Beiträge von derLichtschalter

    Danke, Rolf. Ich meinte mit dem 1 mm aber gar nicht die Spitze, sondern die Dicke der Primärfase oberhalb der Sekundär-/Schneidfase bspw. am Recurve-Bogen - das hätte ich vielleicht etwas genauer beschreiben sollen. Bei meinem Fantoni C.U.T. Fixed, das bei gleicher Klingenstärke nur geringfügig weniger hoch baut, ist die Primärfase direkt an der Schneide deutlich dünner, der Anschliff erfolgte also mit einem größeren Winkel.


    Dein ZT0200 sieht sehr elegant aus, top! Was mir da nur auffällt: Die Beschriftung auf der Klinge hat sich verändert. Bei dir "fehlt" der Schriftzug "Ken Onion Design" und die Stahlsorte und Seriennummer stehen an einem anderen Ort.

    Ich habe den Clip im Moment auch wieder drangeschraubt, es aber bisher nur an einer normal-dicken Jeans und an meiner Fjällräven G-1000-Hose ausprobiert. Letztere ist ziemlich dünn und ich habe keine Probleme mit dem Versorgen des Messers (aktuell: hintere linke Hosentasche, also sogar erschwert, weil: "schwache" Seite). Bei der Jeans ist es schon ein bisschen schwieriger, aber ich behaupte, dass das eher an der Struktur des G10 liegt. Den Clip kann man ja vorsichtig durch biegen etwas schwächer machen...


    Außerdem flippt es. Vielleicht nicht so schön wie ein ZT030x (hatte ich zwar noch nicht, aber Speedsafe kenne ich von diversen Kershaws...), aber es flippt. Und ich mag das :D

    Der Griff gehört zu den großen Stärken des ZT0200. Die runde Optik der Klinge setzt sich hier fort und sorgt für eine ausgeprägte Zeigefingermulde, einen dicken Bauch und ein schmales Ende. Dabei verschwindet die Klingenwurzel im geschlossenen Zustand mehr oder weniger im Griff, wobei das Jimping noch hervorragt.
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    Die an den Rändern abgerundeten Griffschalen sind nicht nur spaltfrei und ohne Überstände angepasst, sondern auch eingemuldet, um am Zeigefinger einen bequemeren Griff zu gewährleisten und im hinteren Bereich mit über 20 mm Dicke das Abrutschen vom Griff zu verhindern. Dabei liegt der Bauch mit fast 19 mm Dicke satt in der Hand. Die Strukturierung der Schalen sorgt für sicheren Halt auch mit Handschuhen und wird optisch oft mit Krokodilleder bzw. generell Echsenhaut verglichen. Ebenfalls trägt dazu die Daumenrampe bei, deren Riffelung bei bloßer Hand nicht unangenehm ist. Allerdings befindet sich die Riffelung nur auf dem Klingenrücken und wird nicht im Griff fortgesetzt, was mit Handschuhen spürbar weniger Griffigkeit bietet.
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    Die Griffsicherheit mindert das aber nicht im geringsten: Zur Sicherung des Griffs nach vorne sorgen insbesondere die ausgeprägte Fingermulde und der Flipper, der im ausgeklappten Zustand als Handschutz fungiert und die Daumenmulde effektiv erweitert. Meine Handschuhegröße beträgt im Übrigen 8,5-9.
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    Auch im Reverse-Griff lässt sich das Messer gut greifen. Ich brauch's nicht - aber es geht gut.
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    Im geschlossenen Zustand bekommt das ZT0200 Kubotan-Qualitäten. Der Daumen kann bequem in der Mulde am vorderen Ende ruhen, das runde untere Ende gewährleistet ordentlichen Impact, jedoch ohne Penetrationsrisiko.
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    "Tragesystem"
    Der Clip ist recht stramm, lässt sich aber problemlos einhändig über den Saum der Jeans-Tasche schieben. Außerdem lässt er sich vierfach versetzen oder eben ganz demontieren. Für diese Lösung habe ich mich mittlerweile entschieden, da ich das Messer in einem Holster tragen möchte. Vorläufig handelt es sich dabei um die erste Version des Holsters, das 75tactical für das Pohl Force Alpha entworfen hat. Das ZT0200 passt gut hinein und es trägt nicht übermäßig auf. Auf Dauer lasse ich mir vielleicht mal ein Pancake-Holster aus Leder anfertigen, damit das Messer mit noch etwas weniger Profil an der Hüfte Platz findet...




    Ein wenig Eigenwerbung: das gleiche Review in meinem Blog.

    Bitte nicht schlagen - aber ich mache hier ernsthaft ein Review eines mittlerweile seit 8 Jahren verfügbaren Messers. Aber ich sehe dieses Forum - ganz persönlich - auch als eine Art Datenbank von informativen Userpics und subjektiven Meinungen - dazu möchte ich auch hiermit beitragen. Nachdem ich ja in den letzten Monaten einige Reviews von Böker-Collaborations (Coye, Krein, Bawidamann, Urbanovsky) gemacht habe, ist endlich mal wieder ein anderer Hersteller dran: Zero Tolerance in Zusammenarbeit mit Ken Onion.


    Ich kaufe, wie man vielleicht anhand der anderen Reviews sieht, lieber Fixed, aber wenn ich mir doch mal wieder einen Folder gönne, dann einen, der ein Fixed ist - wenn ihr versteht, was ich meine :D Das diesem Kriterium augenscheinlich entsprechende Zero Tolerance 0200 stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, aber die Preiserhöhungen bei ZT im Frühjahr dieses Jahres haben mir da durchaus einen Strich durch die Rechnung gemacht - ganz pauschal und ohne Wertung. Nun kam ich durch einen Deal hier im Forum bei einem guten Preis zu einem kaum gebrauchten Exemplar aus der Zeit der alten Preise.
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    Insgesamt fällt im Vergleich zu einem Pohl Force Alpha 3 (hier mit tollen grünen Schalen von Cu.Sca.Di, Klinge-Griff-Verhältnis 1:1,32) die doch etwas geringere Größe auf, trotz der ähnlichen Konzeption als "Klopper". Fast 2 cm weniger Länge im geschlossenen Zustand bei einer nur 1 cm kürzeren Klinge spricht im Verhältnis jedoch mehr für das ZT0200 (Klinge-Griff-Verhältnis 1:1,27). Ein TFDE F9 wirkt neben den beiden geradezu zierlich. Ein konzeptionell ähnliches Fixed ist wohl das ER TASK C, das mit ähnlicher Klingenlänge und -stärke aufwarten kann.
    2014-11-27 - Zero Tolerance 0200 - Vergleich, PFA3, ERTFDEF9.jpg 2014-11-27 - Zero Tolerance 0200 - Vergleich, PFA3, ERTC.jpg



    Klinge
    Geöffnet wird die Klinge per Flipper oder Daumenpin. Auch wenn sie nicht kugelgelagert ist, sondern nur auf Bronze-Washern läuft, flippt die Klinge auch ohne Schleuderbewegung auf wie Schmitz' Katze.
    Die mittelspitze Klinge, deren Optik durchaus vergleichbar ist mit dem Pohl Force Alpha 2, weist auf ihren 10,2 cm Länge eine Droppoint-Form mit stark ausgeprägtem Bauch und Recurve-Bogen auf und entspricht damit den augenfälligsten Design-Elementen, die man von Ken Onion unter anderen kennt. Der Recurve sorgt trotz der 4 mm Klingenstärke für gefällige Schneideigenschaften. Auch wenn der Flachschliff an der bis zu 3,2 cm hohen Klinge sehr hoch gezogen ist, so ist das ZT0200 knapp oberhalb der Schneidfase immer noch fast 1 mm stark. Das habe ich schon "besser" gesehen - wobei das eben relativ ist, da man dabei immer berücksichtigen muss, welchen Kompromiss zwischen Meißel und Messer der Hersteller finden wollte. Jedenfalls schneidet das ZT0200 für einen solchen "Brecher" recht angemessen durch diverse Nahrungsmittel - trotzdem würde ich dem Messer auch zutrauen, "taktischere" Aufgaben zu vollführen.
    Dazu trägt auch bei, wie die Klinge im Griff sitzt. Eine massive Achsschraube, ein Stoppin, der sich in einer "Tasche" versenkt und 2 mm dicke Liner - das ZT0200 wirkt stabiler als so mancher Framelock. Außerdem mag ich Linerlocks. Framelocks mögen stabiler sein, aber Linerlocks bedienen sich einfach komfortabler.
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    Ich äußere mich ja recht selten zum Stahl eines Messers - ich bin weder Metallurg noch Schmied und es gibt hier im Forum auch genügend Experten (und andere erfahrene Anwender), die das deutlich besser wissen als ich. Aber ich habe ja auch Vorlieben. Und irgendwie hängen geblieben ist an mir die etwas irrationale Vorliebe für 154CM. Eine Klinge aus diesem Stahl gab es damals als "Bonus" für den Kauf der CX-Version des Leatherman Skeletool, dessen Klinge sich bis heute wirklich bewährt hat. Der Stahl bleibt lange scharf und lässt sich vergleichsweise leicht schärfen. Andere Stähle mögen besser sein: Der beliebte CPM-S30V (den ich bspw. an meinem Fantoni C.U.T. Fixed durchaus auch zu schätzen gelernt habe) bleibt beispielsweise viel länger scharf, aber für meine Fähigkeiten im Schärfen ist er recht aufwändig zu bearbeiten; eine Klinge aus 440C lässt sich dagegen sehr leicht wieder auf Vordermann bringen, aber bleibt eben nicht lange so. 154CM ist für meine Verhältnisse ein toller Kompromiss mit einer Tendenz in Richtung besserer Nachschärfbarkeit.

    Ich konnte mich bis heute noch nicht zu einem Messer mit Holz-Griff durchringen. Ich finde das durchaus ästhetisch - auf gewisse Weise - aber es entspricht einfach nicht meinem Beuteschema. Das attraktivste in der Richtung war für mich in letzter Zeit noch so das Benchmade Big Summit Lake - und das ist ja noch nicht einmal echtes Holz...

    Egal, einfach erzählen :) Der Pygmy Falcon 2 steht auch noch auf meiner Liste auszuprobierender Rucksäcke, je mehr Erfahrungswerte und Bilder man dazu bekommen kann, desto besser. Und bereichernd für das Forum ist ein Review doch allemal.

    Danke :)


    Ich muss aber gestehen, dass ich das nicht so gerne mache (also... die Jacke dort unterbringen), da man den Rucksack dann nicht mehr hinstellen kann bzw. eben auf die Jacke draufstellt, sobald sie dort hängt. Das ist beim Monsoon besser, da der eine Art Front-"Flappe" hat, in der man die Jacke super unterbringen kann, ohne dass sie Bodenkontakt bekommt. Aber besser als nix.