Beiträge von derLichtschalter

    So ist es, jedenfalls mehr oder weniger. Für ein persönliches IFAK ist die Pouch meines Erachtens viel zu groß - für mehr als zwei Personen ist es in Ordnung. Möchte man Tourniquet, EMT Shears, Kochsalzlösung, ggf. Chirurgen-Besteck etc. mit dabei haben, dann geht die Pouch definitiv in die richtige Richtung bzw. ist eine gute Basis für eine gewisse Grundausstattung, die man bspw. vorne an der Weste tragen kann, ohne den Medic-Rucksack vom Rücken nehmen zu müssen.

    Hier im Forum findest du eine ganze Reihe an Bildern von Anwendern für die Tac Pouch 7: Review: Tasmanian Tiger - Tac Pouch 7
    Ich verwende sie ebenfalls als IFAK - sogar mit Tourniquet (in TT Tourniquet Pouch) und EMT Shears (in selbstgenähter Pouch):
    2015-04-17 - MYOG EMT Shear Pouch ATACS AU.jpg


    Alternativ gibt es die TT Base Medic Pouch. Da würden Tourniquet und Schere sogar reinpassen (gleiche Grundfläche wie die Tac Pouch 7, aber deutlich tiefer) und außerdem hat diese Pouch ein Schnelltrennsystem. Ich hab da heute mal ein Review dazu verfasst: Mini-Review: Tasmanian Tiger Base Medic Pouch

    Als ich mir damals meinen TT Ranger 60 gekauft habe, habe ich mir gleichzeitig auch eine Base Medic Pouch zugelegt. Ganz ehrlich: Über Konzepte habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Da stand "Medic" drin und sowas wollte ich haben. Gerade habe ich den Inhalt mal in meine Tac Pouch 7 umgepackt, konnte also ein paar Fotos von der leeren BMP machen.


    Die Front weist nur eine 7 cm x 5 cm große Klettfläche auf. Kein MOLLE - aber ganz ehrlich: Wer will an so eine fette Tasche noch wirklich was dranhängen. Naja, zugegebenermaßen: Ich. Meine neue EMT Shear Pouch.
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Front.jpg


    Die Pouch ist als Clamshell gebaut und lässt sich mit einem zwei-Wege-Zipper recht einfach öffnen. Ist sie einmal offen, wird es meines Erachtens aber etwas fummelig, sie wieder zu schließen, da man an der Unterseite der Pouch keinen richtigen Griff bekommt, um die Tasche sozusagen "gegen" den Zipper zu ziehen und damit den Reißverschluss in Form zu halten. Aber besser man bekommt eine Medic Pouch nicht mehr zu als sie gar nicht erst aufzubekommen ;)
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Zipper.jpg


    Die offene Tasche weist im oberen Bereich eine Klarsichttasche auf, im unteren Bereich findet sich dagegen eine Tasche aus Netzgewebe (ähnlich wie bei der Tac Pouch 7), die sich mithilfe einer Kordel (samt Stopper) schließen lässt. Auf der Netztasche ist ein elastisches Band in Form von acht kleinen / mittelgroßen Schlaufen vernäht.
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Klarsicht.jpg


    Die Klarsicht-Tasche im oberen Bereich ist an der Rückwand mit Velcro befestigt und lässt sich mit einem Handgriff entnehmen - dahinter findet man oberhalb der Klettfläche auch einen mittig platzierten D-Ring. Diese herausnehmbare Tasche lässt sich ebenfalls mit einem zwei-Wege-Zipper komplett öffnen. Leider wurden hier keiner Zipper-Pulls aus Paracord angebracht wie bei den außen liegenden Reißverschlüssen. Im Inneren dieser Pouch wurden zwei elastische Bänder so vernäht, dass sie je fünf kleine / mittelgroße Schlaufen bilden. Diese sind meines Erachtens aber etwas zu klein geraten. Je nach dem, was man da unterbringen möchte, steht man vor gewissen Schwierigkeiten.
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Klett.jpg 2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - inner pouch.jpg


    Damit mal klar wird, von was für einer Größenordnung wir sprechen: Hier ein Vergleich mit der TT Tac Pouch 1.
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Vergleich Tac Pouch 1.jpg 2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - Seite.jpg


    Die BMP wird mittels des bekannten MOLLE-kompatiblen TT-Schnelltrennsystems an Rucksäcken oder - wie konzipiert - an taktischen Westen / Plate Carriern befestigt. Im Bedarfsfall kann die Tasche dann schnell abgenommen und bspw. neben der zu versorgenden Person geöffnet und ausgebreitet werden.
    2015-04-18 - Tasmanian Tiger Base Medic Pouch - MOLLE.jpg


    Ich mag die Base Medic Pouch. Sie bietet viel Platz für eine ganze Menge Verbandmaterial und medizinisches Equipment. Um genau zu sein: zu viel Platz. Auf den letzten beiden Touren habe ich gemerkt, dass die BMP einfach zu groß ist für ein auf zwei bis vier Personen ausgelegtes Trekking-FAK. Wenn überhaupt was anfällt, dann braucht nur mal wieder einer ein Pflaster, weil er beim Salami-Schneiden mit meinem Messer nicht aufgepasst hat :rolleyes:
    Meines Erachtens ist die schlankere Tac Pouch 7 (die jedoch die gleiche Grundfläche wie die BMP hat) deutlich besser für solche Zwecke geeignet. Auch dank der MOLLE-Schlaufen auf der Front und insbesondere wegen der größeren elastischen Schlaufen im Inneren.





    Ein wenig Eigenwerbung: das gleiche Review in meinem Blog.

    Stefan: 40 mm wäre zu schmal, denke ich. 45 mm ginge vielleicht noch, aber mit 50 mm war es meines Erachtens jetzt perfekt :)


    Eule: Ahja, ok. Ist ja nicht weiter tragisch. Eine Naht hab ich dort ja schon - es hält auch. Dreifach wäre möglicherweise besser gewesen, aber da ich die Schlaufen ja an den Außenkanten jeweils dreifach vernäht habe, wird mir die Pouch jedenfalls nicht abreißen :)

    Danke, Stefan! Ich wollte die inneren Nähte aber schon haben, weil der TacTie ziemlich rumwackelt... Aber bzgl. Malice-Clip hast du Recht - die stehen schon auf meiner Einkaufsliste. Ich bin neuerdings übrigens auf Annex-Clips gestoßen - die finde ich auch großartig, obwohl sie so klobig sind - bei so schmalen Taschen passen die natürlich nicht :/

    Ich verwende für meine FAKs je nach Bedarf eine TT Base Medic Pouch oder eine Tac Pouch 7. Beide weisen jedoch anders als bspw. das TT Small Medic Pack keine extern erreichbare Tasche für eine Kleiderschere auf. Also habe ich mich mal eben eine halbe Stunde hingesetzt und mir aus ein paar Stoffresten selbst eine genäht. Die Pouch (oder vielmehr Sheath) besteht praktisch komplett aus 2" und 1" Gurtband in ATACS AU, das Velcro ist "Tan".
    IMG_20150417_013530.jpg


    Die Rückseite habe ich zwecks MOLLE-Kompatibilität so gestaltet, dass die Pouch mittels eines Maxpediton 3"-TacTie (wie hier) oder eines 3"-Malice-Clip an MOLLE-Webbing befestigt werden kann.
    IMG_20150417_014006.jpg




    Ein wenig Eigenwerbung: der gleiche Bericht in meinem Blog.

    Endlich: Weitere Langzeiterfahrungen.


    Mittlerweile habe ich zwei größere Touren damit gemacht. Beide Male war ich mit Zelt im Pfälzerwald unterwegs. Beim ersten Mal hatte ich 26 kg geladen. Und obwohl ich mir vorgenommen hatte, nie wieder so schwer zu packen, waren es bei der zweiten Tour dann doch tatsächlich 30 kg. Ich musste dabei allerdings meiner Freundin einiges abnehmen, da sie nur einen Deuter Futura 32 SL besitzt - einen effektiv nur halb so großen Rucksack. Den Unterschied sieht man hier ganz gut:
    DSCN1263.JPG


    Ich weiß nicht, woran es letztlich lag, dass das immer noch gut zu tragen war. Ich habe mir mehr Mühe geben, das Tragesystem richtig einzustellen und zwischendurch auch mal nachzujustieren. Außerdem bin ich in dem Jahr ziemlich intensiv ins Fitnessstudio gegangen - Rücken- und Beintraining inklusive.


    Ansonsten gilt eigentlich weiterhin, was ich vor über einem Jahr geschrieben habe. Ich zitiere mich mal selbst:

    Zitat

    Klar war das letztendlich eine schwere Geschichte. Das Gewicht kann einem auch das beste Tragesystem nicht abnehmen. Aber ich konnte das Gewicht mit dem Tragesystem sehr gut auf Schultern und Hüfte verteilen. Auch mein linkes Knie - ein Jahr zuvor deutlich geschädigt durch eine sportbedingte Kreuzbandüberdehnung - hat die Tour ohne Schwierigkeiten überstanden. Der Rucksack ist dem Durchschnittsrücken angepasst, sag ich mal. Die Alu-Streben, die innen eingeschoben sind, lassen sich aber anpassen, falls man es optimieren will. Bei mir war es trotz deutlichem Rundrücken (oberer Bereich) und Hohlkreuz (effektiv also einem schreibtischbedingten Haltungsschaden) ganz in Ordnung - die Polsterung ist super. Natürlich musste ich zwischendurch die Kiste immer wieder mal absetzen. Aber das schiebe ich mal darauf, dass ich sowas einfach nicht gewohnt bin. Leichte Druckstellen auf den Schultern gab es schon - aber nichts dramatisches, keine Scheuerstellen etc. Einziger Nachteil, aber das liegt ja nicht am Rucksack: Unter dem Hüftgurt trägt man keine Ausrüstung am Gürtel. Dafür hat das Ding eben MOLLE ohne Ende - auch am Hüftgurt. Am zweiten Tag fing es morgens an zu regnen - in Strömen. Als es Mittags immer noch nicht aufgehört hatte, kramte ich endlich mal den Regenschutz hervor - nass geworden war der Inhalt bis dahin aber nicht, das Cordura hielt auch so schon ganz gut dicht. Insgesamt bin ich jedenfalls ausgesprochen zufrieden.

    Das würde ich immer noch so unterschreiben. Die zweite Tour hat der Rucksack ebenfalls ohne Schäden überstanden - und ich auch. Keine übermäßigen Druckstellen, keine aufgescheuerten Klamotten - alles super.


    Im Detail habe ich den Rucksack so konfiguriert wie auf den obigen "am-Mann"-Bildern gezeigt. Dazu kamen außerdem noch ein Flaschenhalter, eine Handytasche und eine TT Admin Pouch.


    In dieser Größenordnung würde ich jederzeit wieder den Ranger 60 kaufen. Für den aufgerufenen Preis ist das wirklich ein großartiger Rucksack mit per se "schlanker" Grundform und hoher Anpassbarkeit.

    Jaja, so nach und nach bekomme ich jede TT Pouch mal in die Finger :D


    Heute: Die Operator Pouch aus Cordura 700 DEN.


    Die TT OP gehört wohl zu den größeren Pouches auf dem Markt. Vier Reihen MOLLE-Webbing mit je fünf Schlaufen auf der Front und zwei separate Reißverschlüsse unter einer Velcro-Klappe sind ja schonmal eine Ansage. Die Klappe lässt sich dank der zwei Zoll breiten Schlaufe auch mit Handschuhen leicht öffnen. Die parallel verlaufenden Reißverschlüsse sind durch ein Band für Schnellzugriff ausgestattet - ebenfalls Handschuh-tauglich. Damit lässt sich die Pouch schnell vollständig öffnen und kann dann die Vorteile ihres Clamshell-Designs ausspielen.
    2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Front.jpg 2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Velcro.jpg 2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Open.jpg


    Einmal offen bietet die Operator Pouch Zugriff auf eine Vielzahl an elastischen Schlaufen. Grundsätzlich sind drei Reihen mit je drei großen Schlaufen verfügbar - unter jeder dieser Schlaufen befinden sich jedoch weitere vier kleine Schlaufen. So kann der Anwender relativ frei entscheiden, wo er welchen Ausrüstungsgegenstand positioniert. Was mir persönlich fehlt, sind mittelgroße Schlaufen. Einen Kompromiss bieten in dieser Hinsicht die je vier Schlaufen an der linken und rechten Innenwand. Außerdem findet sich oben eine per Velcro bedienbare Schlaufe (ähnlich der Schlaufen zur Befestigung von Trinksystemen).
    2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Inner back.jpg


    Im Inneren der Frontklappe befindet sich eine große per Velcro verschlossene flache Tasche. Auf dieser sind drei Reihen mit je drei nicht-elastischen Schlaufen vernäht. Um die mittleren Schlaufen läuft Shock-Cord, welches mit einem Kordelstopper justiert werden kann.
    2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Inner front.jpg


    An der linken Seite befindet sich oben ein Durchlass.
    2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Side opening.jpg


    Die Tasche ist grundsätzlich MOLLE-kompatibel. Dazu befinden sich auf der Rückseite fünf Reihen mit je sechs Schlaufen. Tasmanian Tiger setzt hier das Schnelltrennsystem ein, das sich auch bspw. an der TT Base Medic Pouch findet. Aufgrund der großen Grundfläche wurden hier jedoch zwei dieser Systeme verbaut.
    2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - MOLLE.jpg 2015-04-16 - Tasmanian Tiger Operator Pouch - Schnelltrennsystem.jpg


    Die Pouch ist echt groß. Ich habe sie leider irrtümlich gekauft, weil ich dachte, sie würde vorne an den TT Essential Pack passen. tut sie aber nicht, weil der EP in der Breite nur fünf Schlaufen MOLLE bietet - da hab ich einfach nicht aufgepasst. Von der Farbe mal ganz abgesehen findet sie noch nicht einmal auf meinem TT Ranger 60 Platz - da bin ich mit der TT Tac Pouch 7 glücklicher. Bspw. auf einen TT Observer Pack würde sie aber passen. Konzipiert ist sie aber vielmehr für taktischen Westen wie den TT Plate Carrier MKII. Insofern wird sie mich wohl wieder verlassen - aber ich wollte die Gelegenheit nicht verpassen, die Fotos zu machen, bevor ich die Pouch zum Verkauf stelle - der TT-Katalog ist da manchmal ja recht unergiebig - insbesondere was Fotos vom Innenleben angeht.





    Ein wenig Eigenwerbung: das gleiche Review in meinem Blog.