Factory hat dann die Idee wieder aufgegriffen und gemeinsam mit Snecx Tan einen Ableger des Urprungsmodells in einer Kleinserie aufgelegt. Die Grundidee sollte dabei natürlich erhalten bleiben, nämlich dass man das Messer ohne zusätzliches Werkzeug zerlegen und wieder zusammenbauen kann. Wie das geht könnt Ihr Euch in diesem Youtube Video anschauen, welches jemand mal angefertigt hat (nicht von mir). So ca. ab Minute 16 zeigt er wie das Messer zerlegt wird.


    https://www.youtube.com/watch?v=Hfw9DM9Sikg&feature=youtu.be


    Der Trick liegt darin, dass der Clip durch einen Zapfen in seiner Aufnahme gehalten wird, der wiederum selbst durch die Spannung des Titan-Backspacers verriegelt wird. D.h. man drückt den Backspacer minimal nach unten, wodurch der Zapfen freigegeben und herausgedrückt werden kann. Ist das geschehen, kann man den Clip aus seiner Aufnahme nehmen und damit die Pivot-Schraube lösen. Danach lässt sich das Messer komplett in seine Bestandteile zerlegen, ohne weiteres Werkzeug.


    Ein weiteres technisches Schmankerl sind die 2 liner. Die Klinge wird durch 2 liner geführt. Einer ist für die Verrieglung zuständig und setzt sich beim Öffnen der Klinge in gwohnter Manier vor die Klingenwurzel. Der Zweite läuft nur mit und unterstützt die Zentrierung der Klinge.


    Alles ist extrem passgenau gefertigt, so wie ich es von CKF nicht anders kenne und was hier bei dieser speziellen Bauweise eine unabdingbare Voraussetzung ist. Denn da bis auf die Pivotschraube alles auf Steckverbindungen basiert, wären schlechte Passungen und daraus resultierendes Spiel zwischen den Bauteilen der "Tod" dieser Konstruktion.
    Abgesehen von der technischen Ausnahmekonstruktion und deren blitzsauberer Umsetzung, gefällt mir das Design ausgesprochen gut. Es ist sehr gradlinig, schnörkellos, stimmig und die Timascus-Einlagen auf beiden Seiten bilden kleine eyecatcher, ohne dass es zu verspielt wird.


    CKF, Snecx Terra, 01 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 02 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 03 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 04 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 05 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 06 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 07 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 08 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 09 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Snecx Terra, 10 by Jedi, auf Flickr

    Das "Jumpmaster" basiert auf dem 5.5 Zoll Green Beret Knife von CRK. Chris Reeve und Bill Harsey hatten die Idee, ein Einsatzmesser speziell für Fallschirmspringer-Einheiten zu entwickeln. Das Besondere sind die speziell für diesen Zweck, nämlich dem schnellen Kappen der Leinen, entwickelten Serrations. Am Ende hat sich die Army gegen eine Beauftragung dieses Messers entschieden, sodass das Projekt eingestellt wurde. Geblieben sind 22 Prototypen. Eines ist in meinem Besitz.


    Jumpmaster, 01 by Jedi, auf Flickr


    Jumpmaster, 02 by Jedi, auf Flickr


    Jumpmaster, 04 by Jedi, auf Flickr


    Jumpmaster, 12 by Jedi, auf Flickr


    Hier ein Vergleich der "Zähne" mit einem normalen Green Beret Knife:


    Jumpmaster, 07 by Jedi, auf Flickr

    Schöne Bescherung für mich.


    Ein Custom Knife Factory "Snecxs Terra".


    Geniales Konzept eines Mannes namens Snecx Tan. Das einzige Tool welches man benötigt um das Messer zu zerlegen, ist im Messer verbaut (der Clip). Darüber hinaus ein tolles, gradliniges Design.


    IMG_2123 by Jedi, auf Flickr


    IMG_2125 by Jedi, auf Flickr


    IMG_2127 by Jedi, auf Flickr


    IMG_2128 by Jedi, auf Flickr


    IMG_2131 by Jedi, auf Flickr


    Lasst Euch schön beschenken!

    Ich denke die fixed blades spielen gegen die folder bei CRK, was die Umsätze anbelangt, eine untergordnete Rolle. Das Verhältnis zwischen fixed und folder hat sich nach der Einstellung der One Piece Knife Serie in 2010 nochmals deutlich zu Gunsten der folder verschoben (ich meine, ich hatte hier auch mal Zahlen gepostet, die Anne mir gegeben hatte).


    Aktuell ist CRK sicher mit Impinda und vor allem mit dem Sebenza 31 sehr ausgelastet. Tim teasert allerdings immer mal wieder was an. Er hatte mal irgendwo ein Bild gepostet, von seinem Hotelzimmernbett vor der letzten Blade Eröffnung, mit allem möglichen Geraffel drauf und da steckte in einer CRK Lderscheide ein fixed, von dem man nur den Griff sehen konnte und es war definitiv kein Nyala. Ebenso hält sich ein Gerücht, dass man das Design des Umkhombe wieder verwenden wird. Globetrotter hatte sein dealer exclusive ja aufgegeben. Mal sehen. Im Januar ist ja Shot Show in Vegas und dort werden z.B. jedes Jahr die neuen Grafik-Designs vorgestellt und die Letztjährigen offiziell discontinued. Vielleicht bekommen wir ja von dort etwas in Richtung fixed gezeigt. Keine Ahnung.


    Dass das Küchenmesser raus ist, ist für mich absolut sinnvoll. Mit dem Thema bringt niemand ernsthaft CRK in Verbindung, außer absoluten fanboys, die alles kaufen. Beim "kleinen" GB gehe ich einfach davon aus, das der US Markt - und der ist für CRK maßgeblich - ein kleineres Militär-Fixed nicht sonderlich favorisiert.


    Wie schon geschrieben wurde, muss mit dem Betrieb Geld verdient werden, für die um die 40 Angestellten und die Inhaber. Sie müssen schauen, dass sie ihr Sortiment noch halbwegs übersichtlich halten und auch früher wurde immer mal wieder was eingestellt, um Kapazität für Neues zu schaffen. Ich persönlich bin mal gespannt, was perspektivisch mit dem Inkosi passieren wird, nachdem mit dem Sebenza 31 nun eigentlich eine technische Symbiose aus Sebenza 21 und Inkosi geschaffen wurde.

    "Vater und Sohn", wenn man möchte. Das Randall # 18 "Survival", vielleicht der Ur-Vater der Hollow Handle Knifes (oder zumindest einer der Ur-Väter), gemeinsam mit dem CRK One Piece Knife Mk IV, von Chris Reeve, der das Thema damit zur Perfektion getrieben hat. Hier das auf 250 Stück limitierte Jubiläums Mk IV, zum Abschluss der One Piece Knife Reihe in 2010 (darum "28 years", die Bauzeit der OPK Reihe).


    18-7.5, Survival, 05 by Jedi, auf Flickr




    18-7.5, Survival, 07 by Jedi, auf Flickr

    Und hier noch mal was, woransich wieder die Geister bzw. Meinungen scheiden dürfen .... ;)


    Die "Decepticon" Reihe bzw. das erste "Decepticon" war eigentlich das Messermodell, mit dem Custom Knife Factory so richtig die Bühne der Messerszene betreten hat. Zumindest ist das in meiner Wahrnehmung so. Das englische Wort gibt es so gar nicht. "Deception" steht für Betrug, Täuschung, Irreführung. Michael Bay hatte 2007 in seinem Action Kracher "Transformers" das Wortkonstrukt "Decepticon" für seine "bösen Roboter" gewählt. 2014 verwendete Custom Knife Factory dieses Wort für ein Messermodell, welches durch sein Design und seine Konstruktion perfekt dazu passte. Das Decepticon 1 muss ich noch abfotografieren und stelle es darum später einmal hier vor.


    Wenn etwas erfolgreich ist, dann versucht man natürlich das Konzept fortzusetzen. So wie es bei Filmen und auch beim Film "Transformer" gemacht wird. Es folgten in den letzten Jahren die Modelle Decepticon 2, 3 und mit dem 4er auch noch eine deutlich kompaktere Version. Wie immer gilt, Geschmäcker sind verschieden. Die Nachfolger konnten meiner Meinung nach dem 1er nicht gerecht werden. Aber das ist ja bei Filmen auch oft so :)


    Nun erschien vor Kurzem mit dem Decepticon Tano die fünfte Auflage/Variante und ich muss sagen, das Teil ist ein Kracher. Den Vergleich zum 1er können wir ziehen, wenn ich die Bilder fertig habe. Vorweg kurz meine Meinung: Das 1er wird immer die Nummer 1 bleiben. Der Charm des "Erstgeborenen" ist sowieso meist schwer zu toppen und es hat eben die Idee dieser komplexen Konstruktion, die etwas von einem Roboter hat, in die Welt gesetzt und darum haben es Nachfolger immer schwer. Das Tano ist aber nun ein würdiger Nachfolger, oder besser eine Fortsetzung, wie ich meine. Es hat alles was das 1er hat, im Sinne des komplexen, verschachtelten Erscheinungsbildes des Griffes, der aus jedem Blickwinkel neue und faszinierende An- und Einsichten bietet. Gleichzeitig legt es in Sachen Verarbeitung noch einmal eine Schippe drauf, was um so erfreulicher ist. Denn oft lassen Fortsetzungen ja nach. Die Konstruktion und deren Umsetzung ist nochmals einen Tick aufwendiger und die eye catcher in Form von Pivot-Ringen und einem Clip aus Timacus geben eine Prise Luxus mit obendrauf. Die Verarbeitung ist so was von makelos. Da fallen mir passende Vergleiche schwer.


    Wie schon einmal erwähnt, kommen neuere CKF nicht nur komplett mit Tasche und Zertifikat, sondern auch mit einem vollständigen Ersatzteilkit, inkl. aller Schrauben und Lager sowie mit einem zweiten Clip. In diesem Fall ist ein Zirkonium Clip montiert und der Timascus Clip liegt als Extra mit dabei. Durch die Pivot-Ringe aus Timascus bietet es sich natürlich an, den Timascus Clip auch zu verwenden. Ich hatte echt Bammel vor dem Auseinander- und wieder Zusammenbau, weil der Clip aus optischen Gründen von innen verschraubt ist und man für einen Wechsel das Messer zu einem großen Teil zerlegen muss. Aber es ist sehr einfach. Das Messer ist sehr durchdacht konstruiert und in einer Art Sandvich-Bauweise aufgebaut. Weiter unten habe ich ein paar Bilder vom zerlegten Messer. Hier schließt sich der Kreis zu meinem Urteil über die Qualität der Konstruktion und der Verarbeitung. Wenn man ein Messer so zerlegen und wieder zusammenbauen kann, ohne das etwas danach Spiel hat oder nicht mehr richtig passt, dann ist es sehr ordentlich gefertigt. Ja ja. Ich weiß. Kann man auch erwarten, in dieser Preisklasse. Sehe ich auch so. Ist aber in der Realität nicht immer so ...


    Viele Grüße,


    CKF, Decepticon 5, 01 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 02 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 03 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 04 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 05 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 06 by Jedi, auf Flickr


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    CKF, Decepticon 5, 08 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 09 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 10 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 11 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 12 by Jedi, auf Flickr


    Hie die versprochenen Innenansichten:


    CKF, Decepticon 5, 13 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 14 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 15 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Decepticon 5, 16 by Jedi, auf Flickr

    Ich muss es aufteilen. Da ist so viel draufgekritzelt, das kriegt man auf einem Bild nicht unter :D


    IMG_1642 by Jedi, auf Flickr


    Daywalker: Wenn Du Zeit hast,setz die Bilder vom Messer und der Schachtel doch bitte ins Reeve - Unterforum; hier gehen sie schnell unter...



    Hallo Rolf, das werde ich machen. Da bekommt das Mk IV dann einen eigenen Beitrag und dann kommen auch die Box-Bilder mit dazu.


    Grüße,
    Stefan


    Gruss Rolf

    Daywalker


    Ich habe nicht gesagt, dass China qualitativ schlecht produziert. Ich habe auch nicht ausgesagt, dass Messer von Reate und anderen Herstellern ihr Geld nicht wert sind.
    Was ich aber feststelle ist, dass sich der Name "Custom Knife Factory" mit outgesourceter Fertigung in Fernost m.E.n. beißt. Ich möchte Dich bitten, mich nicht falsch zu verstehen.
    Ich habe selbst ein paar qualitativ gute und preislich nicht wirklich "günstige" Messer aus China im Gebrauch, die gefallen mir gut.

    Alles gut. Wir diskutieren doch nur locker und das ist doch klasse. Das Messer polarisiert und das drückt sich auch in den Meinungen hier aus.


    Du hast in Bezug auf den Firmennamen absolut recht. Der ist äußerst clever gewählt, mit dem Begriff "Custom" drin. Wie John-117 richtig anmerkt, haben sie natürlich auch Einzelstücke im Sortiment. Von daher kann man ihnen den Namen nicht komplett negativ anlasten. Das "Factory" im Namen steht ja dann eigentlich wieder für eine Serienproduktion. Insofern ist der Name gut gewählt, weil er viel Raum für Interpretationen lässt, inhaltlich nicht wirklich falsch ist und auch in Suchmaschinentreffern landen müsste. Da hat sich jemand was dabei gedacht.

    Zu dem Geschmacksthema kann ich wie oben geschrieben nur meine persönliche Meinung zum besten geben und solche extrem zugespitzten (kein Wortspiel) Designs polarisieren immer. Da gibt es dann meist nur mögen oder nicht mögen. Dazwischen ist wenig Platz. Das trifft z.B. auch auf einige Entwürfe von Anso zu, den Fisher Brüdern usw.


    Die Bemerkungen zu "China" machen deutlich, dass immer noch alte Denkmuster vorherrschen. Wenn Spyderco in Taiwan fertigen lässt ist das allgemein akzeptiert, aber inzwischen qualitativ mindestens ebenbürtige Hersteller wie Reate, Kizer oder WE Knives müssen "Billigschrott-Produzenten" sein. Das stimmt nun aber nicht mehr. Ob's gefällt oder nicht. Und ich darf sagen, dass ich die Qualität mit CRK wohl vergleichen kann ... Für ein iPhone bezahlen viele Leute bereitwillig an die 1.000€ und darüber. Wo wird es produziert? Genau .....


    Das obige Modell ist sehr ungewöhnlich und sowohl hinsichtlich Verschluss und Ausführung anspruchsvoller, als ein sagen wir mal 08/15 Titan folder. Das erklärt sicher den etwas höheren Preis. Viele "normale" CKF Modelle liegen in der 400-500 Dollar Klasse und damit absolut im Preisregal von Reeve. Hinderer & Co. Wer dann aus welchen Gründen auch immer für das Geld lieber die "guten" Amis kaufen möchte, anstatt der "bösen" Russen, mit Beteiligung noch viel böserer Chinesen, der darf das ja gern machen. Ich kann nur sagen, dass Materialauswahl sowie Funktion und Finish locker auf Niveau von CRK liegen und locker über Hinderer. Image einer Marke ist dann eine andere Frage, wie man ja auch bei Autokäufern sieht. Ich mag diese Russen auf jeden Fall. Sie trauen sich was und die gebotene Qualität ist hervorragend.


    Grüße,

    Hallo zusammen,


    hab aktuell viel Spaß an einigen Modellen der russischen Firma Custom Knife Factory. Das Konzept ist insgesamt ganz interessant. Sie arbeiten sowohl mit einigen russischen Designer zusammen, als auch mit bekannten westlichen custom makern. Von denen werden einzelne Modelle lizensiert und neu aufgelegt. Grundsätzlich macht CKF Auflagen/Editionen, in definierten Stückzahlen, die dann meist in mehreren batches gefertigt und vertrieben werden. Damit erzeugen sie eine gewisse Exklusivität und Nachfrage, weil es immer begrenzte Stückzahlen sind. Manchmal wird die Gesamtstückzahl nicht im Shop genannt, was ein Versehen oder Absicht sein kann, wie bei diesem Exemplar. Sehr oft allerdings wird eine Stückzahl von 100, 150, 200, 300 oder max. 400 Stück genannt.


    Zuletzt haben sie 2 Modelle von Peter Rassenti, das SNAFU und das Satory aufgelegt. Da ich mittlerweile ein paar CKF besitze, darf ich mir ein Urteil über die Verrabeitungsqualität erlauben und die ist auf allerhöchstem Niveau. Ich denke sie lassen die Fräßteile und die Klingen in China fertigen und machen dann den Zusammenbau und das Endfinish in Russland. Die Qualität ist dermaßen perfekt, dass ich von einer Fertigung bei Reate ausgehe, die auch die Steelcraft Serie für Todd Begg herstellen und dicht gefolgt von Kizer und WE Knives aktuell die höchste Fertigungsqualität in China haben und dabei die meisten US Hersteller locker in die Tasche stecken.


    Bekannt wurde CKF mit dem "Decepticon", 2014, welches ich hier auch noch vorstellen werde. Gegenüber den ersten Jahren haben sie ihr Konzept auch dahingehend verfeinert, als dass man bei den neueren Messern immer ein komplettes Paket Ersatzteile mit dabei bekommt. Lager, Schrauben, einen Reserve-Clip, gern auch mal in einer edleren Variante als montiert. Das ist hervorragender Service, aber natürlich auch dem Geschäftsmodell der Editionen geschuldet. Da diese Auflagen irgendwann ausverkauft sind und man nicht für alle Modelle diese Ersatzteile vorhalten möchte, bekommt einfach jeder Kunde ein komplettes Set Erstazteile mit dabei. Finde ich gut.


    Alexey Konygin ist wohl der wichtigste Designer für CKF und hat eben auch das berühmte Decepticon entworfen. Das "Krokar" basiert auf seinem custom "The Crow" und ist ein mächtiger folder.


    Die Gesamtlänge offen beträgt knapp 27cm! Die Klingenlänge beträgt etwas über 12cm. Für das Messer wurden feinste Materialien verwendet, wie bei CKF üblich und wie schon gesagt meisterhaft verarbeitet. Titan-Griffschalen mit einer ultrafeinen Fräsung, Backspacer und Clip aus Zirkonium und die Klinge aus M390, mit einem "hand rubbed satin finish".


    Die Klingenverriegelung ist quasi ein Backlock. Sehr interessant gemacht. Denn man sieht ihn nicht wirklich. Der Zirkonium Backspacer ist am Übergang hinten in den "Schwanz" unterbrochen und das letzte Stück drückt man dann 2, 3 Millimeter nach unten, zwischen die Griffschalen und de-arretiert die Klinge. Aud dem vorletzten Bild könnt Ihr es erkennen.


    Über Geschmack lässt sich ja immer streiten und natürlich auch bei unserem Hobby. Ich mochte Hawkbill Klingen schon immer, aus ästhetischen Gründen. Funktional sind sie eigentlich nur für SV wirklich relevant, aber sei's drum. Man darf auch Messer besitzen, die einfach schön sind und wenn dann wie bei CKF, mit hochwertigen Materialien und wunderbar verarbeitet, dann werde ich schwach :D


    Okay. Genug gefaselt. Bilder.


    CKF, Krokar, 01 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 02 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 03 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 04 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 05 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 06 by Jedi, auf Flickr


    CKF, Krokar, 07 by Jedi, auf Flickr

    Daywalker
    Mal wieder ein Top Teil!
    Meinst du du könntest die Box mal so fotografieren dass man die Beschriftung lesen kann? Fände ich interessant! Danke,

    Ich muss es aufteilen. Da ist so viel draufgekritzelt, das kriegt man auf einem Bild nicht unter :D


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