Beiträge von Daywalker

    Ich wollte jetzt nicht die Stahl-Diskussion aufmachen, zumal das gezeigte Messer wie geschrieben eine Klinge aus toolsteel hat. Ich habe die Information aus einem Telefonat mit Thomas Nohl. Der ist Europa-Importeur, regelmäßig in USA bei Randall und bei dem Randall dealer Treffen im Rahmen der Bladeshow und macht selbst auch Messer. Ich gehe davon aus, dass er weiß wovon er spricht.

    Hier mal mein dickster Brocken in Sachen Messer, das Smithsonian Bowie von Randall.


    Gemäß der Modellnummernlogik bei Randall ist die #12 Gruppe die der Bowies. Warum "Smithsonian"? Nun, das Smithsonian Museum in den USA ist sozusagen der Bewahrer des amerikanischen Erbes und dort ist alles ausgestellt, was irgendwie mit amerikanischer Kultur und Geschichte zusammenhängt. Ob nun das Flugzeug der Gebrüder Wright oder auch ein altes Bowie-Messer und an eben dieses dort ausgestellte Bowie lehnt sich der Entwurf von Randall an.


    Wir Messerfreunde haben eigentlich sofort ein Bild im Kopf, wenn jemand von einem Bowie spricht. Obwohl es nicht DIE allgemeinverbindliche Definition eines Bowies mit den "Pflicht-Parametern" gibt, herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, wie ein Bowie ungefähr daherkommen sollte. Groß, mächtig denken wir sofort. Obwohl die Bowieklingenform sich auch bei fixed blades der mittleren Größe findet, sagen wir so im Bereich um 10, 12 Zentimeter Klingenlänge herum. Sogar bei foldern wird sie verbaut, wobei mir persönlich das meistens nicht so gut gefällt. Die besondere Ästhetik, Eleganz einer Bowieklinge entfaltet sich mit zunehmender Klingenlänge immer besser. Die in Deutsch als "Hechtklinge" bezeichnete Form, mit dem ausgeprägten Schwung im vorderen Klingendrittel, vom Klingenrücken runter zur Spitze, ist ebenfalls ein wichtiges Merkmal. Meistens kommen Bowie auch mit einem double hilt (guard) daher, also der großen Parierstange. Das hat neben optischen Aspekten natürlich auch seinen Ursprung beim Einsatzzweck des Bowie, damals im "Wilden Westen", durchaus auch als Waffe. Hierzu einige Infos über James "Jim" Bowie, der mit dem Begriff Bowie-Messer eng verbunden ist:


    https://de.wikipedia.org/wiki/James_Bowie


    Dort eben auch die legendären Messerkämpfe und daher auch die Berühmtheit des Bowie-Messers. Wie immer wissen wir heute nicht genau, was davon Wahrheit und was Legende ist. Aber das macht ja nix.


    Noch ein paar Infos zu meinem Smithsonian. Es ist ein mächtiges Messer, mit einer 11 Zoll Klinge und einem gewogenen Gewicht von 940 Gramm. Bei Randall gibt es ja nur 2 Klingenstähle, den "stainless" (ATS34/154CM) und den "tool steel" (O1). Letzterer wird für die großen Messer wie die Bowies oder das large Sasquatch ausschließlich verwendet. Bei den mittleren und kleineren Randall bevorzugen die meisten Kunden heute wohl den pflegeleichteren stainless steel. Hier noch der Link zur Randall-Seite:


    http://www.randallknives.com/k…del-12-smithsonian-bowie/


    Der Griff besteht aus ironwood. Es handelt sich dabei nicht um das Standard ironwood, welches Randall auch im Griffmaterialsortiment hat, sondern um ausgesuchtes ironwood welches der Händler, der dieses Messer bei Randall hat fertigen lassen, selbst beschafft und dann beigestellt hat. Dementsprechend hat es eine ganz andere Güte, als das ironwood welches Randall verwendet. Parierstange und Griffabschluss sind aus brass (Messing).


    Viele Grüße,


    Smithsonian, Ironwood, 01 by Jedi, auf Flickr


    Smithsonian, Ironwood, 02 by Jedi, auf Flickr


    Smithsonian, Ironwood, 03 by Jedi, auf Flickr


    Smithsonian, Ironwood, 04 by Jedi, auf Flickr


    Smithsonian, Ironwood, 05 by Jedi, auf Flickr


    Smithsonian, Ironwood, 06 by Jedi, auf Flickr

    Das orange-black micarta wurde übrigens vom Händler an Randall angeliefert. Das gehört nicht zum hauseigenen Sortiment. Das macht Randall ja für Händler und Kunden, dass die ihr eigenes Griffmaterial beistellen können (sofern es Material ist welches Randall verarbeitet). Manchmal sieht man auch Randall Messer mit besonderen Hölzern, oder besonders schönen Ausprägungen von Hölzern. Bestes Beispiel ironwood. Das verwendet Randall von Haus aus, aber es ist eher 08/15 ironwood. Ironwood kann aber spektakulär ausschauen, wenn man besondere Stücke hat. Das wird dann auch "presentation grade" ironwood genannt. Der Randall Händler Nordic Knives hat oft Randall mit besonders schönem ironwood und das haben die dann selbst ausgesucht und an Randall geschickt. Gleiches macht auch Plaza Cutlery und gibt eigenes ironwood an Randall.

    Hi Andy,


    es lohnt, sich mit der Marke zu befassen. Auch wegen der Historie und der Art und Weise, wie sie immer noch die Messer fertigen. Immer noch komplett von Hand, Klingen selbst geschmiedet. Mit ich glaube 8 bis 10 Leuten und keinen Bock, auch nur 1 mehr einzustellen. :D


    Viele Grüße,

    Hallo zusammen,


    das #16 SP1 Fighter ist eine Kreuzung zwischen 2 Randall Modellen. Es hat den full tang Griff des #16 Diver (und des #14 Attack) und die Klinge des #1 All Purpose Fighting Knife. Ursprünglich handelte es sich um ein dealer special des Randall Händlers Doug Kenefick und war von 1978 bis Ende der 80er sein exklusives Modell. Anfang der 90er wurde es dann als #16 SP1 Fighter von Randall in den Standard-Katalog aufgenommen.


    Stainless steel als Klingenstahl ist hier, wie beim #16 Diver, standard und nicht die Option zum tool steel, wie bei anderen Modellen. Optional sind bei meinem Exemplar die Ausführung des double hilts in nickel-silver, die Griff-Form border patrol und natürlich das orange-black micarta, was hier ein echtes highlight ist und letztlich den Ausschlag für genau dieses Exemplar gegeben hat. Immer "tactical black" ist ja auch langweilig ;)


    16 SP1, micarta, 01 by Jedi, auf Flickr


    16 SP1, micarta, 02 by Jedi, auf Flickr

    16 SP1, micarta, 03 by Jedi, auf Flickr

    16 SP1, micarta, 04 by Jedi, auf Flickr

    Hier mit seinen Geschwistern, dem #14 Attack links und dem #16 Diver rechts:


    16 SP1, micarta, 05 by Jedi, auf Flickr

    Ganz gut zu erkennen, die etwas wuchtigere Klinge des #14 und die etwas filigranere Klinge des #1, beim #16 SP1.

    Toll zusammengefasst! Danke dafür.

    Danke. Jetzt noch mit historischen und zeitgenössischen Messer-Beispielen verschiedener SFs bestückt, dann gäbe es von mir eine 1 mit Sternchen. :thumbup:

    Kein Problem :D


    Hier mal eines der berühmtesten Einsatzmesser, das Randal Model #1 "All Purpose Fighting Knife". Vorgestellt während des WW II, wenngleich kein seitens der Army in Massen beschaftes und ausgegebenes Messer, wie die Messer die durch den oben erwähnten Conrad Ben Baker beschafft wurden, sondern individual von Soldaten/Offizieren selbst gekauft.


    Hier mit klassischem Horn und in 7 Zoll Klingenlänge sowie mit Holzgriff in "commando" Ausführung und 8 Zoll Klinge:


    1-8, Ironwood, 05 by Jedi, auf Flickr


    1-7, Stag, 03 by Jedi, auf Flickr


    1-8, Ironwood, 08 by Jedi, auf Flickr


    Ebenfalls zu Zeiten WW II entstanden und mehr in Richtung des klassischen Dolches a la Fairbairn Sykes, das Model #2 "Fighting Stiletto". Durchaus robuster, als die alten Dolche, aber eben trotzdem mehr oder weniger "single purpose". Hier in der Standardt Ausführung sowie als "Tom Clinton Special", einem dealer exclusive, mit breiterer Klingenform:


    2-7, Cocobolo, TC Special, 04 by Jedi, auf Flickr


    2-7, Laminated Wood, 02 by Jedi, auf Flickr


    2-7, Cocobolo, TC Special, 02 by Jedi, auf Flickr


    In den 60er Jahren, mit den Erfahrungen aus Korea und Vietnam, wollte man dann auch bei Randall den im Eingangsbeitrag angesprochenem Robustheitsaspekt Rechnung tragen und kam mit den full tang Modellen #14 "Attack" und #16 "Divers Knife" heraus:


    14-7 5, Micarta, 01 by Jedi, auf Flickr


    14-7 5, Micarta, 05 by Jedi, auf Flickr


    Eine weitere Legende wurde ebenfalls oben schon angesprochen. Das Model #18 "Survival". Sozusagen die Blaupause für alle späteren hollow handle knives:


    18-7.5, Survival, 01 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 03 by Jedi, auf Flickr


    Hier zusammen mit dem Mk IV aus Chris Reeve "One Piece Knife" Serie, der das Thema Hohlgriffmesser in den 80er Jahren aufgegriffen und mit seiner vollständig aus einem Stück Stahl herausgearbeiten Konstruktion in Punkto Stabilität auf ein neues Niveau gehoben hat:


    18-7.5, Survival, 05 by Jedi, auf Flickr


    Bzgl. der Special Forces darf natürlich das von Bill Harsey und Chris Reeve entworfene Yarborough Knife nicht fehlen. Dieses Messer wird den erfolgreichen Absolventen der SF Lehrgänge ausgehändigt und steht für die neueren Generationen der Einsatzmesser, die sowohl als Waffe wie auch als Werkzeug eingesetzt werden. Darum widmet sich Bill Harsey bei seinen Entwürfen nicht der Klingengestaltung, sondern auch der Griff-Ergonomie, die bei den von ihm entworfenen Messern immer herausragend ist. Hier die zivile Version des "Yarborough Knife", das "Green Beret Knife", welches über die CRK Händler zu erwerben ist:


    Green Beret, 7, FDE, 02 by Jedi, auf Flickr


    Green Beret, 7, Signed, 03 by Jedi, auf Flickr


    Das große Green Beret mit 7 Zoll Klinge wurde dann auch noch in einer etwas kompakteren Variante mit 5.5 Zoll Klinge angeboten:


    Green Beret Knife, 5.5, NICA, 02 by Jedi, auf Flickr


    Vom 5.5. Zoll Green Beret gab es eine Ableitung für Fallschirmspringereinheiten, mit besonderen serrations. Das Messer wurde aber von der Army nicht beauftragt und so blieb es bei 22 Prototypen:


    Jumpmaster, 02 by Jedi, auf Flickr


    Bill Harsey hat zusammen mit Chris Reeve neben dem Green Beret Knife noch ein weiteres bekanntes Einsatzmesser entwickelt. Das "Pacific". Der Name lehnt sich an die 1st Special Forces Group (Asia) an, eben mit ihren Einsätzen in den Pazifik-Kriegen. Das "Pacific" wurde 2007 vorgestellt. Hier die nur von aktiven und ehemaligen Mitgliedern der 1SFG(A) beim Unterstützerverein "First in Asia" zu erwerbende nummerierte Version des "Pacific", auch "1st Group Knife" genannt:


    Pacific, 1st Group, 01 by Jedi, auf Flickr


    In 2010 begann Bill Harsey dann eine weitere Kooperation. neben der mit CRK, mit Spartan Blades. Auch hier sieht man an seinen Entwürfen den gelungenen Versuch, möglichst vielseitige Einsatzmesser zu entwerfen:


    Spartan Blades, Difensa, 01 by Jedi, auf Flickr


    Spartan Blades, Harsey Model II, 02 by Jedi, auf Flickr


    Mein empfinden ist, aber das mögen Manche anders sehen, dass sich seit den Entwürfen von Harsey für CRK und Spartan Blades nicht mehr wahnsinnig viel getan hat, bei der Entwicklung von fixed blades für Einsatzkräfte. Vielleicht ein paar ganz spezielle Messer, für hochspezialisierte Einheiten. Aber ansonsten wenig Neues. Die Messer von Extrema Ratio mag man noch erwähnen, die ein eigenes und mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattetes Design entwickelt haben.


    Grüße,

    Servus und Grüße in meine Heimatstadt!


    Zunächst einmal, über das Thema "Fake" würde ich mir keine Gedanken machen. Da deutet von dem was ich sehen kann nichts daraufhin. Was "Solution" schreibt ist nicht ganz zutreffend. Die Zeiten wo der komplette Schliff, also der komplette Hohlschliff, von Hand gemacht wurden, sind bei CRK schon lange vorbei. Das wird maschinell gemacht. Am Ende wird die Schneidfase manuell aufgebracht und ich glaube das meint "Solution". Das hat aber keinen Einfluss auf den Hohlschliff selbst.


    Allerdings ist es so, dass man irgendwann einmal den Hohlschliff leicht verändert hat. Von einem eher senkrechten Verlauf nach unten zur Schneide, hinten bei der Fehlschärfe, hin zu einem schrägen Verlauf. Das ist das, was Du auf Deinen Bildern zeigst. Ich hab mal ein paar Exemplare aus der Vitrine genommen und nebeneinander gelegt. Das Snakewood ganz außen ist ein "Classic". Alle anderen sind "21". Man sieht den Unterschied deutlich.


    IMG_0537 by Jedi, auf Flickr


    IMG_0539 by Jedi, auf Flickr



    Auf diesem Bild sieht man mehrere Generation. Ganz oben ein "Original" Sebenza aus den 90ern. Hier hat Chris den kompletten Schliff noch per Hand gemacht. Darunter das "Classic" Snakewood. Dann ein "21" Pale Moon Ebony und ganz unten ein "Regular" Amboyna.


    IMG_0317 by Jedi, auf Flickr


    Meine These: Sie haben eine Zeit lang beide Maschinen genutzt, die eine produziert den steilen Hohlschliff und die Andere den schrägen Hohlschliff. Oder sie haben den steilen Hohlschliff noch eine Zeit lang für die Insingo Klingen verwendet und produzieren heute nur noch den schräg abfallenden Hohlschliff, für alle Klingen-Varianten.


    Ich hatte ein Micarta Insingo von 2012 und auch das hatte den steilen Anschliff:


    Bild 7 by Jedi, auf Flickr


    Ebenso ein Wilson Combat 21, von 2017, mit Insingo Klinge. Auch hier der steile Anschliff:


    large WC Insingo cleaning, 02 by Jedi, auf Flickr


    Dies meine Interpretation.


    Viele Grüße,

    Danke Andy!


    Spartan hab ich wieder abgestoßen. Ich achte ein Bisschen darauf, mich nicht zu verzetteln. Bei Reeve nur Sebenza und die Einsatz-Fixed. Nix Inkosi und so. Bei Randall vorzugsweise ebenfalls die Einsatzmesser. Wobei da die Grenzen manchmal fließend sind. Manchmal nehmen Sie ein Bowie und machen statt nem single hilt einen double hilt dran und schon ist es ein "fighter" :D


    Oft geben sie sich aber mehr Mühe und verändern auch die Klinge. Grundsätzlich sehe ich einige Paralellen, zwischen Reeve und Randall. Kleine Firmen, wobei Randall nochmals deutlich kleiner als CRK. Behutsame Modellpflege und hoher Qualitätsanspruch. Da passen diese beiden Firmen ganz gut zusammen. Bei Randall kommen dann noch der "handmade" Faktor und die nochmals längere Historie hinzu.


    Viele Grüße,
    Stefan

    "Sasquatch" ??? ?(
    What? Da musste ich erst mal ein Online Wörterbuch fragen. 1:1 kann man es gar nicht übersetzen. Aber es stellt wohl ein anderes Wort für "Bigfoot" dar, den amerikanischen Mythos einer Kreatur aus den Wäldern der nördlichen USA/Kanada. Na gut. Dann wissen wir das auch.


    Das Sasquatch ist ein dealer exclusive. Wie schon einmal an anderer Stelle erwähnt, gibt es 14 dealer exclusives. Nicht mehr alle sind heute noch verfügbar, weil es einige dealer heute nicht mehr gibt. Dieses exclusive stammt vom Randall Händler Doug Kenefick und ist das älteste noch hergestellte dealer exclusive von Randall. Im November 1977 wurden die ersten Exemplare an Doug Kenefick ausgeliefert, nach einer vorhergehenden Entwurfsphase, mit Zeichnungen und Holzmodellen. Beeinflusst wurde die Recurve-Klinge durch Entwürfe von Rod Chappel und Gil Hibben.


    Da es den Zusatz "Bowie" trägt, gehört es genau genommen in die Modellgruppe #12, in der sich alle Bowie bei Randall versammeln. Demnach müsste der genau Name eigentlich "Model #12-8 (für die Klingenlänge 8 Zoll) Sasquatch Bowie" lauten. Aber es wird scheinbar nur als "Sasquatch Bowie" geführt. Zunächst gab es nur die große Variante mit 11 Zoll Klinge! Ein Kurzschwert und aufgrund der Klingenform äußerst beeindruckend. Muss ich unbedingt noch einmal auftreiben, damit ein Pärchen daraus wird :D


    Die große 11 Zoll Variante gibt es nur mit Klingen aus dem tool steel und alle Messer sind fortlaufend nummeriert. 1978 wurde dann die "kleine" 8 Zoll Variante vorgestellt. Diese wiederum gibt es nur in stainless steel und die Klingen wurden nicht nummeriert. Mein Exemplar hat laut seinem Verkäufer einen Griff aus Cocobolo. Oft und auch hier sehen sich Cocobolo und Ironwood sehr ähnlich und da Randall leider nicht so schöne Birthcards mit den Messerdaten beilegt, wie Chris Reeve das macht, was ich schade finde, ist man immer auf die Angaben des Verkäufers angewiesen. Das Holz ist durchaus recht offenporig, so dass ich auch an Cocobolo denke. Ironwood ist in der Regel dichter. Ist aber auch nicht wirklich entscheidend.


    Viele Grüße,



    Sasquatch, 8, Cocobolo, 01 by Jedi, auf Flickr


    Sasquatch, 8, Cocobolo, 02 by Jedi, auf Flickr


    Sasquatch, 8, Cocobolo, 03 by Jedi, auf Flickr


    Sasquatch, 8, Cocobolo, 04 by Jedi, auf Flickr

    Die "Mutter aller Survival- und Hohlgriff Messer" ? Wer weiß?


    Vermutlich alle hier sind irgendwann schon einmal mit dem ersten Rambo Film "First Blood" in Berührung gekommen. Für viele mag er sogar mit ein Auslöser für unser Hobby gewesen sein. Wie er dort im Wald hockt, die Endkappe seines Messers abschraubt, sein "Nähzeug" herausholt und eine Wunde vernäht. Was für ein harter Bursche und dieses Messer? Für den absoluten Notfall das Wichtigste dabei? Cool!


    Viel früher als in diesem Film, der ja aus dem Jahre 1982 stammt, wurde diese Idee bereits von Randall umgesetzt und zwar so in der Zeit 1962-67. 20 unfassbar lange Jahre, von 1955 bis 1975, haben sich die Amis im Vietnamkrieg abgemüht und aus dieser Zeit stammt das Model #18 "Attack Survival". Ob es davor bereits in Serie umgesetzte Hohlgriff-Messer gab, oder ob Randall das erfunden hat, darüber liegen mir keine gesicherten Informationen vor. Aber zumindest hat Randall dieser Messerkategorie den Bekanntheitsgrad verschafft, den sie bis heute hat.


    Chris Reeve hat es dann technisch in den 80er Jahren mit seiner "One Piece Knife" Reihe auf das nächste Level gehoben, indem er die potenzielle Schwachstelle der Konstruktion, nämlich die Verbindung am Übergang zwischen Klinge und Hohlgriff, einfach eliminiert und das ganze Messer aus einem Stück Stahl hergestellt hat. Weiter unten dazu ein paar Vergleichsbilder.


    Mein Exemplar hat die 7.5 Zoll Klinge. Es gibt noch eine Variante mit kürzerer Klinge, nämlich mit 5.5 Zoll. Hier der Link zum Katalog:


    Homepage


    Bei Randall werden die Messer ja mit "options" bestellt und die Amis zählen dann immer gern auf, wie viele "options" ihr Messer hat. Für das Model #18 gibt es nicht so viele Extras. Das geht bei meinem Exemplar los mit der stainless Klinge, weiter über den "knurled" Griff, also mit der "Riffelung" und endet dann auch schon mit dem Kompass in der Abschlusskappe. Kappe und Parierelement sind aus Messing. Bei diesem Modell gibt es die hardware nicht alternativ in Neusilber. Mein Messer habe ich von einem befreundeten Sammler als Komplettpaket gekauft, mit den zusätzlich erhältlichen Abschlusskappen. Eine davon, nicht auf den Bildern, ist aus stainless steel und hat ebenfalls einen Kompass. Allerdings einen Größeren. Die zweite Zusatzkappe ist ebenfalls stainless steel und hat auch den großen Kompass drin, ist dann aber mit "skull crusher" Spitze ausgeformt. Die beiden größeren Kompasse in den stainless Kappen sind deutlich besser ablesbar, als der Kompass in der serienmäßigen Messing-Kappe. Allerdings gibt es eine Diskussion darüber, wie magnetisch die stainless Kappen sind und dementsprechen den Kompass irritieren.


    Ich wollte den Holhgriff gern umwickeln. Der übliche Paracord 550 war mir zu dick. Ich hab den Paracord Typ I (auch "micro paracord") genommen und für die Scheide und die Abschlusskappe den 425er Paracord. Weil beim micro paracord die Farbauswahl deutlich eingeschränkter ist, als bei den anderen Stärken und ich natürlich alles einheitlich haben wollte, hab ich mich für die Farbe F.S. Navy entschieden. Gefällt mir ausgesprochen gut.


    Bilder:


    18-7.5, Survival, 01 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 02 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 03 by Jedi, auf Flickr


    Hier wie oben angesprochen ein paar Bilder gemeinsam mit dem letzten Modell der One Piece Knife Reihe, dem Mk IV anniversary, welches anläßlich der Einstellung der Modellreihe 2010 auf 250 Stück limitiert herausgebracht wurde:


    18-7.5, Survival, 04 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 05 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 06 by Jedi, auf Flickr


    18-7.5, Survival, 07 by Jedi, auf Flickr


    Viele Grüße,

    Servus!


    Altes Clip-Design. Wurde 2001 auf das neue Design umgestellt. Ergo Baujahr wohl vor 2001, bzw. spätestens in 2001. Umstellung auf BG42 wurde 2002 vollzogen. Demnach müsste es BG42 Klinge haben. Wobei man ja weiß, dass solche Umstellungen bei CRK nie "hart" vollzogen wurden, so dass es oft keine ganz exakte zeitliche Festlegung, auf den Monat genau gibt.


    Das Regular wurde 1996 eingeführt und 1996 fand auch die Umstellung von ATS34 auf BG42 statt. Könnte theoretisch auch ATS34 Klinge haben, wenn's ein 96er ist.


    Hat es einen Code innen in den Schalen? Der wurde so um 1997 herum eingeführt.


    Die Tasche passt in die Zeit. Alles in Ordnung damit.


    CRK macht auch heute noch auf Wunsch Initialen. Früher waren die noch viel flexibler mit Kundenwünschen. Kann also auch sein, dass die Initialen beim Kauf des Messers mitbestellt wurden. Oder eben nachträglich.


    Viele Grüße,